Seite 4 von 12 Erste 123456789 ... Letzte
Zeige Ergebnis 31 bis 40 von 114

Diskutiere im Thema Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #31
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich denke , es ist schwer diese Krankheit/ Beeinträchtigung überhaupt zu akzeptieren.....
    Da man die Krankheit an sich ja nicht los wird, bleibt einem nicht viel übrig als sie als Bestandteil seiner selbst bzw. des eigenen Lebens zu akzeptieren. Sonst kommt man mit sich selbst nie ins Reine. Aber mit den Auswirkungen muss man sich nicht abfinden. Man kann und muss versuchen das Beste draus zu machen. Sich in Behandlung begeben. Sein Recht auf Behandlung durchsetzen. Die eigenen Verhaltensweisen und Strukturen reflektieren und ggf. korrigieren.

    Das Grundproblem ist wie bei allen psych. Erkrankungen, wo beginnt der Krankheitswert
    Kann ich für mich recht einfach beantworten: Krankheitswert hat meiner Meinung nach immer was mit Leidensdruck bzw. Verlust zu tun.

  2. #32
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 617

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Verdacht hatte ich ein Jahr lang, da hat es mich nicht gestört, aber von Diagnose wollte ich über ein halbes nichts mehr hören.

    Nietzsche schreibt:
    Da man die Krankheit an sich ja nicht los wird, bleibt einem nicht viel übrig als sie als Bestandteil seiner selbst bzw. des eigenen Lebens zu akzeptieren. Sonst kommt man mit sich selbst nie ins Reine. Aber mit den Auswirkungen muss man sich nicht abfinden. Man kann und muss versuchen das Beste draus zu machen. Sich in Behandlung begeben. Sein Recht auf Behandlung durchsetzen. Die eigenen Verhaltensweisen und Strukturen reflektieren und ggf. korrigieren. .
    Danach kann man endlich weiterkommen, aber selber hervorbringen...

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich glaube nach wie vor nicht daran, dass es ADHS wirklich gibt. Aber ich muss zugeben, dass die Behandlung darauf verdammt gut anschlägt....

    Aber Spaß beiseite- ich fand die Methoden der Diagnostik teils lächerlich und denke immer noch, dass ADHS eine Zusammenfassung verschiedenster Probleme mit ähnlichen Auswirkungen ist. Was die genaue Pathophysiologie etc. angeht, gibt es schließlich auch noch keine abschließende Einigkeit unter Fachleuten, geschweige denn verbindliche Nachweise für einzelne Hypothesen.
    Ich versuche (!) daher, schlicht zu akzeptieren, dass ich ein Problem habe, das durch gewisse Maßnahmen eingedämmt werden kann, die eben die ADHS-Hypothese(n) als Grundlage haben.

    Für uns Betroffene sollte das wohl reichen- der Rest ist dann Job der Wissenschaft, die sich eben hüten sollte, irgendwelche Arbeitshypothesen, seien sie noch so schlüssig oder erfolgreich, zu Tatsachen zu erklären. Mein Lieblingsbeispiel aus der letzten Zeit ist die Sache mit dem Wirkmechanismus von Antidepressiva- jahrzehntelang hat man die (selektive) Wiederaufnahmehemmung bestimmter Transmitter als deren Hauptwirkung propagiert- nun da der neue Erklärungsansatz (Ceramide) da ist, fällt den Fachleuten auf, dass die Latenzphase bei Behandlungsbeginn ja eigentlich immer schon im Widerspruch zum Erklärungsmodell stand. Und auch wenn das jetzt OT klingt, ist es das für nicht, da ich auf Grundlage dieser und ähnlicher Erfahrungen oft annehme, dass es eigentlich viel besser ist, Dinge fortlaufend anzuzweifeln, anstatt sie zu akzeptieren- vor allem, wenn man sie auch wirklich nicht wissen KANN.

    Die Kunst ist dann aber auch, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten und dennoch- also auch ohne genaue Kenntnis der Zusammenhänge- empirisch Bewährtem zu vertrauen, wenn ein Leidensdruck besteht. Denn, was viele Leute auch häufig vergessen- besonders wenn sie sich z.B. über die zunehmende Häufigkeit bestimmter Diagnosen echauffieren-, eine Diagnose bekommt am Ende nur der, der mit seinem Problem zum Arzt (o.Ä.) geht und das sollte man eben erst tun, wenn alle anderen Möglichkeiten erfolglos ausgeschöpft wurden.

