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Diskutiere im Thema Während Verhaltenstherapie auf [ ... ] verzichten? No way. im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 28

    Während Verhaltenstherapie auf [ ... ] verzichten? No way.

    Hallo Ihr Lieben,

    Kürzlich hatte ich die erste Therapiestunden meiner Langzeit-Verhaltenstherapie, zu der ich aufgrund meiner emotional instabilen Persönlichkeit und den damit einhergehenden Problemen gehe. Ich bin zudem diagnostiziert mit ADHS. Und Kiffer.

    Der Therapeut verlangte nun von mir während der Therapie, die ein Jahr dauert, komplett auf Alkohol und Cannabis zu verzichten. Nach einigen Wochen möchte er einen Drogentest durchführen. Nun bin ich kurz davor die Therapie abzusagen, was sehr schade ist, denn ich brauche aufgrund meiner Emotionsschwankungen und meiner Impulsivität eigentlich dringend Hilfe. Mir geht es derzeit gar nicht gut.

    Zu mir: Seit ich 13 bin kiffe ich, wenn ich mal nicht kiffe, dann ist das für mich kein Problem, aber dann trinke ich leider sehr viel. Wenn ich nicht trinke, esse ich viel zu viel. Wenn ich nicht esse, rauche ich. Nun habe ich allerdings mit dem Rauchen aufgehört - ich rauche mein Gras pur. Ich will nicht wieder mit Rauchen beginnen. Ich könnte natürlich auch jeden Abend in einen Club gehen, das lenkt mich auch von meiner Unruhe ab, aber wer möchte das schon?

    Der Psychiater (nicht der Therapeut, bei dem ich gerade beginne) behandelt mich mit Ritalin und weiß über meinen Marihuanakonsum. Er ist Spezialist und weiß, dass ADHS`ler wie wir Cannabis gerne als Selbstmedikation einsetzen.

    Meiner Meinung nach unterschätzt der Verhaltenstherapeut das. Er erkennt das ADHS nicht wirklich an. Mag sein, dass es bei anderen Patienten etwads bringt, komplett auf Drogen zu verzichten. Aber ich persönlich komme nicht zur Ruhe abends. Ich bin dann ein Aufziehmännchen. Voll Wut. Streit. Und dann schlage ich mich selbst, weil mein Spannungszustand so hoch ist.

    Das ist eine dumme Misere, denn ich möchte ja Therapie machen. Aber ohne Cannabis, trinke ich literweise Cola und greife wieder zu Tabak. Und das halte ich am Ende für schrecklich ungesund. Ist es normal, dass man komplett auf Cannabis verzichten muss?

    Ich würde gerne eine gute Verhaltenstherapie haben. Ich glaube, dass diese nur auf Dauer erfolgreich sein wird, wenn sie sich meiner Realität als ADHS'ler stellt. Irgendwie blendet das der Arzt aber aus.

    Wie soll ich vorgehen? Habt Ihr eine Meinung zu meinem Problem? Oder liege ich total falsch? Mit meinen Freunden und Bekannten kann ich mich über dieses Thema nicht so gut austauschen, weil sie eben kein ADHS haben und die Anspannung und Unruhe eben nicht kennen. Ich hoffe, ich bin hier richtig.

  2. #2
    Lysander

    Gast

    AW: Während Verhaltenstherapie auf Cannabis verzichten? No way.

    Du bekommst Ritalin und kiffst noch? Damit verschwendest Du das Ritalin, denn meines Wissens konkurrieren MPH und THC um dieselben Andockstellen. Cannabiskonsum bei ADSlern ist häufig Selbstmedikation. Mit Ritalin bekommst Du ein vernünftiges Medikament. Rede doch nochmal mit dem Psychiater, ob er das Ritalin nicht so anpassen kann, dass Du auf Cannabis verzichten könntest und nicht zu Tabak greifst.Hier DARF Dir niemand empfehlen Cannabis weiterhin zu konsumieten, das verstieße gegen die Community-Regeln. Es wäre auch vernünftiger nicht mehr zu kiffen, um ruhig zu werden, weil es sonst kontraproduktiv wäre. Du bist ja schon auf dem richtigen Weg, indem Du einen Psychiater und einen Psychologen aufsuchst. Doch mit einem Fuß bleibst Du auf dem alten Weg. Kein wirkliches Vorwärtskommen oder? Manchmal muss man sich zwischen Ente und Trente entscheiden.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Während Verhaltenstherapie auf Cannabis verzichten? No way.

    Ich kiffe eigentlich nur abends, wenn die Wirkung des Medikinet nachlässt. Sonst komme ich einfach nicht zur Ruhe. Hatte auch schon mal versucht die Dosen etwas nach hinten zu verschieben, da konnte ich allerdings gar nicht mehr einschlafen.

    Und eine Frage sei erlaubt: Wieso darf mir niemand empfehlen Cannabis zu nehmen? Der Konsum ist doch legal. (Gar keine böse gemeinte Frage

  4. #4
    Lysander

    Gast

    AW: Während Verhaltenstherapie auf Cannabis verzichten? No way.

    Forumregeln und weil man auf Cannabis verzichten muss, wenn man MPH bekommt. Wie sollst Du denn jemals die richtige Medikamenteneinstellung erreichen,wenn Du zusätzlich Cannabis konsumierst?

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Während Verhaltenstherapie auf Cannabis verzichten? No way.

    Interessant, dass du das Rauchen an sich für schädlich hälst, die Risiken des Cannabis aber offenbar als gering einschätzt. Nach meinem Wissen, schädigt es gerade junge Gehirne besonders stark.

    Red mit dem für die Medis zuständigen Arzt, was für den Abend machbar ist. Gleichzeitig würde ich mit dem Therapeuten darüber reden, was es in mir auslöst, wenn ich nicht zu einer "Ersatzbefriedigung (auch Rauchen, Trinken, Essen, exzessiver Lebensstil)" greife und wie ich es - seiner Meinung nach - "umgehen kann", mich selbst oder vielleicht auch andere zu verletzen. Sicher wirst du auch ein Stück weit "aushalten" müssen, aber dir sollten auch Kompensationsstrategien an die Hand gegeben werden.

    Ich denke allerdings ebenfalls, dass man nicht mit einem Bein auf dem alten und mit einem Bein auf dem neuen Weg stehen kann. Irgendwann wird man sich entscheiden müssen, welchen Weg man wählt.

  6. #6


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40

    AW: Während Verhaltenstherapie auf Cannabis verzichten? No way.

    Dem ist nichts hinzuzfügen.

    Ach doch, eines noch:

    Community-Regeln schreibt:
    (Nicht gestattet sind ...)

    Alle Inhalte, in denen illegale Drogen oder legale Drogen oder Drogen-ähnliche Substanzen jeglicher Art, die nicht in bestimmungsgemäßem, medizinischem Gebrauch eingesetzt werden, verharmlost, verherrlicht, deren Konsum oder Wirkung beschrieben werden oder in denen Ratschläge, Anweisungen oder jegliche Erfahrungen zu deren Gebrauch bzw. Missbrauch enthalten sind sowie Links zu Internetseiten mit solchen Inhalten.
    Folglich ist hier geschlossen.

    Tabak und Cola sind 'ungesunder' als Cannabis ...

    Da fällt einem mal wieder nichts mehr zu ein.

    Und (zur Information): der Konsum ist zwar nicht gesetzwidrig, setzt aber zwingend den Besitz voraus.

    Und dieser ist nach wie vor strafbar.




    LG,
    Alex

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