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Diskutiere im Thema Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #121
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Karisa schreibt:
    Da gibt es etwas, das meiner Meinung nach in Deine vielen Überlegungen miteinbezogen werden sollte, um zu überprüfen, ob es vielleicht zutreffend sein könnte...

    Ich dachte schon bei Deinem Eingangposting an Trauma, aber was ich so alles denke, soll Dich nicht irritieren. Du musst sowieso Deinen eigenen Weg finden...

    Asperger und/oder ADHS könnte trotzdem vorhanden sein, weil Traumatisierung vor Asperger und/oder ADHS nicht Halt macht.
    Von solchen Traumata hattte ich sogar schon (seitens der Therapeutin) in meiner Gruppen-Therapie gehört (dies bezog sich jedoch nicht auf meine Person)!
    Ich bin grundsätzlich offen für alle erdenklichen Ursachen, was den Menschen in seiner Gesundheit beeinträchtigen könnte.

    Ich beziehe mich jetzt mal nicht direkt auf mich, sondern nehme den "Umweg" über meine Mutter:
    Mit meiner Mutter gibt es regelmäßig (in den letzten Jahren extrem oft!) Probleme. Ob die Ursache bei ihren Kriegs-Eltern liegt, ist -nach meiner Annahme- eine Sache bei der man wahrscheinlich nur noch raten kann.
    Jedenfalls war der Einfluss meiner Mutter auf mich -auf vielfältige Weise- früher sehr groß. Alleine schon mal durch den Umstand, dass ich (ich bin sehr sensibel) mich auf emotionaler Ebene meist viel zu stark von meinem Umfeld habe beeinflussen lassen.

    Da Hotaru eine direkte Frage in Bezug zu meiner Mutter gestellt hatte, schreibe ich dort (weiter unten) indirekt noch etwas zu der von dir angesprochenen Thematik einer -eventuell möglichen- Traumatisierung, indem ich etwas in Bezug zu meiner Mutter schreibe...


    Hotaru schreibt:
    Manche gehen nur 3 Monate und Beziehen sich nur darauf raus zu finden, welcher Beruf überhaupt in Frage kommt und was nicht.
    Das ist etwas was ich auf jeden Fall noch etwas im Hinterkopf behalten werde!
    Meine (berufliche) Planung sieht ja so aus, dass ich in den nächsten Wochen, hoffentlich, mit meiner eigenen Vorgehensweise wenigstens eine "Grundrichtung" für mich herausdestillieren kann. Spätestens falls ich -wider Erwarten- weiterhin absolut planlos (also so wie bisher) bleiben sollte wäre dein Tipp dann mit ziemlicher Sicherheit die beste Option.


    Fliegerlein schreibt:
    Die ein oder andere PS fehlt mir da noch, Borderline und Narzisstische PS z.B., schizotype und schizoide PS ebenfalls.
    Borderline-Persönlichkeitsstörung 3
    Schizotypische Persönlichkeitsstörung 2-3
    Schizoide Persönlichkeitsstörung 2
    Narzisstische Persönlichkeitsstörung 1 (eher noch: 0)

    Ich möchte euch noch schreiben (einfach nur deshalb, um meine Einstellung hierzu deutlich zu machen):
    Ich "strebe" nicht nach diesen Persönlichkeitsstörungen. Mir wäre es lieber wenn weniger dieser Einzel-Kriterien (bzw. Merkmale davon) zutreffend wären.
    Meine Denkensweise dazu sieht eher so aus: "Mist, noch ein zutreffendes Kriterium!".

    Und bei einigen dieser Merkmale ist (nach meiner Ansicht) bereits schon deshalb eine ziemlich große Sicherheit vorhanden, weil mir diese Problematiken -im Verlaufe meines Lebens- als Kritik (an meiner Person) einige Mal zugetragen worden sind (etwas weiter unten schreibe ich mehr dazu).


    Fliegerlein schreibt:
    ADHS-Betroffene dagegen haben ihre Ängste auf der Basis von tatsächlichen Erfahrungen entwickelt.
    Die haben sich z.B. immer und immer wieder blamiert oder sind vor der Klasse an der Tafel vorgeführt worden und haben halt irgendwie auch ein gewisses Talent dafür, in die berühmten Fettnäpchen zu treten.
    Die sich daraus entwickelnde Angst vor Wiederholung ist eine ganz andere Angst, als die eines Angstpatienten ohne die ADHS und die realen Hintergründe der Angst.
    Diese Ängste sind, wie man das fachlich ganz simpel formuliert, real.

    Das nur als Beispiel.

    Soll heißen:
    Eine Angsttherapie macht u.U. keinen Sinn, wenn sie nicht auch die zu Grunde liegende ADHS berücksichtigt.

    Der Ansatz zur Therapie war also vollkommen richtig, auch dass man zuerst die Komorbiditäten behandelt und dann die ADHS, aber es muss von Anfang an die ADHS mit berücksichtigt werden, sonst kann es sein, dass das nix wird (es gibt da durchaus Ausnahmen).
    Solche Erfahrungen habe ich immer wieder machen müssen. Während der Schulzeit bin ich ein paar Mal vorne an der Tafel vorgeführt und/oder ausgelacht worden. In der Berufsausbildung war ich schnell als der Blödmann ausgemacht ("einer ist halt immer der Arsch"), und hatte dann dreieinhalb Jahre lang mit etlichen Verarschungen und ausgelacht zu werden zu kämpfen.

    Spätestens seit der Berufsausbildung (in Wirklichkeit bereits in der Schulzeit!) kam es bei mir dann zu extremen (!) innerlichen Konflikten:
    Weil ich mich für ziemlich normal hielt, und gleichzeitig die anderen (zumindest während des überwiegenden Zeitraums) für ziemliche Idioten.
    Gleichzeitig wollte ich aber auch dazugehören. Zu Hause (WG mit meinem Bruder) erlebte ich mich in Gegenwart meines Bruder zwar meist als normal, was mir wieder etwas Sicherheit bzgl. meiner Person vermittelte (jedoch hier evtl. der Faktor Solidarität zum Bruder). Jedoch auch Konflikte mit dem Vater (und seiner zweiten Frau), und auch hier konnte man irgendwann recht gut spüren, dass man mir kaum noch vorbehaltlos entgegentrat. Fast überall fühlte man sich als Sonderling betrachtet und behandelt.

    In der Ausbildung kam -in meinem bisherigen Leben- nun am krassesten zum Vorschein, was ich bereits in der Schule oft erleben musste:
    Bei meinen Ausbildungskollegen -die alle so ganz anders waren als ich (jedoch alle recht gleich auf ihre Art)- bin ich -mit meinem "Anders sein" quasi gegen eine Wand gelaufen: Egal, wie sehr ich versuchte mich mit ihnen (irgendwie) kompatibel zu machen... ich bekam keinerlei Chance seitens der anderen (dass sie vielleicht doch noch eine andere Meinung über mich annehmen könnten).

    Manchmal habe ich dieses Problem zur Sprache gebracht, und heraus kam immer wieder das Gleiche: Dass man mich für seltsam, merwürdig... halt nun mal einfach nicht für "normal" hielt.

    Und ich hatte eigentlich nie richtig verstehen können was an mir denn verkehrt sein soll. Ich hielt MICH für normal!
    Normaler als es die anderen waren. Eventuell auch "menschlicher", aber zumindest mal nicht so oberflächlich wie die anderen.

    Ich hatte über Jahre hinweg immer wieder heftige innere Konflikte/Zweifel/Kämpfe, weil ich der Meinung war: So wie ich bin -menschlich, lieb, nicht oberflächlich, ...- das kann doch eigentlich gar nicht verkehrt sein.

    Jedoch bin ich seit jeher sehr leicht zu verunsichern, und so hatte ich tausende Male Zweifel an mir.

    Dann aber hatte ich in der darauf folgenden zweijährigen Bundeswehrzeit (ziemlich) durchgehend sehr gute kameradschaftliche Erfahrungen machen dürfen, und eigentlich war ich für niemanden (?) meiner Kameraden so etwas wie ein (verhaltensauffälliger) "Sonderling"! Der Umgang mit meinen Kollegen, an allen vier Standorten (wo ich stationiert war) sehr gut.
    Und diese sehr positiven Erfahrungen hatten mich großartig in meinem "Wissen", eigentlich "normal" zu sein, bestärkt und gestärkt.

    Nach der Bundeswehrzeit kam es dann -immer mal wieder- Konflikte mit der Umwelt (auch innerhalb der Verwandtschaft). Jedoch waren mein Selbstverständnis und Selbstvertrauen dermaßen gestärkt (endlich ein einigermaßen gesundes Selbstvertrauen!), dass ich mich davon nicht mehr so extrem stark irritieren ließ wie in jüngeren Jahren.


    Aber auch heute noch (also bereits mein meines ganzen bisherigen Lebens [mit Ausnahme der Bundeswehrzeit]) kam und kommt es zu Konflikten mit meiner Umwelt. Und in den meisten Fällen bleibe ich bei meiner Meinung, dass ich -in dieser oder jener Angelegenheit- die richtige Einstellung/Denke/Meinung/(...) habe.
    Bei den wöchentlichen Treffen mit Bruder und zwei Freunden muss ich mir fast jedes Mal (!!!) Kritik anhören.


