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Diskutiere im Thema Fragen zur Startbehandlung im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 238

    Fragen zur Startbehandlung

    Meinen Titel hätte ich eigentlich genauso genannt, wie ein anderes Mitglied. Nämlich: "Medikamente und Therapie gleichzeitig" ^^
    Ich entschied mich für einen eigenen Thread, weil meine Frage das genaue Gegenteil der ihren ist.

    Von Anfang an:
    Ich war beim Psychiater, hatte ein erstes Gespräch, bei dem ich meine aktuellen Probleme erläuterte und mittels Fragen seinerseits alles berichtete, was ich aus meiner Kindheit auf die schnelle in meiner Erinnerung fand.

    Sein Verdacht am Ende der Stunde war ADHS, weil alles was ich erzählte dazu passt.
    Es folgte ein Test mit vielen Fragen. Ein Teil Gegenwart, ein Teil Kindheit.

    Nach dem Test stand die Diagnose fest. Nach einem Gespräch, wie ich über die Krankheit denke, was ich mir jetzt wünsche und erhoffe und eine kleine Aufklärung über Methylphenidat, Antidepressiva und dem Hinweis, dass ich mir für eine Verhaltenstherapie einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten suchen müsse, fragte er mich, welches Medikament ich zuerst wolle. Ich hatte bereits in dem Gespräch geäußert, dass ich mir Medikamente und eine begleitende Therapie erhoffe. Die Therapie muss ich mir natürlich selber suchen

    Ich entschied mich für ein Mittel gegen ADHS, da ich aktuell mehr Hoffnung dahinein setze. Antidepressiva vergesse ich ja nur, wodurch die Wirkung geschwächt wird ._.

    Jetzt die Frage:
    Ich las jetzt gehäuft, dass Methylphenidat immer nur in Begleitung einer Therapie erfolgt. Dies sei sogar rechtlich festgelegt.

    Gilt das nur für Kinder? Bringt mir die Medikation jetzt was ohne Verhaltenstherapie?

    Und noch eine Frage zur Anamnese:

    Laut Wiki ist das wohl die Aufzeichnung der quasi Biographie eines Menschen für medizinische Zwecke. Reicht dafür diese eine Sitzung?

    Nach allem was ich gelesen habe über ADHS, hege ich keinen Zweifel daran es zu haben. Aber da es hier um ein Medikament geht, wie ich sie jahrelang gemieden habe (ich wollte nie an meinen Hormonen rumpfuschen lassen), würde ich doch gern wissen, ob ich eine gute Diagnose bekam und ob ich diese medikamentöse Therapie nur mit einem Psychiater fortsetzen kann.

    Ich soll und darf jede Woche zu ihm, um zu berichten, wie es mir mit dem Medikament geht. Das finde ich sehr gut.
    Auch wirkt der Arzt selbst sehr angenehm auf mich. Stets entspannt und verständnisvoll. Ich würde mir ungern einen anderen Arzt für eine zweite Diagnose suchen.
    Meine Mum hat nicht so giel Glück mit ihren Psychoheinis :/

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Fragen zur Startbehandlung

    Ich habe gerade den Thread gelesen, was zur Diagnose alles dazu gehört. Das bei mir ist da ja lächerlich Hab ich fast schon befürchtet.

    Nu weiß ich auch nich weiter. Absetzen der Medikamente?

    Das mit den Antidepressive kommt mir seit heute aich spanisch vor - dass er mich überhaupt fragte, ob ich die will. Ich habe mal gelesen, dass die ADHSlern gar nix bringen.

    Och man. Ich war so froh bis fast schon glücklich eine handfeste Diagnose zu haben. Das kommt mir grad vor wie ein Kartenhaus, welches bis fast ganz unten zusammengefallen ist. Nur das Fundament steht noch. Eine gewisse Sicherheit, dass ich es definitiv habe, auch ohne komplette Diagnose.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Fragen zur Startbehandlung

    Hallo Blaustern!

    Meine persönliche Meinung ist:
    die Erfahrung eines Arztes kann durchaus wertvoller sein als eine Diagnostik nach Plan.

    Vor drei Jahren habe ich eine Diagnostik in einer Uniklinik angefangen. Ich war viermal dort. Tests, Gespräche, EEG, alles was dazu gehört. Das Abschlussgespräch ergab: die Symptome passen, aber man müsse noch einen ausführlichen Test machen, ob es nicht doch eine Depression sei.

    Zu der Zeit hatte ich aber definitiv keine Depression mehr, das war früher.

    Ich ging aufgrund von Schwangerschaft / Geburt nicht mehr hin. Nach der Geburt wäre es dann bestimmt auf dieHormone geschoben worden.

    Dieses Jahr ging ich zu einer Neurologin, erzählte ihr ausführlich alles, beantwortete die Fragen. Sie stellte die Diagnose, verschrieb mir Ritalin, und fortan ging es mir besser, wenn auch noch nicht perfekt, ich bin halt erst am Anfang der Therapie. Psychotherapie kommt demnächst auch (Wenn ich nen Platz finde).

