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Diskutiere im Thema Fehldiagnose Borderline im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #61
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Fehldiagnose Borderline

    creatrice schreibt:
    Gerade deswegen habe ich beide. Die Ärzte haben ADHS als solches generell nicht unbedingt anerkannt, da ich aber eine gut dokumentierte schriftliche Diagnose vorweisen konnte, konnten sie es nicht einfach weglassen und haben mir einfach noch ihren "Stempel" oben drauf gegeben.



    Eigentlich kann man sich der ADHS doch auch nicht sicher sein, geht man zu einem Bordspezi bekommt man BPS diagnostiziert, geht man zu einem ADHS Spezi bekommt man das, geht man zum nächsten bekommt man Depressionen und der Übernächste diagnostiziert dir noch eine Angststörung oder eine andere Persönlichkeitsstörung. Ich habe um die 20 verschiedenen Diagnosen im Laufe der Jahre zusammengehäuft, man sollte zu sich selbst ehrlich sein, und schauen was zu einem AM BESTEN passt (vieles passt irgendwie hier und da), ich glaube das hilft einem noch am Besten weiter.
    Naja was man für eine Diagnose bekommt ist schon wichtig dafür das man diverse Therapien bezahlt bekommt.
    Wenn ich zum Beispiel DBT machen will dann geht das nur mit BL Diagnose, bei ADHS zahlt die Kasse das nicht.
    Das ich ein ADHS habe halte ich für sicher aber ich bin mir auch bei BL recht sicher und das würde meine sozialen Probleme erklären
    Da denke ich mir dann: je schneller du ne Diagnose hast umso besser, als junger Mensch ist sicher noch einiges zu retten wenn man schnell handelt bevor sich Symptome verschlimmern
    Ich hoffe einfach darauf das ich ne ganze Menge meiner Probleme mit Therapie überwinden kann und dann irgendwann ein halbwegs normales und glückliches Leben führen kann. Schließlich habe ich bloß eins und im Moment sehe ich das alles in Frage gestellt
    Geändert von OskarHH (12.01.2016 um 18:12 Uhr)

  2. #62
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.838

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Brrrzz schreibt:
    creatrice,

    willst Du damit sagen, dass die Psychiater ihre Patienen mit Diagnosen als Kunden an sich binden wollen,
    anstelle zu helfen und mit Medikamenten-Rezepten von sich abhängig machen wollen?

    Nein!!!!!

    Ich will damit sagen, das gerade bei ähnlichen Symptomen es fast normal ist, das man unterschiedliche Diagnosen bekommt. Jeder Facharzt sieht halt das in einem, auf was er sich eingeschossen hat.

    Das hat garnichts mit an sich binden oder durch Rezepte von sich abhängig machen zu tun! Die Ärzte handeln auch nach bestem Wissen und Gewissen, aber sie handeln halt so, wie sie es lernen, wo sie die meisten Fortbildungen besuchen etc. Und je nach Thema sieht der eine dann das, und der andere das bestätigt. Eine Sicherheit gibt es nur für sehr sehr wenige Erkrankungen in der Psychiatrie.







    Die Verhaltenstherapie der ADHS orientiert sich sehr stark an der DBT. Es gibt keine "ADHS-Therapie". Auch Depressive profitieren teils von Teilen der DBT. Für die Therapieempfehlungen der ADHS wurde kein Rad neu erfunden.

  3. #63
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Auch ich habe mit 18 erst die Diagnose Borderline bekommen.
    Allerdings damals auch recht unprofessionell und voreilig, als ich wegen einer Überdosis Medis das erste Mal in der Erwachsenenpsychiatrie (war vorher ambulant und auch ganz kurz stationär in der KJP)
    war und noch bevor ich wieder körperlich in der Lage war, ein Gespräch mit jemandem zu führen, hatte ich bereits die Diagnose :-O
    Klar, die Annahme, dass jeder, der sich selbst verletzt, Borderliner ist,
    ist n weit verbreitetes Phänomen,
    leider nicht nur unter Laien, sondern auch bei Fachleuten.

    Bei der Borderline-Diagnose ist es allerdings auch geblieben.
    Ob sie nun richtig ist oder nicht, weiß ich ehrlich gesagt nicht.
    Auf einer speziellen Borderline-Station in Hamburg waren die Ärzte jedoch wohl ebenfalls der Meinung, dass es zutrifft und dort wurden immerhin ein paar Tests gemacht
    (leider nicht alle abgeschlossen, da ich vorher die Station verließ).
    Dort kam man dann allerdings auch erstmals auf ADHS bei mir.

    Nun habe ich beide Diagnosen offiziell.
    Dazu eine rezidivierende depressive Störung.
    Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mir bei keiner der Diagnosen sicher bin, dass sie auf mich zutreffen.
    Bin in vielen Dingen weder ne typische Borderlinerin, noch ne typische ADHSlerin.
    Und auch meine depressiven Phasen waren selten klassisch wie bei anderen.
    Letztendlich spielt es vielleicht auch keine so große Rolle.

    Ähm, ja, das fiel mir jetzt nur so zu meiner Geschichte ein, als ich das Thema hier gelesen habe.