    Es bleibt also -selbst mit dem Bruder und den Freunden- ein ständiger Kampf!
    Und ich habe bereits mehrmals gefragt: "KÖNNT - IHR - MICH - BITTE - ENDLICH - MAL - IN - RUHE - LASSEN ?!?!?".

    Andauernd wird auf mir rumgehackt.
    Mir jedoch ist bewusst: Sehr oft bin doch ICH es der bei diesen Angelegenheiten "richtig liegt".


    Ich erlebe leider auch immer mal wieder, dass die anderen, zu manchen Dingen, einfach "zu simple Gedankengänge" haben. Manches Mal werden überhaupt gar nicht erst weitere mögliche Einflussfaktoren in Betracht gezogen. Dann erläutere ich diese Dinge, und manchmal haben die anderen ein Einsehen, dass meine Gedankengänge doch die Richtigen waren. Sehr oft jedoch der Vorwurf: "Ach, machs doch nicht (!) schon (!) wieder (!) so kompliziert, bzw. umständlich!!!").

    Der Zwiespalt: Wieviel Bereitschaft zur "Selbstaufgabe" zugunsten Akzeptanz?:
    Auch heute noch (mit 44 Jahren) bin ich in einem Zwiespalt darüber inwieweit ich zur Selbstaufgabe bereit bin, um bei meinen Mitmenschen besser anzukommen, mich also etwas kompatibler zu machen (bessere Chancen darauf, von den anderen aufgenommen zu werden).
    Zum allergrößten Teil bin ich noch immer der Meinung, dass ich mich nicht verbiegen lassen will, da ich mit meinen Einstellungen (Meinungen, etc.) -auch geprägt durch jahrzehntelange Erfahrungen- richtig liege.

    Vor wenigen Wochen hat ich verschiedene Gespräche mit insgesamt drei "guten" Menschen (Gäste meines Stamm-Cafe). Jeder hat mir quasi das gleiche vermittelt: "Die Leute wollen von Problemen einfach nichts hören. Die haben den ganzen Tag geschafft, sind froh dass endlich Feierabend ist, kommen her, wollen in Ruhe ihr Bier trinken - und dabei vielleicht auch noch ein bisschen Spaß haben.".
    Mittlerweile habe ich das "geschluckt", also vollstes Verständnis für diese Sache.

    Und mit dem MPH komme ich ganz leicht -und fast schon wie selbstverständlich- in diesen Modus. Da ist auch keine Euphorie. Das ist "lediglich" so, dass sich das für mich ziemlich gut anfühlt, und dass ich -endlich!!!- so sein kann, wie ich eigentlich schon immer gerne gewesen wäre - wenn da bloß nicht all die negativen Einflussfaktoren gewesen wären.

    Jedoch bleibe ich weiterhin dabei, authentisch zu sein, und mich nicht verbiegen zu lassen. Die von mir gemachten "Zugeständnisse" sind auch aus der Überzeugung heraus, dass sich das auch für mich persönlich besser anfühlt, wenn ich -ganz salopp ausgedrückt- meine Mitmenschen "etwas mehr anlächle".

    Fettnäpchen:
    Ich finde alle! Gut: Seit MPH "gelingt" mir das zum Glück nicht mehr (irgendwann wird mir das sicherlich mal wieder passieren - so wie es jedem irgendwann mal passiert).
    Meine letzte Freundin (das war vor 15 Jahren) hatte mir mal gesagt, dass ich mich "um Kopf und Kragen" reden würde.

    Gruppen-Therapie:
    Ich wurde als Therapie-resistent eingestuft und (auch) deshalb rausgeschmissen.


    Dass das mit meinem Gefühlsnebel so ein Riesenproblem ist, hat niemand -weder Therapeutin noch die Gruppe- so richtig verstanden. Ich hatte mehrmals ausführlich erklärt, wie sich das bei mir zeigt, wie es sich anfühlt, und was für Folgen das für mich hat. Sie hatte dass dann zwar verstanden, aber helfen konnte mir letztendlich niemand.

    Ich hatte immer wieder versucht einen Zugang zu meinen Gefühlen zu finden (bzw. den Vorhang zu lichten) -z.B. indem ich auf alle mir erdenkliche Weise versuchte emphatischer zu werden- aber es funktionierte nicht.

    Mit der Zeit wurden die anderen -auch die Therapeutin- immer genervter von mir. Auch weil ich -als man mir zunehmend Unverständnis bzgl. meiner Gefühlsnebel-Problematik entgegenbrachte- dass diese Gefühlsnebel-Sache etwas mit ADHS zu tun haben könnte. Da meiner Therapeutin ja das Endresultat ("kein ADHS") vom ZI Mannheim bekannt war, bin ich im Laufe der Zeit mehr und mehr von ihr deswegen gerügt worden. Die letzten beiden Male hatte sie mich genervt angeschnauzt ("Sie haben kein ADHS!").

    Trotz meiner vielen verschiedenen Ansätze zur Erläuterung meiner Gefühlsproblematik konnte letztendlich niemand so richtig das Ausmaß begreifen, dass ich dadurch habe. Die Stimmung in der Gruppe wurde im Laufe der Zeit immer gereizter. Wenn mal jemand für mich Partei ergriff, war diese Person daraufhin oftmals dadurch gestraft dass die anderen das dann zerredeten, und die Stimmung untereineinder hierbei dann (wenigstens manches mal) etwas gelitten hatte.

    Ich suchte mehr oder weniger verzweifelt nach einen Zugang zu meinen Gefühlen, und die Therapeutin wollte bei einem meiner anderen Problemen ansetzen. Z.B. bezüglich über die Streitigkeiten mit den Nachbarn. Hier wusste ich jedoch dass ich mit meiner Meinung richtig lag. Die Streitigkeiten gingen um so lächerliche Dinge wie z.B., dass unser selbst-ernannter Haus-Cowboy (Wohnhaus mit sieben Parteien) mir vorschreiben wollte dass ich mein Motorrad -anstatt neben dem Haus (wo es bereits seit fünf Jahren steht)- zu dem Fahrrädern am Fahrradabstellplatz stellen soll.
    Hallo!?!? Also habe ich den Mann mal aufklären müssen: Ein Motorrad -meines wiegt über 250 Kilogramm- ist ein Kraftfahrzeug. Das gehört normalerweise auf einen Parkplatz (diesen belege ich jedoch nicht, und so kann ein Auto mehr dort parken), und nicht auf einen Fahrradabstellplatz (!). zudem ist es über zwei Meter lang, blockiert somit teilweise den Weg zum Hauseingang.
    Lauter so bescheuertes Zeugs, was sich auf ungefähr diesem Niveau abspielte.
    Laut Therapeutin sollte ich meine Meinung (oder Einstellung) dazu überdenken, wozu ich mich meist umgehend mit der Begründung (bzw. ausführlicher Erklärung dazu) verweigerte, dass es -für mich- bereits eine ganz klare Sache sei. Auch deshalb, weil ich solche Angelegenheiten bereits schon selbst etliche Male aufs Neue überdacht hatte, und dass ich immer wieder aufs Neue zu dem selben Schluss gekommen bin.

    Ich machte klar, dass SOLCHE Probleme -bei meinen umfänglichen Problemen- keine Relevanz haben, weil andere Probleme bei mir wesentlich (!) wichtiger (bzw. ernster) zu nehmen sind.

    Man sah bei mir keine Fortschritte, nur eine "Verweigerungshaltung". Ich wiederum versuchte verzweifelt, irgendwie einen Zugang zu meinen Gefühlen zu bekommen. Die anderen Gruppen-Teilnehmer waren auch deshalb genervt, weil meine Redezeit ihre eigene Redezeit verringerte. Zusätzlich zu dieser Gruppen-Dynamik passierte dann etwas, dass ich mir bereits vorher schon "ausgerechnet" hatte (in Wirklichkeit waren es meine vielfältigen Lebenserfahrungen, die mich das befürchten ließ): Die Therapeutin warf mir Verweigerungshaltung vor und attestierte mir (zumindest eine) therapeutische Beratungsresistenz. Die vier Frauen waren -auf einen Schlag (!) sofort ihrer Meinung (kurz zuvor war das noch keine so durchgehende Anti-Meinung zu mir), und bei den zwei Männern war es so: Vom einen (kerniger Typ, Motorradfahrer) bekam ich Verständnis für meine Problematik (und auch etwas Zuspruch), der andere (Weichling)... "weiß nicht so recht"... schlug sich auf die Seite der Frauen.

    Somit war man sich auch in der Gruppe (also nicht nur die Therapeutin) einig dass es das Beste für alle sei wenn ich nicht mehr an der Gruppe teilnehmen würde.


    Fliegerlein schreibt:
    Wie sieht's mit Planungen in die Zukunft aus, da denke ich auch besonders an solche weitsichtigen Dinge wie Lebens- und Rentenversicherung, also Alterversorgung etc.
    Würdest Du Dich für einen vorausschauenden und weitsichtigen, oder eher einen Menschen beschreiben, der im "Hier und jetzt" lebt und (zeitlich) nicht viel weiter als bis zur nasenspitze vorausblickt/ vorausblicken kann?
    Vor zehn Jahren hatte ich mir -nachdem man mich diesbezüglich eine Zeit lang bearbeitet hatte (und auf einer Veranstaltung war)- eine Fonds-gebundene (Dachfonds) Rentenversicherung zugelegt. Von mir aus hätte ich mich um solche wichtigen Dinge jedoch (wenn überhaupt) erst viele Jahre später gekümmert.

