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Diskutiere im Thema Therapie und Medikation gleichzeitig? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Sorry, lang.


    Er kennt den Unterschied zwischen "mal" und "immer" nicht, würd ich sagen. Klar hat die meisten Schwächen die bei AD(H)S auftreten jeder mal und eben dieses Mal ist der Stichpunkt.

    Mir wird übrigens von einem sehr bekannten und freiverkäuflichem Schmerzmittel schlecht, also so richtig eimermässig übel. Sind jetzt auch alle meine Schmerzen erfunden von der Pharmaindustrie? Zum Beispiel die Schmerzen, die man hat, wenn einem ein Zahn gezogen wird? Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen, aber früher hielt man auch Autismus für ein Problem, was im Erziehungsstil und der Beziehung zur Mutter zu suchen war. Resultat war, das die Kinder den Müttern entzogen wurden, damit sie ihren verderblichen Einfluss nicht weiter auf das Kind ausüben konnten. - Manchmal ist es doch schon schön, dass die Medizin heute schon ein ganzes Stück weiter ist, oder? Schade aber, das manche Ärzte und Therapeuten sich immer noch gegen Fortschritt wehren.

    Und ja, wenn jemand sich das Leben nehmen will, dann halte ich notfalls die Tabletten für das kleinere Übel, wenn dadurch eine Therapie greifen kann. Und wenn Pädophile selbst bereit sind sich durch Tabletten den Trieb nehmen zu lassen, weil sie sich selbst für gefährlich einstufen, dann ist auch das vielleicht das kleinere Übel. Ja, ich überspitze, ich weiss. Aber er in meinen Augen auch.

    Jedes Medikament hat nun einmal Nebenwirkungen und richtig ist, dass man da aufpassen sollte. Auch gibt es Medikamente die süchtig machen können oder die gesundheit gefährden. Aber alles ist immer ein Abwägungsfall und wenn der Nutzen grösser ist als die Gefahr, dann sollte man es ggf. zumindest versuchen und die Gefahr im Auge behalten. Wie sagte einer hier so schön: Selbst wenn mir die Tabletten mein Teil meines Lebens verkürzen, so habe ich doch zumindest ein Leben gehabt, was ich ohne die Tabletten nicht gehabt hätte. Da hätte mir auch das vielleicht längere Leben ohne Lebensqualität nichts gebracht.

    Es hat also alles Für und Wider. Und sicher sollte man sich auch selbst bewusst sein, das Medis eben kein Wundermittel sind und allenfalls das Leben erleichtern können. Vielleicht kann man einen Teil tatsächlich auch ohne Medis erreichen, aber muss man - auch zeitlich gesehen - wirklich den schwersten alles Wege wählen um dann am Ende vielleicht nicht mal da anzukommen, wo man ungefähr hin möchte? Immerhin baut sich in dieser Zeit der Leidensdruck ja auch nicht gerade ab, was bei AD(H)S auch bedeuten könnte, dass sich eben weitere ggf. auch schwere Begleiterkrankungen einstellen.

    Ja, manchmal hilft einem nur noch Galgenhumor, weil Weinen wäre noch schlimmer. Sicherlich kann man auch aus Schwächen Stärken ziehen, aber nur wer träumt ist nicht automatisch kreativ und kann das auch umsetzen. Wer sensibel ist, aber z. B. eine Kommunikationsschwäche hat, wird auch mit anderen Menschen immer ein Problem haben. Generell ist was dran, aber man kann nicht jedem ein allgemeingültiges Muster überstülpen. Das ist eigentlich das was in meinen Augen eine Therapie ausmachen sollte, dass sie individuell ist und kein Muster X, was auf alle angewandt wird.

    Aber das ist halt auch nur meine bescheidene Meinung und muss weder richtig noch allgemeingültig sein.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    @ ChaosQueeny. Ich stimme dir zu.

