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Diskutiere im Thema Fehldiagnose Borderline im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Stayanlive, ich habe immer wieder sowohl bei Psychiater und Psychologen gesagt, dass es nicht hilft, sich die Dinge nicht ändern. Dabei hab ich, obwohl die Diagnose mir anfangs falsch erschien, den Ärzten vertraut und wie irre gekämpft, damit sich was tut. Wenn ich gesagt hab, dass ich von den Medis keinen Effekt merke, wurden die einfach erhöht, ohne dass es was verändert hat, bis ich wgn der Nebenwirkungen gesagt hab, dass ich nicht noch mehr nehmen werde! Ich denke, da ist es an den Ärzten, zu bemerken, dass da irgendwas verkehrt läuft!

  2. #42
    Karisa

    Gast

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Ich denke, das Problem ist nicht die Diagnose Borderline an sich, sondern die Art und Weise, wie mit einem in manchen Gegenden immer noch umgegangen wird.
    Wie könnte ich es nennen? Vielleicht Hinterwäldlerisch? ...oder habt ihr einen passenderen Begriff?

    Rückzug ist oft die einzige Möglichkeit, die einem bleibt, um sich z.B. vor unhaltbaren Unterstellungen vonseiten der "Helfer" zu schützen. Logisches Argumentieren hilft da nicht - dadurch wird es eher schlimmer - so auch meine Erfahrung. Das kam hier, so denke ich, an den genannten Beispielen deutlich rüber...

    Mit schlechter Behandlung meine ich nicht die "Zurückweisung" beim Therapeuten bereits am Telefon, wenn er/sie Borderline hört. Nein, ich finde es absolut korrekt, einen Hilfe suchenden Menschen abzuweisen, wenn man sich als Helfer bspw. einem "Fall" nicht gewachsen fühlt, nur sollte man das deutlich auch so sagen.
    Schade finde ich allerdings, dass es schwer zu sein scheint, die Gründe dafür offen und klar auszusprechen...

    (edit: Teil gelöscht. Persönliche Gründe)

    Lange Zeit habe ich nach Erklärungen gesucht, etwa, warum Helfermenschen sich gegenüber Hilfe suchenden Menschen komisch verhalten, obwohl sie doch dazu da wären, einem zu unterstützen. Ich habe viele mögliche Erklärungen gefunden, aber vor allem diese:

    Auch Helfermenschen sind Menschen und auch unter Helfermenschen gibt es leider Narzissten.

    Ich selbst bin auch Mensch und auch nicht frei von Verfehlungen - ich will mich ja nicht überheben...

    Gerade wenn man in Helferberufen tätig ist, sollte man korrekturfähig sein und bleiben (wollen), dazu gehört eben auch, sein Fachwissen immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen.
    Geändert von Karisa (19.03.2015 um 18:27 Uhr)

  3. #43
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 572

    AW: Fehldiagnose Bordeline

    creatrice schreibt:
    Man kann jederzeit auch wieder aus der Rente oder Ausgliederung raus. Ich habe das auch gemacht, übrigens damals auch u.A. Mit der Diagnose BPS. Wenn man will und kann, dann ist alles nicht ganz so dramatisch und aussichtslos.
    Und der Sinn?

    Ist man mehrere Jahre arbeitslos, sieht es mit dem neuen Job ziemlich aussichtlos aus.
    Nach schon 3 Jahren ohne Job sind die Chancen dramatisch niedrig, einen "normalen" Job zu bekommen (ich rede nicht von Skavenjobs als Verpackerin bei Zeitarbeit).
    Ich mache in meiner Umgebung eher die gegentelinige Erfahrung; es ist verdammt schwerig, als arbeitsunfähig anerkannt zu werden. Die Gutarchter sagen sogar zu schwerst-traumatisierten und schwerst-depressiven "4 Stunden täglich können sie noch arbeiten". als ob solche Jobs zuhaufe gäbe

    Wirds du dann als Arbeitsfähig eingestuft, hast du die ganze ARGE-Schikane-Prozedera von dir: sinnlose Bewerbungen, genauso sinnlose Trainingsmassnahmen, 1 - Euro-Jobs, wieder mal Trainigsmassnahme, wieder 1-Euro-Job u.s.w. Und wenn du nicht arbeitsunfähig warst, wirds du irgendwann dadurch so krank gemacht, dass du sich nach Frühberentung siehts.
    Also sei froh, dem Sklavenmarkt entflohen zu sein.

    StayandLive schreibt:

    Vielleicht wurde diese Frage schon in irgendeinem Thread beantwortet - aber gibt's denn hier auch Borderliner, die die Fehldiagnose ADHS bekommen haben?
    Ich,
    fühlte mich mit der ADHS -Diagnose schlimm,
    Vor allem die Umgebung, die denkt, dass ADHS bekommt man, wenn zu Hause Aufmerksamkeitsdefizit ersteht, d.h. die Eltern einem Kind zu wenig Aufmerksamkeit scheinken (meine Eltern haben mir alle Ausmerksamkeit geschenkt, die es noch gab).

    Ich fühle mich mit der Borderline-Diagnose viel weniger stigmatisiert
    Geändert von Felis (22.03.2015 um 13:53 Uhr)

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.681

    AW: Fehldiagnose Bordeline

    Felis schreibt:
    Und der Sinn?
    Der Sinn ist, das man in jungen Jahren doch noch etwas schaffen kann, sowohl für sein Ego als auch für das finanzielle im Jetzt und später.
    Der Sinn ist auch, das man zuhause nicht vereinsamt, soziale Kontakte wenigstens stundenweise hat, nicht vollends vom Staat abhängig ist, das man sich selbst und auch anderen zeigen kann, das man es zumindest immer versucht hat, etc etc.

    Es kommt natürlich beim Wiedereinstieg, so wie auch beim Ersteinstieg auf dem Arbeitsmarkt auch auf die Qualifikationen und den Berufszweig an. Und natürlich spielt auch der sekundäre Krankheitsgewinn oft eine sehr grosse Rolle, ist ja auch verständlich bei der Belastung.

    Und nein, ich bin nicht froh, für immer sozialhilfeabhängig zu sein, mir nie schöne Urlaube, eine grosse Wohnung, das Essen was ich möchte und nicht das was der Geldbeutel hergibt etc, aus eigener Tasche leisten zu können. Ich bin auch nicht froh, das ich mich meinen geistigen Fähigkeiten entsprechend beruflich nicht entwickeln kann.

    Wäre das erwartete Gehalt dem der ARGE gleich, würde ich dem ganzen vllt sogar etwas abgewinnen können, aber allein mich da rausgekämpft zu haben und eine Ausbildung im kreativen Bereich auf die Beine gestellt zu haben, hat meinem Ego schon auch in Bezug auf Depressionen und Minderwertigkeitskomplexe sehr geholfen.

    Wer unter 3 Stunden arbeitsfähig ist, hat auch nicht den Freibrief für zuhause, ich war 2 1/2 Jahre in einer WfbM, DAS ist Sklavenmarkt! Unter Umständen hast du also die Wahl zwischen (ich überspitz es mal) niederschwelligen Berufen mit Aufstiegschancen, oder wenigstens weniger Lücken in der Vita, oder Tütenkleben ohne Chance auf mehr Geld, geistige Förderung oder oder.....

    Wenn das dein Ziel ist...... meins war und ist es nicht. Und sobald ich wieder die Sonne sehe, werde ich mich da auch wieder rauskämpfen.

  5. #45
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 572

    AW: Fehldiagnose Bordeline

    creatrice schreibt:

    Wer unter 3 Stunden arbeitsfähig ist, hat auch nicht den Freibrief für zuhause, ich war 2 1/2 Jahre in einer WfbM, DAS ist Sklavenmarkt! Unter Umständen hast du also die Wahl zwischen (ich überspitz es mal) niederschwelligen Berufen mit Aufstiegschancen, oder wenigstens weniger Lücken in der Vita, oder Tütenkleben ohne Chance auf mehr Geld, geistige Förderung oder oder.....
    War einige Zeit Zeitarbeitssklavin, gleiches Tütenkleben (Komissioniererin) pluss Scheissbehandlung durch Stammis, Geldmässig war auch nicht viel mehr drin, 7,50 Euro pro Stunde, da bleibt nach dem Abzug von Miete, Fahrkarte, GEZ u.s.w auch nur der HARTZ -Satz. Mit wenig Kohle kann ich als Ost-Europäerin gut umgehen, brauche eben nicht viel, Reisen hasse ich wie Pest (Folge von meiner Migrationstrauma, hasse es in die Fremde zu sein, dann lieber Balkonien) aber die Behandlung, die uns die Stamm - Mitarbeiter entgegen brachten, das war für mich das Schlimmste. Ich kam mir wie Vieh vor. Und was Aufstiegschancen betrifft: Zero! Man lässt sich trotz Fachabi und Berufsausbildung von Schulabbrecher rumkomandieren, nur weil sie den Glück haben, über einen Festvertrag zu verfügen. Und lieber eine Lücke in die Vita, als so ein Job (meine Chancen, einen Qualifizierten Job zu bekommen, sind dank solcher "Beschäftigung" nicht gestiegen, sondern gesunken
    Der Job hat mich regelrecht depressiv gemacht, ich habe damals sogar angefangen, abends Alkohol zu trinken


    creatrice schreibt:
    Wenn das dein Ziel ist...... meins war und ist es nicht.
    Mein auch nicht, da ich zur Zeit zum Glück eine anständige Stelle habe.
    Aber wenn es schief geht, ich weiss nicht, wie ich mich entscheide, mit jedem Monat, er man arbeitslos ist, sinken die Chancen. Irgendwann ist der Zug abgefahren.
    Und bevor ich mich den Schikanen von ArGe aussetze...

