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Diskutiere im Thema Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #81
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Die Graustufen sind in dem Test mit berücksichtigt, das heisst, das bei dem niedrigsten Wert vor den cutt-off ein ganz ganz schwaches ADHS vorliegt.


    Kann es vielleicht auch sein das das Lamotrigin deinen Gefühlsnebel verursacht? Lamotrigin schneidet ja die Gefühlsschwankungen nach oben und unten ab.

    Ansonsten sehe ich leider keinen Hinweis, das du auch in andere Richtungen offen bist, du versuchst immer noch alles zu erklären warum es ja doch nach ADHS aussehen müsse.
    Vielleicht hilft es dir dich wirklich mal eine ganze Zeit von diesem Thema freizumachen und WIRKLICH auch in andere Richtungen offen zu sein.

  2. #82
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Flupp schreibt:
    Diese Argument wundert mich, aus zwei Gründen:
    (1.) Gefühlsnebel und emotionale Instabilität sind (denke ich) zwei verschiedene Dinge: Meine Stimmung kann sehr schnell von "gut drauf" zu "mies drauf" kippen. Und an den meisten Tagen geht das mehrmals "hin und her" (auch das ist ein Quell großer Unsicherheiten).
    Bei meinem Gefühlsnebel nehme ich alle Gefühle "lediglich" sehr diffus wahr (weil diese sehr vage im Gefühlsnebel vorhanden sind), jedoch bedeutet das nicht dass das Grundgefühl deshalb ebenso vage bleiben muss.
    Das eigentliche "Wahrnehmen" der Gefühle ist bei ADHS nicht gestört. ADHSler haben genau das gleiche Gefühlsspektrum wie "normale" Menschen auch. ADHSler haben Probleme damit, ihre Emotionen zu regulieren und sie zu unterdrücken, wenn das besser wäre. Ein ADHSler ohne Medikation lebt seine Gefühle direkt aus, man sieht es ihm quasi an der Nasenspitze an, wie er gerade drauf ist. Wenn sich z.B. ein ADHSler über seinen Chef ärgert, dann sagt er das seinem Chef einfach direkt ins Gesicht, ohne über die möglichen negativen Folgen (Kündigung...) vorher nachzudenken. Hinterher ist dem ADHSler das schon klar, dass das nicht so toll war. Die Kollegen des ADHSlers ärgern sich zwar genauso über ihren Chef, aber sie können rational überlegen, wie sie ihren Ärger ausdrücken möchten. EIn ADHSler kann das nicht. Die Emotion "Ärger" ist bei beiden ähnlich. ADHSler nehmen Emotionen nicht stärker oder schwächer wahr als andere.
    Weil ADHSler Probleme mit der Regulation ihrer Emotionen haben, fällt es ihnen schwer, sich von der aktuellen Emotion zu lösen. Sie können sich selber nicht beruhigen. Sie benötigen dazu die Unterstützung von außen. Eine Emotion wird bei ADHS daher schnell zu Stimmung und dauert so länger an als das bei "normalen" Menschen der Fall ist.
    Allerdings merken ADHSler nicht, inwiefern sie anders sind als andere. Sie nehmen selber nicht wahr, dass sie ihre Emotionen direkt ausleben. Sie merken allenfalls eventuell an der Reaktion der Umwelt, dass sie anders sind als andere.


    (2.) Von diesem Gefühlsnebel-Problem hatte ich bereits mehrfach gelesen: Auf einer Medikamenten-Bewertungs-Seite (Sanego) finden sich gleich mehrere Patienten, die von solch einem Gefühlsnebel berichten, der sich durch das Ritalin gelichtet hat. Einer fügte an (so oder sehr ähnlich): "Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich die Dinge erkennen wie sie wirklich sind.". Und bereits einige Monate zuvor hatte ich meinem Gefühlsnebel (welcher mir schon immer bewusst ist!) -aus Unvermögen heraus- fälschlicherweise den vagen Begriff "Gefühls-Chaos" zugeordnet... welcher mein Problem jedoch irreführend beschreibt. Das Wort "Gefühlsnebel" jedoch entspricht genau meinen Empfindungen. Und durch diesen Gefühlsnebel dringen niemals eindeutig erkennbare Gefühle "zu mir hindurch", bzw.: "... kommen nicht bei mir an.".
    Bei solchen Medikamentenplattformen muss man ein bisschen aufpassen, weil es sein kann, dass die betreffenden Personen nicht nur ADHS haben, sondern auch Komorbiditäten, wie z.B. eine Depression. Die Medikation kann auch Auswirkungen auf die Komorbiditäten haben, so dass man in diesen Fällen nicht sicher sagen kann, dass die beschriebenen Symptome und die Wirkung der Medikation ausschließlich auf ADHS zurückzuführen ist.

    Und in indirekter Form scheint es mir hier im Forum, in so nicht erwähnten Form -da dieser Gefühlsnebel (das ist meine Annahme) "lediglich" Grundlage verschiedensartigster Probleme ist- vorzukommen: Beipielsweise dann wenn Probleme damit vorhanden sind einen Beruf ausfindig zu machen der einem gefallen könnte. Oder wenn man sich keine "richtige" (ich meine eindeutige) Meinung zu einer Sache (egal was) bilden kann.
    ADHSler haben Probleme in den exekutiven Funktionen. Das kann z.B. bedeuten, dass es ihnen schwer fällt, Probleme im Kopf zu lösen, da der Kopf überfüllt ist mit zehntausend Gedanken. Das kann dazu führen, dass ADHSler manchmal Schwierigkeiten haben, sich eine eigene Meinung zu bilden. Es gibt diesbezüglich bei ADHS typischerweise zwei Extreme: zum einen die impulsive Meinungsbildung, die ohne Nachdenken stattfindet und die rein emotional gesteuert ist. Und dann das Gegenteil davon, wenn ADHSler "richtig" über etwas nachdenken wollen und sich selber sehr stark kontrollieren um nicht impulsiv zu handeln. Das konzentrierte Nachdenken über etwas fällt aber mit ADHS sehr schwer, so dass sie daher oft keine Entscheidung treffen können oder nur sehr schwer.
    Bei der Berufsfindung haben gerade erwachsene ADHSler, die ihre Diagnose erst spät bekommen haben Probleme, weil sie beruflich schon viele Niederlagen einstecken mussten. Da geht es meiner Meinung nach eher weniger darum einen Beruf zu finden, der einem gefällt, sondern eher einen Beruf, den man tatsächlich langfristig ausüben kann.


    Vor MPH war ich zu keinem einzigen Zeitpunkt meines bisherigen Lebens dazu fähig "die Dinge" (ich meine damit: ALLES) gefühlsmäßig auf eine klare Weise zu empfinden. Deshalb waren mir auch nie ganz eindeutige Gefühle möglich. Z.B. gab es kein eindeutiges (und starkes) Gefühl von großer Freude. Weil sich das nicht klar aus meinem Gefühlsnebel herauskristallisieren konnte, und im (oder durch den) uneindeutigen Gefühlsnebel zugleich bereits deshalb vermindert wurde weil da ja"von allem was dabei" war - also auch irgendwelche vagen entgegengesetzte "Gefühle".
    Hm, also bei mir und anderen ADHSlern, die ich so kennen, ist das anders. Vor der Medikation gab es bei mir immer nur genau eine Emotion, die ich wahrgenommen habe. Und die war sehr klar. Eine Gefühle gab es zum gleichen Zeitpunkt nicht. Auch keinen Gefühlsnebel.

    ]Und das hatte dann auf alle Lebensbereiche Einfluss:
    "Will ich mit dieser Frau eine Beziehung?": Mmmh. Weiß nicht so recht.
    Die Frage hat sich bei mir ohne Medikation nie gestellt, weil ich dazu einfach immer viel zu verliebt war. Bei mir existiert dann im Prinzip nur noch die große Verliebtheit und ich male mir die Zukunft in den schillernsten Farben aus.

    Ich beschreibe das mal mit einem Beispiel:
    Ohne MPH:
    Einer meiner Kollegen ist mir aufgefallen. Ich finde ihn attraktiv und habe mich schon ein paar Mal mit ihm unterhalten. Dann ruft er mich zuhause an um mir von der Änderung im Schichtplan zu erzählen. Hätte er nicht machen müssen, weil die Chefin die Änderungen schon per Mail rumgeschickt hatte. Ich telefoniere also kurz mit ihm und bin total auf Wolke 7 und die Schmetterlinge in meinem Bauch machen Party. Als ich auflege bin ich so voller Freude und Liebe, dass ich unbedingt jetzt sofort mit Jemanden darüber sprechen muss. Ich quatsche also meine Mitbewohnerin zu und vergesse darüber völlig, dass ich eigentlich zur Uni muss und dass die Deadline für eine ausgeschriebene Arbeitsstelle auch heute ist, habe ich auch nicht mehr auf dem Schirm. Egal, denn ich bin völlig verliebt.
    Nach dem Gespräch mit meiner Mitbewohnerin verbringe ich Stunden damit, meinen Kollegen im Internet zu googlen und male mir schonmal die gemeinsame Zukunft aus. Am Ende des Tages war ich nicht in der Uni und habe die Bewerbung nicht geschrieben. Egal, denn ich bin völlig verliebt.
    Meine Mitbewohnerin ist irgendwie schlecht drauf. Mir ist aber nicht klar, warum. Egal, denn ich bin verliebt.

