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Diskutiere im Thema Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    ReRegenbogen schreibt:
    Da muss ich an einen Abschnitt aus dem Buch "Die vielen Farben des Autismus" denken. Und zwar: Sind 2+2=0 oder sind 2+2=4?
    Erklärung: Es gibt Menschen, bei denen sich ADHS und Asperger vermischen und zwar so, dass beide Störungsbilder für sich genommen unvollständig sind.
    Anschaulich:
    Angenommen es benötigt 3 Kriterien um ADHS bzw. Asperger zu diagnostizieren.
    Die Person mit der Mischform erfüllt jedoch bspw. nur jeweils 2 (disjunkte) Kritieren von ADHS bzw. Asperger.
    Das führt dazu, dass die Person zwar insgesamt 4 Kriterien erfüllt und somit möglicherweise sogar eine stärkere Problematik aufweist, als "reine" ADHSler/Asperger, aber trotzdem keine Diagnose bekommt, also 2+2=0 (Ausschluss beider Diagnosen), statt 2+2=4.
    Was du so schreibst, liest sich für mich tatsächlich so, als wärst du so ein Paradebeispiel für jemanden, der bei der Diagnostik aufgrund dieser Mischung durchs Raster fällt.


    Ja, also das finde ich auch. Deswegen wäre es tatsächlich mal interessant, wenn du dieses Aspie-Quiz auf rdos.net machen würdest.

    Bei mir kam die ADS Diagnose bereits mit 14, Eigenverdacht auf eine Autismus-Diagnose dann mit 27, die dann jetzt kürzlich von der Autismusambulanz der Charité bestätigt wurde.

    Ich finde bei dieser Mischform aus ADS/ADHS und Autismus ist es so, dass beide Störungen sich gegenteilig etwas aufheben aber auch gegenteilig verstärken, je nach Situation und aktuellen Anforderungen.

    Wenn dann die Diagnosekriterien sehr scharf ausgelegt werden, dann kann es so sein, dass zwar eine ganze menge Probleme und Schwierigkeiten bestehen, letztendlich aber keine Diagnose gestellt und damit auch jedwege Behandlung und Unterstützung ausbleibt.

  2. #32
    Scherzkeks

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 289

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    ch habe eine frage zu deiner hochbegabung wirde bei dir ein test gemacht?

    weil der norm durschnitt ist 100 eine tages schwankung wurde mir gesagt ist zwischen 90 und 115 im norm berreich. Folgedessen wärst du mit 112 nicht hochbegabt wenn nur knapp. Bei mir ist das so das ich einen iq von 80 habe wenn ich jemanden vor mir habe angst bedingt. Einen iq von 143 im logischem denken wenn ich alleine bin. Ich habe das gefühl du wurdest nicht mal auf adhs getestet. Sondern dein benibles buch führen lässt dixh aals besser wisser da stehen und aussehen als ob du unbedingt eine adhs diagnose haben möchtest ärzte sind da sehr empfindsam wenn man sie so direkt auf eine diagnose drückt auch wenn du vielleicht recht hast.

    Ddas war bei meiner freundin so erst ein asperger test hat gezeigt das adhs vorliegt da auch bei ihr der arzt sich in die enge gedrängt gefühlt hat.

  3. #33
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Nyx schreibt:
    Ja, also das finde ich auch. Deswegen wäre es tatsächlich mal interessant, wenn du dieses Aspie-Quiz auf rdos.net machen würdest.
    Oder machen lässt, ... von jemandem im engen Umfeld, der einen gut kennt und selber möglichst nicht in einem der beiden Spektren ist.
    Eine solche Fremdbeurteilung kann da schon sehr interessant ausfallen, man soll sich echt wundern..

  4. #34
    Karisa

    Gast

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Hallo Flupp,
    ich schreibe Dir meine Gedanken inform von Fragen, obwohl Du nicht um Fragen gebeten hast. Interessieren würden mich Deine Antworten sehr, aber es wäre auch in Ordnung für mich, keine Antworten zu bekommen.