    Was die Werksatt betrifft, kenne ich mich nicht aus, kenne aber ein paar Borderlinerinnen, die in einem Werkstatt für psychisch Kranke arbeiten, sie sind eigentlich zufrieden damit.
    Ich bezweifele auch, dass 1-Euro-Job intellektuell anspruchsvoller ist als ein Behindertenwerkstatt
    Geändert von Felis (22.03.2015 um 21:10 Uhr)

  6. #46
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Huhu, hier ein Update. Irgendwo weiter oben hatte jemand gesagt, dass bei meiner Borderline Diagnostik ADHS mit abgeklärt worden sein müsste. Ich hab jetzt alle 4567 Fragebögen für die ADHS Diagnostik durch und ich hab in noch keiner Diagnostik solche Fragen gehabt, die meine Problematik so gut - und überhaupt - erfassen. Also offensichtlich wurde das NICHT abgeklärt.

  7. #47
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 572

    AW: Fehldiagnose Borderline

    @creatrice

    Es geht mir nicht um arbeiten oder nicht arbeiten.
    Es ist klar, dass in eigenem Beruf zu arbeiten und für sich selbst zu sorgen sehr erstrebenswert ist. Ich selbst verschob die unbedingt nötige Klinikbehandlung (DBT) auf die lange Bank, um ein neues Job anzufangen. Unter anderem weil mir klar ist, dass jeder arbeitslose Monat meine Chance auf eine neue Stelle schmäht. Also gehe ich arbeiten, obwohl meine Unterarme mittlereweile wie ein Schachbrett aussehen

    Es geht um ARGE oder Rente/Grundsicherung für psychisch kranke Menschen, die so lange aus dem Job sind, dass es kaum Hoffnung besteht, dass sie je eine Stelle finden, von der sie auch leben können.
    Und da werde ich behaupten, dass ARGE die schlimmste Variante ist, weil man ständig auf neue psychisch kaputt gemacht wird. Ab sagen wie 5 Jahren ohne Job (wenn es nicht um eine Berufsrückkehrerin, die aufgrund von Kinder zu Hause war)besteht so gut wie keine Möglichkeit, wieder in Job einzusteigen, man wird nur ständig schikaniert und von Maßnahme zu Maßnahme geschickt.

    Wenn die Chance auf einen neuen Job ungefähr so gross ist, wie die Chance auf einem Lotto-Million-Gewinn, lohnt es sich vielleicht an die Berentung/Arbeitsunfähigkeit zu denken.

  8. #48
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 625

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Da ich nicht weiss ob es hier rein passt, geb ich einfach mal meinen Senf dazu.
    Ich persönlich komme mit adhs viel besser klar als mit Borderline, weil man bei adhs Manches auf die Leichte nehmen kann, denn man ist einfach mal so, von Natur aus, und bei Borderline ist das nicht wirklich einfach, einem Zustand entspannt gegenüberzutreten, in dem man unter extremer Anspannung +entsprechenden Gedanken/Tatendrang steht und nicht wirklich sich selber ist. Deswegen wünsch ich keinem, dass er unter BL leidet.
    Ich bin so glücklich, diese Zustände wegen ADs nicht mehr über mich ergehen lassen zu müssen, dass mir ADHS im Vergleich nur als (teils.) lustiges Zeug erscheint, über das irgendwie locker hinaus zu gehen ist, insofern man Bescheid weiss und es eben auf die leichtere Schulter nimmt und auf x- oder y-Weisen ausgleicht. So als persönliches Gegengewicht zu Felis' Meinung von vor ein paar Posts .

  9. #49
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Fehldiagnose Borderline

    Das seh ich auch so.

  10. #50
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 572

    AW: Fehldiagnose Borderline

    coccinelle schreibt:
    Ich bin so glücklich, diese Zustände wegen ADs nicht mehr über mich ergehen lassen zu müssen.
    Auch mit Borderline bist du diesen Zusatänden nicht hilflos ausgeliefert, es existieren gute Skills und Übungen. Bordeline ist behandelbar.

    Ich möchte auf jeden Fall den Eintrag "ADHS" aus meinen Krankenakten entfernen lassen, weiss nur nicht, wie man da vorgehen soll. Arzt wechseln und es nie mehr erwähnen?
    Ich hoffe, dass in ein paar Jahren Hirnscan-Diagnosen gibt und ich dann sicher sein kann, ob ich es habe oder nicht. Aber jetzt traue ich dem Braten nicht und verlasse mich lieber auf die alte gute Psychotherapie

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