    Mit MPH:
    Der Kollege ruft an und ich freue mich total und ja, ich bin verliebt. Und ich muss das einfach meiner Mitbewohnerin erzählen, weil ich mich so sehr über den Anruf gefreut habe. Nach ein paar Minuten Gespräch fällt mir aber auf, dass sie gestresst ist, weil sie gerade an ihrer Hausarbeit schreibt. Daher beschließe ich, sie wieder mit ihrer Arbeit alleine zu lassen und ich packe meine Sachen für die Uni zusammen. Den Laptop packe ich auch ein, damit ich die Bewerbung fertig schreiben kann. Ich mache mich auf den Weg zur Uni und denke unterwegs die ganze Zeit an meinen Kollegen. In der Uni angekommen, konzentriere ich mich auf den Stoff und komme gut mit meinem Pensum durch. In der Pause bleibt mir genug Zeit um mich wieder gedanklich mit dem Kollegen zu beschäftigen. Ich bin verliebt.
    Nach der Uni setze ich mich an die Bewerbung, die mir aber nicht so recht gelingen mag. Ich google daher meinen Kollegen und verliere mich etwas im Internet. Nunja, die Liebe eben. Nach einer halben Stunde wird mir allerdings klar, dass die Bewerbung heute raus muss und ich beende die wilde Surferei und schreibe die Bewerbung fertig und schicke sie ab.
    Als ich wieder zuhause ankomme, ist meine Mitbewohnerin mit ihrer Hausarbeit fertig und wir haben Zeit für ein ausführliches Gespräch über ihren Tag, meinen Tag und den Kollegen. Sie entschuldigt sich, dass sie vorhin so kurz angebunden war, da ich sie beim Schreiben der Hausarbeit gestört hatte. Und sie bedankt sich bei mir, dass ich sie habe weiter schreiben lassen und sie nicht stundenlang zugetextet habe, wie das ohne Medikation öfter der Fall war. Wir haben noch einen schönen Abend zusammen.

    Ohne Medikation ist es mir schwer gefallen, mich von meinen Emotionen zu lösen und mein Leben mit etwas Distanz zu betrachten. Für mich zählte nur dieses aktuelle Gefühl. Das Hier und Jetzt.


    GENAU DAS ist es was mich immer wieder so sehr an dem ADHS-Testergebnis zweifeln ließ: Quasi ein (sinngemäß) "Weil noch ein Punkt fehlt haben Sie kein ADHS.".

    Wieso gibt es keine Graustufen? Wäre das nicht sinnvoller? Oder sind diese Tests wirklich in solchem Maße ausgefeilt dass die Entscheidung "ADHS: Ja oder Nein?" wirklich von EINEN Punkt abhängig gemacht werden kann?
    Bei einer ADHS-Diagnose werden verschiedene Tests gemacht, Fragebögen ausgewertet, die Anamnese wird berücksichtigt, etc. Dabei wird keine Gesamtpunktzahl ermittelt. Sondern einzelne Fragebögen deuten auf ADHS hin oder nicht. Die Kindheitsanamnese deutet auf ADHS hin oder sie tut es nicht. Die Fremdeinschätzung wird berücksichtigt. Die einzelnen Probleme in den unterschiedlichen Lebensbereichen spielen eine Rolle. Das sind viele kleine Puzzleteile, die zu einem Gesamtbild zusammen gesetzt werden. Auf einen Punkt mehr oder weniger kommt es dabei nicht an. Das Gesamtbild zählt.
    Bei den Testergebnissen, die du hier gepostet hast, wäre es meiner Meinung nach so, dass man, wenn du in den ADHS relevanten Tests einige Punkte mehr gehabt hättest, allenfalls ein schwach ausgeprägtes ADHS diagnostiziert bekommen hättest. Und da hätte man dann sowieso erstmal schauen müssen, ob eine Medikation überhaupt notwendig ist. Eine positive ADHS Diagnose heißt nicht zwingend, dass medikamentös behandelt werden muss. Sondern man muss auch schauen, wieviele Lebensbereiche betroffen sind und in welcher Stärke die einzelnen Lebensbereiche betroffen sind.

    Bei meiner Diagnose war der Bereich "Job" sehr stark betroffen, da man mir schon mehrmals mit Kündigung gedroht hatte. Briefe habe ich nicht mehr geöffnet, sondern einfach im Briefkasten gelassen. Meine Wohnung war ein Chaos. Aus Scham darüber habe ich keine Freunde mehr zu mir eingeladen und habe mich generell nur selten bei anderen getroffen, weil ich Angst hatte, dass ich sie dann auch mal zu mir einladen muss. Meine Rechnungen habe ich nicht bezahlt, obwohl ich das Geld dazu hatte. Beziehungen sind immer nach kurzer Zeit zerbrochen, weil ich zu impulsiv war. Den Termin für die ADHS Diagnose konnte ich auch nur mit Hilfe einer Freundin vereinbaren, weil ich das sonst immer wieder aufgeschoben hätte.
    Die Diagnose war bei mir sehr eindeutig. Trotzdem fällt es mir noch heute schwer, zu begreifen, dass ich so anders bin als andere. Ohne Medikation sehe ich meine Probleme nicht wirklich. Und mit MPH kann ich erst am Ende des Tages sagen, ob und wie mir das MPH geholfen hat. Ich merke komischerweise keine direkte Wirkung, die ich klar benennen könnte.

  3. #83
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Das mit den Gefühlen kann ich auch nur von Fliegenpilz bestätigen. Die waren da..... aber wie... leider......


    Zur Zeit habe ich "Zwangspause" mit MPH, und mein Partner freut sich wenn ich endlich wieder MPH nehmen kann, weil ich eben so extrem ausschlage in den Gefühlen.

    In Sachen Entscheidungsfindung ist es bei mir so, das ich mal sehr impulsiv entscheide, manchmal aber auch keine Entscheidung treffen kann, aufgrund von mangelnder Konzentration/Aufmerksamkeit, nicht aufgrund mangelnder eindeutiger Gefühle, z.B. wenn ich nicht hinbekomme alle Eventualitäten meiner Entscheidung zusammenzufügen, dann kommt bei mir wie eine Art Arretierung oder overload im Hirn und ich weiss gar nichts mehr.

  4. #84
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Ich hab jetzt vieles zwischendrin nicht gelesen, weil's mir einfach zu viel ist, aber möchte gern was zum Thema Gefühlsnebel und Entscheidungen treffen sagen:

    Ich glaube, das was du meinst, auch zu kennen.

    Oft kann ich nicht wirklich meine Gefühle einsortieren. Es ist nicht greifbar, schwammig.
    Ich muss dann immer analysieren, was denn zu diesem "schwammigen Gefühl" beigetragen hat und kommt da dann meist auf das Ergebnis, in welche Richtung die Emotionen gehen.
    Meist verbind ich dieses "Analysieren" mit einem Spaziergang am Feld / im Wald. Da wird zum einen der Kopf ein bisschen "durchlüftet" und irgendwie funktioniert da das Nachdenken etwas besser, weil ich mich da nur auf mich und meine Schritte konzentrieren brauch.

    Ich hab keine Ahnung, was verliebt-sein für ein Gefühl ist, weil ichs schlicht und ergreifend nicht einschätzen kann.
    Ist es nur Sympathie, oder ist es mehr? Möcht ich die Person gern als Bekannten, Freund/gute Freundin oder als Partner/in...
    Im Fernsehen sagt man immer: Wer verliebt ist, hat Schmetterlinge im Bauch...

    Ich hab ne soziale Phobie und grundsätzlich ganze Hornissenschwärme in meinem Bauch, wenn ich auf irgendwelche Menschen treffe... also kann ICH zumindest diesen Maßstab absolut gar nicht anwenden...

    Entscheidungen zu treffen ist auch schwer, weil man ja nie weiß, welche auf längere Sicht betrachtet die bessere ist... Ich kann oft nicht einschätzen, wie es sich auf mich auswirken könnte und muss da auch wieder analysieren.

    Wenn mich wer fragt, wie's mir geht, sag ich meistens soweit ok. OK ist neutral genug, so dass ich a) nicht lügen muss und b) mein Leid anderen nicht aufzwinge (denn meist wollen die Leute ja gar nicht wissen, wie es einem geht... doofe Floskeln eben)

    Ob das jetzt mit ADHS oder Asperger oder sonst was zusammenhängt, kann ich nicht beurteilen (ich glaub aber stark es hat was mit Asperger zu tun... zumindest glaube ich das in nem Aspie Buch gelesen zu haben... ist schon n Weilchen her, daher weiß ich das nicht mehr so genau )

    Auf jeden Fall bist du hier im Forum schon mal nicht allein mit dem "Nebel"

    Grüße,

    Hotaru

  5. #85
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Hotaru schreibt:
    Ich glaube, das was du meinst, auch zu kennen.

