Hallo zusammen,

Nach fast 1 1/2 Jahren Wartezeit habe ich heute einen Anruf aus Bochum bekommen. Diagnostik in etwas mehr als einer Woche.
Da hatte ich jetzt gar nicht mehr mit gerechnet. Ich dachte, die hätten mich vergessen. Wollte eigentlich auch schon längst mal da angerufen und nachgefragt haben. Habe ich natürlich nicht. Und jetzt kam der Anruf völlig überraschend heute Nachmittag.

Die Ärztin/Psychologin war mir am Telenfon schonmal sehr sympathisch und sehr nett und hat mir auch kurz gesagt, was mich erwarten wird (Gespräch und 3x Aufmerksamkeitstests, Gesamtdauer ca. 3h).

Ich bin so aufgeregt jetzt. Himmel, wie soll ich mich denn so lange konzentrieren? Und was wenn ich "zu gut" abschneide bei den Tests? Wenn ich deren Zeit nur verschwende, weil es gar nicht AD(H)S ist, sondern ich einfach nur Bisschen verschwurbelt und faul bin? Oder sonst einen an der waffel habe? Mein Lebenslauf schreit nicht gerade AD(H)S. Relativ gradlinig und so. Anderseits hat mich DAS auch extrem viel gekostet und in völlig Erschöpfung getrieben. Ich weiß einfach nicht ... was, wenn ich mir das alles nur einrede und mich lächerlich mache? Oder - was, wenn es doch stimmt und ich so gnadenlos grottenschlecht abschneide, dass ich mich in Grund und Boden schämen möchte?

Ich weiß ja, dass ich den Ärzten da einfach vertrauen sollte und die Tests so gut machen wie ich eben kann und dann abwarten.
Mir zieht sich bei dem Gedanken aber trotzdem alles zusammen.
Mein Selbstwert ist so an Leistung gekoppelt, dass jede Art von Fremdbewertung bei mir Panik und (Versagens-)ängste auslöst.

Einerseits will ich's endlich wissen und die Sache abharken, anderseits...

Grundgütiger.

[Hier waren doch sicher Einige zur Diagnostik auch in der LWL Bochum. Wie war das so für euch?]