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Diskutiere im Thema Aktueller Stand, einzelne Frage bezüglich Therapie im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 21
    Forum-Beiträge: 47

    Aktueller Stand, einzelne Frage bezüglich Therapie

    Da bin ich auch mal wieder! Lese zwar immer hier und da mal ein wenig mit, aber ich denke mir meistens "Bevor ich jetzt das wiederhole, was andere schon schrieben, schreib ich einfach gar nichts!"

    Weiß gerade nicht so recht, ob ich meine beiden anderen Beiträge verlinken sollte. Wer lesefreudig ist, kann hier, hier und hier schauen, worum es in langer Form bei mir geht. Kurz gesagt habe ich schon seit einiger Zeit den Verdacht, ADHS zu haben und versuche herrauszufinden, ob mein Verdacht korrekt ist, da ich von vielen Ärzten immer nur psychische Störungen wie Borderline-Persönlichkeitsstörung und ähnliches zu hören bekomme.

    So, das wärs erstmal.

    Nachdem ich Wochen lang versucht habe, bei einem Spezialisten einen Termin zu bekommen, habe ich meinem jetzigen Psychiater noch eine Chance gegeben. Auch, wenn er meinte, ADHS sei eine Modediagnose, geht es nun Berg auf.

    Ich sprach ziemlich viele Dinge an - dass ich keine Lust mehr habe, mir irgendwelche Antidepressivas reinzuwerfen, die bei mir keine Wirkung bringen und ich eher Nebenwirkungen davon habe, als dass es besser wird, zum Beispiel.

    Nach langem hin und her hat er mir auf Nachfrage seinen "Befund" über mich gegeben, zu dem ich einige Fragen hätte. Denn er möchte mir nach der Weihnachtszeit eine Überweisung in ein Therapiezentrum geben, welche sich wohl ebenfalls mit dem Thema ADHS beschäftigt (kommt doch hin, oder? Dort wird auch Ergotherapie und ähnliches gemacht). Da bin ich natürlich nervös, was auf mich zukommt und ob es überhaupt Sinn macht.

    Seinem Befund nach besteht bei mir eine Affektlabilität, eine depressive Symptomatik, ich wäre ambivalent, habe starke Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit und bin krankheitsbedingt eingeschränkt in der Tagesstrukturierung und habe eine schwere Störung der Leistungsentwicklung im beruflich-sozialen Feld. Allein diese Dinge verstärken meinen Verdacht erneut, denn das sind doch wenn ich mich nicht irre auch alles Anzeichen, oder nicht?

    Affektlabilität bedeutet so viel ich rausfinden konnte stark vereinfacht gesagt, dass die Stimmungsschwankungen durch sehr geringfügige Reize ausgelöst werden und von dem Betroffenen nicht "krankhaft erlebt werden". Ambivalent ist das "starke wechselhafte, hin und her, seine Meinung ständig wechseln und zwiespältig sein".

    Er hat auch schon mal geäußert, er sähe bei mir Symptome von ADHS. Aber irgendwie macht mich das nervös, ob ich mich nicht irren könnte. In seinen Augen sind da ja alles nur "psychische Störungen in verschiedenen Gebieten" - kein ADHS. Mache ich mich da nicht in irgendeiner Weise "lächerlich" in dem Therapiezentrum für ADHS?

    Bin einfach so überfragt, vor allem weil neue Situationen mich sowieso immer so aus dem Konzept bringen. Und mein Kopf will natürlich mal wieder nicht still sein und ich kann deshalb nicht schlafen.

    Bin jedenfalls für jede Antwort schonmal im Voraus dankbar!

  2. #2
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Aktueller Stand, einzelne Frage bezüglich Therapie

    Hallo imperfectly
    Neeeiin, auf keinen Fall machst du dich da lächerlich wenn du in das ADHS Terapiezentrum gehst!! Ich find das sogar total toll und voll mutig, das du da so dran bleibst, denn man weis selber immer noch am Besten woher es kommen könnte und in welche Richtung es geht, denn nur du kannst zu 100% in dich selbst reinschauen. Und klar, die Angst davor, das es nicht AD(H)S sein könnte kenn ich, mann hat Angst sich selbst falsch einzuschätzten, aber ich glaube wir nehmen das vorher immer etwas zu übertrieben wahr. Und Ärzte machen auch Fehler, wenn es dir da auch nicht kompetent genug vorkommt würd ich auf lange Zeit noch ne 2. Meinung einholen....
    Na ja bei mir is es eher anders rum im Moment. Ich hab Angst zur Testung zu gehen, weil ich glaube, das bei mir ADHS definitiv rauskommt und davor hab ich Angst. Obwohl ich schon länger weis das es so sein könnte und seit de rZeit aufm Forum erst Recht, glaub ich würd ich erst mal heulen, weil ich bin seit 6 Jahren wegen "Borderline" in Behandlung, hat absolut nix gebracht, wurde wohl völlig falsch verstanden, bin Suchtkrank geworden, hab erst seit ein paar Tagen die Sucht besiegt und jetzt hab ich Angst vor den ADHS Medikamenten und den Nebenwirkungen (vielleicht is es nur Entzugsbedingt): Ich habe Jahre schon an Medikamente verschwendet und obwohl meine Therapeuten mir Ritalin als das Medikament loben, hab ich Angst. Weist du Jahrelang festgesteckt und jetzt hab ich Angst vor der Veränderung, weil ich hab halt schon viel Kompensieren müssen und ich hab Angst mich zu verändern zu müssen, das man mich gesellschaftsfähig machen will, dabei hab ich grade gelernt zu akzeptieren.... Na ja, so viel von jemand der grad ein 3/4 Jahr Entzug gemacht hat. Ansonsten war das beste was mirr in 6 Jahren Therapie wohl gesagt wurde. "Ich weis nicht, aber ich hab schon seit längerem den Verdacht, das sie ADHS haben."

