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Diskutiere im Thema Schnelle Diagnose! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 142

    Schnelle Diagnose!

    Hallo zusammen,

    ich bekam vor kurzem die AD(H)S Diagnose. Obwohl ich die Möglichkeit ja sah (sonst hätte ich keine Diagnostik angestrebt), war ich über die anscheinende Offensichtlichkeit überrascht.

    Ich durfte im Wartezimmer 2 Bögen zur Selbstbeurteilung ausfüllen, dann noch einige Fragen des Arztes beantworten, aber es wurden keine weiteren Tests gemacht.

    Ich schätze das Abfragen durch den Arzt dauerte 20 Min. (schlechtes Zeitgefühl
    , dann sagt er, ich hätte definitiv eine AD(H)S. Anschließend gab es noch ein EEG, Blutdruck messen und Blutabnahme.

    Nach ca 60 Min bin ich mit einem Medikinet Rezept und einem Beurteilungsbogen für meinen Mann draußen gewesen.

    Der Arzt scheint allerdings kompetent zu sein.

    Was meint Ihr dazu?

    LG Glüxxkind

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Schnelle Diagnose!

    Why not?

    Anscheinend ist der Arzt ziemlich überzeugt und hat starke Indizien.
    Er wusste wahrscheinlich im Vornherein, dass es dazu führen wird. Warum also lange um den heissen Brei reden bzw. diagnostizieren.

    Ich bin nur ein wenig erstaunt wie je nach persönliche Einstellung gegenüber dem Thema, ein Arzt gleichmal jedem Kind ADHS diagnostiziert (sehr viele z.B. USA) oder gleichmal jeden als Simulant "abstempfelt".

    Hast du denn deine Mühe mit der Diagnose?

    Meiner Meinung nach kann man leider praktisch nie zweifelsfrei bestimmen ob wirklich ADHS vorliegt oder die Symptome vielleicht noch einen anderen Hintergrund haben.
    Viel wichtiger als die Diagnose, ist die Behandlung, deine Einstellung, die Bereitschaft deine Schwächen als Herausforderung anzugehen. Vielfach liegt zudem nicht nur ADHS vor, bzw. hat dieses verschiedene Begleiterscheinungen.

    Gruss

  3. #3
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Schnelle Diagnose!

    Glüxxkind schreibt:
    Hallo zusammen,

    ich bekam vor kurzem die AD(H)S Diagnose. Obwohl ich die Möglichkeit ja sah (sonst hätte ich keine Diagnostik angestrebt), war ich über die anscheinende Offensichtlichkeit überrascht.

    Ich durfte im Wartezimmer 2 Bögen zur Selbstbeurteilung ausfüllen, dann noch einige Fragen des Arztes beantworten, aber es wurden keine weiteren Tests gemacht.

    Ich schätze das Abfragen durch den Arzt dauerte 20 Min. (schlechtes Zeitgefühl
    , dann sagt er, ich hätte definitiv eine AD(H)S. Anschließend gab es noch ein EEG, Blutdruck messen und Blutabnahme.

    Nach ca 60 Min bin ich mit einem Medikinet Rezept und einem Beurteilungsbogen für meinen Mann draußen gewesen.

    Der Arzt scheint allerdings kompetent zu sein.

    Was meint Ihr dazu?

    LG Glüxxkind
    Naja, das liegt ja im Ermessen des Arztes.

    Bei mir wurde die Diagnostik gemacht als ich 14 war. Das waren zwei Termine, die jeweils etwa 4 Stunden dauerten. Dazu kamen noch einige Untersuchungen beim Nervenarzt sowie ein EEG.

    Im Anschluss an die Diagnostik folgte bei der Psychotherapeutin eine mehrjährige Psychotherapie, während die Kinderärztin das Methylphenidat verschrieb.

    Es ist halt so: das Gesundheitssystem hat nicht genug Ressourcen um jeden Patienten eine State of the Art Diagnostik anzubieten. Also ist so eine Diagnostik und Therapie in vielen Fällen wohl besser als gar keine.

