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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    Wie aussagekräftig/sicher ist eine "vollständige" Diagnose?

    Bei mir wurde vor kurzem ADHS diagnostiziert. In einer Ambulanz, mit allen Elementen, die hier aufgelistet sind. Zusätzlich gab es sogar noch computergestützte Intelligenz- und Konzentrationstests. Ich habe mich ernst genommen gefühlt und seitens der Psychologen schien kein Zweifel zu bestehen.

    Nun fage ich mich: Wie sicher sind eigentlich Diagnosen?

    Es geht bei der Frage gar nicht so sehr darum, dass ich selbst an der Diagnose zweifle, eigentlich gar nicht. Ich hatte ja auch selbst den Verdacht und habe deshalb - wenn auch erst jetzt - entsprechende Schritte unternommen.

    Das Problem sind eher andere, die das nicht so richtig ernst nehmen. Viele von euch werden das kennen: Irgendwie hat man es ja doch immer wieder mit dem Vorwurf einer "Modediagnose" zu tun. Oder es heißt, das würde heute ja jeder diagnostiziert bekommen.

    Stimmt das letztere? Hat jemand einen Überblick darüber, wie leichtfertig Diagnosen erstellt werden? Dass möglicherweise zu viele Kinder diagnostiziert werden und es hier relativ viele Fehldiagnosen gibt, mag ja sein. Aber als Erwachsener ist es doch eher schwer, diagnostiziert zu werden - oder?

    Vielleicht gibt es ja jemanden, der da einen Überblick hat? Was mich natürlich richtig interessieren würde, sind Zahlen darüber, wie viel % aller Diagnosen negativ bzw. positiv auf ADHS ausfallen, aber so etwas gibt es vermutlich nicht.

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie aussagekräftig/sicher ist eine "vollständige" Diagnose?

    Naja, es gibt selbst hier im Forum genug Diagnostizierte, die teils Diagnosen ohne objektive Fremdanamnesen oder oder haben, die ihre Diagnosen in 30 min erhalten haben, weil der Arzt "so erfahren ist". Also so schwer ist es nun auch nicht mehr eine Diagnose zu erhalten.

    Ich habe meine auch aus einer Ambulanz, auch alle Punkte in der Diagnostik, und 2-3 Ärzte mussten unabhängig voneinander zum selben Ergebnis kommen. Der Leiter dort ist wirklich sehr erfahren, und in Berlin zumindest, bekannt wie "ein bunter Hund" auf dem Gebiet. Ich habe eine sehr ausführliche schriftliche Diagnose, mit allen Ergebnissen, mit Aufzählungen der Auffälligkeiten in den Zeugnissen, Geburtskomplikationen, Fälle in der Familie etc etc..... es sind 2 Seiten. Und trotzdem gibt es auch Psychiater, die das nicht anerkennen. Ich habe beides erlebt, ich habe Ärzte erlebt, die nur den Namen und das Krankenhaus wo die Ambulanz ist lesen und gar nichts anzweifeln, aber auch die, die mich trotz des Schriftstückes fragen "wie ich denn auf die Idee komme ADHS zu haben.... "

    In der Ambulanz wo ich war, war es übrigens so, das ca 60% der Diagnostizierten keine Diagnose erhalten hat. Das war aber schon NACH der Vorauswahl in Form einer Zusendung der Zeugnisse, Eigen-und Fremdanamnesen.
    Geändert von creatrice (27.03.2015 um 19:18 Uhr)

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Wie aussagekräftig/sicher ist eine "vollständige" Diagnose?

    Danke, das ist doch schonmal eine sehr aufschlussreiche Antwort Vielleicht frage ich auch mal in meiner Ambulanz, wie viele Diagnosen "negativ" ausfallen. Solche Zahlen finde ich sehr interessant!

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