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Diskutiere im Thema Diagnose positiv - oder doch nicht?! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 32

    Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    Hallo Liebes Forum ,

    vor einiger Zeit habe ich mich vorgestellt - und sogleich erwähnt, dass ich mit der bisherigen Diagnostik eher unzufrieden war.
    Nun habe ich auch den zweiten Termin überstanden - bin aber mindestens genauso ratlos - als auch enttäuscht - wie nach dem ersten Termin.

    Ich möchte aber selbst jetzt nicht ausschließen, dass ich hier einfach fehlinterpretiere. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.Ich werde auch im Allgemeinen etwas ausführlicher berichten, da ich wirklich - bis heute - etwas "geschockt" von der Vorgehensweise bin.


    Vor ungefähr 8 Monaten (letztes Jahr im November) habe ich meine Daten einer netten Mitarbeiterin am Telefon einer Universitätsklink mitgeteilt. Diese Klinik hat ein eigenes Zentrum für Erwachsene mit AD(H)S. Auf der Homepage wird von einer umfassenden und "professionellen" Untersuchung gesprochen. Nicht ganz 2 Wochen später erhielt ich einen Brief - gefüllt mit Fragebögen. Diese habe ich sogleich sorgfältig ausgefüllt und zurück geschickt. Es dauerte 4 Monate bis ich meinen ersten Termin bekam - dieser erfolgte im März. Man sagte mir, ich solle schauen ob es noch Grundschulzeugnisse gibt - und gegebenenfalls Begleitpersonen, die über mein "vergangenes - Ich" und mein "aktuelles - Ich" Aussagen treffen könnten. Ich bat also meine Eltern und meinen Partner um Hilfe. Bisher war ich wirklich zufrieden.

    Dort angekommen veränderte sich das sogleich. Zuerst wurde mir - ohne ein Wort / Aufklärung - Blut entnommen. Ich wurde in eine Art Durchgangszimmer gesetzt und mir entnahm eine - bis heute - völlig unbekannte Person beim Vorbeigehen (!) Blut. Auch heute, nachdem die Diagnostik ja anscheinend beendet ist, weiß ich nicht wieso. Möglicherweise als Ausschlussdiagnostik - aber wieso bekam ich dann den Auftrag NACH dem Termin ein großes Blutbild anfertigen zu lassen? Diese Vorgehensweise mag gesondert ja "okay" sein - leider fügt sie sich ins Gesamtbild und ist daher erwähnenswert.

    Nach der Blutabnahme wurde ich dann in ein kleines Zimmer gebracht (und mit klein meine ich sehr klein und vollgestopft- man muss dazu sagen, sowas führt bei mir zu einer extremen Reizüberflutung) Der Arzt stellte sich nicht vor und wirkte total unvorbereitet und verwirrt . Er suchte irgendwelche Unterlagen zusammen und machte dabei komische Gesten und Geräusche. Außerdem dauerte es mindestens eine halbe Ewigkeit bis der Computer einsatzbereit war (bis heute frage ich mich : Wozu eigentlich? ) Dann ging es los . Ich verpasse aber den Einsatz, den der Arzt blickte - nach seiner "Wühl-Aktion" -plötzlich auf und starrte mich an. In meiner Verzweiflung fragte ich, ob ich bei etwas Helfen kann? Ich bekam dann aber die etwas genervte Antwort :" Na erzählen sie schon" . - "Ja was denn? " fragte ich ihn - abermals etwas überfordert. Kurzum : Ich sollte meine komplette Lebensgeschichte erzählen OHNE jeglichen Leitfaden, ohne gezielte Fragestellung , ohne eine Richtung. Ich wusste aber gar nicht, was wichtig und was unwichtig ist und redete einfach darauf los. Im Minutentakt wurde ich von einem kurzen Raunen unterbrochen, weil dieser Arzt WORT für WORT, mit der Hand ,mitgeschrieben hat! Natürlich nicht schnell genug und so verlor ich ständig den Faden und wurde zunehmend unruhiger und unkonzentrierter. Das ging dann 3 h(!) ohne Pause so.

