Seite 1 von 5 12345 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 41

Diskutiere im Thema Angst vor Verhaltenstherapie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 243

    Angst vor Verhaltenstherapie

    Mich plagt irgendwie eine große Antipathie gegen Verhaltenstherapie. Zum Beispiel, weil ich Rollenspiele doof und ineffektiv finde, und weil ich viele Dinge schon weiß und nur nicht umsetzen kann. Ich kann viele Dinge gut, wenn es mir gut geht, aber gar nicht, wenn es mir nicht gut geht (letzteres ist leider Dauerzustand geworden).
    Ich habe schon diverse Einzel- und Gruppentherapien hinter mir, die ja wegen der Kassenabrechnung immer auf VT basierten. Aktuell läuft eine unzulängliche VT, weil u.a. nicht auf ADHS bezogen, und demnächst bin ich in einer psychosomatischen Klinik wegen ADHS und Depressionen/Burnout. Ich erlebe immer wieder, dass mir die übliche Vorgehensweise nicht viel bringt, weiß aber auch nicht so genau, welche Spektren VT umfasst und ob meine bisherigen Therapeuten einfach nur schlecht waren.

    Aktuell befürchte ich, dass mein Klinikaufenthalt deswegen schwierig wird und meine Hoffnungen nicht erfüllt werden. Mit schwierig meine ich jetzt nicht, dass man dort hinfährt, um Spaß zu haben und sich dann wundert, dass man "arbeiten" muss. Ist mir schon klar, dass es anstrengend wird. Aber ich will nicht mit mehr Problemen zurückkommen, als ich vorher hatte. Vielleicht gibt es ja auch spezielle Therapieansätze für ADHSler?

    Wie ist eure Erfahrung mit VT? Sollt ihr problematische Situationen während der Therapie durchspielen und daraus Erkenntnisse ziehen? Bekommt ihr Aufgaben gestellt, z.B. Dinge zu tun, vor denen ihr sonst kneift? Ich möchte eigentlich nur Gespräche führen, und dadurch neue Ansichten gewinnen, wodurch ich Dinge besser umsetzen kann. Und ich möchte ernst genommen und akzeptiert werden. Ich weiß auch gar nicht, ob man bei Depressionen therapeutisch was machen kann. Denn meine sind einfach so da, ohne konkreten Auslöser. Medikamente nehme ich schon, Venlafaxin seit Jahren und nach erfolglosem Versuch mit Medikinet Adult probiere ich jetzt Attentin aus.

    Wird euch klar, was mein Problem ist? Naja, ich weiß es selbst nicht so genau. Wäre schon hilfreich, wenn ihr mir schildern würdet, wie eure VT gestrickt ist und ob sie euch hilft.

    Liebe verwirrte Grüße von
    Triskell

  2. #2
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Angst vor Verhaltenstherapie

    Hallo Triskell
    Die Abneigung gegen Verhaltenstherapie teile ich mit dir, absolut! Ich habe jetzt 6 Jahre Verhaltenstherapie hinter mir, bin in Abhängigkeit abgerutscht und kalt gefeuert worden von meinen THerapeuten, zum Glück aber, denn so bin ich endlich bei einem sehr guten ADHS Spezialisten gelandet und jetzt fühle ich mich richtig richtig gut aufgehoben und verstanden. Ich glaube auch nicht, das Verhaltenstherapie bei AD(H)S groß was bringt, ich bin fast am selben Punkt wie vorher auch, ich will nicht alles dran schlecht reden, denn wir haben ja grade im Erwachsenenalter oft Folgeerkrankungen dazu bekommen, wofür eine Gesprächstherapie vielleicht nicht soo schlecht is..., aber ich denke einfach, die ganzen Therapeuten haben so Null Ahnung von AD(H)S das es gefährlich is.... Das ist das Problem... Ich war dieses Jahr auch stätionär mit großen Hoffnungen, die enttäuscht wurden, da man von mir keine Ahnung hatte und mir lecker besonders ADHS taugliche Neuroleptika verabreicht hatte, wo ich mich super drunter gefühlt hatte

    Ich denke, das wichtigste für dich wäre in eine Klinik zu kommen die sich wirklich mit AD(H)S auskennt, da würdest du bestimmt verstanden werden und da könnte vielleicht bestimmt auch am Ende was für dich rauskommen.

    Ich muss leider zwangsweise auch wieder in VT, da ich im Moment als voll erwerbsgemindert eingestuft bin und weis, das ich im Moment absolut arbeitsunfähig bin, aber es graut mir davor, da ich weis, das es mir so auch nicht viel bringt, denn die ganzen ADHS Symptome kann man ja auch mit allerlei anderen Diagnosen versuchen zu erklären, nur ob's dann noch stimmt....
    Man fühlt sich mit AD(H)S doch irgendwie wie so eine ganz andere Spezies Mensch und dann selbst in der allgemeinen Psychiatrie nicht verstanden zu werden das war echt echt schrecklich....