    Ich war eigentlich nie ausreichend genug vorausschauend, habe mehr im "Hier und jetzt" gelebt. Im heutigen Rückblick bin ich oft ziemlich (!) fassungslos darüber, wie ich mich bloß so verhalten konnte!
    Zu dieser Sicht kam ich jedoch erst in einer späteren Lebensphase. Vielleicht bereits mit 30. Dann aber Verdrängungsverhalten. Hinzu meine generell zu stark ausgeprägte Passivität. Mit ungefähr 40 wurde mir "das alles" (meine Gesamt-Situation) dann derart heftig bewusst, dass es dann zu dieser ganz starken Fassungslosigkeit über mein "verantwortungsloses" (nicht geplantes und angegangenes) Leben kam.


    Fliegerlein schreibt:
    Wie war es, als Du eine feste und geregelte Struktur im Arbeitsleben hattest?
    Falls es nicht allzu persönlich ist, also nur beantworten, wenn es für Dich ok ist:
    Was hattest Du gearbeitet?
    Anhand Deines Postings vermute ich, dass Du eine abgeschlossene Berufsausbildung hast?
    Und soweit ich das richtig verstehe, hast Du die 10 Jahre (insgesamt, mit Unterbrechungen) in demselben Beruf gearbeitet?

    Wie war sonst so Dein bisheriges Berufsleben?
    Wie bist Du zurecht gekommen etc?
    Wie kam es zu den Jobverlusten/ Unterbrechnungen?
    Struktur im Arbeitsleben:
    Die feste und geregelte Struktur im Arbeitsleben hatte mir eigentlich immer gefallen. Vermittelte mir Gefühl von Sicherheit, Stabilität. Das kam (meiner Annahme nach) auch einem etwas positiverem Grundgefühl zugute.
    Nur wurde mir dieser Beruf nach ein paar Jahren, irgendwie, zu langweilig. Als ich in diesem Beruf anfing, war ich noch in der Anfangsphase meiner Beziehung, die Arbeitsstelle lag gerade mal einen Kilometer entfernt, und ich konnte in einem schönen Büro arbeiten. Das alles war neu und aufregend. Einige Monate lang war alles total gut bzw. super!

    Berufsausbildung und Berufsleben:
    - Ich absolvierte eine Berufsausbildung zum Elekroniker (mit guter Berufsschulnote).

    - Dann zwei Jahre Bundeswehr.

    - Dann Festanstellung für Montage-Einsätze. Während eines dieser Montage-Einsätze (weit entfernt, in einer fremden Stadt) abends nach Feierabend mit einem Kollegen noch zwei oder drei Bier getrunken, und bin danach kopfüber (nur in Unterhose) von einer Brücke in den dort ansässigen Fluss gehuppst. Kurze Zeit später hatte mein Arbeitskollege dann auch noch bei einem Besuch in meinem Hotelzimmer eine ******-Biografie gefunden. Die hatte ich mir deswegen gekauft, um darin eventuell Hinweise ausfindig zu machen, ob (und dann: warum!) vielleicht auch ICH "irgendwie" einen (oder so einen ähnlichen) "Dachschaden" wie ****** haben könnte (was mir einen Hinweis darauf geben könnten was denn mit mir nicht stimmt [möglicher Grund für meine umfangreichen Probleme]). Kurze Zeit später wurde ich entlassen.

    - Arbeitslos.

    - Ein paar Monate lang Nachtschicht als Empfangspersonal Hotel.

    - Arbeitslos.

    - Dann fast zwei Jahre lang Fabrikarbeiter.

    -Arbeitslos. Schulung seitens Arbeitsamt zum PC-Techniker. Noch ein halbes Jahr Arbeitslosigkeit, Freundin gefunden, kurz danach...

    - der tolle Job als "Webdesigner". Nach eineinhalb Jahren wurde die Firma an die Russen verkauft und aufgelöst (kurz zuvor, nachdem ich die Diagnose Magengeschwür erhielt, hatte ich zudem meine vernichtende Beziehung beendet).

    - Arbeitslos. Etwas Zeit mit Gesundung zugebracht, anschließend jedoch über ein Jahr lang rumgehangen, und die Zeit mit übermäßigem (!!) Essen und nächtelangem Computer spielen verbracht.

    - Dann Anstellung in einem telefonischen-Support. Dort ein "Rumspinner-Typ" als Kollegen gehabt, der neben mir (jedoch außerhalb meines Sichetbereichs) saß, und irgendwann mal -in Bezug auf den damals aktuellen Fall des Amok-Schülers- äußerte, dass er hier im Büro "irgendwann auch mal alle erschießen" werde. Ich teilte diesen Vorfall dem Geschäftsführer mit. Dieser Kollege wurde dann umgehend rausgeschmissen. Meine direkte Vorgesetzte hatte mich deshalb dermaßen "auf dem Kieker", dass sie mich immer wieder mobbte, und ich nach ca. drei weiteren Monaten gehen musste.

    - Arbeitslos.

    - Nach einiger Zeit wieder als Webdesigner in einem "Ein-Frau-Büro". Leider konnte ich nicht ausreichend genug Aufträge generieren.

    - Nach drei Monaten wieder arbeitslos.

    - Irgendwann später wieder Webdesigner in einem "Ein-Mann-Büro". Entlassung nach zwei Jahren, weil sich der Chef von mir nicht mehr auf dem Kopf rumtanzen lassen wollte (ich war extrem unterbezahlt, machte deshalb oft "blau").

    - Arbeitslos.

    -Dann wieder eine Festanstellung als Webdesigner, diesmal in einem großen und schönem Büro! Jedoch mussten nach zwei Jahren die fünf zuletzt hinzugekommenen Mitarbeiter entlassen werden, weil ein Großkunde weggefallen war. Ich war einer dieser fünf letzten Neuzugänge (und ausgerechnet hier hatte es mir ziemlich gut gefallen, und der Chef war zufrieden mit mir!).

    - Arbeitslos.

    - Dann eine Zeit lang wieder in Festanstellung als Webdesigner. Diesmal war ich bereits schon wegen der ewig langen Zugfahrten (täglich über dreieinhalb Stunden), dem unschönen Büro und den Arbeitskollegen recht unglücklich. Den Job behielt ich gerade Mal knapp eineinhalb Jahre.

    -Seitdem die sehr lange Arbeitslosigkeit (vier Jahre) in der ich mich aktuell befinde.


    Fliegerlein schreibt:
    Das verstehe ich leider nicht richtig.

    "Hyperfokus" bedeutet ja sowas wie volle Konzetration auf die Sache, die man gerade macht, während die Bezeichnung Autopilot für mich eher für einen dissoziativen Zzustand steht, man macht also etwas ganz unbewusst automatisch und bekommt davon eigentlich gar nichts mit (Irgendwann während der Fahrt kommt man an eine Ecke oder Ampel, an der man sich fragt "Huch, ich bin ja schon hier, hab ich gar nicht gemerkt", ... das ist ein normaler Vorgang und nennt sich "Alltagsdissoziation")
    Bei einem Hyperfokus ist man sich dessen, was man gerade macht, aber sehr bewusst, ... so sehr, dass einem alles um sich herum hopps geht, aber man kann sich gut an das, was man gemacht hat, erinnern, während man beim "Autopiloten", eher keine Erinnerung daran hat.
    Gelegentlich, und wenn mich ein Thema sehr interessiert (z.B. eine spannende Recherche im Internet) komme ich in so einen Zustand. Die Hintergrund-Musik des Küchenradios ist dann wie ausgeblendet, die Umgebung um den Bildschirm herum ist noch unschärfer als sonst (hat dann auch keine ablenkende Wirkung mehr), und meine Auffassungsgabe kommt mir dann „optimal“ vor: Dann arbeite ich mit der mir höchstmöglichen Effektivität.


    Fliegerlein schreibt:
    Und für wie wahrscheinlich würdest Du es einschätzen, dass es funktioniert, nachdem es die letzten 4 Jahre offensichtlich nicht funktioniert hat?
    Weil ich durch das MPH nun ertsmals in die Lage versetzt werde, die Dinge so wahrzunehmen wie sie sind (der "Vorhang der sich gelichtet hat" [dass was ich vorher immer sehr unglücklich [!!!] "Gefühls-Chaos" oder "Gefühlsnebel" genannt hatte]).
    Nun kann ich meine Gefühle "zu den Dingen" klar sehen, oder wenigstens erforschen. Durch ein (erneutes) systematisches Vorgehen bin ich nun (hoffentlich!!!) in der Lage, die richtige Richtung für mich herauskristallisieren zu können.


