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Diskutiere im Thema Therapie und Medikation gleichzeitig? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    pero

    Gast

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Suche Dir einen anderen Therapeuten. Es macht keinen Sinn gegen ADHS UND den Therapeuten zum kämpfen....

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Savas schreibt:

    ich nehme seit kurzen (wahrscheinlich nicht mehr lange) Medikinet adult und bin gleichzeitig in einer Verhaltenstherapie. Meint ihr das macht Sinn? Mein Therapeut hat mir gestern gesagt, ich brauche doch dann keine Therapie mehr, wenn ich MPH nehme.
    Auch wenn das schon u.a. von Pero und allen anderen geschrieben wurde, auch ich bin ziemlich beeindruckt von dieser Aussage, ... einen größeren Unsinn kann man nicht verzapfen.
    NATÜRLICH macht das Sinn, GERADE das macht Sinn.

    Wie eben von den anderen schon geschrieben, macht die Medikation viele Betroffene überhaupt erst therapierbar und sie verändert keinen Menschen, sondern hilft dabei überhaupt erst mal die Wahrnehmung und Aufmerksamkeitskonsitstenz aufzubauen, die eine Therapie erst wirkungsvoll werden lässt.

    So ein Mumpitz und das von einem Therapeuten.

    Savas schreibt:
    Ich habe ihm gesagt, dass ich impulsiv, sehr verträumt und sehr sensibel bin. Er meinte für ihn seien das gute Eigenschaften und keine schlechten. Ich wäre ein Pessimist.

    Ich habe ihm aber tausendmal gesagt, dass ich in einer totalen Sackgasse bin. Ich brauche die Medikamente.
    Das genauso .... mein lieber Schwan.

    Salz ist auch eine gute Eigenschaft und im richtigen Maße verfeinert es eine Speise, aber zuviel davon macht das Essen ungenießbar und kann einen krank machen.
    Genauso ist es auch bei ADHS.
    Was viele einfach nicht kapieren, leider auch Fachleute, ist, dass ADHS ein Komplex aus Symptomen ist, die im Grunde jeder Mensch hat.
    Deshalb ist es ja auch eine Spektrumsstörung.
    Klar sind all diese Eigenschaften einer ADHS jene, die auch gut sein könnten und welche, die jeder hat, aber bei ADHS-Betroffenen laufen u.a. diese Eigenschaften in einem Maße aus dem Ruder, das, wie das zu viele Salz im Essen, das Gegenteil dessen bewirkt, was es in der richtigen "Portionierung" bewirken würde.

    Wenn ein Therapeut mit solchen Sprüchen kommt, hat er entweder ADHS nicht kapiert und keine Ahnung davon, oder er will auf etwas anderes hinaus.
    (Manchmal wird man auch gezielt auf diese Weise damit konfrontiert, die näheren Hintergründe würde ich aber hier zunächst nicht darlegen wollen)
    Allerdings habe ich aufgrund Deiner Schilderungen eher nicht das Gefühl, dass es das sein könnte.
    Ich will es aber nicht ausschließen, einige Merkmale deuten darauf schon hin.

    Es besteht evl. die Möglichkeit, dass er versucht, etwas herauszufinden oder vor etwas zu schützen, dann wäre die Reaktion für mich verständlich, zumindest in gewisser Weise.
    Vordergründig aber kann ich Pero und den anderen nur recht geben und vorschlagen, den Thera zu wechseln oder ihn zumindest mal gezielt darauf anzusprechen, ob, und wenn, was er mit diesen Äußerungen bezweckt.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Also wenn ich einen Patienten in dieser Situation so verunsichere und ihn mit einem so schlechten Gefühl aus der Praxis lasse, wo er ja unkontrolliert handeln kann und dann auf was hinaus will damit, dann lasse ich ihm schon im Gespräch eine Hintertür offen, dass er denkt "aber ....", sonst muss ich davon ausgehen, dass dieser Patient nicht wiederkommt und der Schuss nicht nur fehl geht sondern ein Volltreffer für die "falsche Seite" ist. Denn in die richtige Richtung wird sich da nicht wirklich was bewegen, da gerade AD(H)Sler dafür bekannt sind, schnell auf Abwehr zu gehen. Nur mit diesem Hintertürchen, so dass ich ihn nicht über Gebühr in der Jauchegrube baden lasse, kann ich hoffen, dass er wiederkommt und weiter mit mir arbeitet.