    Oft kann ich nicht wirklich meine Gefühle einsortieren. Es ist nicht greifbar, schwammig.
    Ich muss dann immer analysieren, was denn zu diesem "schwammigen Gefühl" beigetragen hat und kommt da dann meist auf das Ergebnis, in welche Richtung die Emotionen gehen.
    Für mich klingt das eher nach Asperger und weniger nach ADHS

    Ich hab keine Ahnung, was verliebt-sein für ein Gefühl ist, weil ichs schlicht und ergreifend nicht einschätzen kann.
    Ist es nur Sympathie, oder ist es mehr? Möcht ich die Person gern als Bekannten, Freund/gute Freundin oder als Partner/in...
    Im Fernsehen sagt man immer: Wer verliebt ist, hat Schmetterlinge im Bauch...

    Ich hab ne soziale Phobie und grundsätzlich ganze Hornissenschwärme in meinem Bauch, wenn ich auf irgendwelche Menschen treffe... also kann ICH zumindest diesen Maßstab absolut gar nicht anwenden...
    Eine Bekannte von mir hat auch eine soziale Phobie und bei der ist das ähnlich. Bei ihr sind wohl gerade in sozialen Situationen die eigenen Emotionen von der Angst überlagert, so dass sie darauf keinen "Zugriff" hat. Sie spürt dann "nur" die Angst. Kürzlich hat sie mir erzählt, dass sie in ganz schlimmen Zeiten sowohl in sozialen Situationen als auch außerhalb dissoziiert. Sie ist dann dadurch fast komplett abgeschnitten von ihren Gefühlen und nimmt diese nicht mehr wahr. Bei ihr ist das wohl so eine Art Schutzmechanismus. Ich glaube, sie hat in ihrer Beschreibung auch das Wort "Nebel" in diesem Zusammenhang benutzt.
    Die Beschreibung ihrer Symptome ähnelt in einigen Punkten den ADHS-Symptomen, so dass wir eine Weile dachten, dass sie auch ADHS hat. Durch ihre Dissoziationen ist sie auch zerstreut und hat Konzentrationsprobleme. Sie ist außerdem sehr oft angespannt und macht dadurch einen leicht hyperaktiven Eindruck. Bei ihr ist das aber der permanente Stress durch die soziale Phobie, der sich so äußert. Sie hat früher versucht das durch Nicht-Essen (Magersucht) und Essen (sowas wie Binge-Eating) zu kompensieren. Heute versucht sie es mit Alkohol und anderen "Methoden".
    Sie hat Angst davor Fehler zu machen und ist dadurch sehr perfektionistisch. Daher schiebt sie aber sehr vieles auf, weil sie einfach so große Angst vor Fehlern hat. Dadurch kommt sie manchmal auch zu spät, weil sie das Weggehen so lange heraus zögert. Ich fand das total spannend als sie mir das erzählt hat, weil sie einen so konkreten Grund für ihre Prokrastination benennen kann. Ich kann das nicht. Mir ist meistens gar nicht klar, warum ich die Sachen nicht sofort mache.
    Durch ihre Angst ist sie außerdem wohl bei vielen Sachen sehr unkonzentriert, weil ihr die Angst einfach so viele Ressourcen raubt und soviel Platz einnimmt in ihrem Leben. Sie muss in solchen Situationen irgendwie die Angst bewältigen und kann sich daher nicht noch auf andere Dinge konzentrieren.
    Sie analysiert außerdem sehr viel, auch solche Dinge wie ihre Emotionen und die der anderen. Sie kann das sehr gut, weil sie von ihren Emotionen einen gewissen Abstand hat.
    Ich habe diesen Abstand ohne Medikation nicht und kann daher meine eigenen Emotionen nicht analysieren, sondern ich lebe sie eben. Mit Medikation und auch durch Psychoedukation gelingt es mir schon eher meine Emotionen mit einer gewissen Distanz zu betrachten und sie zu analysieren. Aber vorher war mir das schlichtweg nicht möglich.
    Ich habe mich mal sehr lange mit ihr darüber unterhalten und fand das absolut faszinierend, dass wir ähnliche Symptome haben. Aber bei ihr steckt etwas anderes dahinter als bei mir. Da muss man sehr gut hinschauen, um die Unterschiede zu entdecken.


    Wenn mich wer fragt, wie's mir geht, sag ich meistens soweit ok. OK ist neutral genug, so dass ich a) nicht lügen muss und b) mein Leid anderen nicht aufzwinge (denn meist wollen die Leute ja gar nicht wissen, wie es einem geht... doofe Floskeln eben)
    Das machen die allermeisten Leute so. Auch die, die "normal" sind.

  6. #86
    Karisa

    Gast

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Flupp schreibt:
    Wenn man mal den Eindruck hat dass einem endlich mal jemand "wirklich ernsthaft zuhört", muss man eventuell auch dann noch im nachhinein feststellen dass das anscheinend doch nicht der Fall war.
    Eine Erklärungsmöglichkeit:
    Es gibt Menschen, die Dir über lange Zeit sehr interessiert zuhören, aber allen Deinen Ausführungen, mangels Fachkenntnissen (?) (oder warum auch immer) gar nicht folgen können...

    Flupp schreibt:
    Diese Argument wundert mich, aus zwei Gründen:
    (1.) Gefühlsnebel und emotionale Instabilität sind (denke ich) zwei verschiedene Dinge: Meine Stimmung kann sehr schnell von "gut drauf" zu "mies drauf" kippen. Und an den meisten Tagen geht das mehrmals "hin und her" (auch das ist ein Quell großer Unsicherheiten).
    Bei meinem Gefühlsnebel nehme ich alle Gefühle "lediglich" sehr diffus wahr (weil diese sehr vage im Gefühlsnebel vorhanden sind), jedoch bedeutet das nicht dass das Grundgefühl deshalb ebenso vage bleiben muss.
    Woraus besteht Dein Gefühlsnebel? (die Frage bezieht sich ausschließlich auf den Nebel).

    Mein Gefühlsnebel ist Angst.

    Flupp schreibt:
    Ja, und mittlerweile kann ich das auch etwas mehr "begrüßen" (anstatt hieran zu zweifeln). Es hilft mir etwas in Richtung des (ernst gemeinten!) Gedankens "Ich habe kein ADHS (ADS) und kein Asperger, es ist halt was anderes. Irgendwie mischt sich das halt zusammen.
    Was könnte es sein, das sich da alles zusammen mischt?


    Flupp schreibt:
    Vor MPH war ich zu keinem einzigen Zeitpunkt meines bisherigen Lebens dazu fähig "die Dinge" (ich meine damit: ALLES) gefühlsmäßig auf eine klare Weise zu empfinden. Deshalb waren mir auch nie ganz eindeutige Gefühle möglich. Z.B. gab es kein eindeutiges (und starkes) Gefühl von großer Freude. Weil sich das nicht klar aus meinem Gefühlsnebel herauskristallisieren konnte, und im (oder durch den) uneindeutigen Gefühlsnebel zugleich bereits deshalb vermindert wurde weil da ja"von allem was dabei" war - also auch irgendwelche vagen entgegengesetzte "Gefühle".

    Und das hatte dann auf alle Lebensbereiche Einfluss:
    "Will ich mit dieser Frau eine Beziehung?": Mmmh. Weiß nicht so recht.
    "Könnte mir dieser Beruf gefallen?": Mmmh. Weiß nicht.
    Wenn man mich fragt wie es mir gerade geht: Mmmh. Weiß nicht so genau.

    In Deinem Eingangsbeitrag hast Du geschrieben, dass Du (das bezieht sich eindeutig auf die Zeit vor der Einnahme von Mph!) Dich arg in eine Psychologin verguckt hättest. In einem anderen, dass Du ihr beinahe "in den Ausschnitt gefallen wärst".

    Was hast Du da gefühlt?
    Warum war das so?

    Flupp schreibt:
    Vom Lamotrigin kann ich folgendes berichten...
    Vorteile: Dass es mich viel ruhiger gemacht hat. Ich bin viel gelassener, lasse mich weniger aus der Ruhe bringen. Sehr positiv zeigt sich das in Situationen in denen andere Personen mich stressen wollen, oder Personen, auf übertriebene Art (weil kein vernünftiger Anlass vorhanden) "schlecht drauf" sind: Ich kann das dann leichter "an mir abgleiten lassen", bin (in solchen Situationen) emotional unabhängiger, kann deshalb auch leicht sachlich bleiben.
    Wie kommst Du zu dem Schluss, dass andere Menschen auf übertriebene Art und Weise schlecht drauf sind? ...wann ist schlecht drauf sein übertrieben? ...und woher weißt Du, dass es dafür keinen vernünftigen Anlass gibt?
    Was ist ein vernünftiger Anlass und was nicht? Bist Du wirklich in der Lage, das für andere zu bewerten?

  7. #87
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Fliegerlein schreibt:
    Irgendwie irritiert mich diese Geschichte mit dem Gefühlsnebel ...