    Auf jeden Fall bleib dran, diese Geschichtchen haben die meisten hier im Forum mitdurchgemacht
    Geändert von Canary ( 6.12.2014 um 15:32 Uhr)

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 21
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Aktueller Stand, einzelne Frage bezüglich Therapie

    Canary schreibt:
    ich bin seit 6 Jahren wegen "Borderline" in Behandlung, hat absolut nix gebracht
    Wow, das ist krass! Ich hab das jetzt schon so so so häufig gehört, dass ADHS Patienten bevor es zur richtigen Diagnose kam immer erst durch die "Sie haben Borderline"-Schiene mussten. Gruselig, aber daran merkt man mal, dass es wirklich sehr sehr schwierig ist, eine Diagnose zu bekommen. Es ist eben ein schweres Gebiet und Symptome überschneiden sich.

    Aber hart ist es trotzdem, ist bei mir ja ähnlich. Ich wurde nun auch seit ungefähr 4 Jahren (mit 12 ging das bei mir "öffiziell los", mit 14 hab ich mich drum gekümmert, dass es besser wird) auf Borderline behandelt, bekam passende Tabletten und nie hat es was gebracht. Nie hat es gewirkt, nie "hatte ich Ruhe vor meinem Kopf" und eine Besserung wollte und wollte nicht eintreten.

    Aber das mit dem Entzug ist Klasse! Da kannst du wirklich extrem stolz auf dich sein. Hab im Moment das selbe Problem. Bei mir hat Venlafaxin nun eine Abhängigkeit hinterlassen und ich bin gerade dabei, sie abzusetzen, auf ärtzlichem Rat. Ist ganz schön nervig, vor allem, wenn es schön auf den Magen und auf den Kopf schlägt...

  4. #4
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Aktueller Stand, einzelne Frage bezüglich Therapie

    Hallo imperfectly
    Aber das is auch krass in so jungen Jahren schon die "Borderline Diagnose" zu kriegen, so weit ich weis darf man die Diagnose doch erst ab 18 stellen.Oder irre ich mich da?
    Oh ja Antidepressiva verursachen manchmal auch Absetzerscheinungen, aber es geht viel viel schneller vorbei als bei den ganz harten richtig abhängigmachenden Sachen.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 21
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Aktueller Stand, einzelne Frage bezüglich Therapie

    Hallo Canary

    Das glaub ich dir auf's Wort.

    Das mit der Diagnose erst ab 18 habe ich noch nie gehört, ehrlich gesagt. Wurde damals eben mit ungefähr 14/15 "Zwangseingewiesen" von einer Psychologin, weil ich dort offen ansprach, manchmal "Nicht-Existenzgedanken" zu haben, weil ich nicht abschalten kann und eine Pause von allem bräuchen würde, und in der Klinik hatte man dann gemeint, ich hätte klare Anzeichen von Borderline. Dann bin ich über die Jahre von Arzt zu Arzt gerannt, musste logischerweise auch die Vergangenheit ein wenig erzählen und nachdem ich dann meine Symptome schilderte, wurde es mir quasi in den Mund gelegt, dass ich Borderline habe. Dann kamen passende Medikamente und das Thema war meistens gegessen.

    Hätte ich nicht angesprochen, dass ich einen ganz anderen Verdacht habe, wäre wohl auch nie ein Arzt darauf gekommen, mich auf z.B. ADHS zu testen.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Aktueller Stand, einzelne Frage bezüglich Therapie

    Nur zur Beruhigung:

    Es gibt wirklich einen Unterschied zwischen Absetzerscheinungen und Abhängigkeitserscheinungen. Absetzerscheinungen sind oft sehr "ungemütlich" und unangenehm, sind aber keinesfalls Ausdruck einer psychischen oder physischen Abhängigkeit. Venlafaxin ist nicht das älteste Medikament, aber zumindest schon so lange im Handel und Gebrauch, das man mit Sicherheit sagen kann, das es nicht abhängig machend ist.

    Um so langsamer du absetzt, und die Dosen auch in geringen Mengen runterschraubst, umso leichter wird das Absetzen.

    Viel Erfolg!

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