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Diskutiere im Thema Mein heutiger Besuch beim Therapeuten im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 85

    Mein heutiger Besuch beim Therapeuten

    Hallo alle miteinander,

    ich hatte heute einen Termin bei einem Therapeuten in Engelthal.
    Jetzt bin ich wieder völlig verunsichert.

    In der Vorstellung habe ich schon erwähnt, dass ich seit über 12 Jahren mit den Diagnosen Depression, Persönlichkeitsstörung und Trauma behandelt werde.
    Dies jedoch ohne den geringsten Erfolg.

    Ich betone immer wieder, dass ich nicht depressiv, sondern resigniert bin.
    Das einzige Trauma welches ich habe, ist ein fast tödlicher LKW-Unfall (fremdverschuldet) vor 2 Jahren, aber die Problematik bestand ja schon vorher.

    Der Therapeut hat mir nun versucht einzureden, dass ich kein ADHS hätte und unterstellte mir unterschwellig, dass ich wohl auf eine Suchtmittelverlagerung aus wäre. (ich bin seit über 12 Jahren trockener Alkoholiker)

    Ich solle nach dem alten Schema weitermachen, das wäre das Beste.

    Wenn das aber so wäre, warum hat das alles 12 Jahre nichts gebracht?

    Am liebsten würde ich laut raus schreien, da mir mal wieder die Felle davon schwimmen.

    War euer Weg zur Diagnose auch so schwer und steinig?
    Habt ihr Tipps für mich, wie ich zu einer klaren Diagnose komme?

    Nicht dass ich Ritalin & Co. für den heiligen Gral halte, aber die versuchsweise Einnahme von Ritalin (2x) hat mir gezeigt, das es auch für mich ein lebenswertes Leben geben kann.



    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
    Albert Einstein
    Geändert von globetrottel ( 1.10.2014 um 16:47 Uhr)

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Mein heutiger Besuch beim Therapeuten

    Naja, über eine versuchsweise Einnahme sage ich jetzt mal gar nichts, ausser dass man damit ruckzuck ein Bein im Strafrecht hat.

    Kannte er sich denn mit AD(H)S aus? Ich persönlich bevorzuge eher eine Ambulanz oder Klinik, die die Diagnose macht, auch einfach, weil die nicht so schnell angefochten wird. Vielleicht solltest du auch beim nächsten Mal nicht so ganz mit der Tür ins Haus fallen und den entsprechenden Arzt oder Therapeuten eine Chance geben, selbst zu diagnostizieren, ich habe schon mehrmals erlebt, dass (auch bei einer falschen Diagnose) sich einer da auf den anderen verlässt und es nicht noch mal selbst angeht.

    Mein Fazit wäre: Zu dem gehe ich nie wieder hin! (Aber das wäre halt nur meine Entscheidung.) Aber einen nicht ernst nehmen und dann so auf die Vordiagnosen verlassen, gepaart mit Unterstellungen, das gebe ich mir maximal einmal pro Therapeut / Arzt.

    Wenn du jetzt seit 12 Jahren trocken bist, warum solltest du jetzt auf einmal auf den Gedanken kommen, die Suchtproblematik zu verschieben? Das leuchtet mir jetzt nicht so wirklich ein. Und warum sollst du was weitermachen, was dich jetzt in den letzen 12 Jahren nicht weiter gebracht hat? Find ich komisch. Ich denke eher, es wäre an der Zeit, mal neue Wege zu beschreiten, egal wie letztendlich die Diagnose dann ausfällt.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Mein heutiger Besuch beim Therapeuten

    Ehm,

    wenn Du mit dem Eigenverdacht auf ADHS zu einem psychologischen Psychotherapeuten gehst, kannst Du nicht erwarten, dass Du dort eine Diagnose bekommst.

    Psychologische Psychotherapeuten kommen aus der Psychologie und arbeiten mit den entsprechenden Methoden. Es gibt sehr wenige, die sich auf dem Gebiet ADHS Zusatzqualifikationen erworben haben.

    Aber auch die dürfen Dir keine Medikamente verordnen!

    Wenn ich mich recht erinnere, dann gibt es auch einen Fall von ADHS in Deiner Familie, das ist schon der erste Punkt auf der Verdachtsliste.

    An Deiner Stelle würde ich mich an entsprechende medizinische Fachleute wenden. Konkret heißt das: Du gehst zu einem Psychiater und Neurologen, manche nennen sich heute auch Facharzt für Nervenheilkunde. Dieser Facharzt muss auch ein Spezialist in Sachen ADHS sein.

    Es gibt für die Diagnose knallharte Kriterien und die Leitlinien sind ebenfalls ziemlich gut ausformuliert. Erst wenn die vorgeschriebene Diagnostik gelaufen ist darf Dir ein Arzt die entsprechenden Medikamente verordnen.

    Der Weg führt also erst zum Facharzt, stellt der die Diagnose, dann kann er auch die Medis verordnen und wird Dich dann eventuell auch zu einer Psychotherapie mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie schicken.

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