  4. #64
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 617

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Diese ganzen Diagnosegeschichten sollte man nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Ich habe auch (mit 19) die Borderline Diagnose bekommen, nachdem ein... Kopf-MRT gemacht worden war, um ADHS auszuschließen, das Ganze in schätzungsweise einer Woche - hätte ich nicht zicht mal nachgefragt, am Ende aus- und nachdrücklich, wäre mit gar keiner Diagnose herausgerückt worden.
    Und von einer (extra für adhs also) ADHS-Ambulanz bin ich negativ getestet worden, obwohl jeder , der mich und sich ein wenig aus- kennt mir mit adhs kommt oder sich fragt, wie ich so verpeilt sein kann.
    Es tut wahrscheinlich gut, eine Diagnose zu bekommen, in der man sich erkennt, damit man damit was anfangen kann, aber diese ganzen Psychiatrie-Diagnosen... Speziell in der Stationären und speziell mit BL wird meiner überzeugten Meinung nach viel zu viel um sich geworfen. Wobei es ja immer einen Grund gibt, da mal zu landen. Aber ich kann dir stark ans Herz legen, eher auf Dein Gefühl zu achten, als auf Aussagen von Leuten, die nach 20 mn Gepräch zustande kommen und wo Patienten wie am Band behandelt werden.
    Wenn Du mal das Glück hast, auf jd Kompententes zu stoßen (=den du für kompentent hälst), ist es schon mal super. Aber sonst, nicht runterziehen lassen .

  5. #65
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Schau mal hier auf Seite 22. Da findest du etwas zur Unterscheidung und Gemeinsamkeit Borderline und AD(H)S. Dies erklärt auch die häufige Diagnose Borderline statt ADHS.

    https://edoc.ub.uni-muenchen.de/1124...na_Beraldi.pdf

    Ist eine Doktorarbeit aus dem Jahre 2010 von Anna Beraldi (erstellt an der Uni München).

  6. #66
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Warum wehrt ihr euch so gegen Diagnose "Borderline"?
    Was ist daran so schlimm?
    Weil man als diagnostizierter Borderliner bei Gericht zum Beispiel als "Nicht aussagefähig" gilt. Stell dir vor, du zeigst eine Vergewaltigung oder Körperverletzung an, die an dir begangen wurde. Wenn dein Wort gegen das des Beschuldigten steht und es bekannt ist, dass du eine Borderline-Diagnose hast, dann hast du keine Chance, dass dein Zeugnis vor Gericht auch nur annähernd Gewicht hat. Das liegt u. a. daran, dass Borderline-Störungen zu den Persönlichkeitsstörungen mit extremen Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich gelten und als Persönlichkeitsstörung auch als behandlungsresistent gelten.

  7. #67
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Luzie schreibt:
    Weil man als diagnostizierter Borderliner bei Gericht zum Beispiel als "Nicht aussagefähig" gilt. Stell dir vor, du zeigst eine Vergewaltigung oder Körperverletzung an, die an dir begangen wurde. Wenn dein Wort gegen das des Beschuldigten steht und es bekannt ist, dass du eine Borderline-Diagnose hast, dann hast du keine Chance, dass dein Zeugnis vor Gericht auch nur annähernd Gewicht hat. Das liegt u. a. daran, dass Borderline-Störungen zu den Persönlichkeitsstörungen mit extremen Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich gelten und als Persönlichkeitsstörung auch als behandlungsresistent gelten.
    Danke das es mal jemand so klar ausspricht.
    Da wird man wegen einer Diagnose als Lügnerin hingestellt.

    wurde auch auf BL diagnostiziert und dann auch ADHS wobei man auf BL versucht hat zu therapieren und das ADHS bis auf Medikamente außer acht gelassen hat, einfach verschenkte Jahre =(

  8. #68
    Stefanie8464

    Gast

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Hallo, ich habe als Jugendliche die Diagnose ADHS bekommen. Später fing ich mich an zu schneiden, weil ich aus den Tagträumen nicht mehr raus kam und die innere Unruhe hatte, die sich dann schnell Mal auch in Anspannung verwandelte. Ich bin bei drei verschiedenen Ärzten gewesen. Der eine sagte ich habe Adhs, der nächste Borderline und dann noch jemand Schizophrenie. Kann mit bitte jemand einen Rat geben, wem ich am ehesten glauben soll? Die die mir die zwei anderen Diagnosen stellten, kennen sich mit Adhs nicht aus.

  9. #69
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Fehldiagnose Borderline

    hallo Stefanie

    ich würde dir raten dir einfach mal die kriterienkataloge genau anzusehen und schauen was du selbst denkst was am besten passt.

  10. #70
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 617

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Hallo,
    ich denke genauso wie die Vorschreiberin. Da mein Post von heute morgen doch nicht verschwunden ist, lasse ich es trotzdem hier. Ist aber im Grunde dasselbe

    Lass dich so wenig verunsichern, wie möglich.
    Du könntest dir die jeweiligen Kriterien der Krankheitsbilder anschauen (wahrscheinlich schon getan..) und vergleichen, ob sich Deiner Meinung nach von den Khtsbildern eins oder mehrere ausschließen lassen. Das soll kein Verleiten zu Selbstdiagnose sein, aber hilft evtl akut, sich für sich selbst einen Überblick zu verschaffen, wo man überhaupt gerade ist.
    Es kann durch nicht genau genug aus- / fortgebildete Fachäzrte viel Murks eingetragen und Verwirrtheit bei den Patienten ausgelöst werden, in dem Bereich ist am Besten zwar nicht zu misstrauisch, aber schön kritisch bleiben angesagt.

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