    So arbeitet er m. E. eher daran, das Vertrauensverhältnis gekonnt ab- und nicht aufzubauen, denn wie ich verstanden habe, sind die beiden ja noch ganz am Anfang der Threapie.

    In anderen Situationen mag das richtig sein, was du schreibst Fliegerlein, da gebe ich durchaus recht, aber m. E. muss da erst eine (gute) Basis sein, bevor ich meinen Patienten auf "Abwege" schicke, auch damit ich seine Handlung ungefähr einschätzen kann, sonst könnte so was nämlich ganz schnell mal ziemlich kritisch werden.

    Savas: Hast du eine Gefühl von "aber ...."? Wenn ja und wenn du dich noch traust, dann geh hin und sprich ihn noch einmal gezielt drauf an. Sollte sich nichts ändern, dann sag ihm ggf. ruhig, dass sich dann die Wege trennen werden, da du auf dieser Basis mit ihm nicht zusammen arbeiten kannst und willst.
    Geändert von ChaosQueeny (21.11.2014 um 20:32 Uhr)

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Was Du beschreibst Queeny, ist genau das, was mich auch zweifeln lässt.
    Etwas in der Art hätte ich auch erwartet... oder das ein Thera das eher in einem klinischen Setting einsetzt...
    Geändert von Fliegerlein (21.11.2014 um 22:12 Uhr)

  5. #25
    ellipirelli

    Gast

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    "dein" Therapeut sollte sich einfach mal grundlegend mit den Leitlinien zur ADHS Behandlung befassen...
    Der ist absolut nicht auf dem Stand, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht..

    "Multimodal" ist angesagt--- heißt: Medikamente PLUS Therapie...
    Therapie oft nur möglich/hilfreich MIT Medikamenten....

    Weitersuchen....
    Macht keinen Sinn mit so jemandem, vergeudete Zeit und Energie

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Hallo Savas,

    Vor drei Jahren hatte ich eine Therapie wegen Depressionen. Da hatte ich die Diagnose ADS noch nicht.

    Die Therapeutin meinte, ADS hätte ich sicher nicht, sie kenne Leute mit ADS, die verhalten sich ganz anders. Würden z.B. im Thema hin und her springen.
    Ich war immer voll konzentriert und bei der Sache.
    (Hatte allerdings danach IMMER Kopfweh)

    Wir haben auch darüber gesprochen, dass ich nicht einschätzen kann, was andere über mich denken. Aber sie meinte das sei ja völlig normal, niemand kann anderen in den Kopf gucken.
    Heute verstehe ich, dass das bei mir vermutlich autistische Züge sind - ich kann nicht SPÜREN, wie es anderen Menschen geht, ob sie mich mögen oder nicht.

    Sie war sehr nett, wir haben toll miteinander geredet. Es hat auch gut getan, aber ich hatte ja nie ne wirkliche Freundin, also hatte ich sonst keinen zum Reden.
    Wirklich geholfen hat es aber nicht.

    Was ich Dir damit sage will? Eigentlich das gleiche wie die anderen alle. Wenn ein Therapeut sich nicht mit ADHS auskennt, kann er noch so nett und engagiert sein, aber helfen kann er Dir dann vermutlich nicht.

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Was mir noch dazu einfiel: es scheint Therapeuten zu geben, die denken, wenn sie dem Patienten klarmachen, es würde ihm gar nicht so schlecht gehen - schließlich geht es vielen Menschen genauso - würde sich der Patient daran gewöhnen und es geht ihm besser.

    Also mir persönlich hilft das nicht weiter... Dir?


