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Diskutiere im Thema Eigenverdacht bestätigen lassen? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 15

    Eigenverdacht bestätigen lassen?

    Hallo liebe Foristen,

    knapp zwei Wochen sind nun vergangen seit meinem Eigenverdacht. Bei mir ist eine sehr hohe Überschneidung vorhanden mit den allgemeinen Kriterien. Auch was Betroffene hier schreiben und Freunde über mich berichten, unterstützt den Verdacht.

    Bis vor kurzem hatte mir diese "Eigendiagnose" noch genügt. Die Sympome sind zwar fast alle vorhanden, aber nur mittelstark ausgeprägt, weshalb ich sowieso versuchen wollte, ohne Medis auszukommen.

    Mit Ärzten hatte ich, wenn, meist wenig hilfreiche Erfahrungen, was mir eine tiefe Abneigung gegen diesen Berufsstand eingebracht hat. Ich würde daher zu gern auf einen (oder sehr viele) Besuch(e) verzichten.

    Wenn doch aber mangelnde Selbsteinschätzung teil der Symptomatik ist, kann ich mir da überhaupt ein Urteil erlauben? Im Gegensatz dazu, zumindest auf einer bestimmten Ebene, kennt mich niemand besser als ich selbt, auch nicht der talentierteste Therapeut!

    Wie sind eure Erfahrungen, gibt es Leute, die auf eine Profidiagnose verzichtet haben, und wie fühlt man sich dann damit?

  2. #2
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    AW: Eigenverdacht bestätigen lassen?

    ich kann ja nur für mich sprechen...
    Als mein Sohn die Diagnose erhalten hat, habe ich mich nahezu exessiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Mit den Therapiemöglichkeiten, Alternativen zu Medikamenten, usw.
    Und ich habe da nie mit aufgehört.
    Durch das Chaos, welches ich immer mehr verursachte und weswegen ich immer mehr verzweifelte und immer mehr erschöpfte kam mir eben der Verdacht,das ich wohl genauso, wie mein Sohn, betroffen bin. Alles was ich über seine Erkrankung bislang wußte, passte eins zu eins auch auf mich. Da ich regelmäßig diese Fragebögen für ihn ausfüllen muß, wurde es mir damit immer klarer.
    Und selbst, als ich mir zu 100% sicher war, war ich doch immer mal wieder unsicher.
    Verstehst du, was ich meine?
    Ich brauchte die offizielle Diagnose vom Facharzt. Für mich.
    Und auch, um die Bereitschaft zu erhalten, es mit Medikamenten zu versuchen.
    Hier liegen ja nun die Medis von meinem Sohn rum. Aber egal, wie verzweifelt ich war, und mich so sehr danach gesehnt habe, das es endlich was gibt, was mir helfen wird, ich habe mich nie (!) getraut, auch nur einmal eine Kps von meinem Sohn zu probieren.
    Jetzt habe ich meine offizielle Diagnose, schwarz auf weiß, und es tut mir gut zu wissen, das ich Recht gehabt habe.

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Eigenverdacht bestätigen lassen?

    Ich war mir jahrelang sicher, dass ich betroffen bin, weil ich einige
    Fortbildungen im Bereich ADHS gemacht hatte. Aber es war ein langer
    Weg von der Befürchtung zur Erkenntnis zur Diagnostik. Allerdings
    lag es am Schluss eher daran, dass ich den Poppes nicht hochbekommen
    habe.
    Da ich dauernd mit Kindern zu tun habe, die Mph nehmen, hatte ich von
    Beginn an keinerlei Bedenken mit der Einnahme. Ich wusste ja, wie sehr
    sie helfen können.
    Ich glaube aber auch, dass nicht zwangsläufig Medikamente genommen werden
    müssen. Das kommt immer auf den Leidensdruck an, denke ich.
    Genau zu wissen, was man hat, kann allerdings sehr erleichternd sein. Dann haben
    die komischen Verhaltensweisen plötzlich einen Grund und man ist nicht mehr
    nur faul, ungeschickt, dumm, vergesslich, impulsiv u.s.w.
    Das war sehr angenehm und hat auch geholfen, bestimmte Dinge in einem anderen
    Licht zu sehen und sie mit einem anderen Gefühl anzugehen.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.962

    AW: Eigenverdacht bestätigen lassen?

    Ich "weiss" es eigentlich schon länger und inzwischen steht auch eine Verdachtsdiagnose. Lange Zeit ging es ohne, aber ich kam an einen Punkt, wo ich merkte, dass es vielleicht doch mit Diagnose um einiges besser gehen würde, denn dann stehen mir auch die Möglichkeiten einer Therapie offen. Dummerweise können im Alter teilweise Probleme dazu kommen, die sich zusammen mit dem AD(H)S dann potenzieren.

    Ob ich meiner Wahrnehmung selbst trauen kann? In den meisten Fällen schon, obwohl ich das in mancher Hinsicht gerade erst wieder lerne. Allerdings ist es auch nicht immer schön, was man so wahr nimmt. Allerdings habe ich auch einen Kreis von Menschen um micht, auf die ich unbesorgt hören kann und die mir ggf. auch Rückmeldung geben, wenn ich unsicher bin oder nachfrage. Gleichfalls habe ich eine ungefähre Vergleichsmöglichkeit mit "normalen Menschen" und mit den Chaoten hier, beides zusammen hilft mir durchaus eine Balance zu halten.

    Meine Erfahrungen mit Ärzten sind auch durchwachsen, wenn ich das mal so beschreiben darf. Allerdings weiss ich, was ein guter Arzt bewirken kann und das es in einigen Fällen durchaus Hilfe und Lebensqualtiät bedeutet. Es kommt halt auch darauf an, weshalb man einen Arzt aufsucht.

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