    Vielleicht sollten wir daher eher versuchen, unsere individuellen Schwächen und Probleme und auch die Hilfsmittel, die wir brauchen, wenn wir das alleine nicht mehr bewältigen können, zu akzeptieren, anstatt einer Diagnose.

  4. #34
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Die Diagnose war eine enorme Erleichterung,
    endlich fügten sich diese Puzzleteile
    zusammen ...

    Schwierig finde ich jedoch (immer noch)
    die Akzeptanz bestimmter Symptome
    (direkte ADHS-Symptome und auch
    Schwierigkeiten aufgrund komorbider
    Erkrankungen).

    Die Akzeptanz ist jedoch elementar,
    um wenigstens Kompensationsstrategien
    entwickeln zu können.

    Allgemein geht es z.B. um Schwierigkeiten,
    die mit "Das kann doch nicht sooo schwer
    sein?!" von außen kommentiert werden.
    Oder um Dinge, die bei mir eine
    Reizüberladung oder -unterladung
    verursachen.

    Da gilt es, in Zukunft vorher die
    kritischen Situationen zu vermeiden
    oder mir Hilfe in Bezug auf das,
    was mir schwer fällt, zu suchen.

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich hatte vor ca. einem Jahr eher Sorgen was wäre, wenn mein Verdacht auf ADHS sich nicht bestätigt hätte. So war und ist es eine Erleichterung und eine Erklärung für Vieles. Aktzeptanz begann für mich in dem Moment, als ich es erstmals ernsthaft für mich in Betracht zog, diese Aktzeptanz hält immer noch an, bestätigt und verfestigt sich. Das tut gut.
    Also müsste ich von dem Zeitpunkt der Diagnose gerechnet sagen, es hat ca. minus 2 Jahre gedauert.

  6. #36
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Die Ahnung war jahrzehntelang da. Habe davon aber nichts wissen wollen, von dieser "Modekrankheit".; bis mich eine Fachperson damit konfrontiert hat. Da war der Leidensdruck schon so groß, dass ich mich sofort in die Diagnose gestürzt habe und auch sofort danach mit Medkamenten begonnen habe, die ich vorher niemals genommen hätte. Also auch eine Sekundenakzeptanz in dem Moment.Und keinerlei Zweifel.

    Im Nachhinein komisch, dass ich das solange verdrängt habe. Aber da haben eben die Kompensationsstrategien noch besser funktioniert.

    Seitdem hat sich sehr viel in positive Richtung geändert, aber es war auch ein langer Prozess, sich mit den Vor.und Nachteilen der Symptome auseinanderzusetzen. Hört bestimmt nie wirklich auf.Aber ich sehe rückwirkend viele Fortschritte. Und hab mich auch irgendwie damit arangiert, dass ich wohl nie mehr ganz ohne MPH leben werde,was mir gar nicht gefällt, aber was ich auch nicht ändern kann.

  7. #37
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.692

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    TaTaYou schreibt:
    Also müsste ich von dem Zeitpunkt der Diagnose gerechnet sagen, es hat ca. minus 2 Jahre gedauert.
    ???? OT
    nur so für´s verständnis....
    also meins.
    dein satz klingt so nach ner sumasukschen rechnung....
    doch mein hirn öhm...
    kann diese rechnung nicht umsetzen...
    is wie auf nen stadtplan gucken
    und es einfach nicht kapieren,
    und umsetzen können...
    geh ich die straße
    jetzt
    hoch
    oder
    runter....
    muss die rosenstraße
    jetzt
    rechts
    oder
    links von mir sein...
    um da anzukommen,
    wo ich hin will
    Geändert von Sumasu (22.08.2014 um 08:09 Uhr)