    Nach dem Gespräch wurde ich an einen anderen Arzt übergeben, der mit mir Tests machen sollte. Ich wurde in das Zimmer nebenan gesetzt (genauso klein, etwas ordentlicher) und mein Partner wurde in das Zimmer des vorherigen Arztes gebeten.
    Ich erwähnte, dass ich echt nicht mehr so "aufnahmefähig wäre. Der Arzt entgegnete mir nur mit : "das wird schon gehen". Ich weiß nicht, ob die Tests gut oder schlecht waren. Der Test am privat-Laptop des Arztes war ganz "interessant". Der Rest wirkte ebenfalls äußerst unprofessionell , da es zum Teil so schlecht kopiert war, dass man einiges schlicht nicht erkennen / lesen konnte. Die Tests haben ungefähr 1 1/2 h gedauert (immer mit "Aufbau" und Wartezeit dazwischen). Meine Konzentration lag bei 0 - zudem konnte ich jedes gesprochene Wort meines Partners (im Nebenzimmer) - und dann die meiner Eltern hören. Reizüberflutung pur.

    Nachdem dann alles für den Tag beendet war, gab es ein kurzes, abschließendes Gespräch mit Arzt Nummer 1. Mir wurde aufgetragen ein großes Blutbild und ein Schädel/Hirn-Scan anfertigen zu lassen. Den nächsten Termin hätte ich dann wieder im Mai, also erneut 2 Monate Wartezeit.

    Sowohl mein Partner, als auch meine Eltern, fanden den Arzt äußerst merkwürdig und verwirrt. Man kann ihm nicht vorwerfen, dass er sich keine Zeit genommen hätte. Aber die Art wie diese Diagnostik abgelaufen ist, grenzt an eine AHDS Symptomatik. Ständig fehlten Unterlagen, kein System, unfreundliches Verhalten - schlicht : absolut keine Organisation.
    Zumal meine Eltern beide Berufstätig sind. Sie mussten ganze 4 1/2 h in einem Durchgang warten, ohne zu Wissen, ob wann und wie sie gebraucht werden. Der Arzt wollte sie auch, nachdem sie schon 4 h gewartet haben, nach Hause schicken und ihnen einen anderen Termin zuweisen weil es jetzt schon "etwas spät geworden ist". Ich habe ihm dann erklärt, dass sie sich extra freigenommen haben und mich nicht noch einmal begleiten würden. Die Thematik AHDS ist sowieso schon ein grenzwertiges und unangenehmes Thema zwischen mir und meinen Eltern.

    Nachdem ich mich um das Blutbild und den Scan gekümmert habe, erfolgte dann der zweite Termin. Beides war, wie zu erwarten, unauffällig.
    Ich befand mich abermals in dem sehr kleinen und unordentlichen Raum mit Arzt Nummer 1 (auch hier wieder die Computer- und Unterlagen-Prozedur). Wir gingen Wort für Wort meiner Lebensgeschichte durch. Der Sinn erschloss sich mir zunächst nicht . Bis mir aufgefallen war, dass der Arzt einfach keine Ahnung hatte, wer ich war und er sich erst wieder ein Bild von mir machen musste. Er stellte danach gezielt Fragen, zu meiner Kindergarten-Zeit. 90% dieser Fragen konnte ich nicht beantworten. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich nicht erinnern kann. Alles was ich wusste war, dass ich mir sehr häufig in die Hosen gemacht habe, weil ich einfach keine Zeit fand , auf die Toilette zu gehen - ebenso das ein paar mal meine Eltern kommen mussten, da ich immer wieder Gegenstände geklaut hatte. Er sagte dazu nur "das ist ganz normal, das tut jedes Kind." - das mag ja sein, aber mehr wusste ich einfach nicht - deswegen hat er ja meine Eltern befragen können.

