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Diskutiere im Thema Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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  1. #31
    cocolores

    Gast

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    nein, ich lass' es.
    Geändert von cocolores (25.07.2015 um 14:49 Uhr)

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Eine kurze Info dazu, warum Menschen so handeln und andere verletzen und dass eine PS das Leid, dass sie anderen zufügen nicht rechtfertigen oder gar entschuldigen soll.

    Eine PS und die Betrachtung als eine Überlebensstrategie ist sehr kompliziert ... die Frage stellt man sich genauso auch z.B. bei Narzissten.

    Es geht dabei einzig darum, warum und wie jemand zu einer gewissen Verhaltensweise/ einem eingeschränkten Verhaltensrepertoire kommt.

    Um es kurz anzureißen, bzw. das zumindest zu versuchen:

    Ein Mensch mit "normaler" Entwicklung (was nicht bedeutet, dass er perfekt ist, auch der hat Beeinträchtigungen, aber in einem angemessenen Rahmen, der sich allgemein überall findet) besitzt ein gewisses Verhaltens-/ Reaktions-/ handlungsrepertoire, mit dem er auf verschiedene Situationen reagieren kann.

    Bei einem Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung ist da einiges schief gegangen.
    Warum und wie auch immer hat sich einem von einer PS-Betroffenen ein deutlich eingeschränktes Repertoire begildet.

    Da nehme ich gerne den Vergleich mit dem Werkzeugkasten.
    In einem gut ausgestatteten Werkzeugkasten liegen viele verschiedene Werkzeuge, so dass man damit auch viele verschiedene aufgaben erledigen kann, ohne dabei Schaden anzurichten, denn man kann auch mit allen Werkzeugen umgehen, weiß also, wofür man sie einsetzt und wie man sie benutzt.
    Das bedeutet nicht, dass man das auch immer so macht, kein Mensch ist wie gesagt perfekt, jeder "greift mal zum Hammer, wenn er eine Schraube in die Wand kriegen will", aber es hält sich in Grenzen und grudsätzlich kann, bzw könnte der Betreffende das.

    Bei einem mit PS hat das nicht so geklappt.
    Sein Werkzeugkasten ist nicht gut gefüllt, er hat nur wenige Werkzeuge, ist aber allen Aufgaben, also Sitationen ausgesetzt, wie jeder andere auch, er kann aber nicht angemessen reagieren.

    Das hat natürlich Folgen, denn wer nicht angemessen reagiert, der wird ausgestoßen oder zumindest benachteiligt und hat mit Konsequenzen zu rechnen.

    Dieser Mensch versteht das aber nicht, er versucht sich also zu schützen und das unter der Option, nicht viele Werkzeuge zu besitzen und mit denen nicht angemessen umgehen zu können.



    Das soll ausdrücklich keine Entschuldigung dafür sein, was diese Menschen bei anderen bewirken.
    Ich weiß z.B., was ein Narzisst mit einem ausgewachsenen Jähzorn anrichten kann ...

    Aber der Betroffene ist sich dem nicht bewusst, er hat getan, was er getan hat, weil er es nicht anders kennt, keine andere Möglichkeit hat, aber irgendwie versuchen muss, im Leben durchzukommen.

    Dennoch ist klar.
    KEIN Mensch darf einem anderen schaden.

    Wichtig ist hier einfach nur zu verstehen, dass Menschen mit einer PS keine "bösen Menschen" sind, sie haben oder hatten nicht die Wahl, anders zu handeln.

    Es ist ein Unterschied, ob ein Mensch einfach nur ein A-loch ist, der sehr wohl anders reagieren kann/ könnte, es aber nicht tut.
    Er hat also durchaus die Wahl, denn sein Werkzeugkasten ist gut gefüllt und er weiß seine Werkzeuge auch zu benutzen, aber er tut's einfach nicht.

    Der Mensch mit einer PS kann nicht anders handeln.

    Das macht es für diejenigen, die darunter zu leiden haben nicht leichter, aber es macht einen Unterschied, die Hintergründe zu verstehen.

    Und das Wissen darum erleichtert evl. auch den Umgang damit.
    Geändert von Fliegerlein (25.07.2015 um 15:14 Uhr) Grund: Edit zugefügt

  3. #33
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.701

    AW: Benötige Hilfe bei der Differenzierung ADHS / Borderline

    Hallo,
    ob das passt keine Ahnung.
    Die Ex-Freundin meines Sohnes hat Borderline, die Tochter einer Freundin auch.

    Die Ex meines Sohnes ist ein ganz liebes Mädchen trotzdem und hat 100ig noch ADS dazu.

    Die Tochter meiner Freundin hat wahrscheinlich kein ADS und ist irgendwie vom Typ her knallhart.

    Ich meine das liegt zusätzlich noch an den Eltern, die Tochter muss sich ihr Leben gegen ihre Eltern einrichten,

    das andere Mädchen hat Familie, die erkannt haben, das da was schiefgelaufen ist und Mutter und Schwester stehen zu ihren phsychischen Problemen.


    Also wie sich ein Borderliner später entwickelt ob mit oder ohne ADS, denke ich hängt damit zusammen wie sich die Familie drumherum mitentwickelt und
    auch an sich arbeitet. Bei der Freundin ist nur die Tochter das schwarze Schaf und wird nicht so akzeptiert wie sie ist, so empfinde ich das.

    Bei der Ex-Freundin hat die Mutter sich vom Vater getrennt, einen neuen Partner und steht zu ihrer Tochter. Ich glaube das ist eine interessante Sichtweise,

    wie sich das Leben dann weiterentwickelt mit Persönlichkeitsstörungen.

    Gruss Paula

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