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Diskutiere im Thema Diagnose bei einem Allgemeinmediziner? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Moin,

    ich habe nun einen Termin bei einem Allgemeinmediziner bekommen. Der Name ist sicherlich im Hamburger Raum bekannt. Ich glaube man darf ja keine Namen nennen. Auf jeden Fall ist dieser Termin abzusehen und nicht erst in ein paar Monaten wie bei anderen Adressen. Für mich ist die schnelle Diagnostik und evtl. auch Medikation recht wichtig, weil mir diese helfen kann um aus meiner Situation raus zu kommen. Nun würde ich gern wissen, kann ein mit ADHS-vertrauter Arzt genauso die Diagnose stellen wie ein Psychiater? Und wie sieht es mit der Medikation aus? Geht das auch bei Erwachsenen?

    Danke Euch schon mal.

    Berta

  2. #2
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Ja, kann er auf jeden Fall schon, wenn er denn wirklich AD(H)S kundig ist. Mein Arzt ist eigentlich auhc Allgemeinmediziner (hat aber 50% ADS Patienten) und im Fortgeschrittenen Alter und hat mich auch getestet über einen längeren Zeitraum, aber bestimmt ging die Diagnostik da immer noch schneller von statten als bei einer dieser Spezialambulanzen. Auf jeden Fall hat mihc mein Arzt vom Wissen her vollstens überzeugt (is echt der beste Arzt den ich je hatte) und ich war super super froh dort gelandet zu sein. Der ist wirklich super kompetent und verständnisvoll und auch immer in Kontakt mit diesen Spezialambulanzen und die rufen ihn sogar auch bei Fragen an und so. Er war hier in Deutschland bestimmt einer der ersten die sich überhaupt mit AD(H)S beschäftigt hat, könnte ich mir vorstellen, mein Arzt ist irgendwie in Amerika (1981) auf das THema gekommen und hat sich von da an intensiv damit beschäftigt. Er hält sogar zahlreiche Vorträge über ADHS....... Vieleicht hast du auch so Glück und dein Arzt ist auch genauso so jemand. Nur weil einer ein Psychiater ist heist das nicht, das er deswegen besser ist. Ich war vorher in der allgemeinen Psychiatrie, dort wurden nur für mich wirklich wikrlich verhängnisvolle Falschdiagnosen gestellt, ic h kann sooo froh sein, da endlich raus zu sein.....

    Alles Gute
    LG Canary
    Geändert von Canary (22.05.2015 um 15:58 Uhr)

  3. #3
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Super, danke, das hilft mir schon mal. Canary. Soweit ich informiert bin, kennt er sich sehr gut aus. Ich glaube da muss ein persönliches Interesse dahinter stehen. Bin auf jeden Fall mal sehr gespannt.

    Wie ist das mit Medikamenten? Hat er Dir da auch was verschrieben?

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Es gibt keine Verordnung, die einem Allgemeinmediziner verbietet, das Diagnostikverfahren durchzuführen. Es ist ihm aber untersagt, BtM-Medikamente zu verschreiben1) (Strattera dürfte er verschreiben). Aber das entspricht nicht der guten Praxis unter Ärzten. Ich nehme an, dass Fachärzte die Diagnose eines Allgemeinmediziners nicht akzeptieren würden.

    Es kann aber durchaus sein, dass dein Arzt eine Zusatzqualifikation in ADHS-Kunde hat. Daher kann er auf diesem Gebiet äußerst kompetent sein. Es fehlt ihm lediglich ein Zeugnis, dass ihn zu einem Facharzt für Nervenheilkunde macht, denn nur die dürfen ADHS-BtM-Medikamente verschreiben.
    Geändert von Steintor (22.05.2015 um 18:09 Uhr) Grund: Index hinzugefügt

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Steintor schreibt:
    Es gibt keine Verordnung, die einem Allgemeinmediziner verbietet, das Diagnostikverfahren durchzuführen. Es ist ihm aber untersagt, BtM-Medikamente zu verschreiben (Strattera dürfte er verschreiben).
    Mein Arzt ist Facharzt für Allgemeinmedizin und verschreibt mir Concerta (und vormals auch Medikinet) und damit BTM-Medikamente.
    Es scheint also Ausnahmemöglichkeiten zu geben.

