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Diskutiere im Thema Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität??? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    Felis schreibt:
    Hallo Liselotte

    genauso ging mir auch, ich dachte auch, dass meine Diagnose "Borderline" falsch ist und begab mich auf die Suche.
    Und jetzt hat man mir "ADHS" diagnostiziert und mit dieser Diagnose geht mir viel schlechter als vorher.
    Ich werde sogar sagen, die Diagnose "ADHS" hat mich in die ernsthafte Lebenskrise gebracht, wo ich über Klinik nachgedacht habe (eine Borderline-Krisenstation natürlich).
    Die Diagnose hat bei mir alles in dei Frage gestellt: mich, mein Kontakt zu meiner Familie und Freunden, mein agieren in die Gesellschaft. Ich habe sozusagen meine Unschuld verloren, jeder Wort, jede Geste lege ich jetzt auf die goldene Waage. Kontakte mit meinen Mitmenschen machen mir keinen Spass mehr
    Also erging mir ganz anders als die Meisten hier in Forum, was mein Verdacht, dass bei mir es doch Borderline ist, bestätigt.


    Ich habe mich jetzt entschieden, die Diagnose ADHS nicht glauben, solange es nicht von einem zweiten Arzt/ zweiter Ärztin bestätigt wird.

    Mit der Diagnose "Borderline" kann ich dagegen gut leben, fänge demnächst eine DBT-Therapie an



    warum auf Borderlien abstempeln?
    Ist Borderline etwa eine Stigma und ADHS dagegen eine Adelsabzeichnung? (nur so am Rande)
    .... Nein, darum geht es gar nicht!!! Es sind für mich beides Diagnosen, die gleichschwerwiegend sein können, je nach dem wie die Ausprägung ist. Es geht mir nur darum, das massenweise AD(H)Sler erst mal in der allgemeinen Psychiatrie oft Borderline angehängt bekommen, weil es das einzigste ist was die "allgemeinen" Therapeuten kennen, die haben doch fast alle von ADHS gar keine Ahnung! Mein Arzt sagte: "Die lernen das halt nicht auf der Uni... oder z.b. die verstehen nicht, das ADS das gleiche ist (die selbe Ursache hat....) Und so eine Falschdiagnose kann so gefährlich sein, ich wäre am Ende der Therapie fast drauf gegeagen, ganz ganz ehrlich, das war so knapp, wenn ich keine Hilfe gehabt hätte, die so sicher nicht jeder bekommen hätte, weil nicht jeder einen Arzt in der Familie hat..... war hochgradig Medikamentenabhängig und dann die ganzen paradoxen Wirkungen, am Ende haben mich meine ex Therapeuten raus geschmissen, weil sie mit meiner "Störung nicht klarkamen, ich war soooo verzweifelt und hab mich sooo hilflos gefühlt, dann kam der ADHS Arzt und ich hab jetzt ein völlig neues Lebensgefühl und mal endlich Durchblick.... Ich habe das Gefühl Borderline wird viel unbedachter Gestellt als AD(H)S, was glaubst du wie viel AD(H)Sler hier auf dem Forum woanders in der allgemeinen Psychiatrie als Borderliner abgestelmpelt werden würden, weil mit ADHS erfüllst du gleich mal BL Kriterien und AD(H)Sler verletzen sich auch teils selbst, nicht so häufig wie bei BL aber manchmal verwandelt sich Aggression in Autoaggression und grade hypoaktive, nach innen gerichtete ADSler neigen manchmal zu sELbstverletzungen: Ich will nicht wissen wie viel undiagnostierte AD(H)Sler es gibt, die irgendwo Neuroleptika schlucken und warten das es endlich mal besser wird und sehnen sich so sehr nach Verständnis.....


    Ich bin mir nicht ganz sicher ob ADHS für dich n' Stigma is und Borderline ein Adelsschlag Ich habe so das Gefühl das du ganz schön Vorurteile ADHS gegenüber hast, kann das sein?

    lg Canary

    Ps Mit AD(H)S Verdacht muss man echt zum ADHS Spezialisten gehen, sonst wird das nix .....
    Geändert von Canary (21.02.2015 um 16:03 Uhr)

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    Ich denke - aber das ist wirklich nur meine Meinung -, das AD(H)S oft mit einer Art Selbstverletzung und / oder Selbst"hass" Hand in Hand geht. Viel zu oft merkt man ja das eigene "Versagen", gerade wenn man noch undiagnostiziert ist oder wenig über AD(H)S weiss und die Ursachen und Zusammenhänge nicht kennt und sich aufgrund dessen mit anderen Menschen vergleicht oder noch schlimmer verglichen wird (was gerade in jungen Jahren, wo man sich nicht zur Wehr setzen kann und einfach weitere (Er)Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlen fatal sein kann, weil es sich tief eingräbt). Diese ständige Frustration muss doch auf Dauer nicht nur Selbstzweifel wecken, sondern förmlich zerstörerisch in einem wüten. - Gut, das war jetzt etwas reisserisch und vielleicht überzogen, aber mir geht es darum, dass die Essenz verstanden wird!

    In direkter Linie könnte das dann auch zu destruktivem Verhalten führen. Das muss nicht unbedingt direkt körperlich sein, ich denke, es gibt viele von uns, die es geradezu perfektioniert haben, so streng mit sich umzugehen, dass schon kleinste Abweichungen von dem Ideal (heftigst) bestraft werden. Oft sieht man diese Vorgänge nicht, weil sie auf psychischer Ebene stattfinden. Sich selbst zu beschimpfen oder Belohnungen zu versagen ist da sicherlich nur eine "milde" Form von. - Daher ist auch der Ansatz zu verstehen, akzeptieren (z. B. auch von Grenzen) und den eigenen Wert zu stärken sicherlich alles andere als verkehrt. - Alles andere könnte einfach in einer extremen Demontage unserer selbst enden, was wirklich einfach nur traurig wäre, denn wir würden im Endeffekt die an uns von uns gedachten oder erfahrenen Erwartungen der Gesellschaft einfach übernehmen und selbst dafür sorgen, dass wir nicht einmal im Ansatz einen Wert hätten, wo unser Wert doch vielleicht an anderer Stelle wirklich wertvoll wäre und wir hätten nicht einmal die Chance, das rauszufinden.

    Sorry, wenn das jetzt Richtung OT geht, aber ich musste das einfach los werden, weil ich diesen Mechanismus dahinter einfach erschreckend und traurig finde, denn so viele von uns hier sind wirklich so viel wert, wie ich bereits selbst erfahren durfte und ich danke euch, dass ihr mich begleitet und ich euch begleiten darf!

  3. #13
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    hypie1 schreibt:
    Es gibt wohl klare unterschiede.zb fehlt bei adhs die selbstverletzung,Angst allein zu sein und das leeregefuehl.so hat es mir mein Arzt mal erklaert.die emotionale Instabilität ist bei beiden diagnosen vorhanden.
    Selbstverletzung gehört schon auch zu ADHS.

    Nicht jeder, der sich selbst verletzt leidet unter Borderline.

  4. #14
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    In direkter Linie könnte das dann auch zu destruktivem Verhalten führen. Das muss nicht unbedingt direkt körperlich sein, ich denke, es gibt viele von uns, die es geradezu perfektioniert haben, so streng mit sich umzugehen, dass schon kleinste Abweichungen von dem Ideal (heftigst) bestraft werden. Oft sieht man diese Vorgänge nicht, weil sie auf psychischer Ebene stattfinden. Sich selbst zu beschimpfen oder Belohnungen zu versagen ist da sicherlich nur eine "milde" Form von.
    @ChaosQueeny: Gut gesagt. Sehe ich ähnlich! "Selbstverletzung" wird meiner Meinung nach auch in den Diagnosesystemen eher zu eng gefasst.

    Liebe Grüße,

    Luzie

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    Ihr seit toll und eure Beiträge sind so wahnsinnig viel wert.
    Danke, dass ich mich endlich lerne zu verstehen. Ich kann gar nicht mehr aufhören, in diesem Forum zu lesen

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    Sorry,das kam zu verallgemeinert rueber was ich geschrieben hatte.mein psychiater hat das so dargestellt im diagnosebericht um bei mir zu belegen,dass adhs meine grundstoerung ist trotz einiger symptome die sich bei borderline wiederfinden.selbsthass hatte ich auch zur genuege,aber anderes was zu borderline gehört war nur schwach ausgeprägt oder fehlte.

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    Canary schreibt:
    Ich bin mir nicht ganz sicher ob ADHS für dich n' Stigma is und Borderline ein Adelsschlag Ich habe so das Gefühl das du ganz schön Vorurteile ADHS gegenüber hast, kann das sein?
    Vorurteile habe ich keine.
    aber es hat mir nicht gut getan, mich zu testen.
    Ich dachte, es hilft mir, meine Problemen zu lösen aber es kam nur was ganz anderes raus: es hat mich fertig gemacht, ich war kurz davon, mich aufzugeben und mir einem Betreuer zu holen.
    Angeboren, eventuell noch vererbbar, nur mit Medikamenten zu behandeln...das ist schon ein starker Tobak.

    Mit Borderline habe ich dagegen noch Hoffnung, dass eine Therapie Besserung bringt.

    Auf jeden fall kann ich mich schlecht überzeugen, dass man mit mit 3 ambulanten Terminen und Testungen eine Diagnose stellen kann.
    Man muss mich doch länger beobachten sollen, eventuell auf einer Station, damit man die Diagnose stellt.