    So ging es dann unentwegt weiter, ich ging gezielt auf die Schul - und Unizeit ein. Wie sehr ich zum Teil gelitten habe - und leide. Das ich mir manchmal aus purer Wut ins eigene Gesicht schlagen könnte, weil ich mal wieder etwas wichtiges vergessen habe. Oder wenn ich zu Prüfungszeiten vor meinen Unterlagen sitze und ich alle 2 Minuten meine Sitzposition wechsle, rumlaufe, verzweifelt versuche die Konzentration aufrecht zu erhalten - um am Ende dann bei etwas VÖLLIG anderem und unnötigen zu landen und ohne jegliche Leistung ins Bett gehe - Tag für Tag bis die Prüfung ist und ich kläglich versage- oder erst gar nicht antrete - und wenn ich etwas abliefere, dann völlig entkräftet weil ich mir die Tage und Nächte um die Ohren gehauen habe. Das ich damals schon in der Schulzeit nie wirklich zuhören konnte oder es fast schon als Folter empfand - und ich auch heute noch fast KEINE Vorlesungen besuche, weil sowieso nichts hängen bleibt und ich nach 30 Minuten den Vorlesungsraum ,völlig angespannt ,verlasse - um mir mit einer Zigarette "innere Ruhe" zu verschaffen. In der Grundschule gab es jeden Mittag Tränen, weil man mich erst mit purem Druck brechen musste, bis ich endlich meine Hausaufgaben gemacht habe. Ich KONNTE einfach nicht und bei dem Gedanken an das Gefühl von damals, wird mir heute noch ganz anders. Ohne Druck läuft auch bis heute nichts, ich Prokrastiniere bis zum bitteren Ende.

    Der Arzt entgegnete mir nur mit "Das ist völlig normal, setzen sie sich halt mal auf ihren Hintern und Arbeiten sie etwas - man muss immer rechtzeitig beginnen- machen sie sich doch Arbeitspläne". Bis heute frage ich mich, wie ich in dieser Situation so ruhig bleiben konnte. Ich entgegnete nur mit "wenn es so einfach wäre, müsste ich hier nicht sitzen." .

    Danach ging es weiter mit der gezielten Auswertung der Fragebögen. Ich durfte mich dazu nur in 20% der Fälle äußern. Der Arzt fragte mich nach einer gezielten Situation in der Fall X zutrifft. Meist stellte er die Frage aber so undeutlich, dass ich nachfragen musste, was genau damit gemeint ist. Wenn ich ihm dann eine Situation nannte, spielte er sie sofort herunter. Beispiel : ich sagte ihm, dass ich in Menschenmassen nicht zurecht komme, ich fühle mich extrem unwohl , angespannt , es ist zu laut und ich versuche jeden Blickkontakt zu meiden. Das reichte ihm nicht und er kreuzte ,ohne eine weitere Nachfrage, bei Fall X "nicht zutreffend" an. 80% der Fragen änderte er selbst ab , gerade so wie es ihm passte. Er äußerte sich ab und an und machte sich dabei etwas über mich lustig . Zb "Reden sie häufig dazwischen" - "OH JA! Kann man da extra Punkte dafür geben?!" usw.

    Was mich besonders gestört hat : Der Arzt war extrem fixiert auf meine Panikattacken in meinem 18 und 20 Lebensjahr. Ich habe ihm erklärt, dass ich seit meinem 16 Lebensjahr Cannabiskonsumentin war (täglicher Konsum) - und mit 20 aufgehört habe, weil ich meine erste Panikattacke im "Rauschzustand" hatte und Cannabis bei mir sowas wohl triggert. Ebenso war er extrem versteift auf eine Depression. Depressionen liegen in meiner Familie, meine Tante mütterlicherseits ist davon betroffen. Das haben ihm meine Eltern erzählt und er meinte zwischenzeitig, dass ich kein ADHS habe, sondern durch die Panikattacken und eine dadurch resultierende Depression, diese Verhaltensweise und Symptomatiken zustande kommen. Ich habe ihm 10 mal erklären müssen, dass ich schon seit mindestens 5 Jahren keine Attacken mehr hatte. Eine Depression wollte ich nicht ausschließen. Aber wenn man kurz davor steht sein 4tes Studium nicht zu schaffen und dann mit 25 und einem verkorksten Abi auf der Straße steht, ist man eben nicht immer voller Freude. Aber ich grübel nicht und habe auch keinerlei Selbstmordgedanken. Ich hätte auch kein Gespräch mit ihm führen müssen und er hätte nur meine Eltern befragen können- dann wäre ebenfalls zu dieser "Diagnose" gekommen.