  8. #38
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Bei mir schwankt das "akzeptieren" der Diagnose. Das ist Phasenweise unterschiedlich. Einzelne Aspekte des AD(H)S wie z.B. schnell von einfachen Aufgaben gelangweilt und dann unkonzentriert sein. Finde ich schwer zu akzeptieren. Wen in meienrm Umfeld Mesnchen meien zu wissen was ADHS ist und (nicht wissend das cih ADHS habe) darüber flapsige Kommentare über unruhige Kinder abgeben. Dann fällt es mi schwerer.
    Und dann kommen mir "wissenschaftliche Zweifel" (klingt zu hochtrabend ich weiß gerade aber kein besseres Wort). Die Dinge von Entropie oben finde ich da gerade total wohltuend hilfreich und ich werde drüebr nachdenken.
    Ich lerne immer wieder neu, zu akzeptieren das mit Medikamente helfen eine gleichmäßige Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Aber das sie helfen ist keinerlei beweis für irgendetwas. Dennoch ist es richtig die "krücken" und Hilfsmittel (medikamente, Therapie,..) zu nutzen. Wissenschaft, ärztliche Diagnosen und Medizin haben teilweise nur kurzzeitig wahre Aussagen und wissenschaftliche Erkenntnisse ändern sich.
    ADHS ist , wie viele andere Psychische Störungen, Krankheiten ein Phänomen was ich nur akzeptieren kann wenn ich s gleichzeitig sehe das es Gesellschaftliche Ursachen ,Rahmenbedingungen und persönliche individuelle Eigenschaften die ADHS ausmachen.
    ich meine damit die Geselslchaft "stempelt" bestimmte Menschen ab mit dem Stempel "ADHS" (Der Träumer,Die Hyperaktive , der Zappephliilip, usw ..) die menschentypen gab es shcon länger nur haben wir eine Geselslchaft die wenig Träumt und schnell kreuz und Queer denkenden Menschen es nicht leiht gemacht wird. Gleichzeitig see ich das ich es mir aber ja auch slebt nicht leicht mache, also die Probleme nciht allein Geselslchaftlich sind.
    Um mein ADHS besser zu akzeptieren wünsche ich mir eien bessere Presse über ADHS, die kritisch aber nicht Polemisch und verkürzt über ADHS berichtet. Genauso viel mehr interdisziplinäre Forschung.
    (Ok fast OT)
    Wenn ich dies mehr lesen und hören würde könnte ich mein ADHS besser akzeptieren und würde weniger zwischen. Ich bin krank, bekomme nix hin und ich bin doch so wie immer ein netter Chaot schwanken.

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    Ich habe es sofort akzeptieren können. Es war wie eine Erlösung der jahrelangen Zweifel an mir. Bin gespannt wie der Weg weitergeht.

  10. #40
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt?

    falsch ist:
    Chaot83 schreibt:
    ADHS ist , wie viele andere Psychische Störungen, Krankheiten ein Phänomen was ich nur akzeptieren kann wenn ich s gleichzeitig sehe das es Gesellschaftliche Ursachen ,Rahmenbedingungen und persönliche individuelle Eigenschaften die ADHS ausmachen.
    Siehe
    ADHS gilt heute in der seriösen internationalen wissenschaftlichen Forschung als eine genetisch bedingte Störung der Selbstregulation und Selbstkontrolle.
    [siehe bei Cordula Neuhaus ADHS - Neurobiologie]
    Für mich ist diese Unterscheidung besonders wichtig,
    weil sie mir klar macht, dass weder ich bzw meine Psyche noch mein
    Umfeld die Hauptursache darstellen.

    Eine Anpassung der Rahmenbedingungen hilft auch
    nur bedingt und nicht jedem.

    Ich kenne Menschen, die können beispielsweise
    auf Medis verzichten, wenn sie ihr Umfeld
    entsprechend gestalten können.
    Ich bin jedoch auf MPH angewiesen, um auch
    bei entsprechendem Umfeld überhaupt z.B.
    Entspannung und schöne Natur etc genießen
    zu können.

    In diesem Sinne hat mir unter anderem eine
    psychoedukative Gruppentherapie sehr
    geholfen - begrenzt über 20 Sitzungen gab
    es sozusagen eine Weiterbildung zu Ursachen
    und individuellen Auswirkungen der ADHS,
    so dass genau das, was du angesprochen hast,
    mir sehr hilft, die Symptome zu verstehen,
    zu akzeptieren und für mich richtige Strategien
    zu entwickeln, im Alltag damit fertig zu werden.
    LG, habit

Seite 4 von 12 Erste 123456789 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. wie lange hat es denn bei euch gedauert?
    Von Kleinmelina im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 3.02.2014, 23:43
  2. Wie seid ihr zu eurem Job gekommen und wie lange hat es gedauert?
    Von Goshawk im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.08.2013, 20:56

Stichworte

Thema: Wie lange hat es gedauert bis ihr die Diagnose akzeptiert habt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum