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Diskutiere im Thema wird sich denn was ändern? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    wird sich denn was ändern?

    Wenn ich irgendwann die Diagnose erhalten sollte, was wird/kann sich denn danach ändern?
    Werde ich dann (durch Medikamente, durch richtige Therapie) besser mit meinen Mitmenschen zurecht kommen/sie mich besser verstehen/ ich sie besser verstehen?
    Werde ich dann besser partnerschaftliche Beziehungen pflegen können?
    Werde ich dann besser meinen Beruf ausüben können?
    Werde ich besser meinen Alltag im Griff haben?
    Werde ich dann auch mal was zuende bringen?
    Ich mit mir selber zufriedener sein?
    Nicht mehr alles nur schwarz oder weiß sehen sondern auch mal einen normalen Mittelweg finden?

    Oder weiß ich dann einfach nur, ich bin genauso wie mein Sohn, aber sonst bleibt alles gleich?

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: wird sich denn was ändern?

    Nun, all diese Fragen können wir Dir freilich nicht beantworten. Ich kann Dir aber von mir berichten.

    sanatee schreibt:
    Wenn ich irgendwann die Diagnose erhalten sollte, was wird/kann sich denn danach ändern?
    Mein Leben hat sich radikal geändert. Zumindest habe ich mein Bücherregal eingeräumt Guckst Du: https://adhs-chaoten.net/tagebuecher...tml#post506027


    sanatee schreibt:
    Werde ich dann (durch Medikamente, durch richtige Therapie) besser mit meinen Mitmenschen zurecht kommen/sie mich besser verstehen/ ich sie besser verstehen?
    Ich komme mit den Mitmenschen deswegen zurecht, weil ich erst mal alle alten Freunde, Bekannte und auch Verwandte aus meinem Leben verbannt habe. Die Meisten taten mir nicht gut, weil sie nur eine Rolle mochten, nicht mich selbst. Nun baue ich neue Beziehungen auf. Ob sich meine Teamfähigkeit im Job, wegen deren Nichtvorhandensein ich mehrmals gekündigt worden bin, gebessert hat, vermag ich noch nicht zu sagen, denn ich bin immer noch arbeitslos. Ich bin, da ich ADS habe, kritischer geworden und sage nicht mehr zu allem Ja. daher gelte ich nun als aggressiv(er), weil ich jetzt die Wahrheit sage. Mein Sozialverhalten ist anders geworden, nicht mehr geduckt, und das finde ich sehr gut.


    sanatee schreibt:
    Werde ich dann besser partnerschaftliche Beziehungen pflegen können?
    Ich fahre seit der Diagnose/Medikation besser, weil ich keine Beziehung habe. Aber ich denke, in meiner nächsten Beziehung werde ich auch ehrlicher sein, denn die Letzten (das waren immerhin an die 15 Beziehungen) sind aufgrund von Verlogenheit kaputt gegangen.

    sanatee schreibt:
    Werde ich dann besser meinen Beruf ausüben können?
    Bestimmt. Die Teamfähigkeit wird sich verbessern, da Du kein Mitläufer mehr sein wirst. Du wirst Deine Dissozialität, also das sich Fernhalten von den Anderen, besser im Griff haben. Außerdem wirst du ggf. den Hyperfokus auf bestimmte Aufgaben lassen und breitgefächert, also effektiver, arbeiten können.

    sanatee schreibt:
    Werde ich besser meinen Alltag im Griff haben?
    Also ich habe meine Wohnung aufgeräumt.

    sanatee schreibt:
    Werde ich dann auch mal was zuende bringen?
    Du wirst strukturierter leben und somit erst gar keine Tätigkeiten beginnen, die Du nicht zu ende bringen wirst.

    sanatee schreibt:
    Ich mit mir selber zufriedener sein?
    Ich fühle mich so richtig gut.

    Probiere es aus. Du wirst Dich verdammt wohl fühlen.
    Geändert von Steintor (17.07.2014 um 15:20 Uhr)

  3. #3
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: wird sich denn was ändern?

    Steintor schreibt:


    Ich fühle mich so richtig gut.

    Probiere es aus. Du wirst Dich verdammt wohl fühlen.
    genau so!

  4. #4
    Stefanus

    Gast

    AW: wird sich denn was ändern?

    Wenn du die Diagnose bekommst, wird sich nicht zu viel verändern. Wenn du die Möglichkeit wahrnimmst, die medizinische Entwicklung von Heute auszunutzen, dann wirst du ein Medikament nehmen dass den Großteil deiner neuronalen Fehlfunktion auf ein Normalniveau bringt und das verändert mehr als du jemals an dir verändern konntest aber eben im positiven Sinne. Ich schreibe es immer und immer und immer wieder, diese Medikament hat mein Leben um 180 Grad gedreht, seit dem ich medikamentös behandelt werde fängt mein richtiges Leben an, denn ich kann mein Potenzial und meine Ziele ausleben

  5. #5
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: wird sich denn was ändern?

