Seite 4 von 10 Erste 123456789 ... Letzte
Zeige Ergebnis 31 bis 40 von 93

Diskutiere im Thema Pornosucht statt ADS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Fliegerlein schreibt:

    Wenn es Dir hilft und der Austausch darüber auch nur einem weiteren Menschen helfen kann, war es die Diskussion ja wert.
    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Wünsche euch allen noch weiter viel Erfolg beim Umgang mit eurer Situation und melde mich, wenn etwas Zeit verstrichen ist.

    @ Awadea: Vielen Dank, für deinen Post, er hat mir sehr geholfen!

    Danke auch an Hotaru für den Input! Als Ursache nehme ich in meinen Fall und dem Fall vieler anderer Männer einfach die Gewohnheit an, was ja für mich genau das Gefährliche daran ist... ich habe es schon immer so gemacht, wenn ich allein war und irgendwann ist man abhängig. (Eloquenter und englischer ist das hier zu lesen: Is Porn Addiction Symptom Or Cause?)
    Bin überzeugt, dass leider einige Männer unerkannt süchtig sind... im Zweifelsfall einfach mal längere Zeit versuchen, zu verzichten und in sich hineinhorchen...

    Eine letzte Bitte zudem noch: Keinem ist geholfen, wenn er pornosüchtig ist (ob mit oder ohne ADS) und zudem noch eingeredet bekommt, dass es verwerflich ist, was er da heimlich tut. Nicht weniger schlimm finde ich es aber, es immer als gesund und normal darzustellen, weil der Weg in die Sucht und in ein abgestumpfteres, unerfüllendes Leben manchmal nicht weit ist. Wie so oft ist hier ein aufgeklärter und offener Umgang nötig und zum Glück entdecke ich ein stetig wachsendes Bewusstsein dafür.

    Danke für eure Meinungen und auf Wiedersehen!

    PS.: Für alle die zufällig über diesen Thread stolpern und sich darin wiedererkennen oder dafür interessieren: Es gibt eine wachsende Anzahl von (meist noch englischsprachigen) Seiten im Netz, die sich mit der Wirkung von regelmäßiger Pornografie und Masturbation (PMO) auf das Gehirn beschäftigen.
    Geändert von clark (16.06.2015 um 12:49 Uhr) Grund: neu dazugekommenen Post mit einbeziehen...

  2. #32
    cocolores

    Gast

    AW: Pornosucht statt ADS?

    clark schreibt:
    Die wissenschaftliche Erklärung dazu, welche genauen Effekte der Pornokonsum auf das Gehirn hat, überlasse ich lieber den Experten (bin Medienwissenschaftler, aber kein Neurowissenschaftler), wer im Internet dazu sucht, wird schnell fündig... (mal ein Smiley zur Auflockerung...) Kurz gesagt, werden durch den regelmäßigen Dopaminausstoß während des Orgasmus die Rezeptoren geschwächt und der Dopaminausschuss letztendlich geringer... Denke dadurch wird es auch logisch, warum es Ähnlichkeiten zu ADS haben kann.


    In einschlägigen Foren wird oft berichtet, dass sich die oben beschriebenen Symptome durch längere Abstinenz von Pornografie und Masturbation deutlich lindern, bzw. verschwinden.

    Clark, was genau sind diese einschlägigen Foren in diesem Zusammenhang? Es gibt Leute mit AD(H)S in anderen Foren, die sich oft über ihre Symptome in Zusammenhang mit Selbstbefriedigung oder exzessivem Sex austauschen und übereinstimmende Erfahrungen damit haben?


    Es erscheint auch logisch, dass mehr Kaffee mehr wach macht, aber dennoch tut er das nicht.
    Ja, ein Orgasmus beeinflusst den Dopaminhaushalt. Ja, der Dopaminhaushalt steht in Zusammenhang mit AD(H)S-Symptomen. Schlussfolgerung: Zu viele Orgasmen können AD(H)S-Symptome hervorrufen. Vielleicht habe ich ja etwas überlesen, das hier die Lücke füllt, aber für mich klingt das noch immer nach "cum hoc ergo propter hoc".