    Ich glaube wirklich ich sollte meinen Therapeuten wechseln. Ich hoffe die Krankenasse übernimmt dann den Wechsel. Mein Therapeut sagte, ich habe nun ein bestimmtes Kontingent bei dem bekommen und die kann ich nutzen oder nicht. Nur bei dem oder kann ich einen anderen Therapeuten finden bei dem die Krankenkasse alles übernimmt?
    Vielleicht sollte ich diesbezüglich auch einen neuen Thread aufmachen. Oder es gibt bestimmt bereits einen Thread.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Ich glaube Du hast die ersten 5 Sitzungen Zeit um den Therapeuten zu wechseln... wenn die bereits um sind liegt es wohl an der Krankenkasse inwieweit da noch Spielraum besteht oder ob überhaupt. Mach Dich am besten direkt dort mal schlau wie das Ganze aussieht.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Jo, ruf deine Krankenkasse an und frag einfach nach. Lass es dir ggf. dann schriftlich zuschicken, damit du was in der Hand hast, wenn du nicht noch ganz am Anfang bist. Bisher kenne ich es auch so, dass du die ersten 5 Sitzungen quasi zum Kennenlernen hast und danach erst gewissermassen gebunden bist, weil der Therapeut dann die "volle Therapie" entsprechend beantragt. Wobei ich denke, wenn du einen guten Grund hast zum Wechseln und der Bruch der Vertrauensbasis ist beim Therapeuten eigentlich immer ein Grund, dann geht das auch später. Allerdings kannst du dann ggf. beim neuen Therapeuten wohl nur die Reststunden nehmen. Danach gibt es aber die Möglichkeit, wenn der (neue) Therapeut sieht, dass du weitere Therapie brauchst, das nochmals zu verlängern.

    Das ist zumindest mein Stand, aber ich bin da jetzt nicht ganz frisch drinn, denn bei mir ist das ein ganzes Weilchen her. Daher würde ich dir raten einfach deine Krankenkasse kontaktieren und nachfragen. Wenn du nicht telefonieren kannst oder willst, geht das bestimmt auch per E-mail. Hingehen, wenn du eine Filiale am Ort hast, kannst du natürlich auch.

    Dummerweise habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Therapeuten einen beim Erstkontakt (zumeist ja am Telefon) oft das blaue vom Himmel versprechen und man dann erst hinterher beim ersten Treffen merkt, dass sie das gar nicht halten können. So versprach mir eine aus diesem Bereich, sie kenne sich gut mit Schmerzpatienten und Stressbewältigungen aus (AD(H)S stand damals noch nicht so sehr im Vordergrund) und raus kam dann, dass sie eigentlich nur Analysis macht. Nett, aber das passte so gar nicht auf die geforderte Situation. Hätte sie das schon am Telefon gesagt, hätten wir beide uns diesen Termin ersparen können. Immerhin gibt es bestimmt Menschen, die den Termin dringender gebraucht hätten und ich hätte die Zeit vieleicht nutzen können mir einen anderen Therapeuten zu suchen. - Manchmal frage ich mich, warum man dann nicht einfach mal sagen kann: "Tut mir leid, aber davon habe ich wirklich keine Ahnung! Bitte seien Sie so nett und suchen Sie weiter. Ich wünsche Ihnen dafür alles Gute!" - Ist doch gar nicht so schwer und zeigt Grösse und Einsicht.
    Geändert von ChaosQueeny (21.11.2014 um 07:53 Uhr)

  5. #15
    pero

    Gast

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Savas schreibt:
    Ich war heute wieder bei meinem Therapeuten. Habe ihn darauf angesprochen. Der sagte, wenn ich Tabletten nehme, baue ich ein Schutzschild um mich auf. Dadurch könne er mich nicht mehr gut erreichen. Denn wich ich auf MPH bin, bin ich ein total anderer Mensch und dadurch würde er mich falsch einschätzen bzw. würde er mich falsch therapieren. Er sagte auch, ich solle es mir überlegen, ob ich wirklich Tabletten brauche. Ich habe ihm gesagt, dass ich impulsiv, sehr verträumt und sehr sensibel bin. Er meinte für ihn seien das gute Eigenschaften und keine schlechten. Ich wäre ein Pessimist.

    Ich habe ihm aber tausendmal gesagt, dass ich in einer totalen Sackgasse bin. Ich brauche die Medikamente.