    Berufsbildern (und/oder mögliche Jobs) durchgehen, meine Gefühle (und Gedanken) hierzu eruieren. Dann eingrenzen. Miteinbeziehung der Wahrscheinlichkeit auf Einstellung mit meinem Alter (hierbei Berücksichtigung inwieweit z.B. Einarbeitung oder sogar Studium möglich)
    Eine weitere Möglichkeit wäre ein Ausschlussverfahren bei den Berufsbildern (und/oder mögliche Jobs).
    Als erstes jedoch eruieren ob mir mein bisheriger Beruf (diese Web-Sache) -welche ich ca. zehn Jahre lang ausgeübt hatte- Freude bereiten würde. Hierbei Hinweis darauf, dass sich mein Vorhang erst mittels MPH gelichtet hat.


    Fliegerlein schreibt:
    Gerade dafür wäre doch eine solche Maßnahme geradezu ideal oder?
    Ein sauber Schnitt, hier wird neu angefangen, damit man schließend gestärkt und mit den nötigen Werkzeugen starten kann.

    Ich kann Deine Bedenken sehr gut verstehen, ... seeeehr gut sogar.
    Als ebenfalls von Asperger Betroffenem, sind solche klinischen Settings ein Gräuel für mich und eine Belastung.
    Trotzdem habe ich das zweimal gemacht, einmal 6 Wochen und einmal 8 Wochen und Hey! ich bin noch da und ich kann heute sagen, dass es mir, besonders das zweite Mal in Bad Bramstedt mit der ADHS-Spezialisierung, sehr viel geholfen hat.

    Die ersten Tage sind echt hart und man will am liebsten aufgeben, aber das geht jedem so, und es bessert sich.
    Und das allein kann schon eine sehr interessante Lernerfahrung sein .

    Was hast Du schon zu verlieren?
    Aufgeben kannstes immer noch.

    Und selbst wenn am Ende dabei die Feststellung einer Erwerbsminderung herauskommen sollte, das ist dann nicht das Ende der Welt, sondern vielmehr ein Schritt weiter, einfach auch, weil man weiß woran man ist und ein guter Teil an Druck von einem genommen wird und wer weiß, ob sich dann nicht wieder alles bessert, allein weil erstmal dieser Druck weg ist.
    Selbst eine Erwerbsminderung ist nicht das letzte Wort und kein statischer Zustand .

    Soll kein Überredungs- oder Überzeugungsversuch sein, nur ein Denkanstoß
    Damit liegst Du eigentlich genau richtig! Ich schreibe nur aus diesem einen Grunde hier ein "eigentlich" dazu, weil -speziell in meinen Fall (wie ich obendrüber geschrieben habe)- ich in den nächsten Wochen selbst versuchen möchte diese Dinge zu eruieren.

    Falls ich jedoch feststellen müsste, dass ich in diesem Bereich -selbst mit MPH- noch immer zu keinerlei Durchblick fähig sein sollte, dann wäre dein Vorschlag natürlich genau der Richtige!


    Hotaru schreibt:
    Was du beschreibst ist eher, ein durchgehendes Gefühl der Gleichgültigkeit, wenn ich das richtig interpretiere?

    Wie sieht das denn z.B. aus, wenn du ein Tier leiden siehst? Spürst du da mit, oder dringt das auch nicht an dich heran?
    Das kann ich mittlerweile kaum noch ertragen: Wenn ich bspw. im Fernsehen Filmaufnahmen von leidenden Tieren sehe (z.B. die Zustände auf einer Hühnefarm), dann muss ich sofort (!) umschalten!
    Vor ein paar Jahren war das noch nicht so. Ich kann es jetzt nicht festmachen, ob sich das bei mir während (bzw. durch) die Gruppentherapie geändert hat, oder "lediglich" durch meine eigene Suche nach "mehr Fähigkeit zu Empathie".
    Und durch das MPH hat sich diese Sache anscheinend zusätzlich verstärkt.


    Hotaru schreibt:
    Was auch fehlt, ist die Sache mit der Kindheit. In wie weit war deine Mutter "anders"/"komisch"/"narzisstisch"? Wie hat dich das geprägt?

    Psychische Erkrankungen können (nicht müssen) in der Familiengeschichte weitergegeben werden, wenn sie nicht behandelt werden. Nicht nur genetisch, sondern auch durch Verhaltensweisen.
    Borderline z.B.: Ist die Mutter nicht in der Lage einigermaßen ausgeglichen zu reagieren, kann das ein Kind so verunsichern/verwirren, dass es dementsprechend auch Defizite damit hat, Gefühle und Reaktionen anderer abzuschätzen oder intuitiv zu bestimmen.
    Ich MUSS hier erwähnen dass meine Mutter schon ein sehr "spezieller" Fall ist...

    Noch kurz eine Anmerkung: Wir (ich habe einen Bruder) sind Scheidungskinder, und beide bei der Mutter aufgewachsen. Im Gegensatz zu meinem Bruder bin ich "mehr nach der Mutter geraten". Zudem war ich früher (zumindest bis zum Erreichen meiner Volljährigkeit) von seiten meiner Mutter immer sehr leicht beeinflussbar.

    Vor zwei Jahren hatte ich ein Neurosen-Buch gelesen (um herauszufinden welche Neurosen ich haben könnte, und wie ich diesen am Besten begegnen könnte [bzw. damit umgehen]) In diesem Buch fand ich dann auch meine Mutter: Sie ist mir, quasi zu 100 Prozent, bei der Hysterie begegnet. Ich gab meinen Bruder den Text zu lesen, und er stimmte mir umgehend zu: Absolut (!!) zutreffend.

    Meine Mutter war schon immer eher ein oberflächlicher Typ: Aussehen und Außenwirkung war immer sehr wichtig. Ich weiß nicht mehr wie es während meiner Kindheit war, aber spätestens seit ich (als 18-jähriger) ausgezogen bin (in das Haus meines Vaters, dort jedoch in dessen unbewohntes Souterrain), und mein Bruder kurz darauf aus Solidarität heraus folgte, war es so ziemlich damit vorüber dass meine Mutter noch einigermaßen ausgeglichen reagierte (vielleicht fehlt ihr generell die Fähigkeit dazu?).

    Mein Bruder und ich sind uns einig, dass unsere Mutter ein Energievampir ist.

    Mit zunehmenden Alter (zumindest) war das in den letzten vier Jahren so fällt uns (also auch meinem Bruder) ganz extrem auf, dass sie sehr (!) viele unserer Aussagen in das ziemlich genaue Gegenteil davon verdreht.

    Ein Beispiel ihrer Verdrehungen ins Gegenteil:
    Mutter Sonntags zu Besuch. Wollte spontan beim Beerdigungsinstitut im Schaufenster nach Särgen (weil sie unheilbare Krankheit hat) gucken. Ob ich mitkäme? Ich: „Nee, ich bleibe lieber im Auto sitzen. Das tue ich mir nicht an, sowas zieht mich nur unnötig runter.“ Zwei Wochen später sitzt sie meinem Bruder und mir gegenüber, und meint allen Ernstes (worauf Sie dann auch beharrte) ich hätte, wortwörtlich, gesagt: „Nein, weil: Da müsste ich bloß lachen.“ (!!!)


    luftkopf33 schreibt:
    (...) und ich hoffe,Du bist mir nicht böse,das ich mir das nicht angeschaut habe.
    Alles o.k.! Keinesfalls (!!) könnte ich hier in irgendeiner Form böse sein!

    Diesen (dazu auch: ewig langen) Brief zu lesen ist definitiv (!) eine Zumutung! Ihn zudem auch noch lesen zu müssen, obwohl man das eigentlich gar nicht will: Noch schlimmer!
    Ich kann jeden super-total-bis-zum-Anschlag verstehen, der sich das auch gar nicht erst anschauen wollte! Passt also alles (!) so wie es ist.


    Fliegerlein schreibt:
    Diese Tendenz sehe ich auch hier.
    Es erscheint (auch das ist nur eine Wahrnehmung), als wäre der Maßstab über das, was Du wahrnimmst, stark verändert und in fast allem, was irgendwie in eine Symptombeschreibung passen könnte, darin erkennst Du Dich und adaptierst es auf Dich selbst.

    Deshalb ist es so wahsninnig wichtig, Rückmeldung von Außen, vom Umfeld zu bekommen, die nehmen das ganz anders wahr.

    Wenn man z.B. immer wieder Sprüche hört, dass man den Kopf nur hat, damit's nicht in den Hals regnet, oder den Spitznamen "zerstreuter Professor" etc. mitbekommt und allsowas, ... selbst dann nimmt man das für sich selbst nicht wahr, kann das auch nicht glauben, geschweige denn verstehen ...

    Wie der Farbenblinde, der selber seine Beeinträchtigung gar nicht wahrnehmen kann.

    Auch hier kann ich aus meiner eigenen Erfahrung reden, denn ich habe eine Farbsehschwäche.
    Ich weiß das schon recht lange, schon seit der späten Kindheit, oder als Jugendlicher, aber schon lange eben.

    Ok, damit wusste ich, dass ich eine Deuteranomalie habe, na und?
    Ich seh das doch alles! (und tatsächlich kann ich grün als Farbe erkennen, aber ich wusste nie, wie die anderen das sehen, nämlich ganz anders, aber ich kann nun mal nur durch meine Augen schauen...)

    Sehe ich aber nicht, nur habe ich das nicht verstanden, es war mir nicht möglich, das in irgendeiner Weise wahrzunehmen, ... wie denn auch?