    Miss Taik schreibt:
    (@cocolores, du bist echt albern ... )..
    Schuldig, Euer Ehren

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Ah, ich sehe gerade, ich bin etwas spät dran mit meinen Fragen.

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Hallo cocolores,

    bin ja noch nicht aus der Welt!

    hab dir unter diesem Link mal ein Beispiel geschickt...

    No Porn, Better Working Memory? | Your Brain On Porn

    musst dich etwas durchkämpfen, aber im Anschluss an den "Artikel" stehen Kommentare und irgendwann ist auch ADHD das Thema (ist halt Englisch...)

    Zusammengefasst: Die Äußerungen sind recht unterschiedlich... manche fühlen sich geheilt (hatten wohl kein ADS), manche konnten ihre Medikamente weglassen, bei manchen haben die Meds besser angeschlagen, manche haben einzelne Symptome überwunden und so weiter... muss man natürlich mit Vorsicht genießen, da Kommentare in solch speziellen Foren meistens von Leuten kommen, die Erfolg mit der Methode hatten, aber es bietet einige Hinweise, was evtl. möglich ist... Fast alle sprechen davon (auch die ohne ADS), dass ihr "brain fog" verschwunden ist... (Selbstredend ist, denke ich, dass die Heilung einer Sucht allein, nicht reicht und man sein Leben daraufhin anpassen muss, damit man nicht wieder reinschlittert...)

    Bin noch über einen anderen Artikel gestolpert, der davon handelt, wie schwer es für Pornosüchtige mit ADS sein kann, die Sucht zu bekämpfen. Die Autorin schlägt vor, in diesem Fall erst das ADS zu kontrollieren, um bei der Therapie Erfolg zu haben. The Power of Porn: Attention, Hyperfocus and Dissociation | The Impact of Sex Addiction

    Hier ist eine Studie, die belegt, dass Internetsucht zu ADS-ähnlichen Symptomen führen kann
    Reduced striatal dopamine D2 receptors in people with Internet addiction. - PubMed - NCBI

    Das nur ein kleiner Auszug, ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten...
    Geändert von clark (16.06.2015 um 19:51 Uhr)

  4. #34
    cocolores

    Gast

    AW: Pornosucht statt ADS?

    So viel auf einmal schaue ich mir in der Regel nicht freiwillig an, aber ich hab in den ersten Link zumindest am Ende, wo du die Kommentare erwähnst, mal reingeschaut. Danke für deine Mühe, mir/uns was rauszusuchen, clark!

    Also was mir zuerst auffiel, war, dass man, anders als ich es so gewohnt bin, bei den Kommentaren auf die Quellen verzichtet. Also keine Daten (im Sinne von Datum), Usernamen usw… Bisweilen hören sich die Antworten auch ein wenig künstlich an. Dann der Titel der Website . … Man könnte (KÖNNTE) auf die Idee verfallen, dass es hier ein wenig missionarisch zugeht. Aber da mag mir meine eigene individualverbrämte Ansicht die Sicht vernebeln - ich würde so einem Artikel sofort mehr Glaubwürdigkeit unterstellen, wenn er auf einer Website auftauchen würde, die sich "your brain on (in) everyday life" nennen würde.

    Nichts desto Porn - ich hab mir das mal abgespeichert und bin sehr gespannt.

  5. #35
    cocolores

    Gast

    AW: Pornosucht statt ADS?

    The ADHD adult is more likely to be a porn addict because he cannot tear himself away from the pornography, meaning he cannot shift his attention away from one thing and onto another as easily as someone else.
    Das is alles?

    Das gilt doch ebenso für Whiskas-Werbung und ...

    Ich meine das wirklich nicht destruktiv, ich versuche ehrlich zu begreifen, was jemanden reitet, der daraufhin seine pupertäre Selbstbefriedigung in Frage stellt.

  6. #36
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 441

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Ich würde da eher das Gegenteil vermuten, so leicht wie man ablenkbar ist..

    ein höheres Suchtpotential hätte ich eher an was anderem festgemacht, als an der Aufmerksamkeit (dem Hyperfokusieren)...

  7. #37
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.799

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Kann nur sowohl Cocolores, als auch Hotaru zustimmend zunicken.

