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Diskutiere im Thema Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #71
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 289

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich muss ja zugeben, ich habe sie sofort akzeptiert Es war so: "Ja! Endlich weiss ich, warum ich so bin!" Und dann etwas später: "Oh man... Zu wissen was es ist, löst das Problem ja gar nicht..." Aber ich war schonmal sehr erleichtert, einen Namen zu haben, weil mit dem Namen, hat man das Gefühl, das Problem jetzt erst endlich am Schopf packen zu können

  2. #72
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    @Trine:

    diese Worte begleiten mich nun...
    und seitdem ich es gelesen habe, fällt es mir einfacher, milder mit mir umzugehen.
    Also vielen Dank!

    LG
    aguita

  3. #73
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Und vielleicht gerade deshalb kamen mir beim zweiten Lesen auch folgende Gedanken (mit denen ich dir hoffentlich nicht zu nahe trete):

    "Ja, sie steht noch immer vor der Wand, ABER sie ist nicht zurück gewichen, hat nicht aufgegeben, hat ihr getrotzt, wusste, dass sie da durch will... obwohl es weh tat/tut."


    Liebe Romina,
    Du trittst mir nicht zu nah :-)

    Diese imaginäre Wand ist u.a. deswegen gewachsen, weil ich geglaubt habe mit steuerbarer Verhaltensweise zu tun zu haben.
    Am Anfang versucht man etwas zu ändern und wundert sich vielleicht, warum es nicht klappt.
    Dann kommen Schuldgefühle und Verzweiflung, in meinem Fall auch ein Kampf, weil ich mich nicht damit abfinden wollte, dass es nicht klappt.

    Mit der Diagnose kam eine Erklärung und damit natürlich eine Erleichterung...
    Aber auch die Erkenntnis, dass der jahrelange Kampf gegen mich selbst gerichtet und scheitern vorprogrammiert war.
    Und weil ich mich drei Monate vor der Diagnose von meinem Mann getrennt habe, musste ich alleine damit klar kommen.

    Aber nachdem, was ich hier gelesen habe, bin ich nicht die Einzige, bei der es ein langer Prozess ist.
    Dieser Prozess ist schmerzhaft, aber da muss man einfach durch.
    Und da hast Du Recht - die "Wand" bekam bereits Risse...

    viele liebe Grüße zurück!
    aguita

  4. #74
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Fünf Stunden. Genau so lange wie ich gebraucht habe den Hallowell durchzulesen.

    Da wusste ich das isses.

    Eine richtige Diagnose zu ergattern war vor runden 15 Jahren allerdings noch schwieriger ;-)

    tumme

  5. #75
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich habe da ganz ambivalente Gefühle.
    Ich will es nicht akzeptieren und werde das vielleicht auch nie tun. In meinen Augen ist eine Akzeptanz auch eine Hinnahme dessen und ich bin weit von dem entfernt, hinnehmen zu wollen, dass ich gewisse Dinge nicht kann. Der ganz entscheidende Faktor ist hierbei, dass ich nicht hinnehmen kann, dass alles im Chaos versinkt. Ich kann nicht hinnehmen, ständig zu spät zu kommen. Ich kann nicht hinnehmen, verschiedenste Termine zu verpeilen. Ich kann nicht hinnehmen, mich hängen zu lassen (bin eher Hypo) und in den Tag hinein zu leben und nichts gebacken zu bekommen. Ich kann nicht hinnehmen, nicht etwas produktives zur Gesellschaft bei zu tragen.
    Ich kämpfe immer. Und nein, ich akzeptiere meine "Triebe" dabei nicht. Und damit kann ich auch ADS nicht akzeptieren. Ich habe auch noch Kinder, wenn ich denen nicht vorlebe, wie "Leben" geht, dann habe ich versagt.
    Ich fange bald eine Therapie an, vielleicht finde ich ja dann eine für mich angemessene Lösung damit um zu gehen.

  6. #76
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Hmmm....
    Liss, eine Diagnose zu akzeptieren bedeutet ja nicht die negativen Seiten der Störung zu akzeptieren, "hinzunehmen" wie du schreibst.