    Auch ich war sehr, sehr lange auf Konfrontationskurs. War fast immer davon überzeugt dass ich mit meiner Meinung richtig liegen würde. Und die Anzahl solcher Konflikte in meinem Leben war/ist quasi unzählbar!!!
    Ist das teilweise immer noch so? (falls nicht, wäre das nach meiner Ansicht sehr bedenklich)

    Die Anzahl aller Konflikte und Konflikt-Situationen -in 43 Jahren kam da „so einiges (!!!!!!!)“ zusammen- könnte sich im Bereich von 10.000 (!!!) bewegen!
    Könnte es sein, dass sich Konflikt-Situationen zumindest teilweise von außen nach innen verlagert haben? (ich meine damit, ob Du z.B. zwischenmenschliche Konflikte, an denen auch andere ihren Anteil haben, mit Dir alleine klären willst, um dadurch bspw. mehr Deine Ruhe haben zu können?)

    In den letzten Jahren wurde ich da etwas „weicher“, und gerade in jüngerer Zeit bin ich sehr geduldig wenn es darum geht, meinen Mitmenschen (Mutter, Bruder, Feunde, Bekannte) meine Gedankengänge (z.B. zu Grundsätzlichem oder zu Situationen) und Verhaltensweisen zu vermitteln.
    Ist es wichtig, den Menschen in Deinem Umfeld das alles immer zu vermitteln? Wenn ja, warum?

    Denkst Du, dass die Probleme immer nur bei Dir alleine liegen? (das wäre nach meiner Ansicht unlogisch)

    Gibt es einen Menschen, den Du Tests für Dich machen lassen könntest/würdest? (Fremdbeurteilung)

    Karisa

  5. #35
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Ich will mich nochmal äußern:

    Irgendwie schwöre ich auf dieses Aspie-Quiz auf Rdnos.net (direkter Link zur deutschen Übersetzung: Aspie-quiz )

    Womöglich habe ich hier irgendwas verpasst und du hast an einer Stelle geäußert, dass du keine Tests mehr machen möchtest, vor allem keine im Internet.

    Als ich 27 war, da haben zwei enge Freunde, die beide medizinisches Backround haben, mir unabhängig voneinander gesagt, dass sie glauben, dass ich eine Autismusspektrumstörung (ASS) in Form des Asperger-Syndroms haben könnte. Mich hat das total schockiert. Das fand ich völlig absurd und war überzeugt, dass sich das nicht bestätigen würde.

    Habe dann im Internet diese Tests gemacht. Alle hatten das Ergebnis, dass es wahrscheinlich (likely) ist, dass ich Asperger-Autist bin.

    Dann traf ich auf den rdos.net Test. Da war ich 100% überzeugt ein negatives Ergebnis zu bekommen. Für mich war das alles ADHS und irgendwelche anderen Probleme, die doch jeder hat. Als ich dann da das Ergebnis hatte war ich am Boden sehr zerstört. Ich finde der Test ist sehr clever aufgebaut und bei mir war einfach alles nur auf der autistischen Seite, überhaupt nichts mit NT, ein schöne halbkreis auf der "falschen" Seite. Das hat mir einen Schlag versetzt, von dem ich mich erst nach über 2 1/2 Jahren wieder halbweg erholt habe.

    Interessant fand ich dann, dass in der offiziellen Diagnostik an der Charité 50 Fragen aus diesem rdnos.net Test aufgetaucht sind. An der Charité war das zwar nur einer von mehreren Tests aber das ist doch ein Hinweis darauf, dass der rdnos.net Test eine gewisse Verlässlichkeit aufweist und er, wie ich finde, ein klein wenig mehr ist, als nur ein Screening-Test.

    Was mir auffällt an deinen Beschreibungen sind einfach diese "Aspie-Traits", die ich mir irgendwie nicht anders erklären kann.

    Sagen wir mal so: dein Auftreten, diese Sorgfalt, dieses Bemühen in dieser Form, dieses wichtig nehmen von Details in diesem Ausmaß, eben so wie das rüber kommt, das ist für mich (für mich, meinem subjektiven Empfinden nach) diese spezielle Mischung aus ADHS und Autismus. Dazu gibt es noch Hinweise auf eine affektive Erkrankung (Lamotrigin). Möglicherweise hast du eine milde Form einer bipolaren affektiven Störung.

    Wenn mir Methylphenidat helfen würde, dann wäre mir egal, welche Diagnose ich habe (oder eben nicht habe).

    Momentan ist es so, dass du dich total krass von den Diagnosen der Ärzte abhängig machst. Ich weiß nicht, ob das in deinem Fall so gut ist. Natürlich kann eine offizielle Diagnose eine enorme Erleichterung bedeuten, endlich eine Erklärung. Aber je nachdem wo du hingehst bekommst du sofort ganz schnell eine Diagnose und an manchen Stellen werden die Diagnosekriterien überhart ausgelegt.

    Bei mir wurde mein ADS ja mit 14 diagnostiziert. Würde ich jetzt nochmal die Diagnostik durchlaufen, ich glaube adultes ADS würde da nicht mehr richtig klar diagnostiziert werden, weil ich eben mit den Jahren viele Kompensationsstrategien gelernt haben und diese Autismussache bei mir irgendwie das größere Problem letztendlich ist. Zumindest ist da für mich mehr Leidensdruck.

    Trotzdem brauche ich aber Methylphenidat um im Studium (studiere Medizin) klar zu kommen. Es wäre eine schlimme Sache für mich, wenn ich als Erwachsener nochmal ADS-Diagnostik machen müsste, dann aber die Diagnose, so wie eine Therapie mit Methylphenidat nicht bekommen würde.

    Bei deinen zahlreichen Problemen wundert es mich schon ein wenig, warum du zumindest die ADHS-Diagnose nicht bekommen hast. Es wäre auch interessant zu erfahren, wie knapp du an der Autismus-Diagnose vorbei geschrammt bist.

    Mein Arzt, der mich behandelt hat als Autismus für mich aktuell wurde, der hat mir die Diagnose nach einem Jahr gegeben, ohne klassische Diagnostik. Hatte ihm aber sehr viele lange Emails, Briefe und Faxe geschickt. Dazu haben wir regelmäßig lange telefoniert und über diese ganze Problematik gesprochen. Da hat er mich sicher besser kennen gelernt als in einer klassischen Diagnostik, die so maximal 3-4 Termine a 2 Stunden hat.

    Die Diagnostik an der Charité hab ich dann nur gemacht, weil ein Neurologe der Charité, der mich wegen RLS behandelt irgendwie nicht so recht glauben wollte, dass ich Asperger habe und ihm einfach meine ganze Vorgeschichte extrem chaotisch vorkam. So kam es, dass er mich irgendwie auf die eigentlich geschlossene Warteliste gemogelt hat und es zur Diagnosestellung kam. Eine Bedeutung hatte das aber nicht groß für mich.

    Es geht doch vor allem darum, was man selbst von sich denkt und wie man sich fühlt.

    Man darf sich da nicht so krass von der Außenwelt abhängig machen. Ja, eine offizielle Diagnose kann sicher eine enorme Erleichterung sein aber bei so diffusen Mischbildern mit Komorbiditäten ... ohje ... da wird das alles sehr schwierig.

  6. #36
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Edit: zu deinem Wutausbruch fällt mir noch ein: so Wutstörungen gibt es als Komorbidität von Autismusspektrumstörungen / Asperger-Syndrom. So was hat einer meiner Onkels auch. Der hat regelmäßig so seine Wutausbrüche und als ich mal gelernt habe, was Autismus eigentlich ist, ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, wie schwer er davon eigentlich betroffen ist. Gut, vllt. passiert dir das auch nur selten aber womöglich kannst du trotzdem was damit anfangen.

    Vielleicht besorgst du dir mal dieses Buch von Tony Attwood: Ein ganzes Leben mit dem Asperger-Syndrom und schaust, inwiefern du dich damit identifizieren kannst. In dem Buch wird auch auf die Komorbidität zu ADHS eingegangen.

    Viel Glück

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Steintor schreibt:
    Warst du bei Frau Dr. W.?
    (ADHS) Nein, ich war bei Frau K. (Psychiaterin).
    (Asperger) Nein, bei Frau S. (Dr. med).

    shadowgolf schreibt:
    ch habe eine frage zu deiner hochbegabung wirde bei dir ein test gemacht?

    weil der norm durschnitt ist 100 eine tages schwankung wurde mir gesagt ist zwischen 90 und 115 im norm berreich. Folgedessen wärst du mit 112 nicht hochbegabt wenn nur knapp. Bei mir ist das so das ich einen iq von 80 habe wenn ich jemanden vor mir habe angst bedingt. Einen iq von 143 im logischem denken wenn ich alleine bin. Ich habe das gefühl du wurdest nicht mal auf adhs getestet. Sondern dein benibles buch führen lässt dixh aals besser wisser da stehen und aussehen als ob du unbedingt eine adhs diagnose haben möchtest ärzte sind da sehr empfindsam wenn man sie so direkt auf eine diagnose drückt auch wenn du vielleicht recht hast.

    Ddas war bei meiner freundin so erst ein asperger test hat gezeigt das adhs vorliegt da auch bei ihr der arzt sich in die enge gedrängt gefühlt hat.
    Asperger-Test wurde 2013 durchgeführt (ZI Mannheim).
    Den Norm-Bereich kenne ich mittlerweile, und wusste deshalb dass ich mich dort einzuordnen habe (bei mir liegt also noch nicht einmal eine leicht erhöhte Intelligenz vor).

    Das ich den Psychiatern als Besserwisser rüberkommen würde war mir bewusst, musste jedoch in Kauf genommen werden. Allerdings gab ich mein Bestes, bei den Erst-Terminen (bei beiden Psychiatern) so demütig, zurückhaltend und zaghaft als nur möglich aufzutreten (ich hatte dort auch nicht behauptet "Ich habe ADHS oder ADS.", sondern eher in der Art, dass ich das denke, mir selbst da eigentlich ziemlich sicher bin, und auch, wieviel dafür sprechen würde).

    Dem zweiten Psychiater hatte ich -am Ende des Termins- gesagt, dass mir wichtig ist zu erfahren was GENAU mit mir los ist, und dass es deshalb "NICHT UNBEDINGT" ADHS sein müsste. Sowie, dass mir wichtig ist dass ich DAS Medikament bekomme welches mir am Besten hilft.


    Fliegerlein schreibt:
    Oder machen lässt, ... von jemandem im engen Umfeld, der einen gut kennt und selber möglichst nicht in einem der beiden Spektren ist.
    Eine solche Fremdbeurteilung kann da schon sehr interessant ausfallen, man soll sich echt wundern..
    O.k., ich kann heute Abend (bin gleich unterwegs und erst heute Abend wieder zu Hause) noch folgendes tun: Ich mache den Online-Aspie-Test mit den 150 Fragen. Und ich habe eben meine Word-Datei "Asperger-Syndrom" geöffnet: Das sind 20 volle Seiten, die ich heute noch mal durchgehen werde. Ich hatte hier bereits 2013 Markierungen gesetzt bei den Dingen die auf mich zutreffen. Auch dies prüfe ich noch mal möglichst selbstkritisch.

    Fremdbeurteilung von Angehörigen wäre eigentlich nur mein Bruder möglich. Aber der hat mit Sicherheit nicht den Nerv, sich da "durchzuarbeiten" (er hat zur Zeit einen Haufen Trouble).

    Hier noch Mal kurz die Info (damit das, eventuell, ncht irgendwie "untergeht"): Test auf Asperger-Syndrom wurde bereits durchgeführt (2013 im ZI Mannheim, vor dem ADHS-Test). Ich habe kein Asperger-Syndrom.


    Karisa schreibt:
    Hallo Flupp,
    ich schreibe Dir meine Gedanken inform von Fragen, obwohl Du nicht um Fragen gebeten hast. Interessieren würden mich Deine Antworten sehr, aber es wäre auch in Ordnung für mich, keine Antworten zu bekommen.



    Ist das teilweise immer noch so? (falls nicht, wäre das nach meiner Ansicht sehr bedenklich)

    Ja, das ist so. Bloß gehe ich mittlerweile auf das meiste Negative dass mir entgegen gebracht wird, nicht mehr ein. Weils mich kaputt macht. Das ist in den letzten Jahren alles zuviel für mich geworden: Kritik an meiner Faulheit (bin ja immer noch arbeitslos), Kritik an dem Aufwand den ich investiere um wegen dem ADHS endlich Klarheit zu bekommen, Kritik an meiner Art, und, und und. Und vor einem halben Jahr hätte mich der -mir gegenüber gemachte Stress- fast kaputt gemacht. Also habe ich beschlossen mich zu schonen, und auch ökonomischer mit der Kritik aus meiner Umwelt umzugehen.

    Durch das Lamotrigin bin ich ruhiger geworden. Seitdem bin ich eher dazu geneigt, meinem Umfeld sachte -und sachlich- zu erläutern was bei mir so "Sache ist".



    Könnte es sein, dass sich Konflikt-Situationen zumindest teilweise von außen nach innen verlagert haben? (ich meine damit, ob Du z.B. zwischenmenschliche Konflikte, an denen auch andere ihren Anteil haben, mit Dir alleine klären willst, um dadurch bspw. mehr Deine Ruhe haben zu können?)

    Von meinem Umfeld kommt fast nur noch Kritik: Mein Bruder ist mittlerweile eigentlich oft genervt wenn das Thema mal auf den Tisch kommt (nach außen hin wirkt es halt nun mal so als würde sich bei mir "gar nix tun" [als gäbe es keinen Fortschritt]). Meine beiden Freunde sind sehr desinteressiert, wollen von Problemen am Liebsten gar nichts wissen (die sind jeden Sonntag die meiste Zeit damit beschäftigt, sich mit ihren -ach so schlauen- Sprüchen zu duellieren [ätzend!]).

    Also mache ich das allermeiste halt mit mir selbst aus: Die ADHS-Sache, andere Problem-Bewältigungen (z.B. bzgl. der Frage "Wie will ich meine Zukunft gestalten?"), und auch, mir ab und zu Gedanken zu "dieser oder jener"
    mir gegenüber geäußerten Kritik zu machen.


    Ist es wichtig, den Menschen in Deinem Umfeld das alles immer zu vermitteln? Wenn ja, warum?

    Ziemlich (andererseits neige ich in jüngerer Zeit dazu mich für überhaupt nichts mehr zu "entschuldigen" oder mich zu "rechtfertigen" (als wenn ich nicht eh schon genug Probleme hätte!).
    Zugleich habe ich aber auch ein ziemlich großes Bedürfnis danach dass meine Verwandten und Freunde mich endlich mal besser verstehen.

    Allerdings gebe ich mich, in jüngerer Zeit, sehr zurückhaltend... weil negative Reaktionen noch zugenommen haben. Wenn ich bei unseren wöchentlich Treffen (für zwei, drei Stunden) mit meinem Bruder und meinen beiden Freunden treffe, dann sind die Freunde mit ziemlichem Flachsinn beschäftigt (Wort-Duelle mit weniger Intelligenz als sie es erscheinen lassen wollen [da treffen dann Eitelkeit,
    schlechte Charakterzüge,Imponiergehabe und Minderwertigkeitskomplexe aufeinander]). Mein Bruder muss, für sich selbst, daraus dann halt auch das Beste aus diesen Situationen machen (er ist halt so einer von denen, die sich eigentlich in jeder Situation harmonisch einfügen wollen).

    Wenn ich dann mal ein besonders starkes Bedürfnis habe, wenigstens mal ein klein bisschen davon mitzuteilen wie es mir zur Zeit geht
    (ein Bedürfnis danach habe ich bei jedem Treffen - aber die Reaktion darauf kenne ich ja ziemlich gut)... dann sind die drei davon, in der Regel, nicht gerade begeistert (also eher das ziemliche Gegenteil davon).

    Und immer mal wieder passiert das, was wahrscheinlich die Meisten von euch bereits erlebt haben: Da babbelt man sich den Mund fusslig, versucht, seinen liebsten Mitmenschen (z.B. Verwandte) zu vermitteln, mit was für Problemen man so alles zu kämpfen hat... und selbst wenn es "nur" darum geht wenigstens nach außen hin einigermaßen zufriedenstellend zu "funktionieren" (der hierfür notwendige Grad an Selbstverleugnung ist sicherlich jedem von euch bewusst
    ).