    Booh, was für ein Unsinn.
    Medikamente sind kein Schutzschild, sie sind Verband oder Brille. Ohne AD's wäre ich nicht in der Lage gewesen überhaupt von der Therapie zu profitieren. Unter MPH bist Du kein anderer Mensch.
    Mein ehemaliger Therapeut kannte sich mit ADHS auch nicht aus. Daher habe ich mich informiert und konnte ihm so einige Besonderheiten besser erklären. Zum Beispiel das Impulsivität ein Teil von ADHS ist und daher nicht wirklich zu steuern ist. Das bedeutet für mich das ich besonders darauf achte wann solche Situationen auftreten um VORHER reagieren zu können.
    Wenn ich weiß was mich etwas explodieren lässt kann ich solche Situationen meiden. Und ich kann mir "verzeihen" wenn ich dennoch wieder mal aus der Haut gefahren bin und beim nächsten mal wieder versuchen es nicht soweit kommen zu lassen. Daher kann, nach meiner Meinung, eine Verhaltenstherapie ADHS Probleme nicht lösen, aber sie kann sehr gut helfen um Situationen zu vermeiden in denen die Probleme entstehen. Und dabei ist es sehr hilfreich wenn man durch MPH in der Lage ist der Therapie zu folgen ohne das die Gedanken abdriften.
    Und genauso kann MPH helfen den problematischen Situationen aus dem Weg zu gehen.

    Ich habe meinem Therapeuten dazu auch mal ein ADHS Buch in die Hand gedrückt. Der war so offen das er Teile daraus gelesen hat und hat so zumindest einen Teil der Probleme verstanden. An deiner Stelle würde ich mich fragen ob mir seine Therapie hilft oder mehr Probleme macht...

    LG
    Pero

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Schön, das deiner so offen war. Ich denke, das ist leider nicht oft der Fall.

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Ok. Ich werde meine KK darauf ansprechen und meinen Therapeuten auch.

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    “Es gibt Krankheiten, die von der Pharmaindustrie erfunden wurden.“ ????

    Also, wenn ich sowas lese, frage ich mich, wer da der eigentliche Patient ist. Das ist haarsträubend.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Das hat mir mein Therapeut erzählt.
    Hier paar Beispiele

    Da gab es eine Krankheit. Gegen diese Krankheit gab es ein Medikament. Diese Krankheit gab es eine lange Zeit. Und irgendwann war die Krankheit geheilt. Nämlich nachdem das Patent abgelaufen ist. Darüber gibts bei Markus Lanz eine Sendung. Da war ein Psychologe zu Gast. Ich weiß nicht ob ich das hier posten darf.

    Oder in Japan gibt es eine Krankheit. Die tritt dann auf, wenn Japaner, bevor die nach Paris fliegen, sehr hohe Vorstellungen von der Stadt haben und später bei der Ankunft enttäuscht werden. Dagegen kann man sich behandeln lassen.

    Und eine ganz neue Krankheit: Neben Magersucht und Fettsucht gibt es nun eine Krankheit, bei der man sich unbedingt versucht gesund zu ernähren. Das hat mir mein Therapeut gesagt.

    Deshalb ist mein Therapeut sehr misstrauisch. Aber, ich glaube, so höre ich es sehr stark aus dem Kontext, dass er auch nicht an ADHS glaubt. Ich habe ihn mal direkt darauf angesprochen, ob er an ADHS glaubt. Als Anwort erzählte er mir die Geschichte von den erfundenen Krankheiten.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Ich weiß auch nicht was ich glauben soll. Ich weiß nur, dass ADHS keine erfundene Störung ist.

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Therapie und Medikation gleichzeitig?

    Tja, kennst du den „Struwwelpeter“? Der Autor war Psychiater und hat schon da ADHS-Symptomatik beschrieben...
    Sicher gibt es gerade im Bereich der alternativen Medizin “Krankheiten“ und Untersuchungsmethoden, die äusserst zweifelhaft sind. In Anbetracht klammer Kassen sind aber Erkrankungen, die sich im ICD 10 befinden, nicht erfunden. Bestuende da realistisch der Verdacht, wuerde die Gesetzliche Krankenversicherung als erste laut Schreien und nicht mehr zahlen.

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