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Diskutiere im Thema Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #51
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Doppelpost meines Beitrags. Sorry.
    Geändert von Flupp ( 9.06.2015 um 19:38 Uhr)

  2. #52
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Nyx und Fliegerlein,

    vielen Dank für eure EIngaben zu meinem letzten Beiträgen!

    Ja, da habt ihr schon Recht damit, dass -um mehr Gewissheit zu erhalten- eine andere Person den Test für mich ausfüllen sollte. Bzw. (wesentlich aussagekräftiger) ein neuer offizieller Test bei einem anderen ADHS-(ADS-)Spezialisten, bei dem ja sowieso mindestens ein Verwandter zwecks Fragebogen beantworten involviert wäre.

    Fliegerlein schreibt:
    Und vergesst bitte nicht, dass auch das Aspie-Quiz, so gut es auch ist, leicht von jemandem mit einer ADHS positiv ausfallen kann, da sich die Störungen in vielen Dingen zum Verwechseln ähneln.

    In einem solchen Screening kann man sowas nicht rausfiltern, da werden Symptome abgefragt, man erkennt aber deshalb nicht deren Ursachen und gerade zwischen ADHS und ASS gibt es sehr ähnliche Symptome, die aber unterschiedliche Ursachen haben.
    So kann ein ADHS'ler mit dem Test durchaus falsch positiv auf ASS getestet werden.
    Deshalb bedarf es immer auch einer fachlichen Begutachtung der Person, denn die Tests selbst sind da einfach nicht ausreichend und nicht zuverlässig genug.
    Also käme ich auch um einen (ebenfalls zweiten) psychologischen Test auf Asperger-Syndrom nicht herum: Selbst falls sich im ADHS-Test zeigen würde dass alle Asperger-Symptome durch ADHS verursacht sein könnten, könnte erst der Asperger-Test aufzeigen ob der wirkliche Grund für diese Symptome in einem Asperger-Syndrom begründet sind.

    Ich werde mich diese Tage schlau machen wo ich mich im Rhein-/Main-Gebiet baldmöglichst ausführlich testen lassen kann.

    Nyx schreibt:
    du klagst auch über Schlafstörungen. Könntest du diese vllt. noch etwas näher erläutern?
    Wurde nachts regelmäßig mehrmals wach (meist jedoch um urinieren gehen zu können). Also vielleicht lediglich wegen meiner nervöse Blase. Eventuell aber auch wegen meiner Problematik fast nie richtig "abschalten" zu können (viele ungelöste Probleme, zu viele Gedanken).

    Das ist in den letzten Monaten besser geworden, und das könnte vielleicht -neben abends etwas weniger trinken- auch am Lamotrigin liegen (ich kanns nicht weiter eingrenzen). Jedenfalls werde ich durch das Lamotrigin ruhiger (weil es stimmungs-stabilierend wirkt), in meiner Birne geht es weniger hektisch zu.
    Ich gehe davon aus dass auch das mir zu besserem Schlaf verhilft.


    Viele Grüße,
    Flupp
    Geändert von Flupp ( 9.06.2015 um 18:45 Uhr)

  3. #53
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Flupp schreibt:
    Ja, da habt ihr schon Recht damit, dass -um mehr Gewissheit zu erhalten- eine andere Person den Test für mich ausfüllen sollte. Bzw. (wesentlich aussagekräftiger wäre) ein weiterer Test bei einem anderen ADHS-, ADS-Spezialisten, bei dem ebenfalls mindestens ein Verwandter zwecks Fragebogen beantworten involviert wäre.
    Eigentlich ist eine Fremdanamnese auch Teil der Diagnostik.
    Wenn kein Elternteil mehr verfügbar ist, was bei älteren Erwachsenen ja durchaus der Fall sein kann, kann man auch andere Verwandte oder enge Freunde, Lebenspartner etc. hinzuziehen.
    Bei mir war es meine Frau.
    In beiden Fällen, sowohl im Interview mit der Therapeutin in der Klinik (und auch beim ersten Mal bei meinem Thera), zeigte sich, wie unterschiedlich die Sichtweisen sein können.
    Während ich mich da eigentlich zwar im Spektrum, aber nicht sonderlich deutlich, gesehen habe, ergaben ihre Angaben ein ganz anderes Bild.
    Gleiches war beim Aspie Quiz der Fall.
    Während ich auch dort ein Ergebnis hatte, das, durchaus deutlich, innerhalb des Spektrums lag, war die Einschätzung meiner Frau schon ... wie soll man das sagen ... "niederschmetternd".