    Naja... im Laufe der Zeit glaubt man, seinen Liebsten "hier und da" "gesteckt zu haben" dass man mit ZIEMLICH HEFTIGEN (!) Problemen zu kämpfen hat (und das auch noch jeden Tag aufs Neue!!)... und dann passiert -leider (!)- dass ich kurze Zeit später (z.B. beim nächten Zusammentreffen) feststellen muss dass -all das hierbezüglich bereits erreicht geglaubte- gar nicht (oder nicht mehr) vorhanden ist! Und dabei hatte man sich bereits darüber gefreut dass die Anderen einem endlich mal wieder ein bisschen geduldiger (als sonst) zugehört hatten! Auf einmal werden all diese Dinge, einfach so, "abgetan" - und mir dann auch gleich noch Vorwürfe darüber gemacht dass ich mir selbst immer wieder aufs Neue
    "R-I-E-S-E-N-! Probleme" erschaffen würde - die zudem auch noch "V-Ö-L-L-I-G U-N-N-Ö-T-I-G-!!" wären.

    Also, das sind so "Dingerchen"... wenn man das einige Male erleben durfte (...). Vor ein paar Tagen hatte sich bei mir dann mal wieder diejenige Seite meiner Einstellung ziemlich hervorgetan welche der Meinung ist: "Ihr könnt mich jetzt grad mal.".

    DANN ist mir auch das mit dem "vermitteln wollen" nicht mehr wichtig - weil ich, mal wieder, festellen musste dass das ganze nichts gebracht hatte.

    Zudem habe ich ab und zu den Eindruck, dass die meisten anderen Personen um mich herum (die Stammgäste des Cafe) -mit denen ich ab und zu mal ein paar Worte wechsle- mich (und dies gerade beim Thema ADHS!)
    ernster nehmen als es der mir am nahesten (!) stehende Verwandte tut.

    Das sind dann halt Situationen wo ich überhaupt nicht mehr einsehe, hier noch irgendwie etwas zu vermitteln. Und dann bin ich wieder bei DIESER Einstellung angelangt: "Nehmt mich gefälligst so wie ich bin. Falls euch das nicht passt, dann verpisst euch halt.".


    Denkst Du, dass die Probleme immer nur bei Dir alleine liegen? (das wäre nach meiner Ansicht unlogisch)

    Nein, einige Probleme liegen auf der Seite meines Umfelds. Z.B. tut sich mein Bruder (= sehr angepasst, will überall gut ankommen, möglichst wenig anecken) schwer damit, meine "eigene Art zu denken" und mein Handeln zu akzeptieren (oder wenigstens zu respektieren), und nörgelt immer mal wieder an mir herum. Anstatt dass er mich da einfach mal in Ruhe lassen würde, kommt er mir teilweise mit den unnötigsten Kritiken: (Situation im Cafe) Warum ich meine Jacke nicht, wie er, auf dem kleinen Beistelltisch lege, sondern bei einer anderen Sitzgruppe? Wegen so einem Kleinscheiß macht der mir wieder ein Problem drauß! Also, irgendwo hörts doch auf! Kritik selbst noch in solch belanglosen Dingen!

    Meine Meinung ist: "Leben. Und leben lassen." Ich kritisere andere fast nie. Mein Bruder dagegen, sowie meine beiden Freunde: Immer mal wieder (!) Kritik an mir.



    Gibt es einen Menschen, den Du Tests für Dich machen lassen könntest/würdest? (Fremdbeurteilung)

    Theoretisch mein Bruder. Aber der will von all meinen Problemen am Liebsten gar nichts mehr hören (auch hat er selbst bereits schon genug Sorgen). Jedenfalls sind seine Reaktionen manchmal (manchmal ziemlich oft) eher von der "genervten Art".

    Karisa
    Geändert von Flupp ( 8.06.2015 um 04:03 Uhr)

  8. #38
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.730

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Flupp schreibt:
    (ADHS) Nein, ich war bei Frau K. (Psychiaterin).
    (Asperger) Nein, bei Frau S.
    Frau Dr. S., die jetzt in Bad Dürkheim ist?

    http://www.ahg.de/AHG/Standorte/Bad_...ski/index.html



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  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Steintor schreibt:
    Frau Dr. S., die jetzt in Bad Dürkheim ist?

    http://www.ahg.de/AHG/Standorte/Bad_...ski/index.html
    Nee, ist jemand anderes.

  10. #40
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.730

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Das beruhigt mich. Denn, wenn die sagt, dass du kein ADHS hast, dann hast du wirklich kein ADHS.

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