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Diskutiere im Thema MRT für Diagnostik notwendig? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #41
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    summerset schreibt:
    Das klingt interessant Aber 20 ADHSler als untersuchte Gruppe. Puh, sehr wenig (ok, das geben die auch selbst zu).

    Ich frage mich da irgendwie sofort, was bei depressiven ADHSlern herauskommen würde (kenne depressive Phasen selbst sehr gut).

    ADHS = kleinere Amygdala
    depressive Patienten = vergrößerte Amygdala

    depressiver ADHSler = normale Amygdala?
    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich gar nicht weiß, was die Amygdala ist. Ich habe mich nicht informiert und kritiklos die Publikationen übernommen.

    Die Infos einer Dissertation sind generell dünn. Aber sie sind wissenschaftlich gültig. Sie wurden intern diskutiert und nach außen hin statistisch verifiziert.

    Bei zwanzig Probanden mit ADHS trat signifikant eine verkleinerte Amygdala auf. Das ist doch schon einmal ein Ansatz für weitere wissenschaftliche Untersuchungen.

    ++++++++++++++

    Nun habe ich doch mal nachgeschaut, was die Amygdala macht.


    Wikipedia schreibt:
    Amygdala ist wesentlich an der Entstehung der*Angst*beteiligt und spielt allgemein eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von Situationen sowie derAnalyse*möglicher Gefahren
    Dieser Teil des Gehirns ist tatsächlich an der Ausbildung von Depressionen und Autismus beteiligt.

    Man kann natürlich nicht sagen, dass eine kleine Amygdala zu ADHS führt. Ich sehe das nun rein empirisch. Bei sicher diagnostizierter ADHS würde bei vielen MRT-Untersuchungen eine verkleinerte Amygdala festgestellt werden. Das würde nicht bedeuten, dass eine verkleinerte Amygdala zwangsläufig zu ADHS führen kann. Eine Fehlfunktion der Amygdala kann zu körperlichen Beschwerden fuhren, wie Depressionen, Autismus oder ADHS, wobei ADHS keine so eng umgrenzte Krankheit ist, wie z.B. Autismus.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass MRT mit dieser Erkenntnis zu einem Standardverfahren in der ADHS-Diagnostik werden könnte: mal schauen, ob die Amygdala groß oder klein ist. Ist sie klein, könnte das ein mit Messnormalen, hier Meter, messbarer Baustein in der Diagnostik sein.



    Gesendet von meinem GT-I9300
    Geändert von Steintor (13.11.2014 um 09:07 Uhr)

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    Die Frau ohne Angst - bild der wissenschaft


    Nur zeigt diese Frau ganz ohne Amygdala gar keine Anzeichen von Autismus oder ADHS oder anderen psychiatrischen Erkrankungen...... (Es gibt wohl noch 2 weitere die auch keine haben, irgendeine Studie aus Iowa glaube ich zum Thema Angst, wo wiederum widerlegt wird, das nur die Amygdala für Angst zuständig ist, es bei diesen aber auch keine weiteren psychiatrischen Auffälligkeiten gibt)

    Es scheint also nicht nur (wenn überhaupt) an der Grösse oder Funktion der Amygdala zu liegen, also ist eine Untersuchungsmethode die sich auf die Grösse der Amygdala bezieht auch nicht eindeutig aussagekräftig.
    Geändert von creatrice (13.11.2014 um 12:25 Uhr)

  3. #43
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    Ich werde mir den Text nachher mal durchlesen, wenn ich LAN habe.

    Ich habe nicht geschrieben, dass die Amygdala allein für Autismus oder ADHS zuständig sei. Es kann durchaus sein, dass man bei Fehlen der Amygdala kein Autismus etc. bekommt. Das glaube ich sogar gewiss, denn dann würde mit Sicherheit eine andere Hirnregion die Funktion der Amygdala übernehmen.

    Ich habe ausgesagt, dass eine kleine Amygdala auf ADHS oder Autismus hindeuten kann. Es ist kein Beweis dafür. Würde nun MRT in der ADHS-Diagnostik eingesetzt werden, müssen freilich weitere Tests durchgeführt werden.

    Das ist bei vielen Diagnoseverfahren der Fall, das es keine eindeutigen Beweise gibt. Ich hatte auch eine Schilddrüseerkrankung, nämlich Morbus Basedow, obwohl meine Blutwerte in Ordnung waren.

    Gesendet von meinem GT-I9300

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    Steintor ich wollte damit auch nicht dich widerlegen, sondern zeigen, das man andere Studien bei dem Amygdala-Beispiel ranziehen kann, die diese widerlegen, da hier ja direkt von der Grösse der Amygdala ein Bezug zu ADHS genommen wird.

    Bisher sind es halt alles Thesen.

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