    Hotaru schreibt:
    Ich würde da eher das Gegenteil vermuten, so leicht wie man ablenkbar ist..

    ein höheres Suchtpotential hätte ich eher an was anderem festgemacht, als an der Aufmerksamkeit (dem Hyperfokusieren)...
    So ist es.

    Sucht und Suchtverhalten ist in DSM und ICD ja durchaus definiert und kurz gesagt, hat man es u.a. dann mit einer Sucht zu tun, wenn ein Substanzkonsum (egal erstmal, wa das ist), sich mehr und mehr in den Mittelpunkt des Lebens drängt und dabei andere Bereiche des Lebens deutlich beeinträchtigt werden.
    ICD schreibt:
    Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen und Vergnügen zugunsten des Suchtmittelkonsums und/oder erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen.

    Was das Zitat betrifft:
    The ADHD adult is more likely to be a porn addict because he cannot tear himself away from the pornography, meaning he cannot shift his attention away from one thing and onto another as easily as someone else.

    Die erklären mit diesem Satz, dass der Betroffene sich selbst nicht von der Pornografie lösen kann, weil er seine Aufmerksamkeit nicht davon lösen kann, zumindest nicht so leicht, wie jemand, der nicht betroffen ist.

    Das mag zunächst mal im totalen Widerspruch zur ADHS-bedingten Aufmerksamkeitsinkonsistenz stehen, denn die besagt ja das genaue Gegenteil, nämlich dass man seine Aufmerksamkeit nicht halten kann, aber da gibt's schon ein Problemchen:

    Das, was vielfach in bezug mit "Hyperfokus" bezeichnet wird, ist oftmals tatsächlich eher die Unfähigkeit, sich von einem laufenden Task lösen zu können, um andere Aufgaben, welche in diesem Moment höhere Priorität haben, zu beginnen.
    Das geht einher mit der Beeinträchtigung, dass man anschließend nicht wieder zum vorigen Task zurückkehren kann.
    ADHS'ler sind umstellungserschwert.

    Andererseits aber, sind ADHS'ler genausowenig in der Lage, ihre Aufmerksamkeit willentlich zu lenken, sie kommt ihnen schlicht durch alles mögliche abhanden, ohne dass wir darauf auch nur irgendeinen Einfluss haben.

    Von den meisten ADHS-Betoffenen wird man eher zu hören bekommen, dass sie größere Probleme mit Sex haben, weil sie ihre Aufmerksamkeit eben nicht bei der Sache halten können und immer wieder "rausfliegen".
    Gut möglich, dass man dann zu Ersatzmaßnahmen greift, was nur logisch ist, denn wenn man mit sich selbst beschäftigt ist, fällt schon mal eine Quelle der Ablenkung raus, nämlich der Partner.
    Nun erreicht man eher, was man vorher nicht so gut hinbekommt.
    Wenn wir nun noch berücksichtigen, dass der Erfolg, also der erreichte Höhepunkt, den gewünschten "Reset" bewirkt, kann das na klar schon dazu führen, dass man davon mehr und mehr will.

    Da wäre zum einen das Erfolgsgefühl als solches, nämlich das Ziel erreicht zu haben, was gerade bei einem ADS'ler mit seinem angeschlagenen Belohnungssystem ja allein schon etwas besonderes ist, und natürlich die Wirkung des "Reset" selbst.

    Das kann einen ADS'ler, wie so vieles andere auch, schon in die Sucht führen, denn wir wissen ja, dass wir dafür besonders anfällig sind.

    Aber wieder landen wir bei der Erkenntnis, dass eine Sucht der ADHS folgt.
    Die entstehende Sucht lässt sich durch eine ADHS, aber nicht statt derer erklären.

    Bei den meisten ADHS'lern würde ich eher vermuten, dass sie während des Konsums auch nicht voll bei der Sache sind, da wird immer wieder unterbrochen, nach e-mail geschaut, 'n Joghurt gegessen oder es fällt einem noch was anderes ein, was man noch mal nachschauen wollte und da man eh' grad vor dem Rechner sitzt, kann man ja noch mal schnell danach suchen usw. usw.