    Viel Glück
    LG CANARY
    Geändert von Canary (11.02.2015 um 22:01 Uhr)

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Angst vor Verhaltenstherapie

    Triskell schreibt:
    ... Ich erlebe immer wieder, dass mir die übliche Vorgehensweise nicht viel bringt ...
    Ich kann das gut nachvollziehen, denn nachdem was ich erfahren habe, habe ich die gleichen Befürchtungen auch. Meine bisheringen Therapieversuche waren auch nicht so toll, als das ich unbedingt auf Wiederholung erpicht bin.

    Allerdings lese ich von vielen Mitchaoten hier, die damit durchaus positive Erfahrungen gemacht haben und darin offenbar echt Hilfe gefunden haben. Nun frage ich mich schon ein Weilchen, ob es wirklich an mir liegt und ich einfach so verquer bin (das will ich nicht grundsätzlich ausschliessen) oder ob ich einfach an die falschen Leute (das kann ich allerdings auch nicht ausschliessen) geraten bin.

    Ich kann dir damit zwar nicht wirklich helfen, aber vielleicht hilft es zumindest ein bisschen, dass du damit nicht so ganz alleine bist.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Angst vor Verhaltenstherapie

    ChaosQueeny schreibt:

    Allerdings lese ich von vielen Mitchaoten hier, die damit durchaus positive Erfahrungen gemacht haben und darin offenbar echt Hilfe gefunden haben.


    hallo triskell,ich kann deine befürchtung gut verstehen


    bevor ich überhaupt auch nur ansatzweise an adhs gedacht habe,hab ich immer wieder über eine therapie nach gedacht
    Mit anfang 20 machte ich zehn stunden von einer gesprächstherapie und kann einfach nur sagen,dass mir
    das überhaupt nichts gebracht hat.
    Und so hab ich mich immer gegen jede art von therapie gewert,selbst in momenten in denen es vielleicht wichtig gewesen wäre ,
    um heil aus bestimmten lebenssituationen zu kommen


    Ich hab dann nach meiner ersten diagnose lange nach jemanden gesucht der sich mit adhs auskennt
    Durch umwege bin ich an eine therapeutin gekommen ,die verhaltenstherapie macht
    Sie arbeitete mit boderlinern und adhslern zusammen ,aber auch einfach mit menschen die in krisen stecken oder
    die mit depressionen zu tun haben


    Mir hat diese therapie viel gebracht
    Sie konnte mir vieles nahe bringen,nicht alles aber vieles

    Momentan arbeite ich mit einem Ergotherapeuten zusammen ,der je nach bedarf ähnlich wie sie arbeitet
    und ich merke ,genau diese art ,des gespräches,der erörterrung tut mir gut

    allerdings muss ich auch sagen,wir haben glücklicherweise nie rollen spiele gemacht oder ähnliches
    wir haben mein verhalten und das der anderen in bestimmten situationen angeschaut

    sie hat mir mein adhs näher gebracht und anschaulich "erklärt"
    und sie hat mich immer ernst genommen


    Und für mich war wichtig ,dass ich keine gemeinschaftstherapie mache
    also nur ich und die therapeutin

    ich denke ,falsch oder richtig gibt es nicht bei therapien ,oft ist es leider anstrengend die richtige therapieform für sich zu finden


    ich wünsche dir viel erfolg und dass du findest was dir gut tut

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 408

    AW: Angst vor Verhaltenstherapie

    ich hatte im laufe der jahren zwei mal eine psychotherapie angefangen, und relativ schnell wieder abgebrochen, denn es brachte überhaupt nichts, ganz im gegenteil...
    eine dritte therapeutin habe ich ein einziges mal besucht, und es war gut so...
    "trinken sie?"
    "kaum"
    "...wirklich???" (ich hätte sie würgen können...)
    usw...
    also, als ich gesagt bekam, ich sollte eine VT anfangen, habe ich mir gedacht na super, schon wieder so ein schrott...

    aaaber ich hatte jetzt eine wunderbare therapeutin gefunden, bei der "ADHS für erwachsene"- ambulanz hier, es sollte VT sein, aber sie ist sehr flexibel, und hat die therapie auf mich angepasst, es ist so wie du sagst, "Ich möchte eigentlich nur Gespräche führen, und dadurch neue Ansichten gewinnen, wodurch ich Dinge besser umsetzen kann. Und ich möchte ernst genommen und akzeptiert werden".
    ich kann nicht sagen das ich "geheilt" wäre, und meine problemen sind immer noch nicht gelöst, aber es hat mir doch sehr viel gebracht, ich bin echt traurig das die therapie bald zu ende ist.

    da hätte ich eine frage, ich lese oft hier im forum (so wie hier bei Canary) von leute die jahrelange therapie machen, ich habe aber nur eine "verlängerung" bekommen, also die (glaube ich...) 45 + 15 sitzungen, wie kommt das, geht es mir nicht schlecht genug???