    Dieses "Gespräch" dauerte 4(!) lange Stunden. Danach musste ich mich ausziehen und ein 2 Minütiger Reflex-Test wurde durchgeführt.

    Dann musste ich 30 Minuten im Gang warten. Danach wurde ich erneut zu Arzt 1 gebeten. Dieser sagte dann , dass ich in fast allen Tests unterdurchschnittlich war -außer in dem sprachlichen. Gleichzeitig sagte er aber, dass bei den ganzen Tests die Erwartungen eh viel zu hoch wären. (????!)
    Ich sollte aber mit Medikinet gut zurecht kommen (????!) und mir jetzt erst mal einen Psychologen und einen Therapeuten suchen. An diese wird dann die Auswertung geschickt. Ich habe dann Nachgefragt, was genau die Diagnose ist und er meinte dann "Das entscheidet dann der zu behandelnde Nervenarzt - er wird ihnen auch die Medikamente verschreiben - vielleicht sollte man mit einem Antidepressiva anfangen, da Medikinet häufig Depressionen auslöst und sie famillär vorbelastet sind".
    Ich habe nichts von der Klinik mitbekommen. Jetzt soll ich bei irgendwelchen Therapeuten anrufen OHNE zu wissen, wieso überhaupt? Ich kann sowieso schon nicht telefonieren und muss mir vorher eine kleine Liste schreiben - aber jetzt weiß ich nicht mal , WAS ich überhaupt auf die Liste schreiben soll?!

    Der Termin ist jetzt einen Monat her und ich stagniere noch immer. Es hat mich soviel Kraft und Überwindung gekostet und jetzt bin ich fast verzweifelter als vorher.

    Also was meint ihr? Sollte ich einfach mal irgendwo anrufen - oder mich in eine andere Diagnostik begeben? Ich habe jetzt enorme Angst, irgendeinen Schritt in die falsche Richtung zu gehen und damit noch mehr Zeit zu verlieren (also unternehme ich gar nichts , was natürlich absolut kontraproduktiv ist!) . Ich möchte nicht in eine Behandlung begeben , in der die Diagnosen "Depression und Panikattacken" möglicherweise so festgefahren sind, dass sie den weiteren Verlauf maßgeblich bestimmen könnten.



    Ich bedanke mich bei allen, die sich die Zeit genommen haben, den ganzen Text durchzulesen. Ich hätte noch viel mehr schreiben können, aber das würde wirklich den Rahmen sprengen.

    Viele Liebe Grüße und noch einen schönen Tag
    mrsco

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.727

    AW: Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    Richten Uni-Kliniken ADHS-Ambulanzen ein, um selbst betroffene Ärzte dorthin abschieben zu können, damit sie woanders kein Chaos verursachen?

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    Ich würde einfach in der Ambulanz anrufen und die Ergebnisse der Diagnostik verlangen. Darauf hast du ein Recht. (neues Patientengesetz)

    Was der Arzt anders angekreuzt hat, finde ich jetzt nicht dramatisch, es geht dabei auch um Ausschluss von anderen Erkrankungen, wenn du dich in öffentl. Situationen mit viel Menschen unwohl fühlst, dann kann das auch sein, das die dazugehörige frage auf Sozialphobie hinweisen soll, Unwohlsein ist aber keine Phobie.

    Das mit der Organisation findest du in fast allen Unikliniken, egal ob ADHS, Depressionen, ALS, Kardiologie oder oder. Die sind chronisch überlastet, zu wenig besetzt wegen Geldmangel und müssen meist 2-gleisig auch noch in der Forschung arbeiten. Das höchste Gut ist halt die enorme zeit für die Patienten die sie haben, und die besseren/neueren Möglichkeiten der Behandlung. Da fallen halt andere Dinge auch mal hinten über.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    Ich hoffe, du durftest dich zwischen dem Reflextest und dem Warten auf dem Flur wieder anziehen ...

    Aber Scherz beiseite.

