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Diskutiere im Thema Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Hallo ADHS-Chaoten,

    die grundsätzlichen Merkmale beider Störungen sind mir zwar vertraut, ich zweifle und hadere aber schon seit Jahren mit mir in welche Richtung ich mich orientieren soll. Vielleicht könnt ihr mir ja dabei helfen.

    A. Meine Diagnosen:

    1. Als Kind wurde ADHS (damals als minimale cerebrale Dysfunktion) diagnostiziert und behandelt. Ich sprach gut auf eine kurzzeitige Ritalin-Gabe an.
    2. Im Rahmen eines kurzzeitigen Tagesklinik-Aufenthaltes stellte man mit Mitte 20 jedoch eine "Borderline-ähnliche Persönlichkeitsstruktur" fest.
    3. Die ambulante Therapie wurde auf Grundlage einer Panikstörung durchgeführt.

    B. Die Symptomatik:

    1. Permanente innere Anspannung
    2. Schlechte Ernährung zur emotionalen Kompensation
    3. Psychosomatische Beschwerden - Reizdarm, Herzklopfen etc.
    4. Gemütslage schwankt häufig zwischen empathisch-mitfühlend bis wütend-zynisch
    5. Extremer Selbstverwirklichungsdrang / mangelnde Anpassungsfähigkeit

    C. Warum es ADHS sein könnte

    1. ... weil es schon mal diagnostiziert wurde
    2. ... weil ich als Kind auf die Behandlung ansprach
    3. ... weil ich die typische Störung der Feinmotorik habe
    4. ... weil ich ein "Zappelphillip" wäre, wenn ich die Anspannung loslassen könnte
    5. ... weil ich so einen strukturierten Beitrag wie diesen hier lange Zeit in meinem Leben nicht hätte verfassen können

    D. Warum es Borderline sein könnte

    1. ... weil die erworbenen Verhaltensstrukturen eher in diese Richtung gehen (Zynismus etc.)
    2. ... weil der innere Druck das Hauptsymptom darstellt
    3. ... weil eine "Borderline-ähnliche" Persönlichkeit wie gesagt in der Tagesklinik diagnostiziert wurde
    4. ... weil es kurzzeitig Phasen gab in denen ich mich tatsächlich selbst verletzt habe (stand aber nie im Vordergrund)
    5. ... weil ich Beziehungen nicht loslassen kann und sie mit cholerischen Anfällen dennoch häufig gefährde

    E. Welche Medikation & Selbstmedikation wie wirkte:

    1. Tavor & Zopiclon - leider die besten Mittel für mich, die ich wegen Suchtgefahr natürlich nicht regelmäßig nehmen kann
    2. Ritalin - laut meiner Mutter habe ich es vor der Pupertät erhalten und es machte mich ruhiger (meine Erinnerung daran ist nicht so ausgeprägt)
    3. Amphetamin-haltige Substanzen - als Jugendlicher ein paar mal probiert und es hatte eine entspannende Wirkung was für ADHS spricht (leider mit Paranoia am nächsten Tag)
    4. Citalopram - es hilft gegen das was es soll - depressive Episoden - leider ist die Wirkung meist nur beim einschleichen oder einer Erhöhung gut
    5. Trevilor - fürchterliches Antidepressivum das mich extrem hibbelig und panisch machte
    6. Promethazin - der Histamin-Blocker sollte ein Tavor-Ersatz werden, machte mich aber eher unruhig
    7. THC - habe ich als Jugendlicher konsumiert, wirkte bei mir sehr unterschiedlich (aufputschend, entspannend, sedierend, verstörend etc.)
    8. Alkohol - vertrage ich mittlerweile nicht mehr, da ich einen Kater von geringsten Mengen bekomme und depressiv dabei werde
    9. Koffein - in der Cola merke ich es nicht, im Kaffee ist es unangenehm, es sei denn ich habe eine depressive Phase - dann hilft Kaffee
    10. Seroquel - war bereits bei der Einstiegsmenge von 25mg die Hölle - über die innere Anspannung legte sich eine nicht entspannende Müdigkeit

    F. Warum mir eine exakte Diagnose so wichtig ist

    Wie man merkt habe ich mit meinen Mitte 30 schon so einiges probiert und kämpfe immer noch sehr darum eine erträgliche Lebenssituation herzustellen. Ich habe das Gefühl, dass ich ohne exakte Diagnose nur weiter herumeiere. Leider war meine bisherige Therapeutin der Auffassung, dass Diagnosen zweitrangig seien. Deshalb haben wir mehr über akute Baustellen gesprochen.