    Durch die Diagnose und das Wissen über ADHS weiß ich jetzt, dass es mir schwerer fällt als den Normalos nicht im Chaos zu versinken. Ich weiß dass ich exakt planen muss um nicht zu spät zu kommen, dass ich ohne Terminkalender und genaueste Kontrolle von Terminen verloren bin.
    Dass ich da mehr aufpassen muss als Normalos, die ein funktionierendes Zeitgefühl haben.
    Aber dafür gibts Tools, und wenns auch nur ein Klingelwecker oder ein Alarm im Terminkalender ist. So ganz praktische Lösungen. Da kann auch eine SHG oder ein guter Therapeut weiter helfen.


    Andererseits hat ADHS auch Vorteile. Du kannst eine Menge Dinge die andere nicht können. Du hast Talente wo andere staunen: "Wie machst du das nur?".
    Da muss man einfach mal genauer hinhören ;-).
    Dadurch, dass unsere Schwächen oft dummerweise genau in dem Bereich liegen, die als "Bürgerliche Tugenden" gelten kriegt unser Selbstwertgefühl oft so schwere Schläge ab, dass wir unsere Stärken gar nciht mehr sehen.
    Ich wünsche dir viel Glück für die Therapie

  7. #77
    Nur eine Phase

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 481

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Tumme schreibt:
    Hmmm....
    Liss, eine Diagnose zu akzeptieren bedeutet ja nicht die negativen Seiten der Störung zu akzeptieren, "hinzunehmen" wie du schreibst.

    Durch die Diagnose und das Wissen über ADHS weiß ich jetzt, dass es mir schwerer fällt als den Normalos nicht im Chaos zu versinken. Ich weiß dass ich exakt planen muss um nicht zu spät zu kommen, dass ich ohne Terminkalender und genaueste Kontrolle von Terminen verloren bin.
    Dass ich da mehr aufpassen muss als Normalos, die ein funktionierendes Zeitgefühl haben.
    Aber dafür gibts Tools, und wenns auch nur ein Klingelwecker oder ein Alarm im Terminkalender ist. So ganz praktische Lösungen. Da kann auch eine SHG oder ein guter Therapeut weiter helfen.


    Andererseits hat ADHS auch Vorteile. Du kannst eine Menge Dinge die andere nicht können. Du hast Talente wo andere staunen: "Wie machst du das nur?".
    Da muss man einfach mal genauer hinhören ;-).
    Dadurch, dass unsere Schwächen oft dummerweise genau in dem Bereich liegen, die als "Bürgerliche Tugenden" gelten kriegt unser Selbstwertgefühl oft so schwere Schläge ab, dass wir unsere Stärken gar nciht mehr sehen.
    Ich wünsche dir viel Glück für die Therapie


    Was denn für Talente !?
    Ich höre und lese es immer, aber keiner sagt etwas genaueres .... Nur immer du kannst und machst und tust .... als andere "Normalos"
    Was denn !?

    Ich könnte noch einiges mehr schreiben, hab aber echtma keine Lust heute.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    liss1122 schreibt:
    Ich habe da ganz ambivalente Gefühle.
    Ich will es nicht akzeptieren und werde das vielleicht auch nie tun. In meinen Augen ist eine Akzeptanz auch eine Hinnahme dessen und ich bin weit von dem entfernt, hinnehmen zu wollen, dass ich gewisse Dinge nicht kann. Der ganz entscheidende Faktor ist hierbei, dass ich nicht hinnehmen kann, dass alles im Chaos versinkt. Ich kann nicht hinnehmen, ständig zu spät zu kommen. Ich kann nicht hinnehmen, verschiedenste Termine zu verpeilen. Ich kann nicht hinnehmen, mich hängen zu lassen (bin eher Hypo) und in den Tag hinein zu leben und nichts gebacken zu bekommen. Ich kann nicht hinnehmen, nicht etwas produktives zur Gesellschaft bei zu tragen.
    Ich kämpfe immer. Und nein, ich akzeptiere meine "Triebe" dabei nicht. Und damit kann ich auch ADS nicht akzeptieren. Ich habe auch noch Kinder, wenn ich denen nicht vorlebe, wie "Leben" geht, dann habe ich versagt.
    Ich fange bald eine Therapie an, vielleicht finde ich ja dann eine für mich angemessene Lösung damit um zu gehen.