    Ich hätt mich vielleicht "'n bisschen" betroffen bewertet, ....
    Aber sie sah das ganz anders.

    Interessant war dann das darauf folgende Gespräch:

    Ich: "Aber jeder mag es doch, wenn die Tassen ordentlich im Schrank stehen"
    Sie: "Ja, ... aber doch nicht soooo!"

    Ich: "Aber jeder mag es doch, wenn Chom glänzt" (Ich hatte in der Ausbildung den Spitznamen "Polifix", weil ich im 1. Lehrjahr bei der Metallbearbeitung selbst einen U-Stahl auf Hochglanz poliert habe)
    Sie: "Ja, ... aber doch nicht soooo!"

    Und so ging das munter weiter.

    Durch dieses sich ständig wiederholende "Ja, ... aber doch nicht soooo", wurde mir erst klar, dass das, was ich für ganz normal gehalten habe, genau das nicht ist.


    Flupp schreibt:
    Also käme ich auch um einen (ebenfalls zweiten) psychologischen Test auf Asperger-Syndrom nicht herum: Selbst falls sich im ADHS-Test zeigen würde, dass alle Asperger-Symptome durch ADHS verursacht sein könnten, könnte erst der Asperger-Test aufzeigen, ob der wirkliche Grund für diese Symptome in einem Asperger-Syndrom begründet sind.
    Nicht ganz fürchte ich.

    Das geht nur in der direkten Interaktion, also einem Gespräch mit einem Fachmann, der dann schauen und erkennen kann, in welchem Spektrum die Ursache für ein symptom liegen könnte.

    Ein Beispiel:
    Während ADHS-Betroffene z.B. die Regeln sozialer Interaktion durchaus kennen und anwenden können, treten sie öfter ins Fettnäpfchen, weil sie aufgrund ihrer Abgelenktheit feine Züge in Gestik und Mimik/ Körpersprache ihres Gegenübers nicht mitbekommen haben.
    Ooder sie platzen auch aufgrund ihrer Impulsivität, die sich ja nicht unter Kontrolle haben, einfach mit etwas raus, was sie aber ganz schnell bereuen, weil sie es nicht sagen wollten, das aber nicht verhindern konnten.

    Sie erkennen, dass da jetzt was anderes angebrachter gewesen wäre, konnten es aber nicht stoppen/ kontrollieren.

    Ein von Asperger Betroffener dagegen, würde vielleicht das gleiche Unpassende sagen, ist sich aber nicht darüber im Klaren, dass es jetzt nicht angebracht ist.
    Er sagt das in vollem Bewustsein und mit voller Absicht, vollkommen ehrlich und ungeschminkt.

    Beide treten also sozusagen ins selbe Fettnäpfchen, aber die Hintergründe sind andere.

    Natürlich versuchen die Tests das mit zu berücksichtigen, aber das ist eben nicht so einfach, so dass am Ende normalerweise immer ein Gespräch steht.
    Zu den Diagnosen gehören neben den Testungen ja auch sog. "strukturierte Interviews", da wird dann nicht einfach nur eine Antwort ausgewählt und angekreuzt, da muss man schon in Worten reden und da kann man eher Unterschiede erkennen.


    Viele Grüße
    Fliegerlein

  4. #54
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Nyx schreibt:
    Man könnte sagen, dass deine Neurobiologie / Neurophysiologie Ähnlichkeiten mit Personen die ganz deutlich autistisch sind und ADHS haben hat.

    Kein wunder also, dass du von Methylphenidat so deutlich profitierst. Kann mir vorstellen, dass du an anderer Stelle locker eine ADHS-Diagnose bekommen würdest.

    Hallo Nyx,

    eine Frage dazu: Dass ich vom Methylphenidat profitiere... wäre dies auch in Bezug auf von Asperger verursachte Symptome möglich (und hier dann vielleicht auf autistische Bereiche)?

    Oder beschränkt sich die Wirkung von MPH auf von ADHS verursachte Problematiken?

