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Diskutiere im Thema Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Die Frau S, die vermutlich gemeint ist, kenn ich auch... bei ihr hatte ich ca 3 termine, wobei der erste der längste war (20 minuten gespräch + eine stunde zettel ausfüllen, was ich aufm flur machen durfte, während eine notausgangs-tür offen war und so n mieser piepston die ganze zeit genervt hat)... danach nur noch einmal 5 minuten zum formulare abgeben und einmal 5 minuten zum abschlussgespräch... rausgekommen bin ich mit 4 verschiedenen persönlichkeitsstörungen, die im gesamtbild auf ASS hindeuten... laut meiner jetzigen thera is das eigentlich ne unmögliche diagnose...

    ich will jetz meine meinung nicht kund tun, weil ich, denk ich, nich die kompetenz hab, über nen arzt zu urteilen... aber mein urteil wäre weniger positiv...

  2. #42
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Nyx schreibt:
    Dann traf ich auf den rdos.net Test. Da war ich 100% überzeugt ein negatives Ergebnis zu bekommen. Für mich war das alles ADHS und irgendwelche anderen Probleme, die doch jeder hat. Als ich dann da das Ergebnis hatte war ich am Boden sehr zerstört. Ich finde der Test ist sehr clever aufgebaut und bei mir war einfach alles nur auf der autistischen Seite, überhaupt nichts mit NT, ein schöne halbkreis auf der "falschen" Seite. Das hat mir einen Schlag versetzt, von dem ich mich erst nach über 2 1/2 Jahren wieder halbweg erholt habe.

    Interessant fand ich dann, dass in der offiziellen Diagnostik an der Charité 50 Fragen aus diesem rdnos.net Test aufgetaucht sind. An der Charité war das zwar nur einer von mehreren Tests aber das ist doch ein Hinweis darauf, dass der rdnos.net Test eine gewisse Verlässlichkeit aufweist und er, wie ich finde, ein klein wenig mehr ist, als nur ein Screening-Test.

    Was mir auffällt an deinen Beschreibungen sind einfach diese "Aspie-Traits", die ich mir irgendwie nicht anders erklären kann.
    Diesen Online-Aspie-Test werde ich definitiv noch durchführen (ist bereits nachts, deshalb erst am Montag).
    Hierfür -mich auf diese Eventualität aufmerksam gemacht zu haben (und auch allen anderen die mir in den Beiträgen Hinweise auf Asperger gegeben haben)- lieben Dank!

    Nyx schreibt:
    Wenn mir Methylphenidat helfen würde, dann wäre mir egal, welche Diagnose ich habe (oder eben nicht habe).

    Momentan ist es so, dass du dich total krass von den Diagnosen der Ärzte abhängig machst. Ich weiß nicht, ob das in deinem Fall so gut ist. Natürlich kann eine offizielle Diagnose eine enorme Erleichterung bedeuten, endlich eine Erklärung. Aber je nachdem wo du hingehst bekommst du sofort ganz schnell eine Diagnose und an manchen Stellen werden die Diagnosekriterien überhart ausgelegt.
    Ja, auch bei mir gibt es (mittlerweile) den Gedanken, dass so eine Einstellung (wie die deinige), letztendlich, eigentlich doch die "bessere" seine könnte.

    Also mich frei von offiziellen Testergebnissen und Meinungen von Psychiatern zu machen, welche in meinem Fall -warum auch immer- (mehr oder weniger) sehr abweichende (zu meiner eigenen) Einschätzungen gemacht haben.
    Immerhin kenne ich mich selbst ziemlich genau (glaube auch, mit mir selbst sehr "hart ins Gericht gehen" zu können), und die Psychiater haben nur relativ wenig Eindrücke von mir. Zudem entsprachen meine Verhaltensweisen während dieser beiden Termin-Situationen eigentlich so gar nicht meiner ansonst üblichen "Art". Ich kann mit Sicherheit sagen: Das was die beiden Psychiater zu Gesicht bekamen war nicht der "Flupp" wie ich mich ansonsten (normalerweise) verhalte.

    Aktuell fällt mir diese Einstellung dazu (mich frei von offiziellen Diagnosen zu machen) jedoch noch arg, arg schwer. Für mich wäre eine offizielle ADHS- (oder ADS-)Diagnose noch immer eine riesige (!) Erleichterung!