    Diese Therapie ist nun vorbei und ich bin zwar so weit, dass ich irgendwie funktioniere, aber ich fühle mich immer noch nicht gut. Gute Momente sind Inseln zwischen Anspannung, Angst und Missstimmung. Richtig aus den Sockengehauen hat mich eine schwere depressive Episode letzten Monat. Da wurde mir endgültig klar, dass ich weiterforschen muss.

    Ich weiß, dass das viel Text ist. Aber ich habe bereits versucht im Wesentlichen die Fakten herauszustellen. Sollte die Erwähnung nicht legaler Substanzen ein Problem sein bitte rückmelden. Ich entferne das dann. Ich hielt es im Bezug auf das Gesamtbild aber für wichtig. Danke schon mal für euer Feedback.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 78

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Hallo Linus,

    ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du auf der Suche nach einer Diagnose bist! Das kenne ich aus eigener Erfahrung.

    Während der ADHS Diagnostik kam bei mir auch mal sowas wie "Borderline-ähnliche Persönlichkeitsstruktur". Das hat mich dann erst mal zwei Wochen völlig runtergezogen. Ich habe dann erfahren, dass es bei beiden Störungen ähnliche oder überlappende Symptome gibt. Auch kommen beide Erkrankungen häufig gemeinsam vor. ( Google mal " ADHS komorbidität Borderline" )


    Zu der Ansicht Deiner Therapeutin, Diagnosen seien zweitrangig:

    Wenn Du z.B. eine Infektion hättest, bräuchte man eine mehr oder weniger genaue Diagnose des Erregers um entsprechend zielgerichtet zu behandeln. Es macht z.B. einen grossen Unterschied, ob man eine bakterielle oder virale Infektion hat. Das läßt sich aber in der Regel im Labor herausfinden.

    Bei ADHS ist aber das Krankheitsbild ja sehr variabel und es gibt weder eine Labordiagnostik, die Dir Sicherheit gibt und leider auch keine Ursache, die man gezielt behandeln könnte. Und wie Du hier lesen kannst hilft nicht allen Betroffenen das Gleiche ...Man muss sowieso probieren was hilft und kann letztlich nur die Symptome behandeln. ( Übrigends gibt es wegen der ähnlichen Symptome vond ADHS und Bordlerine, die Vermutung beides könnte gleiche Ursachen "Ätiologie" haben )

    Macht es also wirklich so einen Unterschied für Dich im Bezug Deine Behandlung, welche Diagnose Du hast? Ich weiß es nicht! Aber kläre das doch mal mit Deiner Therapeutin bzw mit anderen Ärzten bevor Du Deine ganze Energie in die Suche nach einer Diagnose steckst, statt in die Behandlung der Objektiv vorhandenen Probleme...

    LG

    KC

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Ich weiß, dass die Behandlung der Symptomatik (gerade in Akutsituationen) wichtiger ist, als das Kind unbedingt beim Namen zu nennen müssen. Diagnosen sind ja letztlich vor allem Schubladen, die aus ärztlicher Sicht von Bedeutung sind.

    Dennoch finde ich es verwirrend, dass jeder Arzt seine persönliche Kategorie für mich zu finden scheint. Je nach dem wo ich vorstellig wurde hieß es entweder Panikstörung, Depression, Borderline-ähnliche Persönlichkeisstruktur oder Verdacht auf ADHS.