    Hast du dort eine Überweisung vorgelegt? Wenn ja, dann bekommt eigentlich der überweisende Arzt einen Bericht und die Ergebnisse der Diagnostik. Also soll er ihn dann gefälligst dahin schicken. Normalerweise gehen die Ärzte auch davon aus, das der überweisende Arzt dann ggf. weiter behandelt. - Wenn nicht, dann lass ihn dir geben / schicken, dann hast du ihn direkt in der Hand. Bevor du ihn dann irgendwo hin gibst, kopier dir das gleich, u. U. wirst du das noch brauchen ...

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    Hallo,

    ja ich durfte mich wieder anziehen.

    Und ja, habe damals die Überweisung meines Hausarztes vorgelegt. Er hat aber definitiv nichts bekommen. Wie gesagt, der Arzt sagte zu mir , dass sie die Unterlagen verwalten und dann an den betreffenden Nervenarzt schicken. (was ja Monate dauern kann , bis man dort einen Termin bekommt) - dieser braucht eine Unterschrift von mir und kann sie dann anfordern. Ich selbst bekomme sie nicht. Ich wusste gar nicht, dass ich ein Recht darauf habe, vielen Dank also für die Information!
    Ich Frage mich, wieso sie die Unterlagen nicht mitgeben wollten?

    Achja - im Übrigen ist es tatsächlich so, dass die Klinik momentan im Umbruch ist (so wurde es mir gesagt) - und daher chaotischer als "normal" ist. Das rechtfertigt allerdings nicht das Verhalten des Arztes. Ich bin mir sicher, der ist auch ohne "Umbruch" so.

    Nachtrag : FALLS es jemand interessiert, welche Klinik das war , dem antworte ich gerne per PM. Ich möchte hier nicht öffentlich jemanden "schlecht" reden.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    So wie ich es verstanden habe, war die Auswertung der Tests am selben Tag wie die letzten Untersuchungen? Dann haben sie dir wohl das Ergebnis nicht mitgegeben, weil es eben schriftlich nicht fertig war. So ein Pamphlet zu schreiben dauert ja auch.

    fachliche Kompetenz ist eben leider nicht immer mit menschlicher Kompetenz gepaart

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    Kleines Update meinerseits (auch wenn es mir leid tut diesen alten Thread dafür auszugraben zu müssen ) :

    Ich hatte im Anschluss noch zwei weitere Termine auf einer völlig anderen Station und kam nur noch in Kontakt mit einem Assistenzarzt . Laut Portfolio hatte dieser keinerlei Bezug zur AD(H)S - Symptomatik. Mit meinen vorherigen Ärzten kam ich nie wieder in Kontakt. Einmal hat man meinen Termin komplett vergessen . Zuvor getroffene Aussagen (von Arzt 1 und 2) wurden durch den Assistenzarzt völlig ignoriert. Endaussage banal ausgedrückt : keine Ahnung - begeben sie sich mit unserem Diagnoseschreiben trotzdem in die Behandlung eines Psychologen der Ahnung von ADHS hat - dieser stellt dann ggfs. eine gesonderte Diagnose .

    Jetzt kommt der Hammer : Bis zu dem heutigen Tage habe ich kein Diagnoseschreiben erhalten. Weder mein Hausarzt noch sonst wer. Nach mehreren Telefongesprächen und ständiges hin - und herschieben, bekam ich die Aussage - man wisse nicht, wo meine "Diagnose" sich aktuell befinde. Ich solle mich bei Person XY melden - Person XY verweist mich auf eine andere Person - und immer so weiter. E-Mails werden mittlerweile überhaupt nicht mehr beantwortet.

    Das muss man sich mal vorstellen - es handelt sich hierbei um eine Uniklinik. Fehler passieren, aber jetzt gänzlich ein Patient zu ignorieren (ohne sich zu entschuldigen) ist zuviel.