  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Hält das länger vor als maximal die Zeit, in der man beim Therapeuten ist, wenn der sehr überzeugend wäre? - Ich persönlich halte das für keinen guten Ansatz. Zu leicht fühlt man sich da doch gar nicht ernst genommen. Denn ehrlich, man macht das doch nicht, weil es so lustig ist, eben mal zur Thera zu gehen, auch wenn das im Ausland mal "in" war oder vielleicht noch ist. Aber hier ist doch der Leidensdruck oft schon so gross, dass man gar keine andere Wahl mehr hat und die Alternative oft eher Klinik heissen würde.

  9. #29
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Savas schreibt:
    Ich war heute wieder bei meinem Therapeuten. Habe ihn darauf angesprochen. Der sagte, wenn ich Tabletten nehme, baue ich ein Schutzschild um mich auf. Dadurch könne er mich nicht mehr gut erreichen.
    Das ist Unsinn. Er kann dich dann besser erreichen, weil deine Wahrnehmung besser ist. Und von der Therapie hättest du mehr, weil es besser hängen bleibt.

    Oder meint er, wenn du nicht mehr so verpeilt wärest, könnte er sich nicht mehr so überlegen fühlen, denn dann würdest du besser merken was für einen Mist er erzählt?

    Savas schreibt:
    Ich habe ihm gesagt, dass ich impulsiv, sehr verträumt und sehr sensibel bin. Er meinte für ihn seien das gute Eigenschaften und keine schlechten. Ich wäre ein Pessimist.
    (...)
    Zudem sagte er, dass ich mit der Therapie lernen solle, mit diesen "menschlichen Schwächen" umzugehen und eventuell vorteile darauszuziehen. Er sagt zum Beispiel, dass er es gut findet, dass ich verträumt bin, denn dadurch wäre ich kreativ. Er sagte, es sei gut, dass ich sehr sensibel sei, denn dadurch könne ich mich besser in Menschen hineinversetzen.
    Ja klar, die guten Eigenschaften der ADHS, was Sensibilität und schnelle Auffassungsgabe betrifft, gehen ja durch Medis nicht verloren; im Gegenteil, dann kann man diese Eigenschaften auch effektiv umsetzen.

    Das Träumen und die daraus resultierende Kreativität gehen durchaus zurück. Ein Grund, weswegen ADHS-betroffene Kabarettisten und Stand-Up-Comedians sich eher nicht medikamentös behandeln lassen.

    Nur verbringen die Meisten von uns nicht ihren Alltag größtenteils damit, Andere geistreich zu unterhalten. Überwiegend steht uns die Träumerei im Wege.

    Da wir aber alle auch Tageszeiten ohne Medikamentenwirkung haben, verlieren wir das versponnene Träumen nicht ganz. Also keine Angst, du wirst spätestens jeden Abend wieder assziativ herumspinnen können.

    Savas schreibt:
    Da gab es eine Krankheit. Gegen diese Krankheit gab es ein Medikament. Diese Krankheit gab es eine lange Zeit. Und irgendwann war die Krankheit geheilt. Nämlich nachdem das Patent abgelaufen ist. Darüber gibts bei Markus Lanz eine Sendung. Da war ein Psychologe zu Gast. Ich weiß nicht ob ich das hier posten darf.

    Oder in Japan gibt es eine Krankheit. Die tritt dann auf, wenn Japaner, bevor die nach Paris fliegen, sehr hohe Vorstellungen von der Stadt haben und später bei der Ankunft enttäuscht werden. Dagegen kann man sich behandeln lassen.
    Das ist die typische Propaganda der Anti-Psychiatrie und Anti-ADHS-Bewegung.

    Da dieser Therapeut ADHS nicht verstanden hat und auch nicht verstehen will, bist du bei ihm definitiv falsch. Ich hoffe sehr, dass du davon auch deine Krankenkasse überzeugen kannst.
    Geändert von 4.Kl.konzert (21.11.2014 um 23:17 Uhr)

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Leider gibt es solche Therapeuten. Aber leider wirklich auch solche Patienten. Natürlich ist es bitter wenn man dann für solch einen gehalten wird. Ist mir auch (sogar bei Ärzten) schon passiert. Und überzeugen kann man dann die wenigsten, denn dann müsste der/die Thera sich ja selbst eine Fehleinschätzung und Fehlleistung eingestehen. Da wird wohl ein Neuanfang bei einem Anderen das Beste sein.

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