    Es ist zwar korrekt, dass vielfach die Wirkung der Medikation so beschrieben wird, als würde sich ein Nebel lichten, aber was mich daran stört ist, wenn berichtet wird, dass man das davor schon als Gefühlsnebel oder überhaupt in irgendeiner Weise wahrgenommen hat.
    Genau das ist ja nicht der Fall.

    Da komme ich wieder auf das Beispiel der Farbenblindheit/ Farbsehstörung zurück:
    Der Betroffene weiß gar nicht, dass er gewisse Farben nicht oder fehlerhaft sieht.
    Der nimmt gar keinen "Nebel" (im übertragenen Sinne) wahr, weil er den Normalzustand gar nicht kennt und keine Vergleiche hat.

    Wenn also jemand schreibt:

    "Und bereits einige Monate zuvor hatte ich meinem Gefühlsnebel (welcher mir schon immer bewusst ist!) -aus Unvermögen heraus- fälschlicherweise den vagen Begriff "Gefühls-Chaos" zugeordnet... welcher mein Problem jedoch irreführend beschreibt. Das Wort "Gefühlsnebel" jedoch entspricht genau meinen Empfindungen. Und durch diesen Gefühlsnebel dringen niemals eindeutig erkennbare Gefühle "zu mir hindurch", bzw.: "... kommen nicht bei mir an.".

    Dann passt das erstmal insofern nicht, als wir ja eine eingeschränkte Wahrnehmung haben.
    Also entweder ist das sehr unglücklich formuliert oder es steckt eine andere Störung/ ein anderes Problem dahinter.

    Unter dem beschriebenen "Nebel", habe ich eigentlich bislang immer die fehlende oder eingeschränkte Selbst- und Fremdwahrnehmung verstanden (so wurde es auch immer beschrieben), welche man nach der Medikation plötzlich hatte und welche einem sozusagen die Augen geöffnet haben (und durchaus auch negative Auswirkungen haben kann, wenn man plötzlich sein Umfeld und sich bewusst wahrnimmt).
    Aber ich habe noch nicht von einem Gefühlsnebel gelesen.
    Wenn, dann ging es immer darum, den Begriff Nebel als Metapher für eine beeinträchtigte Wahrnehmung gegenüber sich selbst und anderen zu verwenden.
    Hallo Fliegerlein,
    es ist mehr so wie ich am 6.06. um 23:36 Uhr geantwortet habe (die Namensgebung und Beschreibung dieses "Gefühlsnebel" bekomme ich aktuell nicht besser hin):

    Fliegerlein:
    Das Problem bei ADHS-Betroffenen ist nicht selten, dass sie das gar nicht wissen, nicht wahrnehmen.
    Wie ein Farbsehgestörter gar nicht weiß, -nicht wissen kann-, dass er bestimmte Farben nicht oder nicht richtig sieht, nehmen ADHS'ler diesen "Nebel" gar nicht wahr, er ist für sie vollkommen normal, sie kennen ihn ja nicht anders.

    Flupp:
    So ergeht es auch mir. Den "Nebel" nehme ich nicht war - das ist lediglich mein Versuch diesem Problem "einen Namen zu geben"... damit alle anderen sich eine bessere Vorstellung davon machen können. Dabei hatte ich mich, dafür, nicht gut genug ausgedrückt (in Bezug auf mich fällt mir das schwer, weil so vieles nicht klar erkennbar).

    Meine Ausdrücke "Gefühls-Wolke (um mich herum)" und "Gefühls-Chaos" waren auch NICHT gut gewählt:
    Es ist NICHT so, dass ich -plötzlich auftauchend und der Situation unangemessene- zu viele verschiedene Gefühle hätte, die klar wären, und ich nun einordnen müsste.

    Es ist SO, dass ich eigentlich nie etwas klar und eindeutig fühlen kann. Das ist so ein flacher und uneindeutiger diffuser Gefühlsbrei - wobei keine eindeutigen Gefühle vorhanden sind. Die fühlt sich in den verschiedensten Situation (positive, negative, ...) eigentlich ziemlich gleich an. Diese spüre ich in mir (also nicht "um mich herum").

    Für mich ist dieser Zustand auch "völlig normal" ---> in dem Sinne dass ich es gar nicht anders kenne (weils ja schon immer so war) <---.

    Hieraus resultier(t)en dann unzählbare Probleme in allen Lebensbereichen. Wegen den hierdurch immer wieder resultierenden Problemen wurde mir irgendwann bewusst dass dieser Zustand nicht normal sein kann. Ich da also irgendwie ein Problem haben muss.


    Fliegerlein:
    Erst mit der Medikation berichten sie davon, dass sich sozusagen dieser "Nebel lichtet", wie ein Vorhang, der alles dahinter nur schwammig und diffus erschienen ließ und der plötzlich aufgezogen wurde.

    Flupp:
    Genau so (!) ist es auch bei mir.



    Fliegenpilz schreibt:
    Das eigentliche "Wahrnehmen" der Gefühle ist bei ADHS nicht gestört. ADHSler haben genau das gleiche Gefühlsspektrum wie "normale" Menschen auch. ADHSler haben Probleme damit, ihre Emotionen zu regulieren und sie zu unterdrücken, wenn das besser wäre. Ein ADHSler ohne Medikation lebt seine Gefühle direkt aus, man sieht es ihm quasi an der Nasenspitze an, wie er gerade drauf ist. Wenn sich z.B. ein ADHSler über seinen Chef ärgert, dann sagt er das seinem Chef einfach direkt ins Gesicht, ohne über die möglichen negativen Folgen (Kündigung...) vorher nachzudenken. Hinterher ist dem ADHSler das schon klar, dass das nicht so toll war. Die Kollegen des ADHSlers ärgern sich zwar genauso über ihren Chef, aber sie können rational überlegen, wie sie ihren Ärger ausdrücken möchten. EIn ADHSler kann das nicht. Die Emotion "Ärger" ist bei beiden ähnlich. ADHSler nehmen Emotionen nicht stärker oder schwächer wahr als andere.
    Weil ADHSler Probleme mit der Regulation ihrer Emotionen haben, fällt es ihnen schwer, sich von der aktuellen Emotion zu lösen. Sie können sich selber nicht beruhigen. Sie benötigen dazu die Unterstützung von außen. Eine Emotion wird bei ADHS daher schnell zu Stimmung und dauert so länger an als das bei "normalen" Menschen der Fall ist.
    Allerdings merken ADHSler nicht, inwiefern sie anders sind als andere. Sie nehmen selber nicht wahr, dass sie ihre Emotionen direkt ausleben. Sie merken allenfalls eventuell an der Reaktion der Umwelt, dass sie anders sind als andere.
    Du kannst dich sehr treffend ausdrücken und das dann sehr gut vermitteln.

    Mir sieht man es auch sofort an wenn es mir nicht gut geht. Dann fällt es mir ziemlich schwer, dies zu verbergen. Auch mir fällt es schwer mich von der aktuellen Emotion zu lösen. Wobei das bei mir hauptsächlich die negativen Emotionen betrifft. Darüber gab es bereits viel Kritik von meinen Umfeld. Wobei ich erwähnen sollte, dass ich mich im beruflichen Bereich etwas besser unter Kontrolle habe. Sowie erwähnen sollte, dass ich mich in den letzten 15 Jahren "wieder und wieder!" -aus Notwendigkeit (!)- darin geübt habe mit Stresssituationen besser umgehen zu können. Denn all die Probleme mit meinem Umfeld, sowie das Unverständnis "über meine Person" (WIE ich mich verhalte, WAS ich für Ansichten habe) haben mir im Laufe der Zeit (bin aktuell 43 Jahre alt ) ziemlich "zu schaffen gemacht".

    Das wurde alleine schon aus gesundheitlichen Erwägungen notwendig (Magengeschwür wegen dauerstressender Freundin + Überstunden + Alkohol). Falls ich dann doch mal einen Wutanfall bekomme -was seit über fünf Jahren fast nur noch wegen meiner Mutter der Fall ist (Energie-Vampir, wenig einsichtig, lernresistent), dann bin ich bereits einige Male richtig ausgeflippt: Rumbrüllen, im Kreis springen (hin und her), Fluchen auf unterirdischem Niveau ("Fo...! Fo...! Argh!!! ..... Fo...!!!!!"). Ich brauche dann sehr lange, um mich wieder zu beruhigen. Aber diese Sache mit den Wutanfällen, dass "passiert" mir nur deswegen fast nur wegen meiner Mutter, weil die emotionale Bindung viel (!) zu hoch ist: Und da ist man manchmal emotional derart "hin- und her gerissen", dass bereits das einen sehr große Zwiespalt verursacht.

    Vor ca. einem dreiviertel Jahr fing ich damit an, mir eine gelassenere Haltung anzutrainieren. Grund war, dass mein Bruder mich monatelang sehr gestresst hatte... und mir gings dadurch immer schlechter. Da MUSSTE ich etwas ändern (alleine schon aus Sorge vor einem zweiten Magengeschwür)!