    Erst vor einigen Jahren, als ich Fluglotse hätte werden können und dafür die höchste medizinische Tauglichkeitsklasse brauchte, kam es dann, dass ich zu einer Sonderuntersuchung konnte, denn von der Anomalie als solche wusste ich ja, es gab aber Ausnahmemöglichkeiten/ Sondergenehmigungen.

    Der Arzt in Hamburg hat mich aber nicht einfach durchgetestet, sondern er hat meine Frau mit dazugeholt, die mitgekommen ist.
    Er hat sie neben mich gesetzt und dann hat sie mit dem Finger all die Linien und Buchstaben nachgezeichnet, die ich in diesen Farbsehtesttafeln nicht erkannt habe, ... ich habe dort etwas anderes gesehen (der Test ist absichtlich so ausgelegt, dass dies passiert).

    Erst da, habe ich das erste Mal in meinem Leben wahrgenommen, dass meine Art zu sehen nicht die normale ist und wie deutlich sie von dem abweicht, was andere sehen können (und das war ziemlich erschreckend).



    Soll heißen:
    Probleme hat man in vielen Fällen nicht mit dem, was man selbst wahrnimmt, sondern mit dem, was man nicht wahrnimmt.
    Man glaubt's auch nicht, wenn es einem gesagt wird und selbst wenn man es glaubt, dann kann man sich das noch immer nicht vorstellen.



    Ich verstehe auch bis heute nicht, dass viele meiner Symptome, sei es ADHS oder Asperger, überhaupt Symptome sind ...
    Es ist ausschließlich die Rückmeldung, aufgrund derer ich das weiß und zumidnest kognitiv verstehe.

    Klar, das gilt nicht für alle und viele Menschen haben eine gute Selbstwahrnehmung, aber das ist dann doch etwas anderes.
    Vor allem können sie erkennen, was im Vergleich mit dem Umfeld tatsächlich herausragend ist oder eben nicht.

    Der Haken ist, dass Du Dich z.B. in so vielen Persönlichkeitsstörungen wiedererkennst, dass es schlicht unmöglich ist, dass das zutrifft.

    Einige schließen sich gegenseitig aus und man bedenke, dass die Diagnose für eine Persönlichkeitsstörung erst dann gestellt wird, wenn man wirklich heftig neben der sonst üblichen Spur läuft.
    Das muss schon so heftig sein, dass man selber deutlich darunter leidet .... und auch andere, was man häufig übersieht.

    Einige der genannten Persönlichkeitsstörungen sind Ich-Synton.
    Das bedeutet, dass man selber die dazu gehörenden Verhaltensmuster als zu sich gehörig betrachtet, und eben nicht als unnormal.

    Im Gegenteil, die Betroffenen finden die Verhaltensmuster der anderen Menschen als nicht normal und das eigene Verhalten als selbstverständlich vollkommen normal und erwarten das auch genau so von den Anderen.

    Ich kann auch dazu ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung nennen, die anankastische Persönlichkeitsstörung.
    Noch heute, obwohl ich viel darüber weiß und gelernt habe und seit 4 Jahren in Therapie bin, fällt es mir immer wieder noch schwer, das alles zu verstehen und mir vor Augen zu führen, dass ich derjenige bin, dessen Sichtweise die krankhafte ist.
    Ich kann das schlicht nicht verstehen, denke mir immer "das kann doch nicht sein, die müssen das doch genau so sehen und das kann ich doch auch von denen erwarten".
    Kann ich aber nicht.

    Obwohl ich das weiß und ich würde sagen, dass ich mich in einem gewissen Bereich der Persönlichkeitsstörungen (nicht allen, nur einigen) recht gut auskenne, .... zwanghaft gut halt .... und sie evl. auch bei anderen erkennen kann, nur nicht bei mir selber .....
    Selbst einen Zwanghaften kann ich erkennen .... so paradox das auch ist.



    Der Haken hier ist nun:
    Wenn wir Deinen Bericht für den Arzt lesen, haben wir wieder nur die Beschreibungen, die aus Deiner Sicht stammen und die sind nur bedingt verwendbar, eben wegen der Gefahr, dass sie durch einen Wahrnehmungsfilter geschickt wurden.

    Man kann schon druchweg eine gewisse Tendenz erkennen, auch in der Sammlung der aufgeführten Persönlichkeitsstörungen, bei denen Du Dich wiederfindest.
    Aber es können nicht alle so zutreffen.
    Die Kunst ist es, dort die Gemeinsamkeiten herauszufiltern und dann zu schauen, welche Punkte so individuell und ausgeprägt sind, dass sie nur auf eine oder zwei PS'n zutreffen.

    Es muss nicht gleich eine PS sein, es kann ja auch durchaus eine sog. akzentuierte Persönlichkeit sein, denn wie gesagt:
    Eine Persönlichkeitsstörung ist eine weitreichende und schwerwiegende, sehr ernstzunehmende Diagnose, egal welche.
    Das muss schon ziemlich heftig sein, bevor die gestellt wird.
    Ja, was Du da schreibst ist für mich absolut nachvollziehbar.

    Bei mir ist es halt so, dass mir -im Laufe meines bisherigen Lebens- viele dieser Problematiken von außen (Vater, Bruder, Freunde, Bekannte, Arbeitgeber) zugetragen wurden. So sind (nur mal als Beispiel) die folgenden beiden Dinge bereits viele Male kritisiert worden:
    - Perfektionismus, der die Fertigstellung von Aufgaben behindert
    - Rigidität und Eigensinn

    Für manche dieser Einsichten habe ich jedoch viele Jahre -in einigen Fällen Jahrzehnte (!)- benötigt: Wenn man mir -immer mal wieder- Rigidität oder Eigensinn "unterstellte", kam erst mal Abwehr meinerseits, weil ich meine diesbezüglichen Verhaltensweisen als die Richtige empfand.

    Als mir erstmals ein Arbeitgeber mich darauf hinwies, dass ich zu perfektionistisch sei, konnte ich dafür, innerlich, kein richtiges Verständnis dafür aufbringen, weil ich mich immer mal wieder fragte, wie man (meine Arbeitskollegen) nur dermaßen nachlässig die Arbeiten fertig stellen konnte (und dann auch noch so abliefern!).

    Mit solch einer Arbeitsauffassung konnte ich mich erst nach vier Arbeitgeberwechsel (eine Zeitspanne von über zehn Jahren) -überall machte man mir mehrmals den selben Vorwurf- einigermaßen "anfreunden". Also mir diese "90 Prozent ist vollkommen o.k."-Haltung anzueignen. Zu diesem Zeitpunkt war ich jedoch bereits 40 Jahre alt.


    Bei anderen Vorwürfen (hauptsächlich die aus dem privaten Bereich) gab (bzw. gibt!) es viele ähnliche Kämpfe.
    Zu vielen dieser angesprochene Problematiken mach(t)e ich mir sogar -immer und immer wieder aufs Neue- ausführliche Gedanken... meist kam ich jedoch immer zum selben Schluss: Dass ICH derjenige bin (oder sein müsste [bin ja leicht zu verunsichern]), der in dieser Sache richtig liegt.


    Bei ein paar wenigen Dingen kam irgendwann mal ein Einsehen in der Sache. Mitunter hatte ich zu diesem "angeblichen Problem" auch im Internet recherchiert, und musste mir auch mal eingestehen, dass meine Sichtweise/Einstellung auf/zu etwas doch nicht so richtig war wie ich die ganze Zeit über glaubte.
    Für die meisten dieser Einsichten musste ich jedoch auch erst einmal 30 Jahre alt werden, bzw. kamen viele dieser Einsichten auch erst als ich fast 40 Jahre alt war.

    Möchte noch etwas zu den Diagnose-Kriterien schreiben:
    Es gibt ja auch einige Kriterien, die können von den Mitmenschen nicht so gut auf, sozusagen: "Eigenständiger Basis" eingeschätzt werden. Oder es Bedarf, dass die Mitmenschen (der betroffenen Person) durch die betroffene Person über diese vertraulichen Dinge informiert wurden...

    Wenn ich (bspw.) die folgenden fünf Kriterien lese, dann ist da wenigstens schon mal eines dabei was (in meinem Fall) selbst mein mir engster Vertrauter nicht wissen kann...

    Worum es mir eigentlich geht: Es gibt Dinge die man als Betroffener mit einhundertprozentiger Sicherheit richtig einschätzen kann (die folgendenden fünf Kriterien sind definitiv zutreffend):
    - Andrängen beharrlicher und unerwünschter Gedanken oder Impulse


    KORREKTUR am 25.06., 17:15 Uhr zu:
    "- vermeidet aus Angst vor Kritik, Missbilligung oder Zurückweisung berufliche Aktivitäten, die engere zwischenmenschliche Kontakte mit sich bringen"

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Sorry (!!!), hatte ich nicht richtig gelesen, bzw. nicht richtig aufgefasst als ich das letzte Nacht noch geschrieben hatte.

    Richtig ist:

    Engere zwischenmenschliche Kontakte mag ich sehr (sehne mich danach!): Sei es im Beruf oder privat. Ich habe ein sehr großes Bedürfnis danach.

    Zuvor bestehen bei diesen neuen zwischenmenschlichen Kontakten (mit mir noch fremden Personen) jedoch immer meine sehr starken Ängste und Sorgen abgelehnt zu werden (Angst und Befürchtung vor Missbilligung und Zurückweisung).
    Deshalb habe ich anfangs meist erst einmal eine (leicht panische) Vermeidungshaltung.

    Wenn ich jedoch merke dass man mich NICHT ABLEHNT, kann ich meinerseits (obwohl oft viel Nervosität vorhanden ist) relativ gut mit diesen Mitmenschen "warm werden".

    Angst habe ich vor kritisierenden Meinungsaustäuschen, da ich nur über eine extrem mangelhafte Schlagfertigkeit verfüge. In solchen Situationen stehe ich zumeist ziemlich schlecht da.

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Mit MPH fällt mir dies jedoch wesentlich leichter (weniger Ängste, weniger Sorgen, mehr Interesse an den Mitmenschen, viel mehr Feingefühl für die Stimmungen der Mitmenschen, kann mich besser auf sie einlassen und "mitschwingen").

    (Ende der KORREKTUR) und nochmal Entschuldigung!

    - zeigt Zurückhaltung in intimen Beziehungen, aus Angst beschämt oder lächerlich gemacht zu werden
    - ist aufgrund von Gefühlen der eigenen Unzulänglichkeiten in neuen zwischenmenschlichen Situationen gehemmt
    - hält sich für gesellschaftlich unbeholfen, persönlich unattraktiv und anderen gegenüber unterlegen

    In diesem Fall wäre dann bereits von mir erfüllt, dass mindestens vier der Kriterien zutreffend sein müssen.

    Und bei meinen Recherchen (bzw. die offiziellen diagnostischen Einzelkriterien) muss ich, leider (!!!), bei ziemlich vielen Persönlichkeitsstörungen -leider (!!!) immer wieder- feststellen dass ich das geforderte Mindestmaß an zutreffenden Einzelkriterien erfülle.

    Was davon nun zu halten ist... eigentlich will ich ja niemanden beeinflussen. Ich möchte einfach nur vermitteln dass ich diese Dinge auf möglichst analytische (kühl, sachlich) Weise angehe. Bzw., dass ich nicht versuche, mir hier irgendetwas "zurechtzubiegen".

    Hatte es ja früher schon mal erwähnt: Von mir aus darf es auch um die Krankheit "Schlag-mich-tot-ich-bin-vom-Mars-und-in-hundert-Tagen-fällt-mir-eh-der-Kopp-ab" handeln.


    So, jetzt dürft ihr ordentlich auf mich einkloppen.


    Viele liebe Grüße,
    euer Flupp
    Geändert von Flupp (25.06.2015 um 18:24 Uhr) Grund: Korrektur

  2. #122
    Karisa

    Gast

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Hallo Flupp,
    wenn Du vorgestern noch 43 Jahre alt warst (Altersangabe hast Du zwischenzeitlich entfernt) und nun 44 bist, dann hattest Du kürzlich Geburtstag. Stimmt das? Oder habe ich mich verguckt?
    Karisa

  3. #123
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Ich hab grad nich viel Zeit zu schreiben und (auf Grund eigener Dinge) ist auch eigentlich mein Kopf (jetzt schon um die Uhrzeit) viel zu voll, als dass ich in der Lage wäre auf alles von dir einzugehen...

    Aber ich möcht gern eine Beobachtung schreiben, die mir während des ganzen Austausches in diesem Thread aufgefallen ist und dir vielleicht hilft (oder auch nicht )

    Du hast eine große Gabe so lange Texte mit guten Untergliederungen zu schreiben. Das ist eher Asperger-typisch. Als Chaot schreibt man doch eher verwirrend und ungeduldiger
    Auch fällt mir auf, dass du großen Wert auf sachliche Texte legst und demnach weniger impulsiv bist. Ob das jetzt was ist, dass du dir über die Jahre antrainiert hast und ob das auch durch das "lange dauern der Antworten" herrührt (mit der Zeit beommt man ja automatisch einen gewissen Abstand und kann neutraler schreiben, wie im zustand der Erregung).

    Mein Gedanke bzgl. Jobfindung ist es, nach etwas zu suchen, in dem du deine vermeintlichen schwächen z.b. auch als stärken ausleben kannst. Es gibt z.b. Berufe, in denen ist Perfektion und Präzision pflicht! Stell dir (nur als Beispiel) mal nen Arzt vor, der bei ner Herz-OP "nur 90%" gibt und "halt mal schnibbelt" in der Hoffnung, die richtige Stelle zu finden o.O

    Man muss halt nach dem richtigen Maß suchen. Bei Geschäftsbriefen, die jetzt nur die Bestätigung eines Auftrags übermittelt, muss man jetzt nicht auf jeden Milimeter Zeilenabstand achten. So lang die Rechtschreibung und Grammatik soweit gut ist und der Brief ordentlich aussieht, ist das ok.

    Mehr kann ich grad nicht beitragen. Vielleicht später, aber das muss ich sehen, wie mein Kopf aussieht (hab jetzt gleich Gruppentherapie und da muss ich auch wieder mitarbeiten, weil wir nur zu zweit sind vermutlich...)

    Schönen Tag und versuch deinen Kopf mal durchpusten zu lassen, damit da für einen Moment ein bisschen Ruhe reinkommt

  4. #124
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    EDIT:
    Zur Sicherheit noch mal vorweg:
    Ich möchte mit diesem Posting nicht "sticheln", zweifeln oder provozieren, ich suche damit ernsthaft nach Antworten.
    Das ist mir sehr wichtig.
    Ich schreibe nicht zwischen den Zeilen!


    Flupp schreibt:
    Borderline-Persönlichkeitsstörung 3
    Schizotypische Persönlichkeitsstörung 2-3
    Schizoide Persönlichkeitsstörung 2
    Narzisstische Persönlichkeitsstörung 1 (eher noch: 0)
    Ein bisschen faszinierend finde ich das .
    Sorry wenn ih das so direkt schreibe aber: Das passt alles nicht zusammen.

    Aufgrund einiger Deiner Beschreibungen, müsste hier erwartungsgemäß ein anderes Resultat erfolgen.


    Flupp schreibt:
    Meine Denkensweise dazu sieht eher so aus: "Mist, noch ein zutreffendes Kriterium!".
    Zumindest bist Du davon überzeugt, dass es ein weiteres zutreffenden Kriterium ist.
    Wobei wir wieder bei dem Umfeld sind ...

    Flupp schreibt:
    Trotz meiner vielen verschiedenen Ansätze zur Erläuterung meiner Gefühlsproblematik konnte letztendlich niemand so richtig das Ausmaß begreifen, dass ich dadurch habe.
    Und das gibt Dir nicht zu denken?
    Alle um Dich herum sagen nahezu das Gleiche, selbst hier im Forum bekommst Du nahezu die gleichen Rückmeldungen und das macht Dich nicht stutzig?
    Liegen die wirklich alle falsch?

    Flupp schreibt:
    Man sah bei mir keine Fortschritte, nur eine "Verweigerungshaltung".
    Wie würdest Du sagen, wirst Du hier wahrgenommen?

    Flupp schreibt:
    Berufsausbildung und Berufsleben:
    - Ich absolvierte eine Berufsausbildung zum Elekroniker (mit guter Berufsschulnote).
    Ausbildung direkt nach der Schule, also so mit 16 / 17 Jahren?
    In einem Betrieb in der freien Wirtschaft oder einer reinen Ausbildungswerkstatt, wie man sie z.B. bei einigen Behörden findet?

    Dein beruflicher Weg anschließend ist zweifellos schon ein für ADHS-Betroffene recht typischer.

    Flupp schreibt:
    Gelegentlich, und wenn mich ein Thema sehr interessiert (z.B. eine spannende Recherche im Internet) komme ich in so einen Zustand. Die Hintergrund-Musik des Küchenradios ist dann wie ausgeblendet, die Umgebung um den Bildschirm herum ist noch unschärfer als sonst (hat dann auch keine ablenkende Wirkung mehr), und meine Auffassungsgabe kommt mir dann „optimal“ vor: Dann arbeite ich mit der mir höchstmöglichen Effektivität.
    Gelegentlich ist doch aber vollkommen normal.
    Frag doch mal hier rum, wie stark die ADHS-und Asperger- Betroffenen von diesen Phasen beeinträchtigt werden.


    Flupp schreibt:
    Damit liegst Du eigentlich genau richtig! Ich schreibe nur aus diesem einen Grunde hier ein "eigentlich" dazu, weil -speziell in meinen Fall (wie ich obendrüber geschrieben habe)- ich in den nächsten Wochen selbst versuchen möchte diese Dinge zu eruieren.
    Hmm ... .

    Flupp schreibt:
    Falls ich jedoch feststellen müsste, dass ich in diesem Bereich -selbst mit MPH- noch immer zu keinerlei Durchblick fähig sein sollte, dann wäre dein Vorschlag natürlich genau der Richtige!
    "Wäre" ....
    Ich bin offen und direkt und kommuniziere mit hochgeklappten Visier:
    Dieser gesamte Satz bedeutet nichts anderes als:
    "Danke, aber das kannste vergessen, aber schön, dass wir drüber geredet haben, denn das "falls" oder "wenn" wird nie zutreffen".
    Mit einem solchen Satz verpackt man seine Ablehnung so, dass sie möglichst als solche nicht wahrgenommen wird.
    Das ist insofern interessant, als es zu einigen der Persönlichkeitsmerkmale passt, die Du für Dich selbst ausgeschlossen hast .