    Steintor schreibt:
    Aber das entspricht nicht der guten Praxis unter Ärzten. Ich nehme an, dass Fachärzte die Diagnose eines Allgemeinmediziners nicht akzeptieren würden.
    Auch hier kann ich von meinem Arzt berichten, dass die Fachärzte seine Diagnose jeweils bestätigt haben, ... eine Ausnahme gab es allerdings in der Tat, das war ein Gutachter der DRV, bei dem war es aber eher das Problem, dass er wohl unbedingt irgendwie seine "Duftmarke" hinterlassen musste, denn der hatte wohl auch Probleme mit den beiden anderen Diagnosebestätigungen der Fachkliniken ... so sind die eben manchmal.

    Steintor schreibt:
    Es kann aber durchaus sein, dass dein Arzt eine Zusatzqualifikation in ADHS-Kunde hat. Daher kann er auf diesem Gebiet äußerst kompetent sein. Es fehlt ihm lediglich ein Zeugnis, dass ihn zu einem Facharzt für Nervenheilkunde macht, denn nur die dürfen ADHS-BtM-Medikamente verschreiben.
    Wie gesagt ist mein Arzt Allgemeinmediziner.
    Allerdings ist er auch ausgebildeter Psychotherapeut, aber in dem Bereich nur privat tätig, weil damit nicht kassenzugelassen.
    Die können das seit der "tollen" Gesundheitsreform nicht mehr beides gleichzeitig sein, früher ging das, heute nicht mehr, irgendwie können die Kassen das mit ihrem Punktesystem nicht mehr abrechnen, so war jedenfalls seine Erklärung.
    Wenn er Therapie über die kasse als Kostenträger macht, muss das für den jeweiligen Einzelfall beantragt und von der Kasse genehmigt werden (was bei mir auch bis jetzt geklappt hat, aber für den Arzt ein heidenaufwand bedeutet, die wollen denen das anscheindend hübsch schwer machen ....).

    Aber es scheint schon die Möglichkeit zu geben, dass auch Allgemeinmediziner BTM-Rezepte ausstellen können/ dürfen.
    Ich kann mich aber auch daran erinnern, dass es denen sehr erschwert wurde, aber es scheint ihnen nicht gänzlich unmöglich gemacht worden sein.

    Was die Frage nach der Diagnostik angeht ..... schwer.
    Generell könnte man sagen, dass die diagnose nicht das große Problem ist.
    Da gibt es strukturierte Interviews und eigene Testungen, da könnte man theoretisch jeden mit vertraut machen.
    Bleibt die Frage, inwiefern dann dennoch die Fachkunde und die Erfahrungen vorhanden sind, um vielleicht doch etwas tiefer hinter die Fassade schauen zu können.

    Jemand, der tagtäglich mit Betroffenen im Rahmen von Therapien etc. zu tun hat, wird sicherlich einen anderen "Blick" haben, als jemand, der das mehr oder weniger "nur so nebenbei" macht.
    Ich weiß nicht, welcher Arzt das im hamburger Raum ist, aber wenn der sich in die Richtung schon spezialisiert hat und als fachkundig angesehen wird, dann hätte ich auch da das nötige Vertrauen.

    Einen Arzt für eine Diagnose zu finden, ist für uns eher weniger das Problem, obwohl das an sich schon schwer genug ist.
    Viel schwieriger ist es aber, nach der Diagnose auch eine kompentente Behandlung zu bekommen, da trennt sich dann ganz schnell die Spreu vom Weizen.
    Und nur mit der Diagnose und einer Medikation behandelt man eine ADHS meist nicht besonders effektiv...