    Mein Hausarzt schickt ja auch nicht immer ne Probe ins Labor, bevor er mir was verschreibt. Obwohl bei netdoktor zu lesen ist, man bräuchte ne Laboruntersuchung. Wie lange nimmst Du das Medikament? Geht es Dir besser damit? Hattest Du, als Du beim Doc warst, das Gefühl, er kennt sich mit ADHS aus? Dass er Dich ernst nimmt?

    Beantworte die Fragen für Dich selbst und sprich mit ihm noch mal offen über Deine Bedenken. Wenn es ein guter Arzt ist, kannst Du ruhig offen alles ansprechen, dann wird er Dir alles erklären.

    Wenn Du meinst, es ist ein schlechter Arzt, geh wo anders hin.

    Und jetzt möchte ich noch mal betonen: das ist alles nur meine ganz persönliche Meinung. Im Endeffekt musst Du selbst entscheiden, wie Du mit der Situation umgehst

    Alles Gute

    e

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Fragen zur Startbehandlung

    Danke dir Damit hast du mir sehr schnell ganz sehr geholfen!

    Wie schon geschrieben, war mir der Psychiater sofort "angenehm" (ein hesseres Wort fällt mir nicht ein). Ich fühle mich gewissermaßen wohl bei ihm. Ernst nimmt er mich, meines Erachtens, definitiv.

    Mein Freund meinte am Telefon auch gerade, dass der sich vielleicht einfach so gut damit auskennt, dass er das einfach so schnell einschätzen kann. War ja fast wie bei dir. Ich habe alles mögliche erzählt und sein Verdacht war sofort ADHS.
    Durch deine Meinung, bin ich erst mal nicht mehr ganz so misstrauisch. Danke dafür

    Ich werde meine Bedenken am Donnerstag mal erwähnen und trotzdem fragen, ob eine medizinische Untersuchung möglich ist.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.933

    AW: Fragen zur Startbehandlung

    Also selbst wenn er eine weitere Untersuchung für nicht notwendig erachtet, du dich damit aber besser fühlen würdest, dann kannst du auch zusätzlich eine volle Diagnostik woanders machen lassen.

    Wenn du dich bei ihm wohl und gut aufgehoben fühlst, spricht nichts dafür, dass du diese Bindung aufgeben müsstest. Eine Teildiagnostik hat er ja offenbar gemacht und es ist tatsächlich so, das es nicht einheitlich von allen Ärzten gleich gemacht wird. Das er dich ausführlich befragt hat usw. zeugt davon, das er offenbar nicht ganz unbewandert ist und da durchaus eine gewisse Erfahrung mit reinspielen kann.

    Nicht immer ist eine Therapie zu den Medis nötig und manchmal reicht auch eine Therapie (oder auch ein Coaching) ohne Medis, oft ist aber gerade die Kombi aus beiden Sachen nötig. Es kommt immer sehr auf den Einzelfall und den Leidensdruck an. Es geht das eine ohne das andere, aber leider nicht immer reibungslos. Darüber haben wir hier auch schon in anderen Threads diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. - Das ist übrigens - so weit ich das weiss - bei Erwachsenen und Kindern gleich.

    Zu der Frage mit dem Medis und der Therapie. Ich denke, wenn du jetzt auf Medis eingestellt wirst, dann ist das durchaus ratsam das vor der Therapie zu machen. Normalerweise dauert es ein bisschen, bis die richtige Dosierung gefunden ist, die Menschen sind ja unterschiedlich und aber auch unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse. Aber dann hast du, wenn die Therapie anfängt, davon schon mal den Kopf frei. Was hier immer mal wieder beschrieben wird ist, dass es sein kann, dass einen plötzlich verschüttete oder verdränge Erinnerungen überkommen, aber da er für dich als regelmässiger Ansprechpartner da ist, denke ich, dass du im Notfall dort auch Halt finden kannst.

    Und ja, es gibt momentan 2 zugelassene Medis für Erwachsene und ein Antidepressiva, die bei AD(H)S helfen können. Das sind jeweil Medikinet und Ritalin in der Adult-Form als Retard und Strattera. MPH wirkt halt entsprechend retadierten Wirstoffausschüttung dann relativ schnell, während Strattera als AD erst einen Wirkspiegel aufbauen muss. Es gibt gute Gründe für das EIne wie für das Andere, aber das würde jetzt hier dann doch etwas länger werden.

    Aber dies alles nur nach bestem Wissen und Gewissen sowie meiner Erfahrung und ohne Anspruch auf absolute Richtigkeit oder allgemeine Gültigkeit.

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Fragen zur Startbehandlung

    Vielen Dank für die Aufklärung

    Dann ist ja doch alles okay bis jetzt.

    Vielleicht erinnere ich mich dann ja sogar bald an die zwei Wochen ohne Erinnerung bei meiner Oma ^^ ...

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.933

    AW: Fragen zur Startbehandlung

    Wie Mira schon schrieb, red mit ihm ruhig noch einmal über die Diagnostik. Ich denke, er wird es dir dann auch besser erklären können, denn er sollte ja wissen, was er tut oder lässt und auch aus welchem Grund. Danach sollte es dir dann besser gehen. Und wenn Restzweifel da sind, besteht immer noch die Möglichkeit der "Zweitmeinung", wofür du aber deinen momentanen Psychiater nicht aufgeben musst.

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