    Ist dir hierüber etwas bekannt?

  5. #55
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Flupp schreibt:
    Hallo Nyx,

    eine Frage dazu: Dass ich vom Methylphenidat profitiere... wäre dies auch in Bezug auf von Asperger verursachte Symptome möglich (und hier dann vielleicht auf autistische Bereiche)?

    Oder beschränkt sich die Wirkung von MPH auf von ADHS verursachte Problematiken?

    Ist dir hierüber etwas bekannt?
    Ich finde das Methylphenidat auch meine autistische Problematik verbessert. Z.B. werden meine sozialen Fähigkeiten, meine soziale Intuition schon besser und irgendwie ist es einfacher für mich Interesse an anderen Menschen zu zeigen, mich zu erkundigen wie es ihnen geht und Fragen stellen anstatt immer nur einfaches Hallo und Tschüss.

  6. #56
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Ich kann dazu auch kurz antworten:
    Auch Asperger-Betroffenen können von MPH profitieren.
    Dazu kommt, dass beide Störungen auch komorbid auftreten können.
    Mir hilft es ebenfalls .

  7. #57
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Nyx schreibt:
    Ich finde das Methylphenidat auch meine autistische Problematik verbessert. Z.B. werden meine sozialen Fähigkeiten, meine soziale Intuition schon besser und irgendwie ist es einfacher für mich Interesse an anderen Menschen zu zeigen, mich zu erkundigen wie es ihnen geht und Fragen stellen anstatt immer nur einfaches Hallo und Tschüss.
    Genau so geht es mir auch!
    Geändert von Flupp ( 9.06.2015 um 23:47 Uhr)

  8. #58
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Fliegerlein schreibt:
    Ich kann dazu auch kurz antworten:
    Auch Asperger-Betroffenen können von MPH profitieren.
    Dazu kommt, dass beide Störungen auch komorbid auftreten können.
    Mir hilft es ebenfalls .
    Hallo Fliegerlein und Hallo Nyx. Und auch Hallo an all die anderen Forum-Teilnehmer.

    Fliegerlein, danke dir für diese Info.

    Und besonders für deinen vorherigen Beitrag!!
    Wie immer (bis auf diesen) sind deine Beiträge meist sehr (!) lang und ausführlich (!), und dabei sehr, sehr erhellend!!!

    Also gerade an dich möchte ich noch ein extra-dickes "Dankeschön!!" rüberstupsen: Du hast dir wirklich sehr, sehr viel Arbeit für mich gemacht - von der hoffentlich auch noch viele andere profitieren können!

    Und das gleiche gilt auch für den Nyx... der ja auch immer wieder wichtige Eingaben und Hinweise eingebracht hat.


    Und all den anderen möchte ich hier auch nochmal danken!



    Also, das find ich alles schon arg schön.


    Liebe Grüße,
    euer Flupp
    Geändert von Flupp (10.06.2015 um 16:26 Uhr)

  9. #59
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Nur mal zur Info, auch Nichtbetroffene von ADHS oder ASS "profitieren" von MPH. Es ist eben ein Stimulanz. Schon allein physiologisch steigert es die Aufmerksamkeit, die Wachheit, die Konzentration und den Antrieb.

  10. #60
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Das finde ich jetzt etwas zu pauschal, Creatrice. Ob jemand von einer Steigerung der Aufmerksamkeit durch MPH profitiert, weil es eben ein Stimulans ist- so wie man auch von einer Tasse Kaffee oder schwarzen Tee wacher und aufmerksamer wird- oder ob die gesamte Selbst- und Fremdwahrnehmung sich verbessert, weil diese durch ADHS (und/oder eine Asperger-Störung) stark gestört ist, ist schon ein Unterschied. Flupp hat ja die Wirkung bei sich selbst detailliert beschrieben.

    Wenn sich ADHS und Asperger so sehr überschneiden und für beide MPH mit Gewinn eingesetzt werden kann, wäre es nach meiner Meinung nicht sehr wichtig, genau zu differenzieren. Helga Simchen sieht Asperger als ADHS-Variante- kennt ihr diesen Artikel?
    ADHS-Deutschland - Das Asperger-Syndrom im Spektrum zwischen Autismus und AD(H)S

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