    Nyx schreibt:
    Bei deinen zahlreichen Problemen wundert es mich schon ein wenig, warum du zumindest die ADHS-Diagnose nicht bekommen hast. Es wäre auch interessant zu erfahren, wie knapp du an der Autismus-Diagnose vorbei geschrammt bist.
    Vom Ergebnis des psychologischen ADHS-Tests war auch ich sehr (!) verwundert!
    Erst Recht wenn man diesen "ziemlich" großen Umfang (der von dir hier angemerkten zahlreiche Probleme) berücksichtigt... und wie vollständig (wenn ich mich nicht irre: ausnahmslos) sich dieser dem ADHS (bzw. ADS) zuordnen lassen!


    Asperger-Diagnose (ZI Mannheim, 2013 [wurde durchgeführt bevor ich mich in die dortige ADHS-Abteilung begeben hatte]):

    Auswertung Autismus-Quotient (AQ):
    Testwert von 40 erreicht (Höchstpunktzahl ist 50).
    "80% der AS-Patienten erreichen mindestens einen Testwert von 32. Das Testergebnis des Patienten ähnelt somit dem Antwortverhalten eines AS-Patienten."

    Auswertung Empathie-Quotient (EQ):
    Testwert von 7 erreicht (Höchstwert ist 80).
    "80% der AS-Patienten erzielen einen Testwert kleiner 30. Das Testergebnis des Patienten ähnelt dem eines Probanden mit AS."

    Auswertung Diagnostische Beobachtungsskala für Autistische Störungen (ADOS):
    "(...) Im Bereich der wechselseitigen sozialen Interaktion erreicht der Patient einen ADOS Score von 0 (Autismus cut-off = 7, Autistisches Spektrum cut-off = 4) und liegt somit deutlich unter dem cut-off für eine ASS. (...)"

    Reading the Mind in the Eyes:
    "Er erzielte einen Testwert von 27 von 36 möglichen Treffern. Gesunde Kontrollprobanden erreichen im Mittel Werte zwischen 26 und 30, Patienten mit HFA unter 22. Es kann von keiner Decoding-Schwierigkeit ausgegangen werden."

    Maßstab für soziale Ängste nach Liebowitz:
    "Mit insgesamt 108 Punkten zeigte der Patient eine sehr schwer sozialphobische Symptomatik."

    Diagnose von Achse II-Störungen:
    "Im Strukturierten klinischen Interview zur Diagnose von Achse II-Störungen nach DSM-IV (SKIDD-II) ergeben sich Hinweise auf selbstunsichere, depente und negativistische Persönlichkeitsakzentuierung. "

    ADHS-Diagnostische Checkliste (ADHS-DC):
    "Bei der ADHS-Diagnostischen Checkliste (ADHS-DC), einer Fremdbeurteilungsskala in Anlehnung an die diagnostischen Kriterien der DSM-IV und der ICD-10, erfüllte der Patient 6 Kriterien der Unaufmerksamkeit und 3 Kriterien der Hyperaktivität / Impulsivität, so dass nach ICD-10 von der Diagnose einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung ausgegangen werden kann."

    Brown-ADD-Scales (BADDS):
    "In den Brown-ADD-Scales (BADDS), welches das Vorliegen einer aktuellen ADHS-Symptomatik mit Schwerpunkt exekutive Funktionen abfragen, liegt der Patient mit 52 Punkten leicht unterhalb des cut-offs von 55 Punkten, ab dem das Vorliegen einer ADHS des Erwachsenenalters angenommen werden kann."

    Wender-Reimherr-Interview (WRI):
    "Im Wender-Reimherr-Interview (WRI), einem strukturiertem Interview zur Erfassung des hyperkinetischen Syndroms im Erwachsenenalter erfüllt der Patient die Kriterien für adultes ADHS."

    Wender-Utah-Rating-Scale (WURS-k):
    "In der Wender-Utah-Rating-Scale (WURS-k), einem retrospektiven Selbstbeurteilungsverfahren zur Erfassung von ADHS-Symptomen im Grundschulalter, erreichte der Patient einen Summenwert von 51 Punkten. Dieser Wert liegt deutlich oberhalb des cut-offs von 30 Punkten, so dass hiernach eine ADHS im Kindesalter wahrscheinlich ist."

