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Diskutiere im Thema Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 13

    Idee Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    Hi

    Ich hab mich endlich gewagt zur Psychiaterin zu gehen und mich vorzustellen. Sie war sehr lieb und hat mir zugehört.
    Sie findet mein Eigenverdacht aud ADS sei absolut begründet und hat mich zur Diagnostik angemeldet (1 Monat Wartezeit).

    Ich war also total happy und wollte meiner Mam sagen, dass ich nicht nur faul bin sondern, dass alles einen Grund gehabt hat.
    Sie war total auf Konfrontation und hat mir die Ergebnisse der letzten Prüfung vorgehalten und gesagt das geht nächstes mal nicht und
    ich wäre nicht "krank" und soll mich einfach zusammenreissen und mich konzentrieren.

    Jetzt weiss ich nicht soll ich weiter machen? - Die Ärztin hat mir schon eine Verhaltenstherapie angeboten.
    Aber wenn meine Familie nicht dahinter steht weiss ich nicht ob ich das schaffe, dann muss ich mich immer erklären und verteidigen.
    Bis jetzt hab ich ja auch alles geschafft und bin immer so durchgerutscht.

    Danke für eure Hilfe!!

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    Hm, es ist natürlich nicht gerade einfach, wenn deine Familie da nicht geschlossen hinter dir steht.

    Ich hatte bei meiner Therapie am Anfang auch einige Schwierigkeiten, das meiner Family schmackhaft zu machen.,.. Hinterher haben dann alle gesagt, dass es auf jeden Fall das Richtige war.
    Vielleicht kommt bei dir ja auch die Akzeptanz dann einfach mit der Zeit. Ist vielleicht auch für deine Mutter nicht unbedingt einfach zu hören, dass du eine Therapie machen möchtest.
    Meine Mutter hat mir dazu erst vor kurzem gesagt, dass sie damals auch das nur schwer annehmen konnte, weil sie dann auch einfach mit eigenen Verhaltens"fehlern" konfrontiert war.

    Die Frage, die du dir vielleicht auch stellen solltest, wäre, ob du "einfach immer so durchrutschen" und vielleicht unter deinen Möglichkeiten bleiben möchtest oder du die Sache versuchst anzugehen, auch wenns schwierig werden kann.
    Letztlich ist das ja nicht das Leben deiner Mutter, sondern deines. Du musst ja mit dir zufrieden sein, niemand sonst

  3. #3
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.858

    AW: Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    Ich würde deine Familie außen vor lassen. Selbst in meinem Alter habe ich mit Vorteilen zu kämpfen. Daher rede ich mit kaum Jemanden darüber.

    Wichtig ist, dass du im Leben klar kommst. Für deine Eltern bist du aber nicht verantwortlich.

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    Ich denke das Wichtigste hat kid bereits gesagt: Es ist dein Leben!

    Du stehst jetzt vor der Wahl dir Hilfe zu suchen und vielleicht Strategien zu lernen und eine Therapie zu beginnen, die dir auch langfristig Hilfe und Erleichterung bringen könnten oder du wurschtelst dich weiter so durch.

    Du kannst dich ja mal bei den älteren Mitchaoten, die oft erst spät eine Diagnostik hinter sich haben schauen, wohin sie das teilweise geführt hat. Sicherlich heisst es nicht, dass dir das auch bevorstehen muss, aber neben dem AD(H)S sind die Begleiterkrankungen die Hauptursachen dafür, dass man irgendwann zusammenbrechen kann und dann sich teilweise oder völlig aus dem Berufsleben verabschieden kann. Manchmal nur für eine Zeit, aber manchmal auch für immer.

    Und nein, ich will dir wirklich keine Angst machen, aber ich möchte, dass du dich über mögliche Folgen informierst und dann für dich entscheidest, welchen Weg du gehen möchtest. Weil - so gemein und unsensibel es sich anhören mag - es ist DEIN Leben und in erster Linie musst du damit klar kommen und du musst mit den Folgen leben und ggf. dafür einstehen. DU und nicht deine Mutter oder deine Eltern!

    Das ein Leidensdruck bei dir bereits vorhanden ist, kann man daraus schliessen, dass du überhaupt eine Diagnostik erwogen hast - würde ich zumindest denken.