    @ sanatee: Wegen deinem Bezug zu AD(H)S als "Angehörige" war ich über einige deiner Beiträge etwas verwirrt. Mir kam erst der Gedanke, du würdest Dinge über einen Angehörigen schreiben.

    Wenn ich das richtig verstehe, dann hast du einen Eigenverdacht auf AD(H)S?

    Wunder kann die Diagnose nicht bewirken, aber mit adäquater Behandlung kann die Arbeit an dir selber Frucht bringen!

    Steintor hat es sehr anschaulich beschrieben!

  6. #6
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    AW: wird sich denn was ändern?

    Patty, mein Sohn hat ADS. Diagnostiziert vor fünf Jahren.
    Ich selber komme mit mir und meiner (Um) Welt nicht zurecht.
    Das ist jetzt alles eskaliert und der Arzt meinte, ich habe Burn out.
    Mag sein, aber ich selber mit mir sehr sicher, daß das grundlegende Problem eben auch bei mir mit ADS zusammenhängt.
    Und das will ich jetzt geklärt haben

  7. #7
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: wird sich denn was ändern?

    nimmt dein Sohn MPH?

  8. #8
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    AW: wird sich denn was ändern?

    Ja. Equasym retard 20 mg

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 248

    AW: wird sich denn was ändern?

    sanatee schreibt:
    Wenn ich irgendwann die Diagnose erhalten sollte, was wird/kann sich denn danach ändern?
    Werde ich dann (durch Medikamente, durch richtige Therapie) besser mit meinen Mitmenschen zurecht kommen/sie mich besser verstehen/ ich sie besser verstehen?
    Werde ich dann besser partnerschaftliche Beziehungen pflegen können?
    Werde ich dann besser meinen Beruf ausüben können?
    Werde ich besser meinen Alltag im Griff haben?
    Werde ich dann auch mal was zuende bringen?
    Ich mit mir selber zufriedener sein?
    Nicht mehr alles nur schwarz oder weiß sehen sondern auch mal einen normalen Mittelweg finden?

    Oder weiß ich dann einfach nur, ich bin genauso wie mein Sohn, aber sonst bleibt alles gleich?
    Hallo sanatee,

    da ich nicht hellsichtig bin (und auch nicht an dergleichen Hokuspokus glaube), kann ich dir keine deiner Fragen beantworten. Alles kann und nichts muss. Eine Diagnose ist noch keine Behandlung und diese noch längst keine Garantie dafür, dass es besser wird.

    Bei mir war (bzw. ist) es so, dass ich zwar weiterhin schwer am Kämpfen bin mit mir und meiner ausgeprägten und über Jahrzehnte eingeübten Prokrastination, aber ich schone mich mehr (da ich nun ja weiß, weshalb ich mich so schwer tue), werte mich also weniger ab als früher und gerate darum nicht mehr so leicht in den Teufelskreis der Ich-Destruktion. Das MPH hilft mir zumindest unterstützend, aber von selbst geht nichts und ein anderer Mensch bin ich (zum Glück!) dadurch auch nicht geworden.

    Ein Ratschlag von mir zum Schluss: Du scheinst (wie ich selbst und wohl die meisten Betroffenen) unglaublich beladen auf die Diagnose zuzusteuern, entsprechend hoch ist - das zeigen deine vielen Fragen - der Erwartungsdruck. Das macht es wohl so schwer, in solch einer Krisensituation ein über lange Jahre gewachsenes Problem in den Griff zu bekommen: Man erdrückt sich schon wieder, bevor das Problem überhaupt mal an die Oberfläche gelangen konnte. Aber gerade hier gilt es, nach und nach Ventile für diesen Dampfdruckkessel anzulegen, damit er nicht in schöner Regelmäßigkeit explodiert.

    Der Clou ist: Diese Ventile müssen aus dem Nichts (creatio ex nihilo) kommen, man muss sie sich einfach gönnen. Stichwort: Selbstwertgefühl.

    Viel Erfolg!

    Holdi

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.054

    AW: wird sich denn was ändern?

    Auf: "wird sich denn was ändern?" kann ich ein ganz klares "vielleicht" antworten.

    Schwarz-Weiß sehen willst du ja nicht mehr

    Es wird wahrscheinlich nicht von selbst (bzw durch die Medikamente) alles plötzlich super.
    Aber du bekommst eine Chance, dein Leben neu zu ordnen, weil du dich selbst vielleicht besser verstehen kannst und deine Schwächen und Stärken erkennst.

    Du kannst ja schon mal einige der Ratschläge aus dem Forum befolgen. Wenn du ADS hast, funktionieren und helfen die auch ohne amtliche Diagnose.

    Viel Erfolg!

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