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Diskutiere im Thema MRT für Diagnostik notwendig? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    Laciriel schreibt:
    Möglich, dass dein Arzt den Verdacht auf Asperger hegt. Bei Asperger funktioniert das Gehirn nachweislich anders und lässt sich im MRT bis nachweisen. Allerdings stecken die Forschungen und Erfahrungen diesbezüglich noch in den Kinderschuhen und bedarf eines sehr guten Neurologen dies zu erkennen.
    Naja, ... der Artikel stammt aus dem Jahre 2010 und bislang hat sich da wohl nicht sonderlich viel getan, jedenfalls ist das hier noch nicht bekannt und wenn dem so wäre, dann wäre das Forum wohl von Info's darüber.

    Was ich aber weiß ist:
    Auch bei ADHS könnte man mithilfe von MRT's besondere Merkmale finden, so wie auch bei ASS.
    (Und wurden auch gemacht...)

    ABER:
    Das waren keine "normalen" MRT's, sondern dafür müssen FMRT's durchgeführt werden und davon nicht nur eines, sondern eine ganze Messreihe, die anschließend mit hohem Aufwand gegeneinander aufgerechnet werden müssen, um Störgrößen herauszurechnen und der Aufwand und vor allem die Kosten dafür dafür sind immens hoch und keiner macht das.


    Der Artikel allerdings besagt ja, dass es mit einem einfachen Softwareupdate auf jedem herkömmlichen MRT diagnostizert werden könnte.
    Und wenn das mit ASS funktioniert, dann ließe sich das auch auf ADHS erweitern lassen.

    Wenn das tatsächlich funktioniert hätte, dann wäre damit die Diagnostik schon nachgerade revolutioniert.

    Mag natürlich auch sein, dass das alles noch auf dem Weg zur Zulassung ist und noch kommt, aber aktuell wüsste ich nicht, dass eine solche Methode schon in irgendeiner Diagnosestelle tatsächlich eingesetzt würde.
    Stattdessen greift man meines Wissens noch allen Ortes auf die traditionelle klinische Diagnostik zurück.

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    Solche Artikel gibt es immer wieder!

    Ein paar Monate später lese ich dann, dass die Ergebnisse noch lange nicht valide sind.

    Verhält sich ähnlich wie mit den EEG-Untersuchungen bei Verdacht auf ADHS. Man hat zwar bestimmte Übereinstimmungen gefunden, aber für die Diagnostik allein reicht es noch lange nicht aus.

    Sicher weiß ich von einem Psychiater, dass die funktionelle MRT zwar einen guten Überblick über die Hirnfunktionen erlaubt. Da das Verfahren noch recht jung ist, reicht es aber noch nicht aus. Desweitern meinte er noch, dass die Kosten für die fMRT derzeit den obligaten Einsatz als bildgebendes Verfahren unmöglich machen.

    Über die Kostenfrage lässt sich bestimmt vortrefflich streiten - was hier nicht angesagt ist.

    Momentan wird die fMRT vor allem in der Forschung eingesetzt und da haben auch schon etliche Projektleiter nach Auswertung der Ergebnisse ziemlich lange Gesichter gemacht.

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 45

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    man kann weder ADHS noch Asperger mit MRT darstellen...beide Syndrome haben keine bild-morphologischen Korrelate...höchstens die Positronenemissionstomographie kann z.B. ADHS (Dopaminrezeptor etc.) verändert darstellen als nen Normalo, funktionelle MRT / fMRT kann da sicher auch was in die Richtung...die nach wie vor und auf absehbare Zeit wohl einzig brauchbaren und akzeptabel verlässlichen diagnostischen Instrumente sind die psychologischen Testverfahren (d2-Konzentrationstest, etc. etc. , )...alles andere ist Hokus Pokus.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    mit MRT kann man aber hirnorganische Erkrankungen ausschließen...erweiterte Ventrikel bei Hydrozephalus, Hirntumoren, Narben nach Schlaganfäälen, Entmarkungsherde bei multipler Sklerose usw.

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    hansihans schreibt:
    man kann weder ADHS noch Asperger mit MRT darstellen...beide Syndrome haben keine bild-morphologischen Korrelate...
    Wie bereits gesagt:
    Man kann.