    Zu meinem Training (dass mir manche Dinge auch "am Arsch vorgehen können", ich auf MANCHE (gemeint sind die unnötigen, unverdiente Kritiken [sogar Aggressionen!] - weil die zwei mir am nahe stehendsten Personen einige Male Grenzen bei mir überschritten hatten) negative aggressive negative Leute gar nicht mehr reagiere ) kam kurz danach noch das "Lamotrigin" hinzu. So ist es mir gelungen, in den letzten Monaten -in Vergleich zu vorher- relativ (!!) "gelassen" zu sein.

    Durch das MPH bin ich im Kopf ziemlich schnell ruhiger geworden (so im im Eröffnungs-Beitrag geschrieben). Und das hat sich dann, irgendwie, auch auf außerhalb des Wirkzeitraums übertragen.


    Fliegenpilz schreibt:
    Mit MPH:
    Der Kollege ruft an und ich freue mich total und ja, ich bin verliebt. Und ich muss das einfach meiner Mitbewohnerin erzählen, weil ich mich so sehr über den Anruf gefreut habe. Nach ein paar Minuten Gespräch fällt mir aber auf, dass sie gestresst ist, weil sie gerade an ihrer Hausarbeit schreibt. Daher beschließe ich, sie wieder mit ihrer Arbeit alleine zu lassen und ich packe meine Sachen für die Uni zusammen. Den Laptop packe ich auch ein, damit ich die Bewerbung fertig schreiben kann. Ich mache mich auf den Weg zur Uni und denke unterwegs die ganze Zeit an meinen Kollegen. In der Uni angekommen, konzentriere ich mich auf den Stoff und komme gut mit meinem Pensum durch. In der Pause bleibt mir genug Zeit um mich wieder gedanklich mit dem Kollegen zu beschäftigen. Ich bin verliebt.
    Nach der Uni setze ich mich an die Bewerbung, die mir aber nicht so recht gelingen mag. Ich google daher meinen Kollegen und verliere mich etwas im Internet. Nunja, die Liebe eben. Nach einer halben Stunde wird mir allerdings klar, dass die Bewerbung heute raus muss und ich beende die wilde Surferei und schreibe die Bewerbung fertig und schicke sie ab.
    Als ich wieder zuhause ankomme, ist meine Mitbewohnerin mit ihrer Hausarbeit fertig und wir haben Zeit für ein ausführliches Gespräch über ihren Tag, meinen Tag und den Kollegen. Sie entschuldigt sich, dass sie vorhin so kurz angebunden war, da ich sie beim Schreiben der Hausarbeit gestört hatte. Und sie bedankt sich bei mir, dass ich sie habe weiter schreiben lassen und sie nicht stundenlang zugetextet habe, wie das ohne Medikation öfter der Fall war. Wir haben noch einen schönen Abend zusammen.

    Ohne Medikation ist es mir schwer gefallen, mich von meinen Emotionen zu lösen und mein Leben mit etwas Distanz zu betrachten. Für mich zählte nur dieses aktuelle Gefühl. Das Hier und Jetzt.
    Das ist bei mir eigentlich genauso. Hier eine Analogie (aktuelle Begebenheit):

    Als ich an einem Werbestand vorbeiging wurde ich dort von einer jungen Frau angesprochen, die mich für ihre Produkte gewinnen wollte. Aufgrund von gegenseitiger Sympathie verlagerte sich das Verkaufsgespräch langsam auf eine persönliche Seite. Sie schrieb mir ihren Namen auf. Einer meiner ersten Aktionen zu Hause war sie auf Facebook ausfindig zu machen. Ich "durchsuchte" ihr Profil bis in jedes kleinste Eck. Danach googelte ich ihren Namen. Nachdem ich alles gesehen hatte, bin ich "in mir" "auf die Suche gegangen", ob ich irgendwie/irgendwo ein Gefühl ausfindig machen konnte, welches mich spüren lässt das ich mich zu ihr hingezogen fühle. Das klappt nicht, weil -wie immer (!!!)- mein Gefühlsnebel mir keine "einigermaßen Klarheit" darüber gibt. Selbst eine sehr grobe Einteilung in der Art "Möchte ich sie überhaupt wieder treffen? Könnte ich vielleicht BEI IHR tiefere Gefühle entwickeln (ich frage mich das, weil ich das noch nie erlebt habe wenn ich in Beziehungen war)? Wäre sie von mir, falls es zu einem Treffen käme, dann -aus irgendwelchen Gründen- enttäuscht von mir? Wie so oft finde ich keine eindeutigen Antworten. Ich gehe auf mein eigenes Facebook-Profil, und versuche mich darin hineinzuversetzen wie es bei ihr "ankommen würde". Ich schaue mir -imaginär an ihrer Stelle- einige meiner geposteten Musik-Videos (von meinen Lieblingsbands) an, und frage mich wie diese Musik (bzw. die Musik-Videos) auf sie wirken könnten. Bzw. frage ich mich, was für einen Eindruck sie durch meine Facebook-Seite von mir hat. Anstatt mich danach endlich mal um die (bereits eingeplanten) die wichtigen dringlichen Dinge zu kümmern (die i.d.R eher unangenehm sind), vertrödelte ich noch einige Zeit im Internet. Mitunter auch eher nach irgendwelchen interessanten, anstatt -endlich mal!- nach guten Wollsocken zu recherchieren, die ich gut gebrauchen könnte (Anmerkung: Die Socken sind NICHT das, was ich gerade die "wichtigen dringlichen Dinge" genannt hatte!).

    Stattdessen gehe ich früher als geplant in mein Stamm-Cafe, um an einem Ort zu sein an dem... ich mich möglichst wohl fühlen kann... und an dem ich noch etwas im Chaoten-Forum recherchieren kann. Wie immer nehme ich dort die zweite Tagesdosis MPH ein (und spüre ca. 30-45 Minuten später die positiven Auswirkungen). Ich recherchiere im Chaoten-Forum, dabei kommt in mir oft ein positives Gefühl wenn ich wieder etwas Wichtiges und/oder Hilfreiches ausfindig gemacht habe.

    Im Gegensatz zu früher (bevor mir MPH verschrieben wurde) kann ich nun nicht mehr stundenlang Zeit im Cafe "vertrödeln": Seit einigen Wochen kommt, in mir, jedes einzelne Mal (an jedem einzelnen Tag [auch sitze ich täglich abends im Cafe]) in ) nach ungefähr zwei Stunden ein Unwohlsein in mir hoch, ich spüre dann eine aufkommende (und dann ansteigende) Unruhe in mir. Ich empfinde ein Gefühl von Zeitverschwendung, und in mir kommt langsam ein Bedürfnis danach hoch, etwas "Produktives" zu tun. Diese Gefühle steigert sich innerhalb einer halben in einem Maße, dass ich ein sehr (!) großes Unwohlsein empfinde. Es drängt mich dann ziemlich stark mich "in Gang zu setzen" um wichtige Dinge zu erledigen, bzw. "in Angriff zu nehmen". Am Wichtigsten ist mir dann, wieder einen Teil-Stück meiner "riesigen" Probleme zu lösen (bzw. "mich hier voran zu bringen"). Wenn ich unterwegs noch Administratives mache (z.B. die notwendigen Lebensmittel-Einkäufe) gibt mir bereits das oft schon ein wesentlich besseres Gefühl (im Vergleich zu vor ein paar Minuten). Um so etwas wie ein "gutes Gefühl" zu erreichen muss ich jedoch eines dieser wichtigen "Teil-Stücke" (die zur Lösung meiner Probleme notwendig sind) angehen.

    Zwischen all diesen Dingen immer mal wieder Gedanken an die Frau. Ich freue mich über die Begegnung, darüber dass ich ihr symphatisch war, und noch um einiges mehr dass sie an mir interessiert ist (oder zumindest offen ist für weiteren Kontakt). Ich beschäftige mich aber auch viel mit dem "in mich hineinfühlen", um herauszufinden "was ich denn so für sie empfinde".
    Und spätestens hier bin ich dann schon wieder, wie eigentlich immer (!) in derartigen Situationen ("Gefühle?", "Was gefällt mir?", "Was macht mir eigentlich richtig Freude?"), einer dieser -eigentlich jeden einzelnen Lebensbereich umfassenden (und von mir sehr ungünstig benannten)- "Gefühlsnebel"-Problematiken. Und somit bleibt es mal wieder bei diesen "schwammigen, unklaren" Gefühlen.

    Zudem kommt dann noch ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber, weil bereits ein gemeinsames Treffen bei ihr dann logischerweise ein Interesse meinerseitiges (an ihrer Person) suggeriert, dass sich in mir jedoch noch gar richtig ausgebildet hat. Das erzeugt in mir schon jetzt (jedoch spätestens beim Treffen) das Gefühl sie hier, quasi, zu "täuschen".


    creatrice schreibt:
    Zur Zeit habe ich "Zwangspause" mit MPH, und mein Partner freut sich wenn ich endlich wieder MPH nehmen kann, weil ich eben so extrem ausschlage in den Gefühlen.
    Ist bei mir auch so.

