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Diskutiere im Thema Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #61
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?



    Im Gegensatz zu vielen hier, die offenbar mit der Diagnose die Chance sehen, Probleme endlich konkret anzupacken, habe ich das Gefühl, dass ich an vielen Stellen los lasse! Und die Symptome dadurch, trotz Medis, deutlicher zutage und nach außen treten!
    Als ob ich mich mein Leben lang abgestrampelt, kompensiert, geackert, und Strategien entwickelt habe, um mein Leben zusammen zu halten, das "Risiko", dass es aus dem Ruder läuft, zu minimieren... ... und nun endlich mal loslassen könnte!!


    ich könnte es nicht besser beschreiben, was in mir vorkommt.
    Mit einem wesentlichen Unterschied: ich habe so lange gekämpft... Und nun hat sich dieser Kampf als sinnlos herausgestellt. Zumindest so empfinde ich es. Seit zwei Jahren, seit der Diagnose, bin ich mit sehr kurzen Pausen depressiv.
    Es ist nun so, als hätte man im Nachhinein festgestellt, man hat die ganze Energie dafür eingesetzt, mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen um dann festzustellen, man befinde sich immer noch vor dieser Wand.
    Unter diesen Umständen loszulassen ist sehr schwer.
    Es zu verdrängen war viel einfacher...

  2. #62
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich zitiere dann noch mal meine ADHS-Ärztin: "Jemand mit ADHS muss 220% aufwenden, um das zu erreichen, was andere mit 80% Aufwand erreichen. Da wundern Sie sich, dass Sie erschöpft sind?"

    Erst mit der Medikation ist die Selbstwahrnehmung auch so, dass man die Erschöpfung spürt. Manchmal auch as Erschöpfungsdepression. Es dauert, bis man wieder genug Energie hat. Aber irgendwann kommt die Energie zurück, Und dann kann man auch den Unterschied zwischen Leben mit Medikation und Leben ohne Medikation feststellen. Man merkt auch, dass das Leben mit Medikation doch um einiges leichter ist. Allerdings bleibt es trotzdem dabei, dass ein Tag nur 24 Stunden hat. Die Medikation steigert nicht die Leistungsfähigkeit über das "Normale" hinaus. Sie ist lediglich eine "Krücke", die das Leben einfacher macht.

  3. #63
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Nach meinen Freunden habe ich es bis heute nicht wirklich akzeptiert (habe die Diagnose vor ca 18, 19 Jahren erhalten). Ich lebe damit, bin froh, dass es mir soweit gut geht.

    ADHS ist nicht heilbar. Es ist nicht immer einfach damit, aber man kann bzw. muss damit eben leben.

  4. #64
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich glaube das wird nie passieren. ADHS hat mir schon so oft zugesetzt und viel negativen Einfluss auf mein Leben gehabt! Meine ganze Hoffnung liegt momentan auf der medikamentösen Behandlung, falls ich sie bekomme.
    Dann könnte ich es vielleicht auch akzeptieren.

    Liebe Grüße

  5. #65
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Bei mir ging es erstaunlich schnell mit der Akzeptanz. Ich habe aber auch lange für die Diagnostik gekämpft. Mir tut es gut, zu wissen, warum etwas nicht klappt, warum Dinge immer wieder schief gehen, wie Prioritäten setzen, Zeitmanagment, zu wissen, dass ich da nicht mehr gegen Windmühlen kämpfen muss. Ich bin seit dem deutlich gnädiger mit mir selbst.

    Allerdings ist es schwierig, meinem Umfeld klar zu machen, was ADHS bedeutet. Häufig wird es reduziert auf das nicht Ordnung halten können. Dass da noch viel mehr mit verbunden ist, ist nur schwer zu vermitteln.

  6. #66
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 520

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Aguita schreibt:
    ... ich habe so lange gekämpft... Und nun hat sich dieser Kampf als sinnlos herausgestellt. Zumindest so empfinde ich es. Seit zwei Jahren, seit der Diagnose, bin ich mit sehr kurzen Pausen depressiv.
    Es ist nun so, als hätte man im Nachhinein festgestellt, man hat die ganze Energie dafür eingesetzt, mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen um dann festzustellen, man befinde sich immer noch vor dieser Wand.
    Unter diesen Umständen loszulassen ist sehr schwer.
    Es zu verdrängen war viel einfacher...