    Zusammenfassung, Therapie und Verlauf:
    "(...) In Zusammenschau von Eigen- und Fremdanamnese, psychopathologischem Befund, Verhaltensbeobachtungen und den Ergebnissen der Ratingskalen konnte von uns nicht die Diagnose eines Asperger-Syndroms gestellt werden. So bestehen bei ihm zwar Defizite im Bereich der Kommunikation, sozialen Interaktion und der affektiven Wahrnehmung, diese sind aus unserer Sicht Ausdruck der seit Kindheit bestehenden und unbehandelten kombinierten Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-unsicheren, depenten und negativistischen Anteilen. Ferner gab es Hinweise auf Symptome einer adulten ADHS vom kombinierten Typ. In Zusammenschau der Eigen- und Fremdanamnese, des psychopathologischen Befundes und unter Zuhilfenahme der oben beschriebenen Ratingskalen und Interviews können wir aber die Diagnose einer ADHS des Erwachsenenalters bei dem Patienten nicht eindeutig stellen. So bestehen bei ihm zwar Defizite im Bereich der Aufmerksamkeit sowie Symptome einer Hyperaktivität, Desorganisation und Affektlabilität, deren Beginn in der Kindheit liegen. Nach den geltenden DSM-IV- und ICD-10-Kriterien kann die Diagnose eines ADHS des Erwachsenenalters nur dann gestellt werden, wenn die von dem Patienten beklagte Störung nicht auf eine andere psychische oder organische Erkrankung zurückzuführen ist. (...)"

    Nyx schreibt:
    Es geht doch vor allem darum, was man selbst von sich denkt und wie man sich fühlt.

    Man darf sich da nicht so krass von der Außenwelt abhängig machen. Ja, eine offizielle Diagnose kann sicher eine enorme Erleichterung sein aber bei so diffusen Mischbildern mit Komorbiditäten ... ohje ... da wird das alles sehr schwierig.
    Ich fühl´ mich "TOTAL ADHS (oder ADS), mit einem größerem Anteil des hypoaktiven Subtyps, bzw. kleinerem Anteil des hyperaktiven Subtyps".

    Aber falls Anlass dazu bestehen sollte einiges aus der Asperger-Abteilung mitzunehmen würde ich halt auch das tun.
    Obwohl mir ein klares (eindeutiges) "ADHS. Sonst nix." wesentlich lieber wäre.
    Geändert von Flupp ( 8.06.2015 um 13:33 Uhr)

  3. #43
    Karisa

    Gast

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Hallo Flupp,

    ich schreibe mal noch 2 Fragen. Wie bereits erwähnt: Wenn Du nicht antworten möchtest, ist das in Ordnung für mich.

    Warum triffst Du Deinen Bruder und die beiden Freunde 2 mal wöchentlich?

    Triffst Du Deinen Bruder oder einen der Freunde auch mal einzeln? Falls ja, läuft das dann anders/besser?



    Ich habe in den letzten Monaten einige Kontakte beendet, weil mir die Menschen nicht gut taten, bzw. weil ich erkannte, dass ich in Gruppen nicht wirklich gut klar kommen kann.

    Aber eine Freundin ist mir geblieben, sie tut mir gut.

    Karisa

  4. #44
    Karisa

    Gast

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Hallo Flupp,
    guck mal hier

    https://adhsspektrum.wordpress.com/2...uhle-bei-adhs/

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag.

    Karisa

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 182

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Das Video ist toll. Danke fürs zeigen.
    Da steigt doch direkt meine Laune.

  6. #46
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Wow, da haben sie aber viel getestet!! bei mir steht nicht mal die hälfte... o.O

    sind aus unserer Sicht Ausdruck der seit Kindheit bestehenden und unbehandelten kombinierten Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-unsicheren, depenten und negativistischen Anteilen.
    will nur mal eben anmerken, dass man als Kind keine Persönlichkeitsstörung haben kann (Verhaltensauffälligkeiten und co schon). Rein begrifflich ist das falsch. Unter 18 Jahren dürfte man theoretisch keine Persönlichkeitsstörung diagnostizieren...

    ich würd eher sagen, dass es oft genug anders herum kommt... erst das ADS (oder auch Asperger) und wenn man damit nicht lern umzugehen und dann diverse negative Dinge erlebt kommt evtl. ne Persönlichkeitsstörung hinzu...

  7. #47
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Hotaru schreibt:
    Wow, da haben sie aber viel getestet!! bei mir steht nicht mal die hälfte... o.O

    sind aus unserer Sicht Ausdruck der seit Kindheit bestehenden und unbehandelten kombinierten Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-unsicheren, depenten und negativistischen Anteilen.
    will nur mal eben anmerken, dass man als Kind keine Persönlichkeitsstörung haben kann (Verhaltensauffälligkeiten und co schon). Rein begrifflich ist das falsch. Unter 18 Jahren dürfte man theoretisch keine Persönlichkeitsstörung diagnostizieren...

    ich würd eher sagen, dass es oft genug anders herum kommt... erst das ADS (oder auch Asperger) und wenn man damit nicht lern umzugehen und dann diverse negative Dinge erlebt kommt evtl. ne Persönlichkeitsstörung hinzu...
    Kann ich nur unterschreiben.

    Dazu kommt, dass das mal wieder so eine "Sammlung" von Persönlichkeitsstörungen ist, ...
    Selbst wenn wir von Erwachsenen reden:
    Kombinierte PS sind ja durchaus möglich und auch sicherlich nicht selten, als Komorbidität einer ADHS, darum geht mir nicht
    Es sind diese "kuriosen Sammlungen" /Zusammenstellungen von verschiedenen PS, über die man seine Beobachtungen erklären möchte.

    Wobei ich sicherlich eingestehe, dass die genannten PS schon miteinander einhergehen können und sich nicht gegenseitig ausschließen.
    Mitunter findet man da wirklich hanebüchene Mehrfachdiagnosen, die wirklich nicht zusammenpassen, aber durchaus auf eine ADHS passen können.

    Ich bin ja so ein bisschen der Ansicht, dass besonders die tiefenpsycholigisch fundierte Schule einen Hang zu haben scheint, lieber ein paar PS zusammenzustellen, als auf ADHS zu schauen.
    Nicht mal umbedingt, weil sie ADHS ablehnen, sie haben sie nur nicht ausreichend "auf der Pfanne".
    Was in der Sammlung nur noch fehlt, ist die narzisstische PS, dann wäre ich doch ziemlich sicher, dass das Gutachten von einem Tiefenpsychologen stammt.
    (bitte nicht falsch verstehen, für mich ist die tiefenpsychologisch fundierte Schule eigentlich diejenige, die mir persönlich mehr liegt, aber in dem Punkt haben sie meiner Ansicht nach die Nase nicht gerade vorne ...)
    Geändert von Fliegerlein ( 8.06.2015 um 19:05 Uhr)

  8. #48
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Also, seit dem Online-Aspie-Test (vorhin durchgeführt)... nachdem ich letzte Nacht noch mein offizielles Asperger-Syndrom-Testergebnis vom ZI Mannheim abgeschrieben habe (habe ihn in meinem vorherigen Beitrag pepostet)... lässt mich noch ein bisschen mehr daran zweifeln dass manche Psychiater ihre Patienten recht genau "einsortieren" können...

    Zwar habe ich sicherlich auch Probleme in der Wahrnehmung (z.B. "Wie wirke ich auf andere?"). Aber über meine Persönlichkeitsmerkmale bin ich mir sehr bewusst. Wenn ich also einen Fragebogen beantworte (bei dem es lediglich die drei Antworten "Nie", "Etwas / Manchmal" und Ja / Oft" gibt) sollten meine Antworten eigentlich ziemlich zutreffend ausfallen.

    Wegen dem Ergebnis (weiter unten) wundere ich mich mal wieder ziemlich über die Diskrepanz bei von den zwei offiziellen Testergebnissen (Test Asperger-Syndrom und Test ADHS)- und den Ergebnissen nach all meinen persönlichen gemachten Einschätzungen:

    - Offiziell habe ich KEIN Asperger, und auch KEIN ADHS (oder ADS).
    - Eigene Einschätzungen (das Wissen um alle meine Problematiken, die DSM-IV- und ICD-10-Kriterien, Online-Tests, monatelange Recherchen [z.B. in diesem Forum]) resultieren in ein eindeutiges: 100 prozentiges ADHS (oder ADS).

    Vorhin kam mir noch der Gedanke, dass (nur eventuell!) ein grundsätzlicher "Fehler im System" vorliegen könnte:
    Ist es vielleicht zutreffend, dass Psychiater nach Testauswertungen -für den Fall dass dem Patienten hier kein ADHS bescheinigt wird (weil er die Kriterien zu einen "Ja" nicht komplett erfüllt), sich die Psychiater dann umgehend von dem Verdacht (in meinem Fall meinem Asperger- und ADHS-Test) komplett abwenden, weil sie davon ausgehen dass es irgend etwas anderes sein MUSS (!)?
    Und dies obwohl der Patient jedoch -außerhalb der Test-Umgebung- vielleicht (beispielsweise) ein "90 Prozent-ADHSler" ist?



    Asperger-Syndrom:
    Mein 23-Seiten-Dokument zu Asperger habe ich gerade ausgedruckt, und lese es nachher sorgfältig durch.
    Jedoch ist mir beim groben Drüberlesen bereits aufgefallen, dass einige der "Asperger-typischen" Merkmale bei mir eigentlich nicht vorhanden sind.

    Ich denke, dass solche Tests wesentlich differenziertere Ergebnisse liefern könnten wenn es fünf (anstatt drei) Antwort-Möglichkeiten gäbe.
    Ich hatte im Test (grob geschätzt) ca. 100 Mal die "mittlere" Antwort (= "Etwas / Manchmal") auswählen müssen, weil "4 von 5" (und auch "2 von 5") nicht vorhanden sind.
    Dadurch bedingt, fielen dann sehr viele meiner Antworten zu stark in "Richtung Asperger" aus, da ich quasi "im mittleren Bereich" auswählen MUSSTE, obwohl bei mir eigentlich "4 von 5" zutreffender wäre.

    Hier das Ergebnis vom Online-Aspie-Tests:
    - Dein Aspie-Wert: 122 von 200
    - Dein neurotypischer (nicht-autistischer) Wert: 80 von 200
    - Du bist sehr wahrscheinlich ein Aspie

    Aspie Talent:
    Keine, aber eine hohe Punktzahl deutet auf eine Hochbegabung hin.
    Dein Gruppen-Wert: 6.7 von 10 (Durchschnittlich).

    Neurotypisches Talent:
    Nicht direkt, aber eine niedrige Punktzahl kann auf unterschiedliche Diagnosen wie ADS / ADHS hindeuten.
    Dein Gruppen-Wert: 2.6 von 10 (Unterdurchschnittlich).

    Aspie Zwang:
    Eine hohe Punktzahl deutet auf eine Zwangsstörung hin.
    Dein Gruppen-Wert: 5.5 von 10 (Durchschnittlich).

    Neurotypischer Zwang:
    Dein Gruppen-Wert: 1.9 von 10 (Unterdurchschnittlich).

    Aspie Sozialverhalten:
    Eine hohe Punktzahl kann Hinweise auf ADHS oder eine bipolare Störung geben.
    Dein Gruppen-Wert: 7.0 von 10 (Überdurchschnittlich).

    Neurotypisches Sozialverhalten:
    Eine niedrige Punktzahl deutet auf eine Sozialphobie hin.
    Dein Gruppen-Wert: 5.2 von 10 (Durchschnittlich).

    Aspie Kommunikation:
    Eine hohe Punktzahl kann vielleicht mit dem Tourette-Syndrom in Verbindung stehen, üblicherweise aber mit Stimming und ungewöhnlichen Kommunikationseigenschaften.
    Dein Gruppen-Wert: 6.4 von 10 (Durchschnittlich).

    Neurotypische Kommunikation:
    Eine niedrige Punktzahl weist auf eine Autismus-Spektrum-Störung hin.
    Dein Gruppen-Wert: 3.9 von 10 (Durchschnittlich).

    Aspie Bestrebung:
    Dein Gruppen-Wert: 4.5 von 10 (Durchschnittlich).

    Neurotypische Bestrebung:
    Eine niedrige Punktzahl kann mit Legasthenie und Dyskalkulie in Verbindung stehen.
    Dein Gruppen-Wert: 6.3 von 10 (Durchschnittlich).

    Aspie Wahrnehmung:
    Nicht direkt, aber Autisten haben häufig eine differenzierte Wahrnehmung.
    Dein Gruppen-Wert: 3.7 von 10 (Durchschnittlich).

    Neurotypische Wahrnehmung:
    Eine niedrige Punktzahl kann auf Dyspraxie hinweisen.
    Dein Gruppen-Wert: 4.0 von 10 (Durchschnittlich).

    Umfeld:
    Eine hohe Punktzahl kann für unterschiedliche psychiatrische Diagnosen sprechen, eine Abklärung ist angeraten.
    Dein Gruppen-Wert: 7.1 von 10 (Überdurchschnittlich).



    Karisa schreibt:
    Hallo Flupp,
    guck mal hier

    https://adhsspektrum.wordpress.com/2...uhle-bei-adhs/

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag.

    Karisa
    Hallo Karisa,
    das ist ein ziemlich schöner Film (die Message sowieso!!). Am Schluss (als er sie gefunden hate, und sie ihm erklärt was denn eigentlich mit ihr los ist) hat mich das schon sehr berührt (halbes kleines Mini-Tränchen - gleich wieder reingesaugt).

    Ich danke dir herzlich dafür.

    Ich wünsche Dir auch einen schönen Tag.

    Lieben Gruß,
    Flupp

    P.S.: Bei dieser Gelegenheit auch einen ganz herzlichen Dank AN JEDEN EINZELNEN VON EUCH!! Eure Antworten sind sehr wertvoll!
    Und ich weiß ja aus eigenen Erfahrungen, dass da viel Zeit dafür "draufgeht" wenn man sich mit dem Schreiben von Antworten beschäftigt. Also, ich bin euch da sehr, sehr (!!!) dankbar.
    Geändert von Flupp ( 9.06.2015 um 17:12 Uhr)

  9. #49
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Hallo Flupp,

    ich finde das dein Ergebnis dann doch ganz zur Diagnostik passt. Mein Aspie-Score war so 150 von 200 und NT 50 von 200. Das war schon sehr eindeutig.

    Was der Test aber bestätigt: du hast aber zahlreiche Persönlichkeitsmerkmale aus dem Autismusspektrum und dazu eine ganz Palette von ADHS-Symptomen.

    Man könnte sagen, dass deine Neurobiologie / Neurophysiologie Ähnlichkeiten mit Personen die ganz deutlich autistisch sind und ADHS haben hat.

    Kein wunder also, dass du von Methylphenidat so deutlich profitierst. Kann mir vorstellen, dass du an anderer Stelle locker eine ADHS-Diagnose bekommen würdest. Wäre ich der Arzt, wo würde ich die Diagnose auch vom bestehenden Leidensdruck und der Probleme im Alltag und Leben abhängig machen. Und da brauchst du ganz sicher irgendwie Unterstützung und damit du diese bekommst würde ich die Diagnose stellen.

    Ob da nun zusätzlich noch autistische Probleme bestehen, das ist ja vor allem wichtig für dich selbst zu wissen, damit du diese in einer Psychotherapie besprechen kannst.

    Was ich erst gestern gelesen habe:

    du klagst auch über Schlafstörungen. Könntest du diese vllt. noch etwas näher erläutern?

  10. #50
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Meine Empfehlung ist wirklich, dass mal ein anderer den Test für Dich macht.

    Ich fürchte, Deine Unsicherheit wird sich nicht legen, denn die Selbsttests zeigen zu deutliche Unterschiede gegenüber den Gutachten und Berichten.

    So sehr ich Deinen Wunsch nach Klarheit auch verstehen kann, aber die Gefahr besteht, dass Du am Ende nur noch unsicherer wirst.

    Wenn wir Deine Beschreibungen lesen und die Ergebnisse der Selbsttests, dann kann man natürlich leicht zu dem Schluss kommen, dass Du auf jeden Fall eine ADHS haben musst, aber alles was wir dahingehend haben, sind Deine Beschreibungen.
    Und wenn die so deutlich von den Gutachten und Berichten abweichen, dann ist es unglaublich schwer, nahezu unmöglich, das einzuordnen.
    Klar können die Ärzte alle falsch liegen, das wäre speziell bei ADHS ja auch nicht das erste Mal ... aber genausogut kann es auch sein, dass ADHS nicht die Antwort auf Deine Fragen ist...

    Dies hier ist echt eine ganz ganz schwierige Nummer ...



    Und vergesst bitte nicht, dass auch das Aspie-Quiz, so gut es auch ist, leicht von jemandem mit einer ADHS positiv ausfallen kann, da sich die Störungen in vielen Dingen zum Verwechseln ähneln.

    In einem solchen Screening kann man sowas nicht rausfiltern, da werden Symptome abgefragt, man erkennt aber deshalb nicht deren Ursachen und gerade zwischen ADHS und ASS gibt es sehr ähnliche Symptome, die aber unterschiedliche Ursachen haben.
    So kann ein ADHS'ler mit dem Test durchaus falsch positiv auf ASS getestet werden.
    Deshalb bedarf es immer auch einer fachlichen Begutachtung der Person, denn die Tests selbst sind da einfach nicht ausreichend und nicht zuverlässig genug.
    Geändert von Fliegerlein ( 9.06.2015 um 12:30 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

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