    Vor MPH:
    Waren meine Gefühle -wegen diesem unklaren, diffusen Gefühlsbreies (dass was ich ungünstigerweise [u.a. weil nicht "sichtbar"] als "Gefühlsnebel" bezeichnete)- immer so uneindeutig. Meine Ex-Freudin (Bruder, etc.) hatten tolle Ideen für Unternehmungen. Jeder freute sich darauf. Nur ich war für keines dieser Dinge zu begeistern. Jeder wunderte sich darüber. Auch bei den regelmäßigen Treffen mit Bruder und Freund: Wie es mir da ging? Oft so: Irgendwie ja, irgendwie nein.... weiß nicht so recht... scheint irgendwie von allem was dabei zu sein. So diffus. Blödes Gefühl. Ein trauriges, verweifeltes, leises: "Ach... eigentlich würde ich mich jetzt am liebstens ins Bett legen und einschlafen.".

    Mit MPH:
    Meine Gefühle sind eindeutiger, und wahrscheinlich wirken sie deshalb auch "viel stärker" als bisher. Das liegt wahrscheinlich AUCH noch daran, dass dieser vage Gefühlsbrei nicht mehr vorhanden ist ("der Nebel hat sich gelichtet"), und deshalb die gegengesetzten (obwohl dies alles nur vage und diffus vorhanden) Gefühle dem "eigentlichen" Gefühl nicht mehr entgegenwirken können.

    Bei Freunden vorgeschlagen mal wieder Billard zu spielen, oder auf unseren kleinen Berg zu laufen, wo es oben ein Häusschen mit Esse, Getränken und schöner Aussicht gibt.

    Ich habe mehr Interesse an Konversationen. Habe viel mehr Gespür für die Menschen: Wie sie sich gerade fühlen, "was und wie" ich mit ihnen reden sollte, ich kann ihnen hierdurch näher sein. Kommt mir so vor als habe ich mehr Gespür dafür wie ich auf sie wirke.

    Mit MPH, jedoch außerhalb der Wirkzeit (bzgl. überdreht sein und Impulskontrolle):
    Überhaupt habe ich in den letzten Wochen manchmal (!) so kurzzeitige Hochgefühle (meist nach wenigen Minuten wieder vorüber), und ich kann mich dann nur schwer bremsen. Hier ein besonders anspruchsloses Beispiel dafür: Wenn sie die Bedienung (vom Cafe) nach vorne beugt um meinen Kaffee abzustellen (Vorwort: Runde Sachen gefallen mir nun mal besser als eckige.), dann kommt von mir auch schon mal -mit einem freudig strahlendem Gesicht- ein fröhliches "Ju-huuuu.".
    Und das ist nicht sexistisch gemeint. Ich bringe das rüber mit meiner Freude für die Schönheit der Weiblichkeit (ohne dabei sexuelle Hintergedanken zu habe [höchstens 10 Prozent oder so]). Ich denke, die Hälfte von ihnen nimmt fasst das leider eher auf eine "ungünstige" Weise auf. Und einige werden sich denken dass ich ja eh bekloppt bin (das mit dem MPH hat sich bereits rumgesprochen).
    Aber ich will mich da nicht bremsen lassen. Das sind dann so kurze Ausbrüche ungewohnt starker positiver Emotionen, und die will ich unbedingt loswerden! Mitunter komme ich gerade vom Klo (Anmerkung: Hab´ hier gerade nen kleinen Lachanfall), laufe durchs Cafe, und sage "Ju-huuuu.".
    Was all die anderen von mir denken: Was solls. :-)

    Anmerkung hierzu: In "all den Jahren" habe ich mir immer mehr angewöhnt, mir bei solchen Dinge weniger Sorgen zu machen, was andere über mich denken. Ein aktuelles Beispiel, was ich jedoch bereits schon seit vielen Jahren ab und zu mal tue: Habe vor ein paar Tagen ein neues Guns N´Roses-Musik-Video entdeckt, und für mein Empfinden kommt da dermaßen viel positive Energie rüber, dass ich -unterwegs und bei Einkäufen- sehr gerne daran denke. Das gibt mir so ein energetisches (und positives) Gefühl, dass ich es sogar im Supermarkt vor mich hinsinge. Zwar eher leise, aber halt auch energetisch (teilweise mit Mini-Headbanging). Dass das dann jeder um mich herum mitbekommt, ist von mir sogar gewollt, weil ich (bei dieser Musik) den Drang verspüre, all das Gute darin für die anderen "rüberzubringen".

    Falls Interesse: https://www.youtube.com/watch?v=r9-wvOkSmF4 (am Anfang es eher seltsam, ab 0:52 gehts richtig [und ganz anders] ab)


    Hotaru schreibt:
    Ich glaube, das was du meinst, auch zu kennen.

    Oft kann ich nicht wirklich meine Gefühle einsortieren. Es ist nicht greifbar, schwammig.
    Genau so ist es auch bei mir!!!


    Hotaru schreibt:
    Ich hab keine Ahnung, was verliebt-sein für ein Gefühl ist, weil ichs schlicht und ergreifend nicht einschätzen kann.
    Ist es nur Sympathie, oder ist es mehr? Möcht ich die Person gern als Bekannten, Freund/gute Freundin oder als Partner/in...
    Im Fernsehen sagt man immer: Wer verliebt ist, hat Schmetterlinge im Bauch...
    Exakt so ist es auch bei mir!!!


    Hotaru schreibt:
    Ob das jetzt mit ADHS oder Asperger oder sonst was zusammenhängt, kann ich nicht beurteilen (ich glaub aber stark es hat was mit Asperger zu tun... zumindest glaube ich das in nem Aspie Buch gelesen zu haben... ist schon n Weilchen her, daher weiß ich das nicht mehr so genau )

    Auf jeden Fall bist du hier im Forum schon mal nicht allein mit dem "Nebel"
    Danke dir vielmal, Hotaru!!!
    Asperger, ich komme... (bzw. bin ja eh schon da)!!


    Fliegenpilz schreibt:
    Eine Bekannte von mir hat auch eine soziale Phobie und bei der ist das ähnlich. Bei ihr sind wohl gerade in sozialen Situationen die eigenen Emotionen von der Angst überlagert, so dass sie darauf keinen "Zugriff" hat. Sie spürt dann "nur" die Angst. Kürzlich hat sie mir erzählt, dass sie in ganz schlimmen Zeiten sowohl in sozialen Situationen als auch außerhalb dissoziiert. Sie ist dann dadurch fast komplett abgeschnitten von ihren Gefühlen und nimmt diese nicht mehr wahr. Bei ihr ist das wohl so eine Art Schutzmechanismus. Ich glaube, sie hat in ihrer Beschreibung auch das Wort "Nebel" in diesem Zusammenhang benutzt.
    Die Beschreibung ihrer Symptome ähnelt in einigen Punkten den ADHS-Symptomen, so dass wir eine Weile dachten, dass sie auch ADHS hat. Durch ihre Dissoziationen ist sie auch zerstreut und hat Konzentrationsprobleme. Sie ist außerdem sehr oft angespannt und macht dadurch einen leicht hyperaktiven Eindruck. Bei ihr ist das aber der permanente Stress durch die soziale Phobie, der sich so äußert. Sie hat früher versucht das durch Nicht-Essen (Magersucht) und Essen (sowas wie Binge-Eating) zu kompensieren. Heute versucht sie es mit Alkohol und anderen "Methoden".
    Sie hat Angst davor Fehler zu machen und ist dadurch sehr perfektionistisch. Daher schiebt sie aber sehr vieles auf, weil sie einfach so große Angst vor Fehlern hat. Dadurch kommt sie manchmal auch zu spät, weil sie das Weggehen so lange heraus zögert. Ich fand das total spannend als sie mir das erzählt hat, weil sie einen so konkreten Grund für ihre Prokrastination benennen kann. Ich kann das nicht. Mir ist meistens gar nicht klar, warum ich die Sachen nicht sofort mache.
    Durch ihre Angst ist sie außerdem wohl bei vielen Sachen sehr unkonzentriert, weil ihr die Angst einfach so viele Ressourcen raubt und soviel Platz einnimmt in ihrem Leben. Sie muss in solchen Situationen irgendwie die Angst bewältigen und kann sich daher nicht noch auf andere Dinge konzentrieren.
    Das kommt mir ziemlich bekannt vor. "Nur" ein "ziemlich", weil ich nicht weiß ob diese Symptome bei mir ihre Ursachen in einer sozialen Phobie haben.

    Bei mir ebenfalls vorhanden:
    - Keinen "Zugriff" auf die Emotionen. Bei mir stattdessen nur mein -sehr ungünstig (!) benannter- "Gefühlsnebel".
    - Zerstreutheit
    - Konzentrationsprobleme
    - Sehr oft angespannt (wirke unruhig auf andere )
    - Nicht-Essen (Magersucht)
    - Binge-Eating
    - Angst davor Fehler zu machen. Dadurch sehr perfektionistisch.

    Freut mich sehr dass Du dieses Beispiel von deiner Bekannten eingebracht hast! Sehr aufmerksam von dir! Danke!!!


    Karisa schreibt:
    Eine Erklärungsmöglichkeit:
    Es gibt Menschen, die Dir über lange Zeit sehr interessiert zuhören, aber allen Deinen Ausführungen, mangels Fachkenntnissen (?) (oder warum auch immer) gar nicht folgen können...
    Das könnte eine Grund ein. Bei meinem Umfeld passiert jedoch manchmal das hier:
    1. Bzgl. eines bestimmten Problems sagt man mir "ich solle mich nicht so anstellen".
    2. In den letzten Monaten wäre dies nun (nach meiner Annahme) ein von ADHS verursachtes Problem.
    3. Ich erkläre ausführlich (jedoch nicht so ausführlich dass meinem Gegenüber der Kopf abfällt), und möglichst verständlich, warum dies -im Falle von ADHS- ein solches Problem für mich ist.
    4. Mein Gegenüber versteht das anscheinend alles, signalisiert mir das auch.
    5. Mitunter bereits beim nächsten Treffen eine Woche später: Die Reaktion auf dieses Problem: (genervt, nörgelnd) "Mach dich da doch nicht immer so rum. Tus einfach."


    Karisa schreibt:
    Woraus besteht Dein Gefühlsnebel? (die Frage bezieht sich ausschließlich auf den Nebel).

    Mein Gefühlsnebel ist Angst.
    Für mich ist das schwer einzuordnen. Vielleicht Unsicherheit und Unklarheit und Sorge.


    Karisa schreibt:
    Was könnte es sein, das sich da alles zusammen mischt?
    Als ich 2013 umfangreich recherchierte fand ich mich -in Teilbereichen- bei diesen Störungen wieder (über weitere mögliche Störungen hatte ich mich nicht informiert):
    - Selbstunsicher-vermeidende Persönlichkeitsstörung
    - Soziale Phobie
    - Zwanghafte Persönlichkeitsstörung
    - Antisoziale Persönlichkeitsstörung
    - Schizoide Persönlichkeitsstörung
    - Schizotypische Persönlichkeitsstörung
    - Kombinierte Persönlichkeitsstörung
    - Alexithymie

    Die beiden Zutreffendsten waren nach meiner Meinung jedoch ADHS (ADS) und Asperger-Syndrom.


    Karisa schreibt:
    In Deinem Eingangsbeitrag hast Du geschrieben, dass Du (das bezieht sich eindeutig auf die Zeit vor der Einnahme von Mph!) Dich arg in eine Psychologin verguckt hättest. In einem anderen, dass Du ihr beinahe "in den Ausschnitt gefallen wärst".

    Was hast Du da gefühlt?
    Warum war das so?
    "Verguckt":
    Ich weiß nicht wie sich "verliebt sein" anfühlt. Ein Gefühl von Liebe hatte ich in keiner einzigen meiner Beziehungen (und auch zu sonst niemanden), also noch nie.
    Und ich hatte mich in sie "verguckt" in dem mir möglichen Maß: Meinem eigenen, sehr eingeschränkten Gefühlsleben (Stichwort: Gefühlsnebel [der von mir damit ja sehr unglücklich benannt wurde]).

    Sie gefällt mir sehr gut, sie ist der Typ von Frau, der mich am meisten anspricht. An ihr hat einfach alles gepasst (einzig an ihre großen Ohren [obenrum] hätte ich mich etwas gewöhnen müssen). Aussehen (wunderschöne [!] Augen, schöne Nase, sehr schöner Mund, schöne Gesichtsform, schöne Haare), sinnliche Stimme, ihr Charakter (soweit ich das beurteilen konnte), Ausstrahlung. Und zu ihr hatte ich schnell (spätestens seit der zweiten Sitzung) die intensivsten Gefühle, so wie ich sie in den letzten 20 Jahre zu keiner Frau hatte.

    Aber meine Gefühle bleiben anscheinend nun mal in wirklich ALLEN Bereichen eingeschränkt. Selbst unter solch (in Bezug auf die Person) "optimalen Voraussetzungen" kommen die Gefühle nicht in dem Ausmaß vor, wie es bei gesunden Menschen der Fall ist.

    In meiner ganzen Vergangenheit gabe es vielleicht zwei Frauen, zu denen ich mich in ähnlich starker Weise hingezogen fühlte. Das ich mich zu meiner Psychologin total hingezogen fühlte, war für mich zwar absolut klar (ich hätte mich sofort auf eine Beziehung eingelassen). Aber bzgl. Verliebtheit blieben selbst hier meine (für sie) "bis zum Maximum ausgebrochenen Gefühle" in einem eingeschränkten Umfang, bzw. Zustand.

    Bei den oben genannten Umständen hätte ich eigentlich ein stärkeres (und somit klares) Gefühl von "verliebt sein" entwickeln müssen.

    Ausschnitt (Busen):
    Die Sexualfunktionen, die Bedürfnisse nach Befriedigung und das Verlangen zum anderen Geschlecht (und/oder schönen Körpern) ist vorhanden.

    Das war der Ausschnitt der Asperger-Psychologin (nicht der ADHS-Psychologin, in die ich mich verguckt hatte).
    Die ist nun mal ein, äh, "partiell dralles" Ding. Bluse eigentlich einen Knopf zu weit geöffnet, der sexy BH teilweise sichtbar. Dazu enger Rock. Das war dann halt nun mal ein dermaßen erregender Anblick (das wird sie schon so beabsichtigt haben), dass ich fast jede Möglichkeit nutzte ihr unauffällig -also wenn sie sich gerade Notizen machte- in den Ausschnitt zu gucken.


    Karisa schreibt:
    Wie kommst Du zu dem Schluss, dass andere Menschen auf übertriebene Art und Weise schlecht drauf sind? ...wann ist schlecht drauf sein übertrieben? ...und woher weißt Du, dass es dafür keinen vernünftigen Anlass gibt?
    Was ist ein vernünftiger Anlass und was nicht? Bist Du wirklich in der Lage, das für andere zu bewerten?
    Sorry (!!!), das war ungünstig von mir beschrieben, weil von mir hierzu nur unzureichende Informationen kamen!

    Leider hatte ich mich hierbei auf einen Speziallfall bei uns konzentriert:
    Ein langjähriger Freund von mir regt sich über jeden Kleinscheiß auf. Er regt sich sogar noch über Dinge auf, die eigentlich gar kein Problem sind - macht also sogar noch aus einer "kein Problem vorhanden-Situation" eine "Problem vorhanden-Situation" daraus. Das stört nicht nur mich, sondern auch gleich jeden anderen Anwesenden. Hinzu kommt seine sehr ausgeprägte Uneinsichtigkeit, wenn wir darauf hinweisen, dass eigentlich überhaupt kein Problem vorliegt.

    Zu deiner Frage, ob ich in der Lage bin, so etwas für andere zu bewerten:
    (wenn ich oben genannten Spezialfall hier mal weglasse) Eher ein nein. Jedoch ist in manchen Gesprächen oft ersichtlich, wenn einer der Gesprächsteilnehmer überreagiert. Z.B. wenn diese Person noch nicht den -eigentlich angemessen- emotionalen Abstand zu etwas eingenommen hat. Oder wenn eine Person zu stark auf eine bestimmte Sache reagiert, weil diese Person noch zu stark von anderen aktuellen Problemen sehr emotionalisiert ist.




    Als ich gestern Abend im Cafe saß las ich mich durch ein paar Chaoten-Themen, und hatte dabei ein ziemliches Déjà-vu-Erlebnis (und weil ich gerade in der Wirkzeit war hätte ich vor Freude auch fast losheulen können - weil das alles so zutreffend auf mich ist):

    Nachfolgender Text-Ausschnitt ist die Kopie von eines Textes von "komorb", und ist im Original hier zu finden: https://adhs-chaoten.net/adhs-erwach...sprechend.html

    Positive verspührte Wirkung in den Wirkzeiten:

    • Der Vorhang zur Welt hat sich geöffnet. Die Benebeltheit der Sinneswahrnehmungen und im Kopf ist stark gewichen. Mein Kopf und Gedanken haben sich klar und unbeschwert angefühlt. Die Wahrnehmung der Umwelt war viel intensiver. Akustische und visuelle Reize waren viel geordneter und klarer. Der Wind im Gesicht war schön spührbar...endlich mal keine Glassscheibe zwischen mir und der Welt
    • Meine Gefühlswelt war viel breiter und lebendiger gefächert. Sämtliche Gefühle waren klar spührbar und freier. Allerdings nicht euphorisch, sondern natürlich. Das dumpfe und bedrückende Gefühl im Magen war weg.
    • Mein Körper und meine Muskeln haben sich nicht wie sonst schwer und träge, sondern leicht und energievoll angefühlt. Auch das Athmen war leichter möglich.
    • Spass und Freude mit anderen zu reden und interagieren. Spontanes reagieren auf die Umwelt. Kein unintressiertes in sich, abgeschotten von der übrigen Welt (Nebel),
    • Empfinden.
    • Endlich mal innere Ruhe, keine Anspannung, kein wirres Umhergetriebensein. Einfach ausgeglichen.
    • Entspannter und guter Schlaf auch nach Rebound
    • Konzentration war besser möglich. Gedanken konnten bewusst und willentlich auf Sachen gerichtet werden und sind auch nicht abgeschweift. Gezieltes Fokusieren, keine Ablenkunf durch andere Reize und Gedanken.
    • In Gesprächen konnte ich mich viel klarer und eloquenter ausdrücken, ohne Versprechen, schwacher Stimme und Verwirrtheit
    • Ideenreicher und kreativer
    • Entscheidungen fallen leichter und spontaner. Aufgaben können ohne extremer Überwindung angegangen werden. Strukturierung möglich.
    • Arbeitsabläufe intuitiv richtig, ohne Grübeln was man vor ner Sekunde eigentlich grad wollte und totales auf dem Schlauch stehen was als nächstes zu machen ist
    • kein Schlafzwang bei Langeweile, Abneigung oder Dinge die hohe Konentration erfordern.
    • ...