    Das Loslassen passiert bei mir nicht immer bewusst, auch nicht immer "passend" und manchmal erschreckt es mich, wenn ich mich sehe. Oder bewusster wahrnehme, wie ich bin...
    Die Diagnose habe ich sicherlich akzeptiert. Aber manchmal denke ich auch, es war leichter leichter, mich durchzuwurschteln, als Strategien einfach unbewusst abliefen und ich nicht unter permanenter Selbstbeobachtung stand und alles hinterfragt habe...
    Der Verarbeitungsprozess, ich nenne es auch "Behinderungsverarbeitung" und meine es in keiner Weise schmählich, ist also noch längst nicht abgeschlossen.


    Beim Lesen deines Beitrages habe ich spontan gefühlt, dass das sehr eine traurige Erkenntnis ist, mit der du dich auseinandersetzt.
    Deine ähnliche und doch ganz andere Erfahrung berührt mich.

    Und vielleicht gerade deshalb kamen mir beim zweiten Lesen auch folgende Gedanken (mit denen ich dir hoffentlich nicht zu nahe trete):

    "Ja, sie steht noch immer vor der Wand, ABER sie ist nicht zurück gewichen, hat nicht aufgegeben, hat ihr getrotzt, wusste, dass sie da durch will... obwohl es weh tat/tut."

    Vielleicht eröffnet die Diagnose doch noch einmal die Möglichkeit, neue Wege zu probieren?
    Ich wünsche es dir auf jeden Fall sehr! ...dass du vielleicht doch noch den ein oder anderen Riss in der Wand entdeckst!
    Kleine "Sollbruchstellen", die dein Kampf verursacht hat und wo du dir nun, mit der entsprechenden Hilfe, einen etwas leichteren Weg durch die Wand öffnen kannst!

    Alles Liebe!

  7. #67
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.442

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Allerdings ist es schwierig, meinem Umfeld klar zu machen, was ADHS bedeutet. Häufig wird es reduziert auf das nicht Ordnung halten können. Dass da noch viel mehr mit verbunden ist, ist nur schwer zu vermitteln.
    Damit bin ich auch am kämpfen... Es hat viel Zeit gebraucht, aber es geht immer besser.

  8. #68
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 793

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich habe jetzt lange über diese Frage nachgedacht.
    Für mich selber habe ich die Diagnose wohl akzeptiert. Ich kenne mich ja nur so, war ja nie anders.
    Als großes Problem sehe ich auch das Umfeld, die mit mir nicht so klar kommen und mich ständig ändern wollen.

  9. #69
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.442

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Im Moment und seit eine Weile bin ich auch mit der "liebe" Umfeld beschäftigt und lerne immer noch mich abzugrenzen und zu mich zu stehen. Es geht immer besser, aber ich muss schon manche Menschen klar sagen: "Mich ändern ist Zeitverlust, nimmst du mich wie ich bin und versuch mit meine macken klar zu kommen, kommt es besser".

    Diese Sommer kam mit jemand ziemlich hart auf hart, aber es kommt langsam gut... Ich lasse mich weniger gefallen...

  10. #70
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Also ob ich ich sie tatsächlich akzeptiert habe, wird sich noch zeigen.
    Da ich noch nicht jede Lebenssituation mit Kenntniss meiner Diagnose(n) gelebt habe, versuche ich es mal bin zum jetztigen Zeitpunkt auszudrücken

    Von einer bisher völlig akzeptierten Diagnose kann ich von meiner Person noch nicht sprechen.
    Aber es findet seit kurzer Zeit ein Prozess bei mir statt, zumindestens schonmal in einem Teilbereich meines Lebens.

    Mal gucken, ob es stabil bleibt, hört sich einfach an aber das jetzt vorgestellte und die Diskrepanz einer jene eintretenen Situation wird mich vermutlich verzweifeln lassen, aber dann nicht mehr von so langer Dauer und Intensität.

    Aber ich denke es wird wohl ein Lebenslanger Prozess bleiben, letzten Endes muss ich auch den Weg akzeptieren und nicht nur die Diagnose.



    LG MoC

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