    Ich sehe es ähnlich wie du.
    Habe keiner Kinder, aber will auch endlich mal lernen, wies geht und bla ....
    Ich bin auf der Suche nach einer Therapie, verspreche mir aber nicht sehr viel davon ....
    Aber ein Versuch ist es alle male wert.

  8. #78
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Kerlemann schreibt:
    Was denn für Talente !?
    Ich höre und lese es immer, aber keiner sagt etwas genaueres .... Nur immer du kannst und machst und tust .... als andere "Normalos"
    Was denn !?
    Ich kann jetzt nur von mir reden:

    Ich bin von der schnellen Truppe. XD

    Ich kann Situationen in denen es richtig rund geht supergut managen. Ich kann dann auch blitzschnell zwei Dinge gleichzeitig tun. Andere davon überzeugen warum was getan werden muss. Verknüpfungen herstellen auf die Normalos nicht kommen.
    Ich bin ausgesprochen kreativ. Mir fällt fast immer eine Lösung für ein Problem ein. *grins* der ideale Beruf für mich wäre mit einigen anderen in einem Think-Tank zu sitzen und Ideen zu entwickeln. Die Tauglichkeits- Prüfung und die Umsetzung sollen dann andere übernehmen.
    Ich sehe auch rechtschnell wenn in irgendeinem komplexen Ablauf (Firmenstrukturen oder so) etwas schiefläuft. Meistens bevor andere das merken.

    Was die allgemeinen Einschätzung von Normalos angeht, guck am besten hier:
    Stärken – ADHSpedia
    oder auch hier:
    Stärken

    have a nice day
    tumme

  9. #79
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Tumme schreibt:
    Ich kann jetzt nur von mir reden:

    Ich bin von der schnellen Truppe. XD

    Ich kann Situationen in denen es richtig rund geht supergut managen. Ich kann dann auch blitzschnell zwei Dinge gleichzeitig tun. Andere davon überzeugen warum was getan werden muss. Verknüpfungen herstellen auf die Normalos nicht kommen.
    Ich bin ausgesprochen kreativ. Mir fällt fast immer eine Lösung für ein Problem ein. *grins* der ideale Beruf für mich wäre mit einigen anderen in einem Think-Tank zu sitzen und Ideen zu entwickeln. Die Tauglichkeits- Prüfung und die Umsetzung sollen dann andere übernehmen.
    Ich sehe auch rechtschnell wenn in irgendeinem komplexen Ablauf (Firmenstrukturen oder so) etwas schiefläuft. Meistens bevor andere das merken.

    Was die allgemeinen Einschätzung von Normalos angeht, guck am besten hier:
    Stärken – ADHSpedia
    oder auch hier:
    Stärken

    have a nice day
    tumme
    So sehe und erfahre ich das auch. Im Krisenmanagement war ich immer gut. Zur Zeit arbeite ich viel mit grossen Excel Tabellen und entwickle die kompliziertesten Formel mal eben aus dem Ärmel raus. Ich kann Zusammenhänge und Strukturen mal eben schnell auseinandernehmen und erfassen. Nur wenns "administrativ" wird verlässt mich die Motivation. In manche Bereichen ist ADHS ein Geschenk in anderen manchmal mühselig.

  10. #80
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich frag mich heimlich wann denn noch mal der groß Knall kommt. Eigentlich bin ich der Meinung, dass ich die Diagnose sofort akzeptiert habe, da ich mich vorher schon so ausführlich mit dem Thema beschäftigt habe, so dass meine Psychie meinte, dass ich sie in meinem Fall Arbeitslos mache. Ich bin sehr froh endlich wirklich eine Erklärung mit Bestätigung zu haben, es hilft mir mehr als das es mich belastet. Aaaber auf der anderen Seite denke ich dann, das man doch gar noch nicht so einen Frieden geschlossen haben kann, da muss ein Haken sein, irgendwo...

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