    Im Grunde keine neuen unbekannten Eigenschaften und Fähigkeiten, sondern einfach normal fühlen, wie einst. Mich wieder erkannt haben. Zwar keine 100%, aber ein dennoch enormer Unterschied. Keine gefühlte Aufgedrehtheit oder "gedopt" Feeling.
    Mit Rebound kehrt deutlich die innere Unruhe, Benommenheit und Niedergeschlagenheit zurück.

    Antwort von "Mik" (Auschnitt):
    Meiner Meinung nach könnte es sehr wohl sein dass ein Teil der "positiven" Wahrnehmung mit dem ADS-typischen "was neu ist, ist interessant"-Gefühl zusammenhängt. Mit der Zeit wird sich das vermutlich relativieren, die positive Wirkung wird mehr oder weniger als normal empfunden. Es ist ein Unterschied wie die Medikamente objektiv wirken oder wie du die Wirkung für dich bewertest. Meiner Meinung und deiner Schilderung nach ist aber alles im grünen Bereich.
    Es kommt auch vor, dass Manche auch leichte vorübergehende depressive Phasen bekommen wenn sie mit Medis anfangen, da sie ihre defizitären Seiten zum erstenmal unvernebelt wahrnehmen. Diesen "Anfangseffekt" kenne ich von mir nun leider auch.

    Eine weitere Antwort, diesmal von "Kiltja" (Auschnitt):
    War am Anfang sehr glücklich etwas damit bewirken zu können..
    Bin sehr viel ruhiger geworden, kann mich besser konzentrieren, und realistischer in meiner Wahrnehmung, was leider auch mich selbst betrifft. Ich sehe mich selbst viel skeptischer und sehe meine eigenen Fehler gleich und weiß nun natürlich auch was man für einen Eindruck auf andere Leute hinterlassen hat und teilweise noch läst.

    Ist zwar nicht unbedingt angenehm, aber definitiv ein Ansatz es zu ändern langsam zwar,aber ich denke es ist positiv, auch wenn es sich nicht besonders gut anfühlt.

    Ich sehe schneller was ich falsch gemacht habe und falsch mache und kann dem entsprechend gegensteuern.


    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Viele liebe Grüße,
    Flupp
    Geändert von Flupp (16.06.2015 um 20:53 Uhr)

  8. #88
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Nee, bei dir ist es eben genau nicht so wie bei mir. Bei mir ist es ohne MPH extrem in Sachen Gefühle und mit MPH viel ausgeglichener. Bei dir ist ja ohne MPH kaum ein Gefühl zu identifizieren. Bei mir ist ohne MPH eben nicht nur Ärger sondern Aggressivität, nicht nur Freude sondern Überschwang etc.....

  9. #89
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    creatrice schreibt:
    Nee, bei dir ist es eben genau nicht so wie bei mir. Bei mir ist es ohne MPH extrem in Sachen Gefühle und mit MPH viel ausgeglichener. Bei dir ist ja ohne MPH kaum ein Gefühl zu identifizieren. Bei mir ist ohne MPH eben nicht nur Ärger sondern Aggressivität, nicht nur Freude sondern Überschwang etc.....
    Hallo creatrice,
    sorry, ich hatte das verkehrt interpretiert (beim erneuten Durchlesen eben war es dann auch für mich offensichtlich).

    Seit der Einnahme von MPH hatte ich etliche Male den Gedanken, dass "meine Gefühle extrem schwanken", bzw. "manchmal extrem ausschlagen".
    Das ist dann lediglich ein Ausschnitt eines umfangreicheren* Gedankens, den ich zudem mit Worten beschreibe welche oft nicht differenziert genug sind. Die Außenstehenden interpretieren meine Worte immer (!) korrekt . Jedoch wollte ich etwas anderes zum Ausdruck bringen.
    Künftig werde ich darauf achten die Dinge möglichst exakt zu benennen.

    * sinngemäß war mein Gedankengang...
    MPH (in der Wirkzeit, und hierbei bezogen auf jeden einzelnen Tag):

    Manchmal habe ich schon extreme Schwankungen in meinen Gefühlen. Sehr heftig! Aber das ist eigentlich gut so - weil es mir noch deutlicher klar macht wo meine Probleme liegen. Diese -für mich noch ungewohnt starken- Gefühle sind -von der Intensität- ja so wie gesunde Menschen sie empfinden. Meistens freue ich mich darüber, besonders deshalb weil ich nun "normale" -und somit "starke" (bzw. "intensive")- Emotionen zu meinen Mitmenschen haben kann!

    Vor MPH:
    Eigentlich sind immer nur sehr wenig klare Gefühle vorhanden, weil sich in meinem Bauch -gefühlsmäßig- meist alles so diffus und undefinierbar anfühlt: Meistens ein diffuses "schwammiges" Gemisch, woraus keine klaren Gefühle erkennbar sind, und somit dann auch greifbar wären. Auch fühlt sich das oft bedrückend an.
    Wenn ich mich gerade mit interessanten Tätigkeiten beschäftige spüre ich dieses Gefühl wenig, kaum oder gar nicht. Wenn ich dieses Gefühl -mit dem man zumeist ja "nichts anfangen kann"- jedoch beachte, ist es mir -für diesen Zeitraum- oft auch nicht mehr möglich mich wohl zu fühlen.
    Geändert von Flupp (17.06.2015 um 20:49 Uhr)

  10. #90
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Flupp, ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich dir noch schreiben soll. Denn ich habe den Eindruck, du drehst dir unsere Worte so hin, dass sie zu deinem Erleben passen.
    Einige Leute hier haben dir beschrieben, wie ihr emotionales Befinden und die Wirkung von MPH diesbezüglich ist. Sie haben dabei genau das Gegenteil von dem geschildert, was du beschrieben hast. Trotzdem schreibst du auf diese Beiträge, dass du das genauso erlebst. Aber das passt einfach nicht zusammen.
    Auf der einen Seite schreibst du, dass du Gefühle kaum differenzieren kannst. Auf der anderen Seite schilderst du Wutanfälle, die du hast. Du schreibst, dass man dir immer ansieht, wie es dir geht. Aber wie soll das funktionieren, wenn du selber deine Emotionen nur diffus wahrnimmst? Wie sollen diese diffusen Emotionen dann in dein Gesicht gelangen und dort von anderen "gelesen" werden können, wenn du selber das nicht einmal kannst, weil die Emotionen so diffus sind. Das macht für mich keinen Sinn.
    Je mehr ich von dir lese, desto ratloser werde ich. Und zwar nicht, weil mich deine Symptome ratlos machen, sondern mich macht deine Reaktion auf unsere Beiträge ratlos. Und ich befürchte, dass unsere Antworten eher kontraproduktiv sind, weil du in ihnen nur das siehst, was du sehen willst. Und dadurch fixierst du dich nur noch mehr auf ADHS und verlierst andere Möglichkeiten aus dem Blick, die wir dir hier geschrieben haben.
    Die ungewöhnlich hohe Einzeldosis unretardiertes MPH (40mg), die du nimmst und die Schilderung der Wirkung, die MPH auf dich hat, machen auf mich fast schon den Eindruck einer (unbeabsichtigten) missbräuchlichen Verwendung von MPH. Bei ADHSlern bewirkt MPH im emotionalen Bereich genau das Gegenteil. Die Wirkung, die du hast, finde ich persönlich bedenklich und ich würde das an deiner Stelle mit deinem behandelnden Arzt besprechen.
    Außerdem kann ich dir nur empfehlen, den Verdacht auf eine Soziale Phobie sowie die diversen Persönlichkeitsstörungen, die während der Asperger- und der ADHS-Diagnostik zur Sprache kamen, einmal genau abklären zu lassen. Deine Symptome passen nämlich auch darauf.
    Ferndiagnosen können wir hier nicht stellen. Wir können hier nur unsere Meinungen und Empfehlungen abgeben. Was du daraus machst, bleibt dir überlassen.
    Ich für meinen Teil habe alles gesagt, was ich dir sagen wollte. Ich wünsche dir viel Erfolg bei einer weiteren Diagnostik und wünsche dir, dass dir bald von Fachleuten geholfen wird.

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    Von Solenostomus im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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    Letzter Beitrag: 27.12.2011, 01:41

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Thema: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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