    Das soll kein Angriff oder dergleichen sein, auch das sind Dinge, die jeder Mensch, auch jene ohne jede psychische Störung durchaus macht.
    Aber ich muss zugeben, mir fallen gewisse Muster auf und ich sehe das lediglich als einen reinen Analyseversuch.


    Flupp schreibt:
    Das kann ich mittlerweile kaum noch ertragen: Wenn ich bspw. im Fernsehen Filmaufnahmen von leidenden Tieren sehe (z.B. die Zustände auf einer Hühnefarm), dann muss ich sofort (!) umschalten!
    Vor ein paar Jahren war das noch nicht so. Ich kann es jetzt nicht festmachen, ob sich das bei mir während (bzw. durch) die Gruppentherapie geändert hat, oder "lediglich" durch meine eigene Suche nach "mehr Fähigkeit zu Empathie".
    Und durch das MPH hat sich diese Sache anscheinend zusätzlich verstärkt.
    Man unterscheidet zwischen affektiver und kognitiver Empathie
    Was Du beschreibst, ist die affektive Empathie, also die Fähigkeit, spontan das Gefühlsleben anderer Individuen mitzuerleben, eben "mitzufühlen".
    Die kognitive Empathie dagegen beschreibt die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und die Welt aus ihrer Sicht, aus ihrer Perspektive zu betrachten und sich somit in die Lage zu versetzen, sich z.B. vorstellen zu können, wie ein anderer Mensch denkt oder was er sagen oder wie reagieren würde etc.

    Wie würdest Du Dich in dieser Hinsicht einschätzen?


    Flupp schreibt:
    Bei mir ist es halt so, dass mir -im Laufe meines bisherigen Lebens- viele dieser Problematiken von außen (Vater, Bruder, Freunde, Bekannte, Arbeitgeber) zugetragen wurden. So sind (nur mal als Beispiel) die folgenden beiden Dinge bereits viele Male kritisiert worden:
    - Perfektionismus, der die Fertigstellung von Aufgaben behindert
    - Rigidität und Eigensinn
    Viele dieser Eigenschaften treffen auf bestimmte Persönlichkeitsstörung oder Spektrumsstörungen zu, könntest Du das zuordnen?

    Flupp schreibt:
    Für manche dieser Einsichten habe ich jedoch viele Jahre -in einigen Fällen Jahrzehnte (!)- benötigt: Wenn man mir -immer mal wieder- Rigidität oder Eigensinn "unterstellte", kam erst mal Abwehr meinerseits, weil ich meine diesbezüglichen Verhaltensweisen als die Richtige empfand.
    In welches Persönlichkeitsbild könnte das passen?

    Flupp schreibt:
    Möchte noch etwas zu den Diagnose-Kriterien schreiben:
    Es gibt ja auch einige Kriterien, die können von den Mitmenschen nicht so gut auf, sozusagen: "Eigenständiger Basis" eingeschätzt werden.
    Da kann ich Dir ruhigen Gewissens und aus voller Überzeugung sagen, dass Du damit die Mitmenschen gewaltigst unterschätzt"
    Und zwar ganz gewaltig.
    Du traust anderen Menschen offenbar nicht sonderlich viel zu, was auch hier zu erkennen ist, muss alles genauestens erklären und das notwendige Hintergrundwissen mitgeben, zu welchem Persönlichkeitsmodell passt das?

    (Ich frage nicht, um Dich zu ärgern oder "hochzunehmen", mir geht es dabei um etwas ganz Bestimmtes und das halte ich auch für recht wichtig)


    Flupp schreibt:
    (die folgendenden fünf Kriterien sind definitiv zutreffend):
    - Andrängen beharrlicher und unerwünschter Gedanken oder Impulse
    - vermeidet aus Angst vor Kritik, Missbilligung oder Zurückweisung berufliche Aktivitäten, die engere zwischenmenschliche Kontakte mit sich bringen
    - zeigt Zurückhaltung in intimen Beziehungen, aus Angst beschämt oder lächerlich gemacht zu werden
    - ist aufgrund von Gefühlen der eigenen Unzulänglichkeiten in neuen zwischenmenschlichen Situationen gehemmt
    - hält sich für gesellschaftlich unbeholfen, persönlich unattraktiv und anderen gegenüber unterlegen
    Das zeigt ja schon mal eine Menge.

    Flupp schreibt:
    In diesem Fall wäre dann bereits von mir erfüllt, dass mindestens vier der Kriterien zutreffend sein müssen.

    Und bei meinen Recherchen (bzw. die offiziellen diagnostischen Einzelkriterien) muss ich, leider (!!!), bei ziemlich vielen Persönlichkeitsstörungen -leider (!!!) immer wieder- feststellen dass ich das geforderte Mindestmaß an zutreffenden Einzelkriterien erfülle.
    Jo, ... und das ist ziemlich unlogisch ...
    Macht Dich das nicht stutzig, dass so viele Persönlichkeitsstörungen auf Dich zutreffen?
    Kann das überhaupt sein?
    Schau mal auf die Prävalenzen bei den PS ...

    Flupp schreibt:
    Was davon nun zu halten ist... eigentlich will ich ja niemanden beeinflussen.
    Ich weiß grad nicht, ob ich den Satz so stehen lassen oder markieren/ kommentieren möchte ...
    Ok, ... ich möchte :
    Eigentlich!
    "Eigentlich" heißt: Nein, aber Ja (oder umgekehrt, je nachdem wie der Satz formuliert ist).
    Du möchtest also "eigentlich" nimanden beeinflussen, "uneigentlich" aber doch?

    Flupp schreibt:
    Ich möchte einfach nur vermitteln dass ich diese Dinge auf möglichst analytische (kühl, sachlich) Weise angehe. Bzw., dass ich nicht versuche, mir hier irgendetwas "zurechtzubiegen".
    Würdest Du wirklich sagen, dass Du diese Dinge tatsächlich kühl und sachlich und analytisch angehst?




    Hotaru schreibt:
    Du hast eine große Gabe so lange Texte mit guten Untergliederungen zu schreiben. Das ist eher Asperger-typisch. Als Chaot schreibt man doch eher verwirrend und ungeduldiger
    Der Gedanke ist zutreffend, trifft aber auch auf z.B. Zwanghafte oder Histrionische zu.
    Bei Aspergern würde ich auch inhaltlich eher anderes erwarten ... einerseits ja, andererseits passt da einiges nicht so wirklich auf Asperger.
    Bei Aspergertexten steht bei solchen Themen der Inhalt, nicht die Person im Vordergrund.
    Das ist allerdings natürlich nicht zwingend so, ganz klar.
    Geändert von Fliegerlein (25.06.2015 um 16:43 Uhr) Grund: Edit zugefügt

  5. #125
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Ich würd hier gern kurz zwischenfragen, weil ich etwas nicht ganz verstanden habe

    Da kann ich Dir ruhigen Gewissens und aus voller Überzeugung sagen, dass Du damit die Mitmenschen gewaltigst unterschätzt"
    Und zwar ganz gewaltig.
    Wie ist das mit Dingen, die man Außen anders oder nicht wahrnehmen kann? Zum Beispiel merkt man mir nicht an, wenn ich Panikattacken habe. Ich werd vielleicht ein bisschen Unruhiger nach Außen hin, oder hör dann nicht mehr so genau zu, aber mehr auch nicht. Das würden Außenstehende zum Beispiel nicht mit "Angstsituation" wahrnehmen, sondern eher "die Konzentration ist vielleicht grad weg", oder so... zumindest stell ich mir das so vor Und die Leute wundern sich auch immer, wenn ich sage, dass ich eine Panikattacke oder so hatte...
    so nach dem Motto: "Echt? Hab ich nich gemerkt..."

    Allein meine Therapeutin kann das rausfiltern, aber die ist ja auch ne Spezialistin

    In gewisser Weise kann Mensch ja nur das Beurteilen, was er tatsächlich zu Gesicht bekommt und wenn man sich nach Außen hin eine Art Maske anzieht, um eben mit seinen Macken so gut es geht hinterm Berg zu halten, dann kann das Umfeld dies ja auch nicht wissen... Rein-theoretisch. (ich denk da z.B. an Borderliner, da ist eine "Maske anziehen" relativ üblich...)

    (Daran merkt man, dass ich wenig mit der Umwelt zu tun hab ich hatte selten mit Menschen zu tun, die sich tatsächlich tiefer mit mir beschäftigen wollten, außer Therapeuten und co
    Wobei ich den obrigen Satz jetzt eigentlich schon widerlegen könnte, denn viele Menschen würden mich als merkwürdig beschreiben, ohne sich mit mir großartig beschäftigt zu haben... ich bin verwirrt )

    Bei Aspergern würde ich auch inhaltlich eher anderes erwarten ... einerseits ja, andererseits passt da einiges nicht so wirklich auf Asperger.
    Bei Aspergertexten steht bei solchen Themen der Inhalt, nicht die Person im Vordergrund.
    Das ist allerdings natürlich nicht zwingend so, ganz klar.
    Hast du mir da ein Beispiel? Ich kann das grade nicht "greifen" irgendwie...