    Habe mir schon überlegt mich damit an eine örtliche Zeitung zu wenden - oder zumindest mal an die Krankenkasse, immerhin hat sie für meine "nicht vorhandene Diagnostik" bezahlt.

    p.s : es sind jetzt 7 Monate seit dem letzten Termin vergangen, an dem mir gesagt wurde, ein Diagnoseschreiben würde mir innerhalb der nächsten 6 Wochen zukommen (bzw an meinen Hausarzt geschickt werden) . Seit 2 Monaten habe ich jetzt aufgegeben.
    Geändert von mrsco (25.05.2016 um 16:34 Uhr)

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    Gibt es denn keine Beschwerdestelle bei denen? Die sind eigentlich für sowas immer sehr gut.

  9. #9
    Querdenker

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 218

    AW: Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    mrsco schreibt:
    Kleines Update meinerseits (auch wenn es mir leid tut diesen alten Thread dafür auszugraben zu müssen ) :

    Ich hatte im Anschluss noch zwei weitere Termine auf einer völlig anderen Station und kam nur noch in Kontakt mit einem Assistenzarzt . Laut Portfolio hatte dieser keinerlei Bezug zur AD(H)S - Symptomatik. Mit meinen vorherigen Ärzten kam ich nie wieder in Kontakt. Einmal hat man meinen Termin komplett vergessen . Zuvor getroffene Aussagen (von Arzt 1 und 2) wurden durch den Assistenzarzt völlig ignoriert. Endaussage banal ausgedrückt : keine Ahnung - begeben sie sich mit unserem Diagnoseschreiben trotzdem in die Behandlung eines Psychologen der Ahnung von ADHS hat - dieser stellt dann ggfs. eine gesonderte Diagnose .

    Jetzt kommt der Hammer : Bis zu dem heutigen Tage habe ich kein Diagnoseschreiben erhalten. Weder mein Hausarzt noch sonst wer. Nach mehreren Telefongesprächen und ständiges hin - und herschieben, bekam ich die Aussage - man wisse nicht, wo meine "Diagnose" sich aktuell befinde. Ich solle mich bei Person XY melden - Person XY verweist mich auf eine andere Person - und immer so weiter. E-Mails werden mittlerweile überhaupt nicht mehr beantwortet.

    Das muss man sich mal vorstellen - es handelt sich hierbei um eine Uniklinik. Fehler passieren, aber jetzt gänzlich ein Patient zu ignorieren (ohne sich zu entschuldigen) ist zuviel.

    Habe mir schon überlegt mich damit an eine örtliche Zeitung zu wenden - oder zumindest mal an die Krankenkasse, immerhin hat sie für meine "nicht vorhandene Diagnostik" bezahlt.

    p.s : es sind jetzt 7 Monate seit dem letzten Termin vergangen, an dem mir gesagt wurde, ein Diagnoseschreiben würde mir innerhalb der nächsten 6 Wochen zukommen (bzw an meinen Hausarzt geschickt werden) . Seit 2 Monaten habe ich jetzt aufgegeben.
    Ich verstehe immer nicht was da für Leute arbeiten. Mit einem solchen Verhalten gegenüber Kunden(Patienten) hätte so manch einer schon die Kündigung in der Hand

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Diagnose positiv - oder doch nicht?!

    Ich habe bei meiner Anamnese und Untersuchung bis meine Diagnose feststand zum Glück genau das Gegenteil von dir erlebt.
    Ich finde es schade, dass durch solche Misstände in Institutionen, die Hilfestellung geben sollten, Menschen geschadet wird.
    Gerade in Bezug auf ADHS ist das besonders sensibel.

    Was deinen Horrortrip angeht:
    Ich würde an deiner Stelle die Sache aus der Hand geben. Ich würde meine Krankenkasse kontaktieren, die sollten dafür zuständig sein.
    Dich kostet dein Alltag schon genug Stress, da würde ich mir nicht mehr die Hände schmutzig machen wollen und mich auf mein persönliches Fortkommen konzentrieren.

    Um mit dir selbst wieder klar zu kommen: Such dir nen Psychotherapeuten mit ADHS-Spezialität und berate mit dem Typen, der Ahnung von der ADHS-Diagnostik hat, deine weiteren Schritte.
    Bei sowas ist es einfach nicht verkehrt ein wenig Supervising als Rückenstärkung zu haben.

    Grüße
    gringoringo

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