    Mithilfe dieser bildgebenden Verfahren konnte man z.B. sehr gut darstellen, dass der vordere Bereich des Gehirns mit dem hinteren bei ADS-Betroffenen deutlich schechter kommuniziert, was z.B. in der Praxis die Unfähgkeit erklärt, trotz vorhandenen Wissens, selbiges nicht in die Tat umzusetzen und was auch erklärt, warum es Quatsch ist, ADS'lern zu zeigen, wie man was macht, denn dass wissen die durchaus.
    Genauso wie man mit FMRT-Untersuchungen nachvollziehen konnte, wie Belohnungsaufschub bei ADS-Betroffenen im Vergleich zu neurotypischen Kontrollgruppen funkioniert.
    Bei ADS-Betroffenen zeigte sich, dass der Belohnungsaufschub über das Angstzentrum, die Amygdala läuft und damit für ein schwer auszuhaltendes Gefühl sorgt ... eben Angst, was erklärt, warum ADS'ler solche Probleme mit dem Belohnungsaufschub haben.

    Aber all diese Untersuchen sind derzeit noch mordsaufwändig und kommen somit für eine Diagnostik im Praxisalltag nicht mal ansatzweise in Frage.

    Das bedeutet aber nicht, dass man die Störungen nicht darstellen kann ....
    Das Ganze läuft derzeit nur im Rahmen von Studien ab, mehr nicht.

    Daher wird es im Rahmen der Diagnostik in der Tat nur zum Ausschließen von hirnorganischen Erkrankungen eingesetzt, also zur Differentialdiagnostik.

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 54

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    So, da bin ich wieder.....

    hier mein Nachtrag zu dem ,was auf den Überweisungen steht, vor allem bei der bzgl MRT.

    Da steht kurz und knackig:

    Bei Verdachtsdiagnose: v.a. ADHS
    bei Auftrag: Auschlußdiagnostik CMRT

    Meine weiteren Fragen:

    1. Was bedeutet denn das "C" in diesem Fall?
    2. Ich will doch erst einmal nur die Diagnostik. Weil ich damit dann zu einem anderen Therapeuten gehen kann, der mich nur dann therapeutisch behandelt, wenn die Diagnose vorliegt. Ob ich Medis nehmen möchte oder benötige weiß ich noch gar nicht. Das heißt doch aber, daß Augenhinterdruckmessung dafür nicht notwendig ist, genau so wenig wie das MRT, korrekt?
    Zumindest habe ich von mir aus keinerlei Verdachtsmomente für Assberger o.ä. gegeben. Bin auch sonst eher verhaltensunauffällig....mit der Betonung auf Unauffällig..
    Geändert von Mallorca96 ( 4.11.2014 um 00:32 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 45

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    cMRT = cerebrales MRT , cerebral = Gehirn

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    Mallorca96 schreibt:
    2. Ich will doch erst einmal nur die Diagnostik.
    Das gehört in diesem Fall zur Diagnostik!
    Es steht ja klar der Begriff "Ausschlußdiagnostik" auf der Überweisung.
    Und eine Ausschlußdiagnostik ist Pflicht bei einer ADHS-Diagnose, denn es ist eine klinische Diagnose mit vielen Symptomberschneidungen zu anderen möglichen Erkankungen.

    Es muss immer beides gemacht werden, einmal eine "Positivdiagnostik", anhand derer die Symptome validiert werden und eine Ausschlußdiagnose, über die (soweit wie möglich) sichergestellt werden kann, dass die Symptome nicht andere Ursachen haben.

    Mallorca96 schreibt:
    Ob ich Medis nehmen möchte oder benötige weiß ich noch gar nicht. Das heißt doch aber, daß Augenhinterdruckmessung dafür nicht notwendig ist, genau so wenig wie das MRT, korrekt?
    Nicht korrekt.
    Das MRT ist garantiert besser als ein EEG, also mach es.
    Und auch wenn Du im Moment noch gar nicht weißt, ob Du Medikamente benötigst oder nehmen möchtest, was spricht dagegen, auch die Untersuchung machen zu lassen?

    Ist ja nicht falsch, das so oder so einfach mal abklären zu lassen und wenn Du dann eine Empfehlung zur Mediaktion bekommst und selber auch der Meinung bist, dass es vielleicht eine gute Idee ist, dann brauchst Du da dann wenigstens nicht noch mal wieder los ...

    Wenn das allerdings zeitlich ein wenig drängt, dann würde ich den Arzt fragen, ob die Augendruckmessung auch auf später verschoben werden kann, damit Du zunächst schon mal die Therapie beim entsprechenden Therapeuten beginnen kannst.
    Ich denke, der Arzt wird das, wenn Du dieses Argument so vorbringst, dann auch verstehen und zustimmen.

    Mallorca96 schreibt:
    Zumindest habe ich von mir aus keinerlei Verdachtsmomente für Assberger o.ä. gegeben. Bin auch sonst eher verhaltensunauffällig....mit der Betonung auf Unauffällig..
    Das ist völlig egal.
    Zum Einen, weil ADHS-Betroffene (wie auch Asperger) ohnehin eine beeinträchtigte Selbstwahrnehmung haben und zum Anderen, weil das nicht im Entscheidungsbereich des Patienten liegt, sondern gefordert ist.
    Eine Ausschlußdiagnose ist Pflicht.
    Dass es andersherum Ärzte gibt, die das nicht so genau nehmen, ist eher traurig und ich würde sagen, dass keine Symptomatik dermaßen deutlich sein kann, dass man guten Gewissens mit Gewissheit sagen könnte, dass hier wirklich nichts anderes außer ADHS in Frage kommt (auch wenn ich das nicht ausschließe, aber da ADHS bei Erwachsenen selten allein kommt, würde ich das als doch recht unwahrscheinlich einstufen).

    Ein MRT und die Augenuntersuchung sind ja keine große Sache, also versuch möglichst zügig einen Termin zu bekommen, nimm im Zweifel auch ein wenig Fahrzeit in Kauf (wenn möglich), falls in Deiner Nähe kein Radiologe einen zeitnahmen Termin hat und dann ist der Fisch geputzt .

    Und sie es auch mal von der anderen Seite:
    Wenn das MRT durch ist, weißt Du wenigstens, dass da ansonsten nichts ist, was Dir vielleicht Sorgen bereiten könnte etc, dann kannst Du da ein großes grünes Häkchen dran machen und es vergessen.
    Es wird nämlich möglicherweise auch die Zeit kommen, an der Du Zweifel an der Diagnose haben wirst und dann hilft all das auch, sich möglichst gewiss sein zu können, dass da nichts weiter dahinter steckt .

    Liebe Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein ( 4.11.2014 um 13:20 Uhr) Grund: Fehlerhafte, bzw. missverständliche Satzforumulierung korrigiert

  8. #28
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    Fliegerlein schreibt:
    Das gehört zur Diagnostik!
    Es steht ja klar der Begriff "Ausschlußdiagnostik" auf der Überweisung.
    Und eine Ausschlußdiagnostik ist Pflicht bei einer ADHS-Diagnose, denn es ist eine klinische Diagnose mit vielen Symptomberschneidungen zu anderen möglichen Erkankungen.
    Wieso Pflicht? Gibt es da ein Gesetz? Ich habe noch nie gehört, dass zur Ausschlussdiagnostik weitere Untersuchungen als EKG und Blutbild (bei Kindern zusätzlich EEG) gehören müssen.

    Quelle: ADHS: Diagnostik - www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org

    Selbst in dem von mir zitierten Text steht, dass EKG und Blutbild eventuell erfolgen sollten.

    Es ist zweifelsohne sinnvoll, ein MRT zu machen. Bei mir hat es Dinge zutage gebracht, die ich lieber nicht erfahren hätte (MS). Mein Blutbild lasse ich regelmäßig untersuchen (mein Arzt und ich haben verabredet, dass ich alle 100 Tage - solange reicht meine Packung Schilddrüsenmedikament - mein Blut untersuchen kann (incl. Nieren- und Leberwerte).

    Aber man sollte den (allgemeinen) Arzt nicht mit den Zusatztests überfordern und besser mit einem Überweisungsschein (vom Spezialisten) hingehen. Ich habe es umgekehrt gemacht und mir den Unmut des Arztes zugezogen (es war ein ADHS-Gegner). Daraufhin bin ich zu einem Arzt im Nachbardorf gegangen und die Untersuchungen liefen reibungslos. Auch hier und bei der darauffolgenden Verschreibung der BtM-Medikamente würde ich einen ADHS-freundlichen allgemeinmedizinischen Arzt - falls es ein solcher sein soll - suchen. Man erspart sich viel Ärger und kann die medizinischen Tests im Rahmen der Diagnostik und Medikation (incl. EEG, MRT, Augeninnendruck, letzteres natürlich durch einen Augenarzt) leichter realisieren.

    Auch werde ich demnächst mal wieder freiwillig ein EKG machen lassen. Und wer, trotz der vielen Hinweise, es nicht zu tun, Alkohol trinkt, sollte wirklich seine Nieren- und Leberwerte untersuchen lassen.
    Geändert von Steintor ( 4.11.2014 um 11:34 Uhr)

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    Steintor schreibt:
    Wieso Pflicht? Gibt es da ein Gesetz? Ich habe noch nie gehört, dass zur Ausschlussdiagnostik weitere Untersuchungen als EKG und Blutbild (bei Kindern zusätzlich EEG) gehören müssen.
    Ich fürchte, dass ich mich da missverständlich ausgedrückt habe, denn ich beziehe mich hier auf diesen Fall und diesen Thread und dachte, dass das auch soweit nicht weiter erwähnenswert wäre, da ich ja auch schon vorher dazu geschrieben habe, dass ein MRT nicht üblicherweise zur Differentialdiagonse gehört.

    Worum es mir ging war folgendes:

    Fliegerlein schreibt:
    eine Ausschlußdiagnostik ist Pflicht bei einer ADHS-Diagnose,
    Ich habe geschrieben, dass eine Ausschlußdiagnostik im Rahmen der ADS-Diagnostik vorgeschrieben ist.
    Da steht nichts von "MRT ist Pflicht".

    Ich sehe allerdings, dass die Formulierung insofern mißverständlich sein könnte, als ich geschrieben habe, dass das MRT zur Auschlußdiagnostik gehört.
    Vielleicht wäre es besser gewesen zu schreiben, dass es der Arzt des Threaderstellers im Rahmen der Auschlußdiagnostik angesetzt hat, es also hier zur Auschlußdiagnose gehört.
    Allerdings dachte ich, dass das nicht nötig sei, da ich dazu weiter oben im Thread bereits geschrieben habe.

    Und mein etwas später darauf folgender Satz, dass ein MRT "notwendig, bzw, angeraten" ist, ist definitiv falsch formuliert, eigentlich sollte dort auch nur stehen, dass es besser als ein EEG ist, warum und wie dieser Satz so zustande gekommen ist, ist mir auch nicht ganz klar, naja ... schon klar, aber das muss ich jetzt nicht näher ausführen, sorry dafür.
    Ich ändere den Satz gleich.

    Wenn aber ein Arzt so zuvorkommend ist, ein MRT anzusetzen, dann wäre ich ihm dankbar für seine Umsicht und Gründlichkeit und würde das nicht

    Du hattest ja in Posting 2 dieses Threads geschrieben:
    Steintor schreibt:
    Eine MRT ist für die ADHS-Diagnostik in der Regel nicht nötig.
    Und ich habe dem nicht widersprochen, was ich zu dem Zeitpunkt dann aber schon getan hätte, denn in Posting Nr 7 habe ich geschrieben:
    Fliegerlein schreibt:
    Ein MRT ist eine feine Sache bei der Differentialdiagnostik, aber auch teuer und deshalb nicht unbedingt üblich.
    Insofern bin ich nicht davon ausgegangen, dass ich das hier noch mal ausdrücklich betonen müsste, denn dass das MRT als solches nicht zur Pflicht bei der ADHS-Diagnostik gehört, war bereits abgeklärt, so dass dieses MRT, von dem wir hier sprechen, dann auch selbstverständlich für den hier in diesem Thread genannten Fall als Teil der Ausschlußdiagnose zu sehen ist, was der Text der Überweisung ja nun auch bestätigt ...
    Die Formulierung war allerdings für den Bobbes, sorry, ich korrigiere das.

    Selbst die Bundesärztekammer gibt keine klaren Angaben darüber, wie genau eine Differentialdiagnostik auszusehen hat.
    Hier ein Auszug aus deren Empfehlungen:
    Bundesärztekammer schreibt:
    Eine internistische und neurologische Untersuchung sowie der Kontakt zum vorbehandeln-den Arzt dient der Prüfung, ob begleitende körperliche Erkrankungen vorliegen und kann zur Veranlassung weiterführender Untersuchungen führen (z. B. Labordiagnostik, EEG, bildgebende Verfahren). Spezifische körperliche Merkmale einer ADHS existieren nicht.
    Immerhin werden hier EEG und bildgebende Verfahren angesprochen.
    (das ist aus einer Fassung von 2005, ich weiß nicht, inwiefern die schon aktualisiert wurde)

    Aber wie gesagt:
    Wenn ein Arzt schon ein MRT im Rahmen der Auschlußdiagnose anbietet, dann wäre ich doch mit dem Klammerbeutel gepudert, ein solches Angebot nicht anzunehmen ...
    Meines Erachtens nach spricht das für seine Kompetenz und Umsicht und wer hat denn kein Interesse daran, dass möglichst alles so genau es geht abgeklärt, bzw. ausgeschlossen wird?

    Ich kann die Dringlichkeit des TE verstehen, weil es ja auch darum geht, in die entsprechende Therapie zu kommen.
    Aber andererseits finde ich es auch paradox wenn ich hier immer wieder lese, wie viele Forenmitglieder von etlichen Fehldiagnosen schreiben, bis sie endlich an der wohl richtigen Diagnose gelandet sind und dann hier mal ein Arzt sitzt, der es richtig machen will und das dann auch wieder in Frage gesteltl wird
    Da fragt man sich, ob die's überhaupt richtig machen können?
    Geändert von Fliegerlein ( 4.11.2014 um 13:21 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  10. #30
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: MRT für Diagnostik notwendig?

    Fliegerlein schreibt:
    Ich habe geschrieben, dass eine Ausschlußdiagnostik im Rahmen der ADS-Diagnostik vorgeschrieben ist.
    Da steht nichts von "MRT ist Pflicht".
    Stimmt. Ich habe auch nicht alle Beiträge gelesen. Sorry. F60.3: ein Wort - ein Meckern.

    Wenn aber ein Arzt so zuvorkommend ist, ein MRT anzusetzen, dann wäre ich ihm dankbar für seine Umsicht und Gründlichkeit und würde das nicht
    Das ist wahr. Ich würde auf jeden Fall das MRT machen. Es kann immer sein, dass Nervenschädigungen vorliegen, die nicht unbedingt ursächlich für ADHS-bedingte oder verwandte Symptome sind. Ich habe mich auch nur über das Wort "Pflicht" brüskiert.

    Selbst die Bundesärztekammer gibt keine klaren Angaben darüber, wie genau eine Differentialdiagnostik auszusehen hat.
    Hier ein Auszug aus deren Empfehlungen:
    Dieses Zitat finde ich sehr interessant. Würdest du mir den Link dazu geben? Die Frage nach dem EEG beschäftigt mich, da es Stimmen gibt, die es nicht obligatorisch für die ADHS-Diagnostik bei Kindern betrachten. Bei Erwachsenen kann man darauf verzichten, da Epilepsie zum erstem Mal in der Kindheit oder frühen Jugend auftritt. Es mag selten sein, dass der erste Anfall im Erwachsenenalter auftritt (das sind reine Mutmaßungen, die auf mündlichen Äußerungen basieren, für die ich aber keine Quellen habe).

    Meines Erachtens nach spricht das für seine Kompetenz und Umsicht und wer hat denn kein Interesse daran, dass möglichst alles so genau es geht abgeklärt, bzw. ausgeschlossen wird?
    Das ist wahr. Bei Erwachsenen ist das okay. Nur bei Kindern sind zu viel Tests eher kontraproduktiv, da Kinder durchaus zu Test- und Therapieresistenz neigen können. Ich habe es erlebt, dass Kinder die Fragen im Rahmen der Diagnose auswendig wussten und die Antworten gaben, die von ihnen erwartet wurden. Aber die Tests, die oben beschrieben wurden, wie EEG und Labortests halte ich für notwendig. Ich würde aber ein Kind noch in kein MRT-Scanner legen wollen. Aber vielleicht gibt es ja spezielle MRT-Geräte für Kinder.

    [quote]Ich kann die Dringlichkeit des TE verstehen, weil es ja auch darum geht, in die entsprechende Therapie zu kommen.[/uqote]

    Selbstverständlich. Nur fand ich es in meinem obigen Beitrag sinnvoll, die am häufigsten angewandten Tests anzuführen. Aber du hast ja oben bereits geschrieben, dass MRT nicht obligatorisch sei. Ich hatte es nicht gelesen.

    Aber andererseits finde ich es auch paradox wenn ich hier immer wieder lese, wie viele Forenmitglieder von etlichen Fehldiagnosen schreiben, bis sie endlich an der wohl richtigen Diagnose gelandet sind und dann hier mal ein Arzt sitzt, der es richtig machen will und das dann auch wieder in Frage gesteltl wird
    Da fragt man sich, ob die's überhaupt richtig machen können?
    Ich habe den Arzt nicht in Frage gestellt. Ich finde es auch sehr gut, dass er das anordnet. Nur fand ich die Strömung innerhalb der Texte, die ich tatsächlich gelesen habe, nicht gut, dass MRT als ein, für die ADHS-Diagnostik notwendiger Test bezeichnet wurde. Wir können meinen Beitrag daher als OT ansehen, der mit der eigentlichen Frage des TE nichts zu tun hat..

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