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Diskutiere im Thema Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    Ich habe auch den Eindruck, dass stationär ungerne Methylphenidat verordnet wird. Ich denke es liegt daran, dass die Krankenkassen dann die Notwendigkeit einer stationären Behandlung beschreitet, da eine Methylp.-Therapie auch ambulant durchgeführt werden kann.
    Ebenso gab es ja früher keine stationäre ADHS-Behandlung, wodurch es so interpretiert werden kann, dass bei ADHS stationär immer unnötig ist.
    Die Kasse sitzt am längeren Hebel und zahlt einfach nicht.
    Deshalb diagnostizieren Psychiater immer ne Begleitstörung und verordenen lieber gegen diese ein Medikament.
    Deshalb oft Elontril. Würden sie zusätzlich Methylp. verordenen, dann würden sie Gefahr laufen kein Geld zu bekommen. Deshalb nur Elontril.
    Ich habe auch einige Aussagen von Kliniken mit ADHS-Ambulanzen, dass sie keine Medikamentenfindung stationär durchführen.

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    P.Milli schreibt:
    Ich habe auch den Eindruck, dass stationär ungerne Methylphenidat verordnet wird. Ich denke es liegt daran, dass die Krankenkassen dann die Notwendigkeit einer stationären Behandlung beschreitet, da eine Methylp.-Therapie auch ambulant durchgeführt werden kann.
    Naja eher nicht, denn das ergibt so keinen Sinn.

    Es stimmt schon, dass man eine stationäre Behandlung ja selten nur (im Sinne von ausschließlich) aufgrund einer ADHS bekommt.

    Da hängt dann üblicherweise tatsächlich auch noch mehr mit dran, das ebenfalls, meist sogar primär behandelt werden muss.

    Diese Komorbiditäten schreiben die Ärzte nicht mit auf, damit der Patient eine Bewilligung bekommt, sondern die sind schon auch wirklich vorhanden.
    Sicher, es muss eine gewisse Dramatik in den Berichten stehen, die einen Klinikaufenthalt rechtfertigt, aber das ist eine eigene Sache.

    Zum Anderen nützt eine rein medikamentöse Behandlung, entgegen vielfacher Meinung, gar nichts.
    Durch die Medikamente "geht die ADHS nicht weg".
    Sie normalisiert einen Zustand nur innerhalb eines gewissen Rahmens und sorgt erstmal dafür, dass ein Betroffener überhaupt therapiefähig wird und wird durch sie erstmals in die Lage versetzt, überhaupt etwas zu erlernen, was ihm aufgrund der Störung bis dahin gar nicht möglich war.
    Und das Startposting von Brillo29 zeigt das ja auch sehr gut, es wurde zwar eine Therapie gemacht, aber die war eher für die Katz.
    Das ist auch nicht weiter verwunderlich, sondern im Gegenteil, logisch und zu erwarten.

    In Kliniken, die auf ADHS entsprechend spezialisiert sind, weiß man das inzwischen auch.

    Um eine wirksame Therapie durchzuführen, ist in den allermeisten Fällen beides geboten, sowohl medikamentös, als auch therapeutisch.

    Hat man damit eine gute Basis geschaffen, kann man ambulant weitermachen und der Betroffene kann dann auch durchaus später ohne weitere Therapie auskommen und bei einigen wenigen ist es sogar möglich, und da reden wir dann aber von einem langen Zeitraum, der vergangen ist, bevor man da angelangt ist, auch ohne Medikament auszukommen, weil er ein gutes und passendes Umfeld und ein gut funktionierendes Management hat.