    Meine Therapie fokussierte sich vor allem auf die Punkte Alltagsstruktur und Essverhalten. Die psychatrische Behandlung stützt sich auf Citalopram als Dauermedikation und Tavor bei Bedarf.

    Es wird also vor allem Angst & Depression behandelt, während die wohl zugrunde liegende Persönlichkeitsstörung (sei es ADHS, Bordelrine oder beides zusammen) dafür sorgt, dass sich die Grundproblematik nicht ändert. Das Ergebnis ist, dass ich nun besser erwartungsgemäß funktioniere. Die Lebensfreude hat über die Jahre aber eher ab- als zugenommen.

    Deshalb ist mir eine jetzt echte Diagnose wichtig. Die letzten 5 Jahre drehte sich alles um akute Baustellen, nun möchte ich an den Kern der Sache - Grundkonflikte auflösen, ein 100% auf die Problematik zugeschnittene medikamentiöse Behandlung etc..

    Ich erwarte natürlich keine wundersame Erkenntnis im Austausch mit euch, aber manchmal ist die Perspektive von ebenfalls Betroffenen bedeutsamer, als die des behandelnden Arztes.

  4. #4
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Hallo Linus 78
    Also erst mal muss ich sagen, dass viele Symptome die du beschrieben hast auch haargenau so bei mir vorkommen, aber erst mal muss ich dich (aus eigener bitterer Erfahrung) vor der Diagnose Borderline warnen!!!!!!! Das was du beschreibst (auch bei D.) würde ich eher in Richtung ADHS einordnen als in Richtung Borderline, aber erstens , das ist meine Meinung und ich bin vor allem kein Arzt oder Therapeut!!!! Ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen. Ich wurde erst 6 Jahre lang als Borderliner behandelt (leider); was tragisch ( lebensgefährlich!!!) endete. Es wart so, das ich bei jemand anderen das sich selbst verletzten abgekuckt habe (ein Borderline/ADS Doppeldiagnose-Mensch): Ich konnte mich so gut mit ihm identifizieren und habe es mit 24 selbst probiert, es half gegen meine Anspannung kurze Zeit und vor allem gegen meinen Jähzorn, Dann informierte ich mich etwas über Borderline und na ja maches passte, das neuerdings Selbstverletzten kommt noch hinzu und ADHS und Bordeline ähnelt sich auf dem ersten Blick ja wirklich sehr.... Dann hab ich mich da reingesteigert und reingesteigert das übernommen... Kam auch sofort in Therapie und tada Diagnose Borderline... Dann kamen Tabletten: Beruhigungsmittel, ich erhoffte mir Entspannung (sooooo sehr) und das mein Bein aufhört ständig so nervös zu wippen.... Fehlanzeige!!!!! und herbe ENTTÄUSCHUNG, dann wurde weiter rumprobiert: Medikamentencocktail.... Promehtazin/Seroquel, das gleiche wie bei dir (Müdigkeit quälend wie verrückt und inner Druck größer) SCHRECKLICH!!!!!!! So, und unter all den Medikamenten bin ich so wie es mir jetzt scheint erst so richtig zum Borderliner geworden, ritzte mich munter weiter, weil Borderlner es so tun, nicht weil ich es wirklich gebraucht hätte.... Ich hab von den Borderliner gelernt meine ADHS Symptome zu kompensieren ode rso was in der Art, es ist leichter sich hängen zu lassen, munter zu shcneiden oder sich selbst zu schaden, als immer unter dem Überkompensieren vom ADS (leistungsdruck!!!) zu leiden. Ich war (bin) immer zeimlich hyperaktiv teils auch und bin ständig in Erschöpfungsdepris gelandet, weil selbst überfordert (Pseudo-Borderline war Ventil) und war mit Beruf/Schule überfordert..... Dann bekam ich 6 Jahre abhängigmachende SCHLAFMITTEL (die gar nicht richtig wrkten, ich ging erst ins Bett alsdiese aufhörten zu wirken, was ic hdamamls nicht wusste) verschrieben, wurde böse abhängig, im ENTUZG war mir so übel, das ich nix mehr essen konnte und wiege sowieso nur 45 kg ohne eine Essstörung zu haben, wog dann wegen Entzug Nur noch 39 kg am Ende und kam in die Klinik: "Magersucht" (waaaas?!?!? Das habe ich doch gar nicht!). Angstzustände wie die Hölle, ohne Ende, die hauten mir Valium; Promehtazin rein, wirkte in das Gegenteil, Tavor (war geputscht) ABER HALF wenigstens gegen Angst, ah< ja unter Seroquel hab ich nur rum geheult.... In der Zeit merkte ich ganz deutlich es kann nicht Borderline sein und dann musste ich einen Entzug machen der ein über ein halbes Jahr dauerte, von Medikamenten die paradox wirkten und hab dagegen Medikamente die paradox wirkten genommen, das war kein Spass.... Das war tot Ernst........ Entschuldingung, ich hab zu wiet aausgeholt, aber, was ich damit sagen will, jetzt nach der ADS Diagnose weis ich das alle meine Probleme daherkommen und sonst nirgendwo.... In der allgemeinen Psychiatrie und in den Kliniken kreigt fast jeder mit ADHS erst mal den Borderline Stempel aufgedrückt, kein Wunder!!!!!!! Die kenne ADHS ja auch nicht und nehmen es nicht ernst und der Patient is ma ENDE IMMER DER schuldige, sowie ich nach 6 JAHREN aus meiner Therapie während laufender Erwerbsminerungsfeststellung von meinem Therapieplatz rausgeworfen wurde.... Aber war gut so, denn jetzt bin ich bei einem wriklich guten ADHS Spezialisten gelandet und jetzt wird es besser und klärt sich alles auf. Ich glaube die 100% Hilfe und Besserung wersen wir wohl nie finden, aber es ist wenigstens mal Hilfe an der Richtigen Stelle.

    Vieleicht würdest du von einer richtigen ADHS Therapie am meisten profetieren, soweiso glaube ich, ist das ADHS doch immer das Grundproblem
    Ich finde halt nach dem was ich erlebt habe immer, das man aufpassen muss sich nicht in zu viel hinein zu steigern, aberdas ist eben meine Meinung und ERFAHRUNG, die ich mal eben so kund tun wollte) und na ja man sieht wo eine Falschdiagnose hinführen kann, ic hwünschte es wäre nicht so gelaufen
    Ic h habe auch im Bekanntenkreis immer wieder Selbstverlezendem Verhalten bei ADHSlern gehört, nicht alles was sich ritzt is auch Borderline....

    LG Canary
    Geändert von Canary (16.04.2015 um 15:06 Uhr)

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    ich habe auch eine Fehldiagnose Borderline und hab mich auch selbst verletzt.

    Weil das Adhs nicht erkannt wurde...

  6. #6
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.814

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Canary schreibt:
    Hallo Linus 78
    Also erst mal muss ich sagen, dass viele Symptome die du beschrieben hast auch haargenau so bei mir vorkommen, aber erst mal muss ich dich (aus eigener bitterer Erfahrung) vor der Diagnose Borderline warnen!!!!!!! Das was du beschreibst (auch bei D.) würde ich eher in Richtung ADHS einordnen als in Richtung Borderline, aber erstens , das ist meine Meinung und ich bin vor allem kein Arzt oder Therapeut!!!! Ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen. Ich wurde erst 6 Jahre lang als Borderliner behandelt (leider); was tragisch ( lebensgefährlich!!!) endete. Es wart so, das ich bei jemand anderen das sich selbst verletzten abgekuckt habe (ein Borderline/ADS Doppeldiagnose-Mensch): Ich konnte mich so gut mit ihm identifizieren und habe es mit 24 selbst probiert, es half gegen meine Anspannung kurze Zeit und vor allem gegen meinen Jähzorn, Dann informierte ich mich etwas über Borderline und na ja maches passte, das neuerdings Selbstverletzten kommt noch hinzu und ADHS und Bordeline ähnelt sich auf dem ersten Blick ja wirklich sehr.... Dann hab ich mich da reingesteigert und reingesteigert das übernommen... Kam auch sofort in Therapie und tada Diagnose Borderline... Dann kamen Tabletten: Beruhigungsmittel, ich erhoffte mir Entspannung (sooooo sehr) und das mein Bein aufhört ständig so nervös zu wippen.... Fehlanzeige!!!!! und herbe ENTTÄUSCHUNG, dann wurde weiter rumprobiert: Medikamentencocktail.... Promehtazin/Seroquel, das gleiche wie bei dir (Müdigkeit quälend wie verrückt und inner Druck größer) SCHRECKLICH!!!!!!! So, und unter all den Medikamenten bin ich so wie es mir jetzt scheint erst so richtig zum Borderliner geworden, ritzte mich munter weiter, weil Borderlner es so tun, nicht weil ich es wirklich gebraucht hätte.... Ich hab von den Borderliner gelernt meine ADHS Symptome zu kompensieren ode rso was in der Art, es ist leichter sich hängen zu lassen, munter zu shcneiden oder sich selbst zu schaden, als immer unter dem Überkompensieren vom ADS (leistungsdruck!!!) zu leiden. Ich war (bin) immer zeimlich hyperaktiv teils auch und bin ständig in Erschöpfungsdepris gelandet, weil selbst überfordert (Pseudo-Borderline war Ventil) und war mit Beruf/Schule überfordert..... Dann bekam ich 6 Jahre abhängigmachende SCHLAFMITTEL (die gar nicht richtig wrkten, ich ging erst ins Bett alsdiese aufhörten zu wirken, was ic hdamamls nicht wusste) verschrieben, wurde böse abhängig, im ENTUZG war mir so übel, das ich nix mehr essen konnte und wiege sowieso nur 45 kg ohne eine Essstörung zu haben, wog dann wegen Entzug Nur noch 39 kg am Ende und kam in die Klinik: "Magersucht" (waaaas?!?!? Das habe ich doch gar nicht!). Angstzustände wie die Hölle, ohne Ende, die hauten mir Valium; Promehtazin rein, wirkte in das Gegenteil, Tavor (war geputscht) ABER HALF wenigstens gegen Angst, ah< ja unter Seroquel hab ich nur rum geheult.... In der Zeit merkte ich ganz deutlich es kann nicht Borderline sein und dann musste ich einen Entzug machen der ein über ein halbes Jahr dauerte, von Medikamenten die paradox wirkten und hab dagegen Medikamente die paradox wirkten genommen, das war kein Spass.... Das war tot Ernst........ Entschuldingung, ich hab zu wiet aausgeholt, aber, was ich damit sagen will, jetzt nach der ADS Diagnose weis ich das alle meine Probleme daherkommen und sonst nirgendwo.... In der allgemeinen Psychiatrie und in den Kliniken kreigt fast jeder mit ADHS erst mal den Borderline Stempel aufgedrückt, kein Wunder!!!!!!! Die kenne ADHS ja auch nicht und nehmen es nicht ernst und der Patient is ma ENDE IMMER DER schuldige, sowie ich nach 6 JAHREN aus meiner Therapie während laufender Erwerbsminerungsfeststellung von meinem Therapieplatz rausgeworfen wurde.... Aber war gut so, denn jetzt bin ich bei einem wriklich guten ADHS Spezialisten gelandet und jetzt wird es besser und klärt sich alles auf. Ich glaube die 100% Hilfe und Besserung wersen wir wohl nie finden, aber es ist wenigstens mal Hilfe an der Richtigen Stelle.

    Vieleicht würdest du von einer richtigen ADHS Therapie am meisten profetieren, soweiso glaube ich, ist das ADHS doch immer das Grundproblem
    Ich finde halt nach dem was ich erlebt habe immer, das man aufpassen muss sich nicht in zu viel hinein zu steigern, aberdas ist eben meine Meinung und ERFAHRUNG, die ich mal eben so kund tun wollte) und na ja man sieht wo eine Falschdiagnose hinführen kann, ic hwünschte es wäre nicht so gelaufen
    Ic h habe auch im Bekanntenkreis immer wieder Selbstverlezendem Verhalten bei ADHSlern gehört, nicht alles was sich ritzt is auch Borderline....

    LG Canary
    OMG :0

    Jetzt bin ich platt. Du hast da gerade mich beschrieben.

    Ich hab's mir nur nicht abgeguckt, sondern auf Station damit angefangen, nachdem mir klargemacht wurde "widersprich nicht.wenn du nicht mitmachen willst, kannst du gehen"überspitzt formuliert

    - ich hatte lediglich um Verlegung auf die Depressionsstation gebeten. War aber am Ende meiner Kräfte und suchte verzweifelt Hilfe.

    Ergo, Anpassung! Bis ( fast) zum bitteren Ende

    Sorry Linus, wollte Deinen Thread nicht vollheulen
    Inhaltlich kann ich mich Canary nur anschließen.

    Eine genaue Diagnose ist gerade hier wichtig, denn die Behandlungen beider Störungen überschneiden sich nur zum Teil.

    Natürlich kann auch beides vorliegen und dann muss auch beides behandelt werden.
    Und "Bordeline-Persönlichkeitsstruktur" ist noch keine BPS

    Ein hilfreiches Unterscheidungsmerkmal wäre evtl., nicht auf die Symptome allein, sondern auch auf deren Entstehungszeitpunkt zu schauen.

    Z.B. "emotionale Labilität" war das schon früh so, oder erst in/ gegen Ende der Pubertät? usw.

    LG

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Linus78 schreibt:
    Dennoch finde ich es verwirrend, dass jeder Arzt seine persönliche Kategorie für mich zu finden scheint. Je nach dem wo ich vorstellig wurde hieß es entweder Panikstörung, Depression, Borderline-ähnliche Persönlichkeisstruktur oder Verdacht auf ADHS.
    Naja, psychische Krankheiten haben oft nicht nur überlappende Symptome, sie kommen auch selten allein. Komorbidität ist eher die Regel als die Ausnahme und Depression und Angststörungen sind bei ADHS fast normal. Es ist also ziemlich wahrscheinlich, dass mehr als eine dieser Diagnosen stimmt.
    (Borderline-ähnliche Persönlichkeitsstruktur ist übrigens mWn keine Diagnose.)

    Ich hatte übrigens auch mal 'ne Borderline-Fehldiagnose. Ist wohl nichts seltenes. Was vielleicht helfen könnte ist wenn du dir Erfahrungen von Betroffenen durchliest und guckst, was dir eher bekannt vorkommt. Die Symptome sind zwar ähnlich, aber meiner Meinung nach nur oberflächlich, deshalb denke ich mal, dass dir "Innenansichten" gerade eher helfen könnten als Symptomlisten. ^^

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Danke für euer interessantes Feedback. Ich hatte zwischenzeitlich auch nochmal ein Gespräch bei meiner Psychaterin.

    Der Fahrplan sieht jetzt so aus, dass ich erst einmal die Häufigkeit der Tavor-Einnahmen runterfahre und stattdessen gering dosiert Trimipramin (sedierendes, trizyklisches Antidepressium) am Abend teste. Dazu weiterhin Citalopram am Morgen.

    Sollte die Kombi nicht funktionieren, versuche ich eine erneute ADHS-Diagnose zu erhalten, um zu gucken ob Medikinet oder Strattera das passende Medikament ist.

    Ich hoffe mal, dass es am Ende nicht darauf hinausläuft, dass ich bei Tavor hängenbleibe. Es funktioniert halt bis jetzt am besten, aber ich müsste jetzt eigentlich langsam erhöhen wenn ich noch was davon merken will und spätestens an dem Punkt sollte man die Benzos hinter sich lassen.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 78

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Hallo Linus,

    ich war ein paar Tage beruflich unterwegs, daher erst jetzt eine Antwort.

    "Diagnosen sind ja letztlich vor allem Schubladen, die aus ärztlicher Sicht von Bedeutung sind." Einerseits um richtig zu behandeln, andererseits haben natürlich auch die Ärzte den Drang, dem Kind einen Namen zu geben, allerdings sollte man nicht vergessen, dass die Ärzte dem Ganzen einen Namen geben MÜSSEN, weil sie ja mit der Kraankenkasse abrechnen müssen und dazu brauchen sie halt eine Diagnose....

    Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme - Wikipedia
    (In Deutschland sind die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und ärztlich geleiteten Einrichtungen laut § 295 Absatz 1 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (Abrechnung ärztlicher Leistungen) verpflichtet, Diagnosen nach ICD-10 German Modification (GM) zu verschlüsseln. Verbindlich für die Verschlüsselung in Deutschland ist die vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) herausgegebene ICD-10-GM Version 2015.


    Nach Allem, was ich weiß und gelesen habe, vermutet man bei Borderline eine Wechselwirkung aus traumatischen Erlebnissen und genetischen Faktoren als Ursache. Ähnliches gilt für ADHS. Wenn Du mit "Grundproblematik" die Ursachen meinst, musst du Dich wohl damit abfinden, dass man die nicht rückgängig machen kann. Innere Konflikte als Ursache bzw Verstärker müsstest Du bei beiden Erkrankungen ja erst mal selbst finden. Und da ist dann die Diagnose zweitrangig.

    Auch wenn ich mich wiederhole: Wir müssen halt akzeptieren, dass unserere Erkrankung oder unsere Andersartigkeit keine Infektion mit einer einzigen klaren Ursache ist, die man bekämpfen kann.

    Du schriebst:
    D. Warum es Borderline sein könnte


    1. ... weil die erworbenen Verhaltensstrukturen eher in diese Richtung gehen (Zynismus etc.)
    2. ... weil der innere Druck das Hauptsymptom darstellt
    3. ... weil eine "Borderline-ähnliche" Persönlichkeit wie gesagt in der Tagesklinik diagnostiziert wurde
    4. ... weil es kurzzeitig Phasen gab in denen ich mich tatsächlich selbst verletzt habe (stand aber nie im Vordergrund)
    5. ... weil ich Beziehungen nicht loslassen kann und sie mit cholerischen Anfällen dennoch häufig gefährde



    zu 1. da gibt es viele Überschneidungen....
    zu 2. Innerer Druck kennt hier sicherlich auch jeder...
    zu 3. die ADHS und BL Persönlichkeit ähneln sich halt...
    zu 4. kommt auch bei ADHS vor stand aber bei dir nie im Vordergrund...genau das ist bei der Differnzialdiagnostik wichtig und ein Symtom das in der Praxis ja fast "zwangsweiße" zur BL Diagnose führt...allerdings: wenn Selbstverletzung nicht im Vordergrund stand, spricht das aber eben nicht zwangsweiße für BL!! ( ich schaue, ob ich die Info noch mal finde....)
    zu 5. Beziehungen nicht loslassen...google mal ADHS und Beziehung....lol


    Du schriebst:
    "Die psychatrische Behandlung stützt sich auf Citalopram als Dauermedikation und Tavor bei Bedarf."
    "Als Kind wurde ADHS (damals als minimale cerebrale Dysfunktion) diagnostiziert und behandelt. Ich sprach gut auf eine kurzzeitige Ritalin-Gabe an"

    Was spricht denn dann nach Ansicht der Ärzte medizinisch gegen einen erneuten Vesuch mit Stimulantien? ....(Bitte keine Versuche auf eigene Faust!!)

    Zu guter letzt: Lass Dich eben nicht in eine Schublade stecken...Deine individuellen Probleme müssen behandelt werden und nicht eine Diagnose!

    LG

    KC

  10. #10
    cocolores

    Gast

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    @ Linus

    Darf ich mal neugierig sein und fragen, inwieweit Zynismus als angelernte Verhaltensstruktur mit Borderline in Verbindung zu bringen ist?

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