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Diskutiere im Thema Ja, wie fange ich an? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 31

    Ja, wie fange ich an?

    Hallo

    Ich habe den Eigenverdacht auf ADS, bin mir aber auch ziemlich sicher, dass Depressionen dazu kommen.

    Ich war neulich bei einem Krisennotdienst, die Frau dort hat mir geraten in ein Kriseninterventionszentrum zu gehen, die würden auch Diagnostik machen.
    Wir läuft denn sowas? "Suchen" die dann nach Kriterien, für eine bestimmte Krankheit?
    Wenn ich mich selbst einschätzen sollte, würde ich auf Komorbiditäten kommen, schauen die nach so was automatisch?

    Oder ist es besser sich durch die unzähligen, überfüllten, keine Patientenannehmenden Psychotherapeuten durchzutelefonieren?

    Ich wäre für Rat bzw. Erfahrungen sehr dankbar

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Ja, wie fange ich an?

    Minerva schreibt:
    Hallo

    Ich habe den Eigenverdacht auf ADS, bin mir aber auch ziemlich sicher, dass Depressionen dazu kommen.

    Ich war neulich bei einem Krisennotdienst, die Frau dort hat mir geraten in ein Kriseninterventionszentrum zu gehen, die würden auch Diagnostik machen.
    Wir läuft denn sowas? "Suchen" die dann nach Kriterien, für eine bestimmte Krankheit?
    Wenn ich mich selbst einschätzen sollte, würde ich auf Komorbiditäten kommen, schauen die nach so was automatisch?

    Oder ist es besser sich durch die unzähligen, überfüllten, keine Patientenannehmenden Psychotherapeuten durchzutelefonieren?

    Ich wäre für Rat bzw. Erfahrungen sehr dankbar

    Was für ein Kriseninterventionszentrum ist das ? Gehört das zu einer Uniklinik oder anderen großen Psychiatrie?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Ja, wie fange ich an?

    Nicht direkt uniklinik, aber von drei großen Kliniken in Berlin.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Ja, wie fange ich an?

    na du bekommst dort erst einmal die Soforthilfe, die du brauchst - ne ADS -Diagnostik machen die sicher nicht, sondern d wirst du dich anmelden müssen, aber solange du z.B. akute Depressionen hast, müssen erst ml die behandelt werden, bevor man das Thema ADS angehen kann

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Ja, wie fange ich an?

    Wintertag schreibt:
    , aber solange du z.B. akute Depressionen hast, müssen erst ml die behandelt werden, bevor man das Thema ADS angehen kann
    Ist doch blöd. Behandelt man nicht die akuten Depressionen am Besten, indem man die Ursachen der Depression beseitigt?

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ja, wie fange ich an?

    Adhs ist keine Ursache für Depressionen. Die Depressionen können durch Lebensumstände die ungünstig sind entstehen, was bei einigen Adhslern dazu führt, oder eben zusätzlich da sein.
    Eine medikamentöse Behandlung der ADHS ist absolut Kontraproduktiv ohne eine ausreichende medikamentöse antidepressive Prophylaxe. Die psychotherapeutische Therapie sollte sich nach akuten Problemen richten, ADHS ist nichts akutes, bei beiden Diagnosen hat die Depri Vorrang.
    Um ADHS zu diagnostizieren, sollte eine Depression nicht akut sein, da sich hier beide Erkrankungsbilder mit ihren Symptomen zu stark ähneln.

  7. #7
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Ja, wie fange ich an?

    creatrice schreibt:
    Eine medikamentöse Behandlung der ADHS ist absolut Kontraproduktiv ohne eine ausreichende medikamentöse antidepressive Prophylaxe.
    hm, hier lege ich ein Veto ein - du meinst wirklich
    prophylaktisch Medis gegen Depression??

    Sicher muss und wird beobachtet,
    in welchem Rahmen Depressivität
    individuell eine Rolle spielt. Und
    sicher ist Psychoedukation ein
    Schlüssel, um gar nicht erst
    Depressionen entstehen zu lassen,
    aber von Medis, die gar nicht erst
    Depressionen aufkommen lassen
    sollen, habe ich noch nie gehört.


    ADHS ist nichts akutes, bei beiden Diagnosen hat die Depri Vorrang.
    Auch hier erhebe ich Einspruch.
    Individuell wird geschaut, welche
    Symptome durch MPH bzw.
    AD(H)S-Medikation angegangen
    werden können.

    Anschließend/im Verlauf dieser
    Behandlung kann man feststellen,
    "was übrig bleibt".

    Diese Erfahrung habe ich gemacht
    und bin damit sehr gut gefahren.
    Mit HIlfe der MPH-Behandlung bin
    ich überhaupt erst in die Lage
    versetzt worden, aktiv an meinem
    Verhalten zu arbeiten und die
    Psychotherapie in Angriff zu nehmen.

    sollte eine Depression nicht akut sein, da sich hier beide Erkrankungsbilder mit ihren Symptomen zu stark ähneln.
    hm, das wäre schön - andererseits ist
    die nicht behandelte AD(H)S kontraproduktiv,
    zur Behandlung der Depression.

    Die Behandlung der Depression kann
    ggf vereinzelt AD(H)S-Symptome lindern.

    Aber es ist doch gerade ein großes Problem,
    dass Leute jahrelang auf Depression etc
    behandelt werden, die AD(H)S jedoch nicht
    erkannt ist und dadurch wiederum die
    Depression und diverse psychosomatische
    Probleme verschlimmert.
    Geändert von habitbreaker (20.08.2014 um 17:09 Uhr)

  8. #8
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Ja, wie fange ich an?

    Hallo Minerva,
    Minerva schreibt:
    Ich war neulich bei einem Krisennotdienst,
    DAS war schon mal eine SUPER Entscheidung!!

    Wichtig ist nun, dass du jemanden findest,
    der in erster Linie auch die AD(H)S kennt
    und behandelt und/oder diagnostiziert.

    Wichtig ist, dass zu Beginn eine so
    genannte Ausschlussdiagnose statt
    findet. Diverse Erkrankungen können
    AD(H)S-ähnliche Symptome hervorrufen,
    z.B. Konzentrationsstörungen.


    Leider gibt es immer noch viel zu viele
    Ärzte/Therapeuten etc, die sich mit
    AD(H)S nicht auskennen. Solltest du
    dich bei jemandem nicht gut aufgehoben
    fühlen sei mutig und wechsel schnellstmöglich
    den Mediziner o.Ä. (irgendwe hier
    im Forum wurde mal gefragt,
    ob er/sie nicht vielleicht etwas zu
    alt für AD(H)S sei
    ... ).

    Es kann sein, dass du am Anfang etwas
    "Klinkenputzen" musst, die richtige
    Diagnose und Behandlung sind jedoch
    so sehr entscheidend!

    Du kannst jederzeit hier im Forum ja
    von deinen Erfahrungen berichten
    und nochmal weitere Ideen einholen.

    Alles Gute wünsche ich dir!
    Liebe Grüße, habit

  9. #9
    salamander

    Gast

    AW: Ja, wie fange ich an?

    depression und adhs sind zwar zwei krankheitsbilder, aber sie können wie alles andere auch, gemeinsam auftreten.
    adhs ist in der theorie (aus meiner warte) eigentlich immer auch etwas akutes, da adhs-ler u.a. deutlich leichter zu
    traumatisieren sind, als nicht-adhsler.



    Adhs ist keine Ursache für Depressionen
    stimmt und stimmt gleichzeitig nicht. in bezug auf traumatisierungen und auf die nicht vorhandene emotionale
    bremse, was sowohl positives wie negatives erleben betrifft. wo die emotionale bremse fehlt, ist der weg in eine
    depression ein deutlich kürzerer und schneller als dort, wie eine emotionale bremse vorhanden ist.


    Eine medikamentöse Behandlung der ADHS ist absolut Kontraproduktiv ohne eine ausreichende medikamentöse antidepressive Prophylaxe
    das finde ich nun, ist nicht zu halten. gerade in sachen emotionale bremse. bei adhsler wirken antidepressiva z.b.
    oft nicht. mph zumindest, schafft es, dass ein system "runter fahren" kann, was bei einer depression laps ausge-
    drück schon mal die halbe miete ist, der andere teil kann dann medikamentöse behandlung von akutsymptomen
    einer depression sein, flankiert von therapie oder nur therapie, was aber wieder abhängig ist vom grad der schwere
    einer depression.


    Um ADHS zu diagnostizieren, sollte eine Depression nicht akut sein, da sich hier beide Erkrankungsbilder mit ihren Symptomen zu stark ähneln.
    das trifft nur bedingt zu. wenn ein adhsler eine depression hat aber adhs nicht diagnostiziert wird, kann das verheerende
    folgen haben, weil er auf vieles komplett anders anspricht, als eine nicht adhsler. beim hochdrehen der emotionen, gibt
    es schon deutliche unterschiedliche zu einem menschen der "nur"an einer depression und jemand der an adhs und einer
    depression leidet. das ist tatsächlich zu unterscheiden.

    find ich ganz gut aufgezeigt in der rtl-rep mit martin winkler über adhs, da geht er expliziet auf das erleben einer depression
    ein, wie es mit und ohne adhs ist.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ja, wie fange ich an?

    Ich meine nicht prophylaktische Einnahme von Antidepressiva, sondern wenn Depressionen vorhanden sind (akut o. rezidiv.), dann sollte erst eine Prophylaxe erfolgen bevor man z.B. MPH gibt. Nicht umsonst gibt es den Ausschluss auf jeder Packungsbeilage. Und nicht umsonst wundern sich so viele "Anfänger" über ihre depressive Stimmung. Sind manifeste Depressionen im Spiel kann es schnell gefährlich werden. Wenn es "nicht zu halten" ist, frage ich mich wieso es in der Packungsbeilage steht und wieso nicht nur ich diese bittere Erfahrung auch machen musste.........

    Das ADHS Depressionen auslöst ist nirgends beschrieben. Es sind die Lebensumstände. ADHS, so wie es derzeit verstanden wird, löst keine Depressionen aus. Es gibt ADHS-typische Stimmungsschwankungen, das sind aber keine Depressionen. Traumatisierungen sind keine Depressionen. Es sind Traumata. Traumata können Depressionen auslösen, müssen aber nicht.

    Ein Trauma kann akut sein, eine ADHS nicht. ADHS soll auch gehäuft mit Neurodermitis auftreten, deswegen geht eine ND nicht weg, wenn ich ADHS behandle. Trauma ist Trauma, Depression ist Depression und ADHS ist ADHS. Komorbiditäten sind ein Kann und kein Muss. Komorbiditäten müssen nicht im Zusammenhang zu einer Erkrankung stehen.

    Da Depressionen heut zu Tage recht schnell (1-2 Monate) medikamentös aus einer akuten Phase zu bekommen sind, ist es doch recht vertretbar, wenn diese erst behandelt wird, um dann eine gesichertere ADHS-Diagnostik machen zu können. Ich sprach nicht von keiner Diagnose.

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