  6. #126
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Hotaru schreibt:
    Ich würd hier gern kurz zwischenfragen, weil ich etwas nicht ganz verstanden habe



    Wie ist das mit Dingen, die man Außen anders oder nicht wahrnehmen kann? Zum Beispiel merkt man mir nicht an, wenn ich Panikattacken habe. Ich werd vielleicht ein bisschen Unruhiger nach Außen hin, oder hör dann nicht mehr so genau zu, aber mehr auch nicht. Das würden Außenstehende zum Beispiel nicht mit "Angstsituation" wahrnehmen, sondern eher "die Konzentration ist vielleicht grad weg", oder so... zumindest stell ich mir das so vor Und die Leute wundern sich auch immer, wenn ich sage, dass ich eine Panikattacke oder so hatte...
    so nach dem Motto: "Echt? Hab ich nich gemerkt..."

    Allein meine Therapeutin kann das rausfiltern, aber die ist ja auch ne Spezialistin
    Erwischt , da habe ich mich wirklich sehr unglücklich und unpräzise ausgedrückt.

    Du hast damit vollkommen recht, besonders was die genannten Panikattacken angeht, das kann ich auch selbst bestätigen.
    Man könnte es messen und Fachleute können es auch sehen, aber das ist etwas, das andere nicht so einfach mitbekommen.

    Ich habe das in diesen speziellen Konteext gesetzt, obwohl ich das eher im Allgemeinen meine, das war völlig falsch, sorry dafür.

    Damit wollte ich im Grunde sagen, dass vieles mehr von anderen wahrgenommen wird, als man das selber sehen oder wahrnehmen würde.
    Worauf ich da hinauswollte ist, dass z.B. diese Verhaltensweisen wie Rigidität, etc. von anderen mehr und deutlicher wahrgenommen werden, als von einem selbst, da man sie für selbstverständlich und "normal" hält.

    Das hätte ich nicht in diesen Kontext setzen sollen ..... ich überlege, ob ich das korrigiere, aber dann geht der Sinn deiner nachfrage verloren.

    Sorry, das war mein Fehler.

    Es stimmt schon, viele Menschen sehen gar nichts.
    Als meine Kollegen von meinem Burnout erfahren haben, war bei vielen auch die Reaktion "Echt?? Hätt ich nicht gedacht, hat man doch gar nicht bemerkt".
    Da sind viele Menschen einfach naturgemäß oberflächlich.
    Einige aber, haben das sehr wohl erkannt und mich sogar drauf angesprochen, was ich selber aber als völlig abwegig wahrgenommen habe.

    Aber hier muss ich Dir vollkommen recht geben und muss das arg relativeren.

    Hotaru schreibt:

    Hast du mir da ein Beispiel? Ich kann das grade nicht "greifen" irgendwie...
    Uii, schwer ...
    'nem Asperger wirft man gerne mal vor "wissenschaftlich" oder "pseudowissenschaftlich" zu reden oder zu schreiben.
    Da steht das Fachthema im Vordergrund, weniger eine Person.
    Wobei ich wohl auch da einschränken würde, dass es anders sein kann, wenn es um die eigene Person geht.
    Die Asperger, die ich kenne und von denen ich lese (in einem Aspergerforum), ... die schreiben eher über die Symptome und wie man sie erkennt, wie sie sich auswirken, versuchen diese Symptomatiken überhaupt erstmal kognitiv zu verstehen, weil sie damit nicht so viel anfangen können, haben aber Probleme damit, sie auf sich selbst zu adaptieren.
    Sie würden eher über die Symptomatik an sich fachsimpeln.
    Ausn solchen Gründen wird Asperger ja u.a. auch "little Professor Syndrome" genannt.

    Wobei das auch nicht so fatalistisch auf alle und immer zutrifft, wie es sich hier wahrscheinlich liest.
    Das ist immer so ein Gesamtbild.

    Ich stelle gerade fest, dass es mir wirklich sehr schwer fällt, das zu erklären, weil meinerseits Probleme damit habe, mir vorstellen zu können, wie diese Sätze von anderen aufgenommen und verstanden/ wahrgenommen werden, eben mangelnde kognitive Empathie.

    Ich schätze mal dass ich so im fachlichen Modus bin, dass ich schon wieder zu fatalistisch werde ... sorry dafür.

  7. #127
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.984

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Fliegerlein,also,ich finde nicht,dass hier eine Entschuldigung nötig ist.

    Ich würde Deine Texte eher als straightforward,klar,beschreib en.

    Du beschreibst halt den Sachverhalt,wie er sich in den meisten Fällen darstellt-und fügst gewöhnlich ja auch noch ein "Spektrumzugeständnis" an.

    Ich selbst habe oft das umgekehrte Problem,mein subjektives Erleben vom Objektiven zu trennen und Deine Texte haben mir schon häufiger dabei geholfen,einen Schritt zurückzutreten und genauer hinzuschauen-worauf sich dann herausstellte,dass das "gefühlte Problem" genau das war und nicht mehr...

    Also bitte,mach' Dir da keinen Kopp!

  8. #128
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Danke, ...
    Aber da muss ich auch sehen und eingestehen, wenn mir die Dinge entgleiten und ich dem Hang erliege, von mir auf andere zu schließen und es passiert mir halt auch, dass ich auf ein Zitat schreibe, dabei aber noch andere Punkte im Hinterkopf habe und damit meine Teste in einen falschen Kontext bringe und na klar, muss ich immer darauf achten, dass ich vieles als absolut und schwrz oder weiß betrachte, obwohl es Grauzonen oder besser formuliert, Zwischenbereiche gibt, die ich aber nicht erkennen, wahrnehmen und verstehen kann.

  9. #129
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Danke für die Erklärung, Fliegerlein!!

    Du musst dich wirklich nicht entschuldigen. Ich nehme alles ziemlich wörtlich und dadurch gibts dann oft Dinge, die ich nicht verstehe. Darum frag ich dann lieber nach, als etwas rein zu interpretieren Mir tut es eher Leid, dass ich dazwischen fragen musste

    Damit wollte ich im Grunde sagen, dass vieles mehr von anderen wahrgenommen wird, als man das selber sehen oder wahrnehmen würde.
    Worauf ich da hinauswollte ist, dass z.B. diese Verhaltensweisen wie Rigidität, etc. von anderen mehr und deutlicher wahrgenommen werden, als von einem selbst, da man sie für selbstverständlich und "normal" hält.
    Ok habs jetz verstanden, auf was du dich bezogen hattest und geb dir da vollkommen Recht! Wir haben damals in der Soz-Päd. Schule (1. Jahr zur Erzieherin) so einen Einschätzungsbogen mit unseren Nebensitzern gemacht (weil man ja als Erzieher sowohl sich selbst immer reflektieren können sollte, sowohl die Kinder und deren Lernprozesse, wobei sich das im KiGa mehr auf so Sachen wie "ausschneiden lernen" und das sozialverhalten in einer Gruppe bezieht...). Also Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung.

    War interessant, was da so rauskam... o.O

    'nem Asperger wirft man gerne mal vor "wissenschaftlich" oder "pseudowissenschaftlich" zu reden oder zu schreiben.
    Da steht das Fachthema im Vordergrund, weniger eine Person.
    OK, jetzt hab ich ein Bild im Kopf...

    Ich würd mal fast behaupten, du bist hier nicht allein mit dem Defizit was kognitive Empathie angeht (der Grund, wieso ich manchmal so bescheuert nachfrage )

  10. #130
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Überraschende Diagnose: Kein ADHS / Wirkung MPH jedoch ADHS-typisch enorm!

    Hotaru schreibt:
    Du musst dich wirklich nicht entschuldigen. Ich nehme alles ziemlich wörtlich und dadurch gibts dann oft Dinge, die ich nicht verstehe. Darum frag ich dann lieber nach, als etwas rein zu interpretieren Mir tut es eher Leid, dass ich dazwischen fragen musste
    was mich betrifft, braucht es Dir nicht leid zu tun.

    Im Gegenteil, ich bitte ja immer ausdrücklich darum, meine Texte zu hinterfragen.
    Zum Einen, weil mein wort nicht das Evangelium ist und zum Anderen,, weil mir solche Fehler auch passieren, wenn ich mich etwas zus ehr reinsteiger, dann werfe ich Dinge durcheinander, übersehe etwas, vergesse etwas, setze sie in den falschen Kontext und und und.

    Also alles gut



    Hotaru schreibt:
    Ich würd mal fast behaupten, du bist hier nicht allein mit dem Defizit was kognitive Empathie angeht (der Grund, wieso ich manchmal so bescheuert nachfrage )
    Zum ersten Teil des Satzes: Ja, ... und das ist auch mitunter ganz angenehm, eben weil es die eigene Wahrnehmung auf die eigenen Defizite etwas relativiert.
    Und zum zweiten Teil: Das empfand ich ganz und gar nicht bescheuert, im Gegenteil und Du hast ja ganz klar erkannt, dass ich da falsch lag, also kann so bescheuert gar nicht gewesen sein
    Ich hab ein Talent mich reinzusteigern und dann wird die Welt um mich herum schnell immer kleiner ... woher kennt man das nur?

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