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 100

    AW: Angst vor Verhaltenstherapie

    Ich habe nun seit kurzem auch Verhaltenstherapie. Nun gebe ich mal das nach, was mir widerfahren ist, mal abgesehen von der Frage oben. Ich hoffe, es nimmt mir keiner übel. Seit ca. 3 Jahren nehme ich wieder Medikamente ( Medikinet Adult), meine Krankenkasse zahlt dieses Medikament in Zusammenhang mit einer Verhaltenstherapie. Ich sagte der KK ( Krankenkasse) das in meiner Stadt wenig Ärzte sind, die Verhaltenstherapie für Erwachsene anbieten. Nach ca. drei Jahre langer Suche bekam ich letztes Jahr einen "Warteplatz" und musste JEDEN Monat einmal anrufen. Da ich diesen VT-Platz unbedingt, auch von mir aus, haben wollte, habe ich auf den Anrufbeantworter dieser Therapeutin gesprochen mit der Bitte auf ein Therapieplatz, jeden Monat.

    Nun habe ich ENDLICH diesen Platz fest und ich habe das große Glück, das die Dame auch andere Klienten mit ADHS hat. Ich habe nun ein Heft, indem ich Aufgaben und Ziele schreibe, wie z. Bsp. jeden Mittwoch um 16 Uhr staubsaugen. Wenn ich es am Mittwoch nicht schaffe, mache ich es einen Tag später um dieselbe Zeit. Bis jetzt hat es echt gut geklappt, meine TP (therapeutin) ermutigt mich, nicht zuviel zu machen (ich habe letzten Mittwoch gestaubsaugt, Bad geputzt und Schränke geputzt).
    Ich habe auch Schwierigkeiten, das Medikinet jeden Tag zweimal einzunehmen, da ich erst Mittags etwas esse und dachte, das dieses Mittel nüchtern nicht wirkt. Nach Rücksprache mit einem anderem Arzt weiß ich, das ich dieses Medikinet auch ohne Frühstück einnehmen kann, falls mein Magen nicht rebelliert. Seitdem nehme ich dieses Medikament regelmäßig.

    Bis jetzt ist die VT eine sehr große Hilfe für mich und ich möchte sie nicht missen. Aber es kann auch sein, das ich eine VT gefunden habe, die auf mich eingeht, mich und meine Gedanken versteht - zumindest habe ich bis jetzt das Gefühl und fühle mich bei der Therapeutin echt gut und wohl. Ich kann auch über Konflikte/Probleme mit meinen Eltern sprechen und sie gibt mit Tips, wie ich mich in gewissen Situationen verhalten soll.

    Meine Eltern haben es z.Bsp. nie nachvollziehen können, das ich meinen Haushalt nicht im Griff habe. Seitdem sie wissen, das ich versuche jeden MIttwoch um 16 Uhr zu staubsaugen, sehen sie die Situation etwas lockerer und freuen sich, im Sommer zum Tee eingeladen zu werden. Aber sie haben verstanden, das sich was verändert an meinem Verhalten und lassen mir die Zeit.
    Auch wenn es Jahre gebraucht hat, merken meine Eltern das ich nach kurzer VT-Therapiezeit mein Verhalten jetzt schon ändere.

    ich weiß, das ich vom Text von Triskell total abgeschweift bin, aber ICH fand es wichtig, das zu schreiben, was ich schrieb. Bitte nehmt es mir nicht übel- für mich ist die VT eine echte Hilfe!
    Geändert von Felidae (12.02.2015 um 04:09 Uhr)

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Angst vor Verhaltenstherapie

    Mir hat "kognitive VT" ziemlich geholfen aber die Chemie zum Therapeuten hat gestimmt und das war ziemlich viel Coaching wenn ich ehrlich bin.

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 115

    AW: Angst vor Verhaltenstherapie

    Naja, es gibt ja auch nicht "die " Verhaltenstherapie. Und tatsächlich macht es häufig sehr viel aus, wie du dich mit der Therapeutin/dem Therapeuten verstehst. Oftmals ist es tatsächlich soetwas wie ein "Coachen" über substantielle Lebensprobleme die wirklich einschränkend sind hinweg.

    Aber viele Wege führen zum Ziel und unter der Überschrift "VT" sammelt sich in Deutschland aus Abrechnungsgründen sowieso ein seeeehhhhhr breites Spektrum an Therapierichtungen. Ein guter Therapeut sollte aber auch erklären können, warum er/sie jetzt diesunddas mit dir macht.

    Und warum sollte man wegen AD(H)S Rollenspiele machen? Ich bin verwirrt...

    @Canary, wer zwingt dich denn, eine Therapie zu machen? So kann das ja schon mal nix werden.

  9. #9
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Angst vor Verhaltenstherapie

    Na ja, meine Betreuerin zwingt mich und ich mich selber auch ganz doll, immerhin hänge ich grade ganz schön da, ich war 6 Jahre in VT, wegen "Borderline", habe sogar DBT 2 Jahre in einer Gruppe gemacht und soweiter und sofort, bei mir kommt viel zusammen... Jetzt habe ich ADHS Therapie schon mal angefangen und da hat sich in kurzer Zeit schon mal viel ergeben, ich bin echt glücklich damit, aber bei mir kommt viel zusammen, wahrscheinlich aber eben doch mit ADHS als Grundbaustein auf dem ne ganz ganz lange Latte aufbaut, im Moment bin ich noch so mit allem überfordert, habe grade in einem 3/4 Jahr von einer schlimmen Sucht entzogen, und muss völlig neu anfangen, ich werd auf Medis eingestellt wahrscheinlich bald und ich muss ja schauen wie ich finanziel um die Runden komme, immerhin bin ich aufgrund meiner ganzen Diagnosen als voll erwerbsgemindert eingestuft worden vom Gutachter.... Na ja, so muss man halt gezwungener Maßen gucken wie man weiter kommt und da "muss" ich halt irgendwo hin mit, ich weis ja nicht wie es dann weiter geht, wie sich die ADHS Behandlung noch auswirkt auf das ganze... nur macht mich dieses nicht verstanden werden, das ich die letzten 6 Jahre allgemeine Psychiatrie hatte echt super ängstlich und abgeneigt. Is ne sch**** Situation in der ich bin, aber einen guten Arzt habe ich ja jetzt Glücklicherweise in 30 Jahren endlich mal....
    Geändert von Canary (12.02.2015 um 15:11 Uhr)

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 213

    AW: Angst vor Verhaltenstherapie

    Hallo Triskell,

    ich glaube bei VTs ist es extrem wichtig, dass man einen Therapeuten hat, der einen auch akzeptiert. Meine Therapeutin hat ihre Doktorarbeit über ADHS geschrieben und ich hatte echt sehr viel Glück mit ihr. Immerhin hat sie mir damals mehr oder weniger, meinen Job gerettet.
    Bei mir waren es keine Rollenspiele, eher Gespräche. Warum ich wie in welcher Situation gehandelt habe. Aber sie hat mir auch die Augen geöffnet, dass ich mich zu wichtig nehme.
    Was ich interessant fand. Ich sollte aufschreiben, was meine Schwächen sind, vor allem, so was, wie fehlendes Selbstwertgefühl und sich selber zu lieben. Am Ende hat sich herraus gestellt, dass all meine Ängste auf dem ADHS basiert. Und ich hab gelernt, dass ich nicht erwarten kann, dass andere sich auf mich einstellen, sondern ich mich auf die anderen einstellen muss.

    Am Ende hab ich mich durch die Therapie getraut zu studieren. Ich studier jetzt seit Oktober 2013 Medizin. Musste dafür auch noch von zu Hause weg. Was ich nie wollte. Und es hat mir echt Kraft gekostet, mich der ganzen Situation zu stellen. Aber mittlerweile weiß ich, was meine Stärken und was meine Schwächen sind und nehme jede Gelegenheit wahr, zu üben und andere Menschen in ihrer Realität wahrzunehmen und zu verstehen bzw. nach zuvollziehen.

    Ich glaub, das wichtigste nach ner VT ist, zu wissen, was deine Stärken und Schwächen sind und mit dir selber umgehen zu können. Und es gibt immer Momente, wenn man zurück geworfen wird und da ist es hilfreich, wenn man Familie und Freunde hat, die einen den Kopf mal wieder zurecht rücken und man sich nicht im Selbstmitleid wälzt.

Seite 1 von 5 12345 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Verhaltenstherapie?
    Von Schubidu im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 27.12.2013, 12:56
  2. Verhaltenstherapie
    Von green im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 27.04.2013, 20:38
  3. Verhaltenstherapie
    Von Carina29 im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 12.02.2012, 20:53

Stichworte

Thema: Angst vor Verhaltenstherapie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum