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Diskutiere im Thema Behandelbarkeit von "getriggertern" Wutanfällen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Behandelbarkeit von "getriggertern" Wutanfällen

    Neue Infos.

    es ist unglaublich, was sich heute ereignet hat. Ich bin in den letzeten Tagen sehr sehr deutlich damit beschäftigt, mein bisheriges Verhalten zu hinterfragen. Mittlerweile denke ich, dass meine "Ausgrenzungserfahrungen" und "Verlusterfahrungen" aus mir einen recht egoistischen und nicht nach rechts un links guckenden Menschen gemacht haben. (Mist!)
    Da ich jedoch zum Glück über wenige aber wirklich gute und langjährige Freunde verfüge, habe ich dort in Gesprächen neu begonnen zuzuhören. Und so langsam verstehe ich, dass es bisweilen meine Art sich zu äußern war, die fehlerhaft war. Bislang sagte ich nur: "Du hast das nicht richitg verstanden." Auch zu meiner Frau............das Ergebnis davon kann man sich ja denken.
    Da ich das jetzt, wie vieles andere auch, beginne umzustellen und anders zu leben, kann meine Frau in mir ein Verhalten erkennen, das ich ihr nur in unserer verliebten Kennenlernzeit geschenkt habe.
    So war sie in den letzten Tagen deutlich irritiert, und konnte es kaum glauben.
    Aktuell sind wir in der finalen Fertigstellung unseres gemeinsam geplanten Hauses, und sie hat mir heute eröffnet, dass wir dort nun zunächst doch gemeinsam einziehen wollen, und schauen, ob wir es nochmal hinbekommen.
    natürlich ist es nun auch für unsere Tochter ein unglaubliches Wechselbad der Gefühle, das ich ihr unglaublich gerne erspart hätte. Auf der anderen Seite sehe ich dort auch eine Chance, ihr aufzuzeigen, dass man kultiviert miteinander Konflikten begegnen kann. Meine Frau und ich haben die aktuelle situation mit der nötigen Distanz und dem nötigen Respekt begangen. Einen Rosenkrieg wollten wir uns beide ersparen.
    Am Donnerstag habe ich meinen ersten termin zwecks Aggressionskontrolle o.ä............ich freue mich schon.
    Meine Medikamentenumstellung auf ein retadierendes Medi hat auch geholfen, die upps and downs aus der Zeit davor zu verlieren, das hat sicher auch ein übriges getan.
    Und bitte drückt uns nun die daumen, dass meine Kraft reicht, mich ihr gegenüber weiterhin so menschlich zu benehmen, wie ich es im Moment auch schaffe.

    Grüße, Guido

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Behandelbarkeit von "getriggertern" Wutanfällen

    Hej amrand

    Wut und Aggression sind zum Teil die sekundären Gefühle oder Gefühlsäußerungen ...was bedeutet, das das erste Gefühl das eigentliche ist, aber durch die Wut und/oder Aggression überdeckt ist ... wir selber uns und andere einen als unberechenbar erleben ...was ja teilweise leider auch stimmt...

    ...meist sind sehr verletztende Erfahrungen hinter der Wut oder Aggression...dies auszuhalten ist schwieriger, weil da ist man ja hilflos ...und wütend sein fühlt sich nicht so schlimm an wie den Schmerz der Verletzung zuspüren ... was einen aber auf Dauer die Freundschaften und Beziehungen kosten kann ...

    ...von daher stell Dich drauf ein, das es wahrscheinlich sehr schmerzlich sein wird die Auseinandersetzung mit den Aggressionen ....

    ...wünsche Dir / Euch das jede/r von Euch da die Kraft hat, damit umgehen ...

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Behandelbarkeit von "getriggertern" Wutanfällen

    minzi schreibt:
    Ich denke, der Knackpunkt liegt u.a. im Zusammenreißen. Sobald man
    in diesem Modus ist, muss man etwas an der Situation verändern.
    Alles Weitere ist zu spät und endet im Knall.
    Kenne ich ja auch, nur mitunter kommt der Knall früher, als dass ich ihn erkenne.
    Als Kind war es körperliche Aggressivität. Heute sage oder schreibe ich etwas, das ich als "normal kritisch" wahrnehme, aber beim Gegenüber entsprechend heftig ankommt. Das ist dann nicht immer der so der laute kurze Knall, wie sich das entlädt, sondern geht auch mal in Richtung Schwelbrandbombe. Deswegen erkenne ich es dann erst, wenn es geschehen ist...
    Da ich noch keine medikamentöse Behandlung habe, erhoffe ich mir davon eine Erleichterung gerade auch in jener Hinsicht.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Behandelbarkeit von "getriggertern" Wutanfällen

    Ich kenne das selber sehr gut.

    Bei mir geht es bei Kleinigkeiten los ( Etwas geht nicht so schnell wie ich will) und steigert sich bis zum totalen Ausrasten hoch.


    Was mir "hilft" ist eine physische Entladung. Also wenn sich die Wut bis zum geht nichtmehr aufgestaut hat einfach gegen z.B. eine Wand hauen (Vorsichtig damit).

    Habe mittlerweile einen Punchingball gekauft und wenn ich merke das es zuviel wird, gehe ich einfach weg von dem was mich aggressiv macht und verprügel meinen Punchingball.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Behandelbarkeit von "getriggertern" Wutanfällen

    ich hab das gleiche problem, hatte letzten Samstag streit mit meiner Freundin und ich hab mich nicht mehr bremsen können hab andauernd auf ihr rumgehackt.bin so frustriert, ich schäme mich so.obwohl ich mph bekomm hab ich trotzdem ganz selten diese Wutausbrüche.vor allem bei den menschen dir mir sehr nah stehen.bin so frustriert.hab mich schon auf die liste für eine Psychotherapie setzen lassen aber das wird auf jedenfalls noch dauern bis es losgeht

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Behandelbarkeit von "getriggertern" Wutanfällen

    Diese Wutausbrüche sind ne Gemeinheit - ich kenne sie vor allem als das Opfer - sprich, ich hab sie häufiger mal abgekriegt.

    Mein Vater war so ein Typ, immer lieb, sehr ruhig, selten hat er widersprochen bis er dann platzte, da gab es kein Halten mehr - der arme Mann wurde richtig mitgerissen. Vorallem ruminierte er dann ohne Ende an der wutauslösenden Geschichte. Richtig getobt hat er nur ganz selten, aber er selbst muss am meisten unter den Wutausbrüchen gelitten haben.

    Nach meiner Erfahrung hilft körperliches Auspowern wirklich am besten, erstmal aus der Situation rausgehen und den Punchingball bearbeiten oder um den Block rennen! In einer Partnerschaft finde ich es fast schon einfach, mit solchen Fragen umzugehen!

    Mein Mann konnte auch ziemlich bescheuert ausflippen, er neigte dann auch dazu, völlig unreflektiert Entscheidungen zu treffen, die uns beide angingen. Manchmal ist sowas schon ziemlich ätzend, z.B. wenn eine Reise mal eben abgesagt wird, weil ich drei Mal gehustet habe!

    Irgendwann hab ich gelassen reagiert - ist übrigens für den wütenden Menschen ziemlich beschämend und nicht wirklich witzig. Und es gab ein Stichwort - "Ich nehme Deine Entschuldigung an!" Damit war klar, dass er mich mit seinem Verhalten geärgert hat. Ich habe ihn nicht beschämt, wir konnten die Sache lachend auflösen und es gab für beide keinen Grund zum Ruminieren.

    Diese Unfähigkeit bei heftigen Gefühlen völlig aus dem Ruder zu laufen verliert sich nach meiner Erfahrung nicht mit MPH. Das körperliche Abreagieren ist meines Erachtens immer noch die beste Möglichkeit, um damit klar zu kommen.

    Es geht nicht immer, manchmal hilft es aber auch schon, so viel Bewegung wie möglich in den Alltag einzubauen, um in einem ausgeglicheneren Gemütszustand anzukommen!

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Behandelbarkeit von "getriggertern" Wutanfällen

    Hi Folks,

    als Themenstarter mal ein kleines Update. Weitere Wutausbrüche folgten, nachdem ich hier gepostet habe. Weitere Trigger, die die Beziehung weiter belasteten und schlussendlich zerstörten. Ein großer Scherbenhaufen, eine Frau, die sagt, dass sie mich nicht mehr liebt, eine Tochter, die ihren Vater vermissen wird, und all der zusätzliche Ärger, den so ein Mist mit sich bringt.
    Glaubt mir mal, ich habe nun seit dem posting einiges an Gefühlschaos von Aufgeben wollen, Angst haben, Zerissensein (im Bauch zu fühlen!), Zwingen wollen, nicht wahrhaben wollen, wütend sein, enttäuscht sein, nicht verstehen, Besinnung bei ihr wünschen, und dergleichen mehr, durch.
    Stelle mich gerade neu auf, und habe heute eine Therapie begonnen, um meine ganzen Altlasten quasi von Geburt an aufzuarbeiten. Mal sehen, wo es mich hinträgt, und ob ich am Ende den Menschen leiden mag, den ich dann hoffentlich als ich im Spiegel sehe und anerkenne.
    Wo etwas zerbricht, wird Platz für Neues geschaffen, und daran will ich glauben, und Dankbarkeit zeigen, für die vergangene gemeinsame Zeit, und Vater sein und bleiben.

    Weiter gehts.......Fight till the end of the wish to fight, geheilt ist geheilt, da soll es hin gehen..?!...

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Behandelbarkeit von "getriggertern" Wutanfällen

    ...da kann man doch auch mit der technik emoflex viel/alles machen... es ist auch echt simpel.

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