    Deine Eltern könnten immer noch - wenn sie merken, dass es eine positive Veränderung in dein Leben bringt - umschwenken. Eltern und gerade Mütter, die ja oft den Hauptteil der Erziehung leisten, haben manchmal ein Problem damit für sich anzunehmen, dass ihr Kind krank ist (und sie es nicht gemerkt haben) und / oder das sie vielleicht mit ihrer Erziehung nicht so ganz richtig lagen. Dennoch haben sie vermutlich ihr bestes versucht. Aber auch dieses Annehmen ist ein Prozess, der nicht von jetzt auf gleich geschieht.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    Hallo Leute

    Ich danke euch vielmals für eure Antworten! Ihr und eine Freundin habt mir Mut gemacht, jetzt weiss ich das ich das durchziehen möchte.
    Und dann kann ich meiner Mutter vielleicht auch die Noten vorlegen, die sie gerne sehen möchte

    Jetzt hab ich ein bisschen bammel vor der Therapie, denn eigentlich rede ich nicht gerne mit fremden Menschen über mich

    Naja, irgendwie muss ich das ja durchstehen. Ich will ja, dass mir geholfen wird.

    Danach noch die Diagnostik durchstehen und dann kann ich wieder ein normales Leben führen

    Danke euch

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    Also ich will dich ja nicht entmutigen, aber "normal" ist ist doch irgendwie anders ...

    Aber du lernst vielleicht gut damit zu leben, dass du eben nicht "normal" bist. Und das wünsche ich dir wirklich von Herzen, denn auch nicht "normal" muss nicht unbedingt schlecht sein, sondern manchmal ist es einfach nur anders.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    Hey ChaosQueeny,

    Ich meinte normal nicht irgendwie abschätzig oder so.
    Ich meinte ich kann dann wieder weiter machen ohne von Arzt zu Arzt zu rennen, denn das braucht echt viel Zeit

    Aber daran, dass ich vielleicht AD(H)S haben könnte muss ich mich noch gewöhnen, da hast du recht

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 246

    AW: Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    UND- du hast eine Psychologin gefunden, die du magst, die dir zuhört, dich ernst nimmt und handelt.

    Glaube mir, das ist schon wie ein 5 er im Lotto! Was gibt es da für Vollpfosten draußen... .
    Und du bist jung!
    Bleib' auf jeden Fall dran. Abbrechen kannst du immer noch- was ich NICHT hoffe.

    Bei mir war es ähnlich, aber ich habe ein paar Jahre mehr auf'm Buckel. Noch heute kommen von meinem Mütterlein sporadisch Sätze wie : "Seit du die Diagnose hast geht's dir doch viel schlechter! - Bist du dir wirklich sicher, dass du 'DAS' hast? - ...?!"

    Und lächeln...

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    ... und manche Mütter gewöhnen sich auch so daran, dass sie dann irgendwann selbst überlegen, ob sie nicht auch betroffen sind.
    "Mama, es tut mir ja fast leid, aber du bist ein ganz normaler Nichtbetroffener!"


    Aber enemene hat recht. Damit, dass du eine Psychologin gefunden hast, mit der du gut kannst, die dich ernst nimmt und handelt, hast du wirklich einen guten Griff getan. Viele suchen da sehr lange oder geben die Suche sogar auf, weil sie dieses Glück nicht so (schnell) hatten. Mach was draus ...

    Ich wünsche dir alles, alles Gute!

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Familie steht nicht hinter mir - soll ich abbrechen?

    Klar machts du das weiter ! Wie soll denn sonst alles besser werden ? Mit nur Zusammenreißen wird es nichts, dass weißt du doch selbst am besten, hast es sicher hundert mal schon probiert in deinem Schul- und Studienleben.

    Und wenn deine Mutter das nicht versteht, dann red einfach nicht mehr mit ihr darüber, dann gibt es keine Konfrontation deswegen und du nimmst und suchst dir die Hilfe, die du brauchst eben woanders.

    Wir hatten vor einigeer Zeit schon mal so einen Thread hier, nur da ging es darum, dass die Mutter nicht wollte, dass die Threadschreiberin Medikamente nimmt - dass kann dir ja auch noch "drohen" bei deiner Mutter, wenn die schon jetzt so verständislos reagiert. Also zieh das jetzt ohne sie durch ! Wie die anderen schon schrieben, es ist dein Leben.

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