    Und jetzt steht diese Diagnose bei mir in akten, jeder arzt wird mir zuerst Pillchen anbieten anstatt eine Therapie (ist ja auch billiger)

    Und da komme ich zu dem Punkt:
    kann sein, dass einige tatsächlich doch Borderliner sind und von den Ärzten die Diagnose ADHS bekommen, weil es für die Kassen billiger ist (Pillen schlücken, funktionieren)
    Borderliner sind dagegen sehr teuere Patienten.

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    Äh, du vergisst, dass das nicht mit Pillen schlucken getan ist. Dazu kommt im Normalfall mindestens eine - oft aber mehrere - Therapien und weiter oft Begleiterkrankungen wie Depressionen, Schmerzerkrankungen und und und ... da kann durchaus einges zusammen kommen. Wie du schon sagtest - AD(H)S begleitet einen ein Leben lang.

    Eben darum ist es ja so wichtig, dass man möglichst richtig diagnostiziert ist und oft ist es einfach so, dass eben nicht AD(H)S (Du bist hier nun einmal in einem AD(H)S-Forum.) eher diagnostiziert wird, sondern davor oft mehrere Fehldiagnosen gestellt werden. Dir ist es nun offenbar genau andersherum ergangen, aber das ist wirklich nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme - so leid mir das tut.

    Aber ich denke, wir sind auf dem gleichen Nenner, wenn ich sage, dass jede Fehldiagnose ein persönliches Unglück für den Patienten mit z. T. schlimmen Ausmassen ist. Das ist leider etwas, was Ärzte oft nicht sehen - das Leid, was mit so einer Fehldiagnose entsteht, was dann oft gleich mit fehlinterpretiert wird, weil man in ihren Augen einfach ein Akzeptanzproblem hat, was dann in einer oft falschen Therapie gleich mit wegtherapiert werden soll. Das ist sicherlich furchtbar, aber auch ein Zeichen dafür, wie wenig Aufklärung, Ahnung und Erknenntnisse noch unter den Ärzten und Therapeuten selbst herrschen.

    Und egal, wie die eigene Störung nun letztlich heisst, wenn man selbst vom Leid betroffen ist, sollte man doch Mitgefühl für andere entwickeln können. Und das ist es, worum ich dich bitten möchte. Vielleicht ist mein Eindruck ja falsch, aber manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass du eine so negative Einstellung AD(H)S gegenüber hast, dass es sich etwas auf die Menschen hier im Forum überträgt, denn das genau sind das hier hinter den Nicks: Menschen! Bitte sei so gut und stell diese Menschen und ihre Diagnose nicht in Frage, denn ebenso, wie du deinen Kampf kämpfst, haben sie ihren hinter sich oder sind noch dabei ... Und vieles, von dem, was du hier anführst, haben die meisten hier schon so lange gehört, dass sie einfach nicht mehr können. - Ich meine es auch gar nicht böse, ich versuche es dir nur zu erklären. Vielleicht hast du ja ein offenes Ohr?!

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    @ChaosQueeny
    Ich stelle nur mich in Frage, keinen anderen

    Ich bin skeptisch, mir kam es komisch vor, dass die Ärztin kurz nach der Diagnose sofort den Rezeptenblock rausrücken wollte.
    Das ist meine persönliche Erfahrung

    Ich kann mir schlecht vorstellen, dass all meine Problemen nur an falsche Hirnchemie basieren: Bulimie, Essucht, Magersucht, Minderwertigskeitskomplexe, extreme Launen, frühere sinnlose Ladendiebstähle (zum Glück nicht vorbestrafft)

    Und natürlich lernte mich meine persönliche Erfahrung, vorsichtig zu sein: ich habe so viel Hoffnung in die Diagnose gesetzt, es endete bei mir in einem persönlichen Desaster, deren Folgen ich noch nicht überblicken kann.

    Deswegen mahne ich auch zu Vorsich.

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Falsche Diagnose? ADHS oder emotionale Instabilität???

    Felis schreibt:

    Und da komme ich zu dem Punkt:
    kann sein, dass einige tatsächlich doch Borderliner sind und von den Ärzten die Diagnose ADHS bekommen, weil es für die Kassen billiger ist (Pillen schlücken, funktionieren)
    Borderliner sind dagegen sehr teuere Patienten.
    adhs heißt doch nicht gleich dass man willenlos tabletten schlucken muss


    wenn es danach gehen würde hätte man mir boderline zugesprochen und nicht adhs



    wenn man im forum aufmerksam liest wird man (leider) feststellen,dass man nicht funktioniert nur weil man medikamente nimmt
    so mancher würde sich das vielleicht wünschen,damit man endlich etwas leichter leben kann


    boderline und adhs sind beides diagnosen die ernst zu nehmen sind und man kann glaub froh sein wenn man nur eine diagnose hat und nicht mehrere,so geht es zumindestens mir

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