    Ich kenne so viele Fälle, wo Antidepressiva und vor allem Neuroleptika nach Arztgesprächen von maximal 10 Minuten verschrieben wurden. Neuroleptika unterliegen zwar nicht dem BtmG aber es sind sehr problematische Substanzen, die sehr schwierig zum Absetzen sein können und komplexe und gravierende Nebenwirkungen haben können.

    Stimulanzien sind da viel unproblematischer. Also kann man das schon so machen, wie er das gemacht hat.

    Vor allem wirst du ja weiter beobachtet und es werden weitere Informationen eingeholt, siehe den Fremdbeurteilungsbogen für deinen Mann.

    Worst case: du hast gar kein ADS / ADHS und nimmst die Stimulanzien völlig umsonst ein. Dann kannst du sie problemlos wieder absetzen. Mit Antidepressiva oder Neuroleptika kann das teilweise extrem schwierig und langwierig sein. Deswegen ist meine Meinung, dass ein Therapieversuch mit Stimulanzien schon zu vertreten ist.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 90

    AW: Schnelle Diagnose!

    Andere brauchen nicht mal 10 Minuten für eine Diagnose https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...eber-adhs.html

  5. #5
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: Schnelle Diagnose!

    krison schreibt:
    Andere brauchen nicht mal 10 Minuten für eine Diagnose https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...eber-adhs.html
    Das kann man ja wohl nicht mit einer Diagnose vergleichen. Diese werden außerdem von Fachleuten gestellt.

  6. #6
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Schnelle Diagnose!

    krison schreibt:
    Andere brauchen nicht mal 10 Minuten für eine Diagnose https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...eber-adhs.html
    Einen ersten Verdacht kann man in 10 Minuten ja haben, geleitet durch den Instinkt aber eine Diagnose ist das niemals.

    So ein Verdacht kann aber Anlass für eine Diagnostik sein.

    Die genaue Diagnose steht ja dann oft erst, wenn man eine weile behandelt wurde und der Arzt / Therapeut den Patienten mehrfach gesehen und besser kennen gelernt hat.

  7. #7
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: Schnelle Diagnose!

    @Güxxkind, ich habe meine Diagnose so ungefähr auf die gleiche Art bekommen. Zum Einen bin ich nicht unglücklich darüber da ich schon vorher davon überzeugt war dass ich ADS habe. Andererseits beginne ich jetzt mit weiteren Untersuchungen/Tests,weil mir die Geschichte zu schnell gegangen ist. Dies aber nur um das Ganze zu untermauern, bzw.einen seriöseren Anstrich zu verleihen. An meiner Überzeugung hat sich nichts geändert.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Schnelle Diagnose!

    Sunpirate schreibt:
    @Güxxkind, ich habe meine Diagnose so ungefähr auf die gleiche Art bekommen. Zum Einen bin ich nicht unglücklich darüber da ich schon vorher davon überzeugt war dass ich ADS habe. Andererseits beginne ich jetzt mit weiteren Untersuchungen/Tests,weil mir die Geschichte zu schnell gegangen ist. Dies aber nur um das Ganze zu untermauern, bzw.einen seriöseren Anstrich zu verleihen. An meiner Überzeugung hat sich nichts geändert.
    Ok, und welche Tests machst Du jetzt

    @die anderen: Ich bin wirklich erleichtert, daß ich da nicht die einzige bin mit einer schnellen Diagnose.


    Und nein, ich habe keine Mühe mit meiner Diagnose. Manchmal lache ich darüber, manchmal zweifele ich, aber oft kommt dann noch das eine oder andere Puzzleteil dazu und dann passt es wieder.

    Das einige, wo ich wirklich denke " Fu** ", ist die Situation mit meinem ebenso betroffenen Sohn. Ich bin da oft nicht strukturiert genug. Dazu noch ebenso sensibel.
    Das macht es nicht einfacher. Aber das ist ein anderes Thema

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Schnelle Diagnose!

    huckleberry schreibt:
    Why not?

    Anscheinend ist der Arzt ziemlich überzeugt und hat starke Indizien.
    Er wusste wahrscheinlich im Vornherein, dass es dazu führen wird. Warum also lange um den heissen Brei reden bzw. diagnostizieren.

    Ich bin nur ein wenig erstaunt wie je nach persönliche Einstellung gegenüber dem Thema, ein Arzt gleichmal jedem Kind ADHS diagnostiziert (sehr viele z.B. USA) oder gleichmal jeden als Simulant "abstempfelt".

    Hast du denn deine Mühe mit der Diagnose?

    Meiner Meinung nach kann man leider praktisch nie zweifelsfrei bestimmen ob wirklich ADHS vorliegt oder die Symptome vielleicht noch einen anderen Hintergrund haben.
    Viel wichtiger als die Diagnose, ist die Behandlung, deine Einstellung, die Bereitschaft deine Schwächen als Herausforderung anzugehen. Vielfach liegt zudem nicht nur ADHS vor, bzw. hat dieses verschiedene Begleiterscheinungen.

    Gruss
    Ich glaube, da hast Du recht, huckleberry! Anscheinend war es eindeutig für ihn. Er meinte während des Abfragens nach wippenden Füßen etc, daß ich ihm diese Frage nicht zu beantworten brauch. DAS sehe er bereits. Erst da fiel mir auf, daß ich die ganze Zeit meine Finger geknetet hatte.

    Ich war einfach verunsichert, weil ich das Diagnoseverfahren ja von Sohn kenne. Da MÜSSEN so viele Dinge nachzuweisen sein bevor die Diagnose gestellte werden DARF.
    Was ich natürlich gut finde! Aber dazu werde ich im entsprechenden Unterforum noch was schreiben.

    LG

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Schnelle Diagnose!

    Nyx schreibt:
    Naja, das liegt ja im Ermessen des Arztes.

    Bei mir wurde die Diagnostik gemacht als ich 14 war. Das waren zwei Termine, die jeweils etwa 4 Stunden dauerten. Dazu kamen noch einige Untersuchungen beim Nervenarzt sowie ein EEG.

    Im Anschluss an die Diagnostik folgte bei der Psychotherapeutin eine mehrjährige Psychotherapie, während die Kinderärztin das Methylphenidat verschrieb.

    Es ist halt so: das Gesundheitssystem hat nicht genug Ressourcen um jeden Patienten eine State of the Art Diagnostik anzubieten. Also ist so eine Diagnostik und Therapie in vielen Fällen wohl besser als gar keine.

    Ich kenne so viele Fälle, wo Antidepressiva und vor allem Neuroleptika nach Arztgesprächen von maximal 10 Minuten verschrieben wurden. Neuroleptika unterliegen zwar nicht dem BtmG aber es sind sehr problematische Substanzen, die sehr schwierig zum Absetzen sein können und komplexe und gravierende Nebenwirkungen haben können.

    Stimulanzien sind da viel unproblematischer. Also kann man das schon so machen, wie er das gemacht hat.

    Vor allem wirst du ja weiter beobachtet und es werden weitere Informationen eingeholt, siehe den Fremdbeurteilungsbogen für deinen Mann.

    Worst case: du hast gar kein ADS / ADHS und nimmst die Stimulanzien völlig umsonst ein. Dann kannst du sie problemlos wieder absetzen. Mit Antidepressiva oder Neuroleptika kann das teilweise extrem schwierig und langwierig sein. Deswegen ist meine Meinung, dass ein Therapieversuch mit Stimulanzien schon zu vertreten ist.
    Danke für Deine Antwort, Nyx.

    Naja, das Medikinet wirkt ja auch, d.h. ich bin einiges ruhiger und vor allem, weniger impulsiv. Richtig, ich bin ca alle 6-8 Wochen beim Arzt. Der Fremdbeurteilungsbogen meines Mannes fiel übrigens noch auffälliger auf als der von mir ausgefüllte. Was, laut Arzt, wohl auch typisch wäre.

    Ich kann´s nur manchmal nicht fassen, weil ich immer dachte, mein Mann hätte es unserem Sohn "vererbt".

    LG

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