    Ich war in zwei Kliniken und in keiner hatte man ein Problem mit der MPH-Behandlung, im Gegenteil, man hat durchaus darauf geachtet, dass sie auch durchgeführt wird, eben damit die therapie überhaupt auch eine Wirkung zeigen kann.
    Das erste Mal wurde ich im Rahmen einer beruflichen Reha, also über Rentenversicherung als Kostenträger und beim zweiten Mal als Akutaufnahme mit Kostenträger Krankenasse aufgenommen.
    Beide Anträge wurden sofort nach Antragstellung bewilligt, ich musste nicht mal Widerspruch einlegen (was mal wirklich verwunderlich war ....)
    Und in beiden Fällen wurde ich vorher auch schon ambulant, sowohl medikamentös, als auch therapeutisch behandelt, aber es hat halt nicht gereicht.

    Bei medikamentöder Erstbehandlung kann man sogar in einer Klinik den Vorteil haben, dass die Eintritierung dort besser läuft, weil man dem Patienten dort ja viel näher ist.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    ADHS ist eben eine neurobiologische Funktionsstörung. Diese Funtionen werden durch Stimulanzientherapie freigeschaltet, können stattfinden. Damit ist das ADHS behandelt.
    Liegen aber ebenso schwere Störungen vor, wie Borderline, dann kann man sicherlich behaupten, dass bei diesen Patienten erst eine Borderlinetherapie durchführbar wäre.

    Es gibt sicherlich einige kliniken, die wissen wie sie ihre Geld bei stationärer ADHS Behandlung bekommen. Aber grundsatzlich lehnen Kliniken idR stationäre Behandlung ab, auch in schweren Fällen. Es steht sogar bei einigen Kliniken auf den HPs. Nur stationäre ADHS-Behandlung falls ein Abhänigkeitssyndrom oder sonst was vorliegt.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    @P.Milli

    Ganz so ist es nicht.

    Warum berichten sonst sehr viele unserer User hier, dass ihre ADHS stationär behandelt wurde!?

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    P.Milli schreibt:
    ADHS ist eben eine neurobiologische Funktionsstörung. Diese Funtionen werden durch Stimulanzientherapie freigeschaltet, können stattfinden. Damit ist das ADHS behandelt.
    Das ist eine schöne, aber nicht mehr als eine Wunschvorstellung ...

    Durch die Medikation wird die ADHS nicht einfach behandelt und weg ist sie.
    Das hätten wir zwar gerne, aber leider funktioniert das nicht.

    Und das aus mehreren Gründen.
    Zum Einen z.B. ist die Medikation gar nicht in der Lage, die kompletten AHS-bedingten beeinträchtigungen zu eliminieren oder auch nur zu lindern, sondern nur einen Teil davon.
    Das ließ sich auch durchaus schon anhand von FMRT's nachvollziehen.
    Die Medikation lindert einen Teil der Symptome, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    ADHS ist eine sehr komplexe Spektrumsstörung, so einfach geht das nicht, sie "wegzumachen".

    Das zu glauben ist leider nicht mehr als ein Wunschtraum, aber nicht realistisch.

    Dann kommt zum Anderen hinzu, dass, je später die ADHS erkannt und behandelt wird, sich die Beeinträchtigungen, und vor allem die Entwicklungsverzögerung in den Exekutiven Funktionen (und auch das ist inzwischen nachgewiesen, die Verzögerung beläuft sich auf etwa 30%, ein Mensch mit 18 Lebensjahren hat also ein sog. exekutives Alter von 12,5 Jahren) mehr und mehr dazu führen, dass wir bestimmte übliche Verhaltensweisen nicht oder nur unzureichend erlernt haben.
    Und das wird auch in der Folge so bleiben und muss therapeutisch behandelt werden.
    Die Medikation gibt, wie gesagt, die Fähigkeit diese Funktionen zu erlernen, die kommen aber mit der Medikation nicht einfach von selbst.

    Weiterhin weiß man inzwischen, dass die EF sich nicht nur entsprechend verzögert entwickeln, sondernw enn sie sich dann, ws meistens zu Beginn der dritten Lebensdekade der Fall ist, ausleveln, erreichen sie nicht den gleichen Level wie bei Nichtbetroffenen.

    Das Dumme an dieser ganzen Nummer ist leider, dass man bis zum Erreichend ieses Auslevelns, eben bis etwa anfang Dreißig, selbiges gar nicht merkt oder wahrnimmt, denn so beschissen es auch ist, aber die EF entwickeln sich stufenweise ihrer Wichtigkeit nach, wie eine Pyramide und ausgerechnet die Selbstwahrnehmung ist die letzte der sich entwickelnden EF.

    Und es sei auch ausdrücklich angemerkt, dass das nicht bedeutet, dass man irgendwie "zurückgeblieben" wäre, das ist nicht der Fall, es sind ausschließlich die EF, also die sog. höheren Handlungsfunktionen und nicht die Intelligenz, die das betrifft.

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    Bevor es Verwirrung stiftet, hier noch eine kurze Erläuterung zu dem Begriff "exekutives Alter", auch wenn es OT ist...

    Wie gesagt bedeutet das nicht, dass wir "geistig zurückgeblieben" wären, das ist nicht der Fall.

    Zu den EF, also den höheren Handlungsfunktionen, gehören solche Fertigkeiten wie Panung, Vorausplanung (ADS-Betroffene sind, was man besten als "zeitblind" bezeichnen kann", Strukturieren, Priorisieren Koordinieren von komplexen Abläufen, oder besser ausgedrückt:
    Das (zeitliche) Planen von mehreren verschiedenen Handlungsabläufen, die auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet, sind.

    Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass viele ADS-Betroffene zwar die Schule schaffen, sogar das Abitur, aber dann, im Studium, fällt das ganze Kartenhaus zusammen.
    Plötzlich muss man all seine Vorlesungen und Hausarbeiten und dazu noch seinen Tagesablauf selbst planen und koordinieren und wenn dann auch noch der erste eigene haushalt dazu kommt, dann ist der Overload vorprogrammiert.
    Viele ADHS-Betroffene (die meisten sogar) schaffen es trotz hoher oder ausreichender Intelligenz nicht mal bis zum Studium, sondern erhalten Schulabschlüsse weit unter ihrem eigentlichen Intelligenzniveau.

    Die Betroffenen haben das Lebensalter und die Intelligenz und auch die Schulbildung für ein Studium, aber die beeinträchtigten EF stehen ihnen im Wege, sie können nicht planen, koordinieren, sie verlieren den Überblick und stürzen ins Chaos ...
    Von den Bereichen aus gesehen, kann das gar nicht klappen.
    Niemand würde von einem oder einer 12- bis 14-jährigen, trotz hoher Intelligenz erwarten, dass er oder sie ein Studium allein planen und bewältigen kann.
    Über die Probleme in Sachen Belohnungsaufschub und die damit verbundene Motivation will ich gar nicht erst anfangen ...

    All diese Beeinträchtigungen lassen sich nicht einfach mit einer Medikamentengabe "wegmachen".
    Die Medikation hilft dabei, die neurologischen Bedingungen weitgehend wiederherzustellen, aber damit wird überhaupt erstmal nur die Basis geschaffen, diese Dinge zu lernen, denn müssen erlernt werden.
    Kein Medikament dieser Welt bringt Wissen, MPH schafft die Möglichkeit es zu erlangen und zu behalten.

    Dazu kommt noch schwerwiegend, und da zitiere ich mal wieder Barkley:
    "ADHS ist keine Störung des Wissens, sondern eine Störung, dieses Wissen überhaupt anzuwenden"

    Soll heißen:
    Viele ADHS-Betroffene sind sich über die einzelnen Abläufe durchaus im Klaren, aber sie können es nicht anwenden.
    Wie Barkley es so bildhaft ausdrückte (was auch im Rahmen der FMRT's gut beobachtet werden konnte):
    "Der hintere Teil des Gehirns ist der, in dem das Wissen sitzt, der vordere Teil des Gehirns ist für das Umsetzen und die Anwendung des Wissens zuständig.
    Es ist, als wäre der hintere Teil wie mit einem Messer vom vorderen abgeschnitten."


    Das alles wird durch das Medikament nicht einfach "ausgebügelt" ... so schön das auch wäre.

    Man muss es managen.
    Viele der Funktionen können (und müssen) externalisiert werden.
    Ein Mensch, der z.B. nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, kann tausend Mal üben, wieder zu gehen und er weiß ja auch, wie das geht, aber die Nervenbahnen sind unterbrochen.
    Aber statt immer wieder das Gehen zu üben und daran zu scheitern, kann er andere Wege der Mobilisierung gehen.
    Ähnlich ist es auch bei ADHS.
    Ein gutes ADHS-Management ist wichtig und eine Medikation kann das nicht ersetzen.
    Um das zu können, bedarf es aber externer Hilfe, so schaut's nun mal aus.

    Eine erfolgreiche ADHS-Behandlung / bzw. ein erfolgreiches ADHS-Management, besteht immer aus einer sowohl therapeutischen, als auch medikamentösen Behandlung.
    Weder eine ausschließlich therapeutische, noch eine ausschließlich medikamentöse Behandlung werden zum Ziel führen.
    Geändert von Fliegerlein ( 3.05.2015 um 00:45 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    Hi zusammen,

    seit Dienstag nehme ich nun Medikinet 5 mg 2x täglich. Eine Wirkung verspüre ich allerdings noch nicht wirklich. Ist das normal?

    Habt ihr anfangs auch "Schlafmittel" (Seroquel) genommen?

    Lieben Gruß

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    Ja, das ist durchaus normal.
    Nicht selten wird die Wirkung auch eher vom Umfeld bemerkt, als von einem selbst .

    Bei mir war es so, dass mir das Umfeld und auch mein Thera gesagt haben, dass ich deutlich besser in Gesprächen folgen kann, den roten Faden wieder aufnehmen kann, wenn kurz vom Thema abgeschweift wurde (was ich sonst nicht so besonders gut kann, eben typisch ADHS mit dem geschrotteten Arbeitsgedächtnis ).
    Und auch komplette, geschlossene Sätze reden konnte, ohne sie abzuhacken und gleich in was anderes zu stolpern, das raus musste, bevor ich es vergesse.

    Ich selber habe das eher nicht gemerkt und spüre eine Art "Wirkung" auch heute noch nicht, außer an eben diesen genannten Dingen.
    Das einzige, was ich an der Wirkung merke ist, wenn ebenselbige nachlässt ... dann kommt der Rebound und da bemerke ich schon deutlich, dass einige der Symptome, besonders die Reizoffenheit und der Gedankenabriss, schlimmer werden.

    Das war mit Medikinet besonders schlimm; seit ich Concerta bekomme, ist das wesentlich weniger ausgeprägt, aber noch spürbar.

    Ansonsten bist du ja aktuell, soweit ich das verstehe, in der Einstellphase, so dass es sein kann, dass noch eine andere Dosis gefunden wird.
    Gib Dir ein wenig Zeit, damit sich das alles einspielen kann und schau mal, ob dein (eingeweihtes) Umfeld vielleicht eine Veränderung erkennen kann und verlass Dich im Zweifelsfal lieber auf das Umfeld, als auf Deine eigenen Beobachtungen.


    Schlafmittel sind auch nicht ungewöhnlich, da ADHS-Betroffene syndrombedingt auch einen schlechteren Schlaf haben, besonders die Tiefschlafphasen sind davon betroffen.
    Wobei die Schlafmittel auch ein zweischneidiges Schwert sind, denn besser wäre es, wenn das Medikament eher den Schlaf einleitet.
    Bei vielen Schlaf fördernden Mitteln ist es, soweit ich mich erinnere, so, dass sie auch die Schlafphasen beeinflussen und das wäre gerade im Hinblick auf Personen, die ohnehin schon Probleme in den Tiefschlafphasen haben, nicht unbedingt hilfreich.
    Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, dass Martin Winkler (web4health) dazu schon mal was geschrieben hat, aber frag mich nicht wann und wo, habbich vergessen

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

    Gibt es denn so große Unterschiede zwischen den einzelnen Mitteln (Medikinet, Concerta...)? Ist da nicht überall der gleiche Wirkstoff (Methylphenidat) enthalten?

    Und warum bin ich immer noch so müde? Kommt das durch das "Schlafmittel"? Eigtentlich müsste das Medikinet diese Nebenwirkung doch aufheben, oder?

    Wie schaut es mit Sport aus? Darf ich normal Sport treiben, oder muss ich irgendwas beachten?

    Entschuldigt die Fragerei, aber das muss ich alles wissen. 😋 :-)

    Gruß


    P.S.: Die Ärztin war heute etwas verwundert, als ich ihr sagte, dass ich noch nichts wirklich merke. Daraufhin meinte sie nur, dass man das Mittel langsam einschleichen müsse. Also wird meine Dosis wahrscheinlich noch dementsprechend angepasst, oder?

    Ich nehme Medikinet übrigens in Retard-Form (Langzeitwirkung) ein. Ist das normal?
    Geändert von Brillo29 ( 6.05.2015 um 18:15 Uhr)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ich weiß nicht mehr weiter... Hilfe!

    Brillo29 schreibt:
    Gibt es denn so große Unterschiede zwischen den einzelnen Mitteln (Medikinet, Concerta...)? Ist da nicht überall der gleiche Wirkstoff (Methylphenidat) enthalten?
    Ja, der Wirkstoff ist der gleiche, der Unterschied besteht in der Art der Freisetzung.
    Concerta ist ein dreifachretardiertes Medikament, d.h. es verhält sich so, als würde man über den Tag drei mal ein unretardiertes Medikament nehmen.

    Es gibt auch unter den Retardierten wieder Unterschiede in der Form der Freisetzung.
    Das könnte an dieser Stelle aber ein wenig zu weit gehen, die zu erklären, weil OT.

    Brillo29 schreibt:
    Und warum bin ich immer noch so müde? Kommt das durch das "Schlafmittel"? Eigtentlich müsste das Medikinet diese Nebenwirkung doch aufheben, oder?
    Da bin ich weitgehend überfragt.
    MPH ist kein "Wachmacher", jedenfalls sollte es als solcher nicht verwendet werden.
    Über die Müdigkeit solltest Du aber auf jeden Fall mit Deiner Ärztin reden.

    Brillo29 schreibt:
    Wie schaut es mit Sport aus? Darf ich normal Sport treiben, oder muss ich irgendwas beachten?
    Soweit ich weiß, ist das kein Problem.
    Bei mir wurde und wird gelegentlich auch ein EKG gemacht und ansonsten darf ich normal sporten.

    Brillo29 schreibt:
    Entschuldigt die Fragerei, aber das muss ich alles wissen.  :-)
    Alles gut, dafür ist das Forum ja da

    Brillo29 schreibt:
    P.S.: Die Ärztin war heute etwas verwundert, als ich ihr sagte, dass ich noch nichts wirklich merke. Daraufhin meinte sie nur, dass man das Mittel langsam einschleichen müsse. Also wird meine Dosis wahrscheinlich noch dementsprechend angepasst, oder?
    Das ist der übliche Weg, ja.

    Brillo29 schreibt:
    Ich nehme Medikinet übrigens in Retard-Form (Langzeitwirkung) ein. Ist das normal?
    Inzwischen schon.
    Früher (naja, solange ist das auch noch nicht her) hat man die richtige Dosis mit unretardiertem MPH eingestellt, weil sie eben kürzer wirken.
    Heute ist das meines Wissens nach auch mit retardiertem üblich.
    Geändert von Fliegerlein ( 7.05.2015 um 09:03 Uhr) Grund: BB-Code korrigiert

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