    Wirklich konsequent wird er selbst das nicht hinbekommen.
    Anfangs vielleicht, weil es neu und aufregend ist, aber das kann genausogut auch schnell in die Normalität abflauen.

    Aber nach wie vor denke ich, dass man es nicht schaffen wird, ein Vollbild einer ADHS mit einer Pornosucht zu erklären.
    clark geht davon aus, dass er falsch positiv diagnostiziert wurde und statt einer ADHS eine Pornosucht die Symptomatik verursacht.
    Und sich diese beiden Störungen so zum Verwechseln ähnlich sind, sorry, kann ich mir nach wie vor nicht vorstellen.

    EDIT:
    Da spricht so einiges gegen eine ADHS.
    Selbst wenn der Betroffene nicht zugibt, dass es sich um diese Sucht handelt, so müsste man im Rahmen der Anamnese erkennen, dass sich ansonsten kaum andere Interessen im Leben finden, was ja doch ziemlich im Widerspruch zu einer ADHS steht.
    Um nur ein Beispiel zu nennen.
    Geändert von Fliegerlein (17.06.2015 um 09:47 Uhr) Grund: Edit zugefügt

  8. #38
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Ich hab da etwas gefunden was mir sehr plausibel klingt:

    http://www.keinemachtdemporno.de/adh...rstarken-kann/

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Pornosucht statt ADS?

    @ Hassia: Tausend Dank! Diese Seite kannte ich noch nicht. Sollte sich wirklich jeder Mal durchlesen... Natürlich steht es wie immer jedem frei, sich seine eigene Meinung zu bilden. Ich bin überzeugt, dass zu diesem Thema auch Langzeitstudien folgen werden.

    @ Fliegerlein: Ich habe ehrlich gesagt schon ein schlechtes Gewissen, deine Zeit zu verschwenden... alles was ich wollte, ist das Potenzial dieses Forums zu verbreitern und das habe ich denke ich mit zufriedenstellender Anstrengung versucht.

    Fakt ist: Für mich hat sich durch diesen Schritt im Grunde eines geändert: Ich habe mich wieder lieb. Ich hatte mich eigentlich schon immer lieb, aber gleichzeitig hab ich mich auch gehasst. Dieser Widerspruch hat mich lebensmüde gemacht, obwohl alles um mich herum perfekt ist. Jetzt fange ich wieder an, alles zu genießen und zu spüren. Klar sind noch nicht alle Probleme weg, aber ich bin dabei, sie mit Motivation und Liebe zu mir selbst zu lösen.

    Wie es einem ADS'ler helfen kann? Ich vergleiche es mit Ordnung in der Wohnung. Wenn die Küche aussieht wie Sau, versinkt nach und nach alles in Unordnung. Fängt man aber damit an, einen Raum auf Hochglanz zu putzen und zu ordnen, dann stört einen die Unordnung in den anderen Räumen und man ist motivierter, diese zu beseitigen. (Will jetzt nich sagen, dass es in jedem ADS'ler aussieht wie auf der Müllkippe... aber es gibt Situationen, da empfindet man so)

    Was ich auf keinen Fall wollte, ist solch eine Gegenbewegung ins Rollen zu bringen, die vll eher aufgrund meiner Polemisierungen als aufgrund der Sache entstanden ist. Daher zum Abschluss: Scheißt auf mich und meine Meinung. Ich habe das ganze nicht erfunden, sondern bin drübergestolpert, wie jetzt Hassia auch und ich verteidige das ganze nur vehementer als mir lieb war, weil es gleich in den ersten Posts als Mumpitz abgetan wurde und dadurch eventuell Betroffene gleich wieder von der Idee abgekommen wären. Jetzt weiß jeder, der diesen Thread liest, dass es dieses Thema gibt und kann sich weiter darüber informieren und seinen für sich besten Weg finden.

    Peace!

  10. #40
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.799

    AW: Pornosucht statt ADS?