    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Wurde das mal geändert oder betrifft das mittlerweile nur die Erwachsenen? Ich weiß zumindest von früher mind. 2 Kinderärzte die MPH verschrieben haben, einer davon (auch Allgemeinmediziner) sogar mir selbst. Es gab keinerlei Probleme, weder mit der Apotheke noch mit der Krankenkasse.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Nachdem ich ein Diagnoseverfahren bei einem Nervenarzt gemacht habe und mehr als unglücklich bei ihm war, bin ich auch zu einem Allgemeinmediziner mit ADHS/ADS Erfahrung/Spezialisierung gewechselt. Ich habe gerade auf den Stempel auf dem Rezept nachgesehen.... Steht Allgemeinmediziner!

    Wünsche dir alles alles GUTE

    LG

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Fliegerlein schreibt:
    Aber es scheint schon die Möglichkeit zu geben, dass auch Allgemeinmediziner BTM-Rezepte ausstellen können/ dürfen.
    Selbstverständlich. BtM-Rezepte dürfen sie ausstellen, wenn sie die Erlaubnis nach BtMVV bekommen haben. Meine Hausärztin in Celle stellt mir auch die Rezepte für Medikinet Adult aus, wenn ich oben bin.

    Ich habe mich oben nicht genau ausgedrückt. Ich meine die Medikation im Anschluss an die Diagnostik. Das erste BtM-Rezept, quasi, darf ein Hausarzt nicht ausstellen, denn im Beschluss der g-ba (der mittlerweile gesetzescharakter hat), steht:

    Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (g-ba) schreibt:
    Die Arzneimittel dürfen nur von einem Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern und/oder Jugendlichen verordnet (Fachärztin/Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin; Fachärztin/Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie; Fachärztin/Facharzt für Nervenheilkunde, für Neurologie und/oder Psychiatrie oder für Psychiatrie und Psychotherapie, ärztliche Psychotherapeuten mit einer Zusatzqualifikation zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen nach § 5 Absatz 4 der Psychotherapie-Vereinbarungen) und unter dessen Aufsicht angewendet werden. In Ausnahmefällen dürfen auch Hausärztinnen/Hausärzte Folgeverordnungen vornehmen,
    wenn gewährleistet ist, dass die Aufsicht durch einen Spezialisten für Verhaltensstörungen erfolgt
    .
    Quelle: https://www.g-ba.de/downloads/39-261...ntien_BAnz.pdf

    Der letzte Satz, den ich rot markiert habe, ist wichtig.


    Der zitierte Text gilt seit dem 31. März 2013 auch für Erwachsene (die Kinderärzte können bis Vollendung des 21. Lebensjahrs zuständig sein).
    Quelle: https://www.kv-rlp.de/nachrichten/na...en/?sword_list
    Geändert von Steintor (22.05.2015 um 18:27 Uhr)

  9. #9
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Erratum:

    Der mit dem Index 1) im Posting #4 von mir geschriebene Satz ist falsch.

    Der Satz müsste richtig lauten:

    "Es ist ihm aber untersagt, BtM-Medikamente unmittelbar nach der Diagnostik zu verschreiben"

  10. #10
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Diagnose bei einem Allgemeinmediziner?

    Julimond schreibt:
    Wurde das mal geändert oder betrifft das mittlerweile nur die Erwachsenen? Ich weiß zumindest von früher mind. 2 Kinderärzte die MPH verschrieben haben, einer davon (auch Allgemeinmediziner) sogar mir selbst. Es gab keinerlei Probleme, weder mit der Apotheke noch mit der Krankenkasse.
    Es geht um das erste BtM-Rezept.

    Kinderärzte dürfen die erste Medikation verordnen, aber keine Allgemeinmediziner (wobei diese früher auch die Erstmedikation durchführen konnten). Im Anschluss an die Erstmedikation dürfen auch Allgemeinmediziner BtM-Rezepte ausstellen, aber nur im Auftrag der Fachärzte. Der Psychiater, der meine Erstmedikation verordnet hat, hat schriftlich meinen Hausarzt ermächtigt, die Folgemedikation durchzuführen.

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