    Hassia schreibt:
    was mir sehr plausibel klingt:
    Gleich zu Anfang stößt mir da schon ein Satz auf:
    ADHS ist eine Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Hört sich viiiiel komplizierter an als es ist. ADHS ist im Grunde nichts anderes, als dass man sich

    • auf nichts vernünftig konzentrieren kann
    • sich sehr leicht ablenken lässt
    • sehr impulsiv ist (z.B. wenn man andere unterbricht aus Ungeduld)
    Ahhhja ....
    Demnach ist ADHs also gar nicht so kompliziert.

    Das steht nur leider im Widerspruch zu wirklich jeder aktuellen Aussage aus der Fachwelt, dass ADHS eine äußerst komplexe und somit doch sehr komplizierte Störung ist, welche sich schon lange nicht mehr nur auf die verminderte Anzahl der Dopaminrücktransporter zurückführen lässt.
    Vielmehr geht man davon aus, dass es sich dabei nur um einen Teil von mehreren handelt.

    So einfach, wie die das gerne hätten, ist es also keineswegs.
    Mit keinem Wort werden die Exekutiven Funktionen erwähnt, deren Beeinträchtigungen eine ADHS in weitaus größerem Maße ausmachen, als die genannten Punkte.

    Aber egal, ich hab weitergelesen und dann kam:
    Ja! Einerseits gibt es Männer, die ADHS erst im Alter entwickeln. Diese Männer berichten, dass der Beginn ihrer ADHS Symptome mit der Einführung des schnellen Internet einhergehe. Mit anderen Worten: sobald diese Männer Zugang Zu Internetpornos bekamen, haben sich ihre ADHS Symptome entwickelt
    Und wieder:
    Mumpitz, Nonsense!!

    Eine ADHS entwickelt sich nicht erst im Erwachsenalter, never ever!
    Wenn bei der Diagnosestellung DAS nicht erkannt wurde, dann ist die Diagnose sowas von falsch, dass es falscher schon nicht mehr geht.
    Und auch wenne s durchaus korrekt ist, dass eine Sucht, egal welcher Art, gewisse Symptome verstärken können, so kann sie, ich wiederhole mich, nicht das Vollbild einer ADHS hervorbringen.

    Allein die Fallbeschreibungen, wie sich eine extreme ADHS entwickelte ....

    Es hat sich KEINE ADHS entwickelt, never ever.

    Damit ist nicht ausgeschlossen, dass sich Symptome entwickeln, wie bei jeder Sucht, aber es ist keine ADHS.
    Wenn die Leute dort dise Bezeichnung verwenden, ist sie schlicht falsch verwendet worden.

    Sie zeigen Suchtsymptome, aber keine ADHS.

    Somit kann ich zu der Seite nur sagen, dass sie kein bisschen plausibel klingt, sondern man versucht Dinge miteinander zu verbinden, die nicht verbindbar sind ...

    Allein die Schlussfolgerungen dort, dass sich eine ADHS im Alter entwickelt ist vollkommener Unsinn und das sollte einem jeden Fachmann klar sein.
    Für eine ADHS-Diagnose MUSS erkennbar sein, dass die Symptomatik bereits in der Kindheit vorlag.

    Das bedeutet nach wie vor nicht, dass nicht eine ähnliche Symptomatik vorliegen kann, aber sie ist mit Sicherheit unterscheidbar.

    Man kann auch eine Traumafolgestörung mit einer ADHS verwechseln, sehr gut und sehr leicht sogar, vor allem, wenn sich traumatische Erlebnisse schon in der Kindheit ergeben haben.
    Dennoch gibt es zwischen den Störungen Unterschiede und die müssen gesucht, erkannt und berücksichtigt werden.

    Was ich auf der Seite dort aber lese, ist schlicht die falsche Verwendung des Begriffs ADHS...

Seite 4 von 10 Erste 123456789 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. Johanniskraut statt AD's?
    Von Susilein im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 27.08.2014, 17:40
  2. Alternative statt Chemie?
    Von Rose1967 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 103
    Letzter Beitrag: 21.11.2013, 21:13
  3. atypische Depression statt ADS?
    Von aprilesque im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 24.05.2012, 16:44
  4. Persönlichkeitsstörung statt ADS!
    Von anjohn im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 35
    Letzter Beitrag: 12.02.2011, 06:07

Stichworte

Thema: Pornosucht statt ADS? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum