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Diskutiere im Thema AD(H)S-Test - Was wird abgefragt? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 68

    AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    Hallo zusammen,

    ich habe hier kein Thema gefunden, wo meine Frage, die ich habe, schon gestellt wurde,
    oder ich habe es überlesen. Ich bitte um Entschuldigung, falls es diese Frage schon gibt.

    Meine Frage lautet:
    Was wird bei so einem Test, ob man AD(H)S hat oder nicht, alles abgefragt?
    Ich habe meinen Termin zwar erst Ende September, aber ich habe jetzt schon angst davor,
    dass ich was falsch machen oder sagen könnte.

    Ich möchte mich so gut es geht vorbereiten,
    um dann vielleicht mal nicht meinen "Text" zu vergessen.


    Irgendwo hier hatte ich gelesen, dass auch Freunde dazu befragt werden.
    Ich habe leider keine Freunde, die befragt werden könnten.
    Zu befragende Personen wären eigentlich nur mein Mann und meine Eltern.



    Bekommen diese dann so eine Art Fragebogen oder müssen die dann auch in die Praxis kommen?
    Meine Mutter zB hat nie Zeit. Sie sagt immer, müssen wir mal gucken
    und dann wird’s meistens doch nichts.


    Also eigentlich möchte ich nur wissen,
    ob ich zu dem Gespräch irgendwas bestimmtes mitbringen muss?
    Papiere vielleicht? Jemand schrieb was von Grundschulzeugnissen?

    Und was das für Fragen sind?

    Kann mir da bitte jemand weiterhelfen?


    Liebe Grüße,
    chaos-maus

  2. #2
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    ich hatte einen ellenlangen Fragebogen, fast alles multiple choice - also keine sorge. diesen bekam ich aber VOR dem Termin, damit ich ihn ausgefüllt zum Termin mitbringen kann.

    so, beim Termin unterhielt ich mich mit meiner Ärztin locker entspannt darüber, wie das bei mir im allgemeinen und im Alltag läuft.

    dann musste ich bis zum nächsten Termin einige körperlichen Untersuchungen machen und die Befunde mitbringen und zudem eine "fremdeinschätzung" meiner Eltern. die mussten das nur "verfassen", also ein bisschen darüber schreiben, wie sie mich erleben (auch in der Kindheit) - ich gab ihnen dafür eine Kopie vom Fragebogen (allerdings ohne meine antworten darauf), damit sie sich in etwa orientieren können, worauf ihr text abzielen soll.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    Hallo chaos-maus,

    ich musste zum Erstgespräch meine Grundschulzeugnisse mitbringen. Das wurde mir aber schon im Voraus gesagt. Außerdem habe ich zusammen mit meinem Mann aufgeschrieben, welche Beschwerden ich so habe, da ich sonst 90% vergessen hätte, was ich dem Doc sagen wollte.

    Bei dem Erstgespräch bekam ich dann eine ganze Menge an Fragebögen, die ich vor Ort ausfüllen musste. Habe aber genügen Zeit dafür bekommen.

    Als nächsten Schritt habe ich dann einen Termin für diverse Konzentrationstests bekommen und nach ca. 4 Wochen einen Termin für die Schlussbesprechung. Da erhielt ich dann die Diagnose.

    Ich war auch bei jedem einzelnen Termin furchtbar aufgeregt und hatte Angst - es war aber alles überhaupt nicht schlimm.

    LG
    manrique

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    war bei mir auch so...Fragebogen zuhause ausfüllen,mein Mann wurde befragt,meine Eltern durften was ausfüllen,viele Gesprächstermine und am Ende dann das Abschlussgespräch mit der Diagnose (wobei sie mir dann sagte,dass sie sich schon nach den ersten 2 Gesprächen und vor dem Auswerten der Fragebogen sowas von sicher war).

    Du kannst ganz ganz beruhigt sein,brauchst auch nicht nervös oder ängstlich sein...

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    Hallo chaos-maus


    chaos-maus schreibt:
    Ich möchte mich so gut es geht vorbereiten,
    um dann vielleicht mal nicht meinen "Text" zu vergessen.
    So sehr ich Dein Anliegen und auch die dahinterliegende Angst nur allzu gut verstehen kann, so solltest Du aber auch bedenken, dass jegliche Vorbereitung auf die Fragen, die Test's etc. auch den Test verfälschen können.
    Eigentlich ist es am Besten, vollkommen unbedarft und unvorbereitet da ran zu gehen.

    Wobei das betonte "eigentlich" nicht ohne Grund in dem Satz steht .

    Der Test ist ja keine Prüfung, das ist ganz wichtig zu wissen und zu verstehen.
    Man kann ihn nicht "bestehen" oder "durchfallen".
    Gerade ADS'ler aber haben nicht selten diesen Drang alles möglichst richtig machen zu wollen, das liegt an der ganzen ADS-Geschichte an sich ... insofern ist dieser Wunsch also mehr als verständlich.
    Ebenfalls können ADS'ler mit diesen in der Zukunft liegenden Ungewissheiten so gar nicht gut umgehen, was Du ja auch sehr schön beschreibst, denn was da kommt, macht Dir Angst.
    Das ist übrigens schon mal ein ziemliches ADS-Signal, ganz nebenbei bemerkt .

    Aber:
    Je weniger man vorbereitet ist, desto intuitiver und unverfälschter sind die Antworten.
    Wenn man eine Frage schon im Vorhinhein kennt, dann kann es passieren, dass man im ersten Moment erst mal nicht erkennt, dass das auf einen zutrifft, dann aber immer mehr und mehr darüber nachdenkt und immer genauer hinschaut, bis man natürlich irgendwann dann auch überzeugt davon ist, dass es eben doch zutrifft .... Man nennt das Kognitionsfilter oder auf Deutsch: Wahrnehmungsfilter.
    Das gibt es in allen Lebensbereichen und ist nichts ungewöhnliches, aber es kann Ergebnisse verfälschen und das wäre ja auch nicht in Deinem Sinne.

    Nun zum "eigentlich".
    Das Dumme bei ADS-Betroffenen ist ja nun mal, dass sie zerstreut und vergesslich sind, kein Zeitgefühl haben und ihre Erinnerungen nur bruchstückhaft vorhanden sind.
    Während bei anderen Menschen die Erinnerungen sortierter sind, ich stelle mir das immer vor wie ein Aktenschrank, in dem viele beschriftete Aktenordner stehen, in denen alle Inhalte sauber in Kapitel abgeheftet sind und in denen es gute Inhaltsverzeichnisse gibt, ist es bei uns anders.
    Wenn man den Schrank aufmacht, dann steht man vor einem Riesenhaufen losen Papieres und dann fängt die große Suche an ....

    Klar, das will und muss man sich auf sowas vorbereiten, denn man will ja auch korrekte und brauchbare Antworten liefern.
    Andererseits aber sind die Diagnostiker genau das ja gewohnt und erwarten das regelrecht.
    Die wissen ja üblicherweise, bzw. idealerweise um die ADS und deren Symptome, so dass sie das schon auch hinterfragen und sortieren können und wissen, wie sie die Antworten werten und weiter verfahren sollen.

    Da gibt es so viele "Für" und "Wieder" ....

    Ich persönlich würde Dir raten, Dich nicht mehr auf all das vorzubereiten, als nötig.
    Üblicherweise bekommt man vorher schon einige Informationen, z.B. was man an Unterlagen wie Schulzeugnisse etc. mitbringen soll und was sonst noch so nötig ist.
    Oftmals werden einem schon im Vorfeld einige Fragebögen zu gesandt, die man vorher ausfüllt.


    Ansonsten versuche einfach, das Alles gelassen auf Dich zukommen zu lassen.
    Da wird nichts Schlimmes passieren .

    Es gibt aber auch im Internet Kurztests, sog. "Screenings" und auch längere Tests, die entweder den Standardfragebögen gleich oder sehr ähnlich sind.
    So kann man in etwa auch sehen, was da auf einen zukommt.
    Aber wie gesagt, ... ob das am Ende wirklich hilfreich ist ...

    Und wunder Dich nicht, wenn auch Fragen im Fragebogen auftauchen oder gestellt werden, die so gar nicht auf Dich zutreffen.
    Das ist wichtig, denn es wird immer auch eine sog. Differentialdiagnostik mit eingeflochten, was bedeutet, dass man auch Symptome für andere Erkrankungen hinterfragt, um sie ausschließen zu können.
    Da viele andere Erkrankungen, wie z.B. Traumafolgestörungen, Depressionen, Schilddrüsenunterfunktion und noch so einige mehr in ihren Symptomen der ADS sehr, teilweise sogar täuschend ähnlich sind/ sein können, ist diese Differentialdiagnostik ganz ganz wichtig.

    Du wirst merken, was auf Dich zutrifft und was nicht und die Diagnostiker dort sollten genug Erfahrung haben, um sich auch anhand dessen, was sie sehen, ihr Bild machen zu können.

    Auf jeden Fall aber brauchst Du keine Angst davor zu haben, ganz ganz bestimmt nicht .


    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  6. #6
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    maofatale schreibt:
    ich hatte einen ellenlangen Fragebogen, fast alles multiple choice - also keine sorge. diesen bekam ich aber VOR dem Termin, damit ich ihn ausgefüllt zum Termin mitbringen kann.

    so, beim Termin unterhielt ich mich mit meiner Ärztin locker entspannt darüber, wie das bei mir im allgemeinen und im Alltag läuft.

    dann musste ich bis zum nächsten Termin einige körperlichen Untersuchungen machen und die Befunde mitbringen und zudem eine "fremdeinschätzung" meiner Eltern. die mussten das nur "verfassen", also ein bisschen darüber schreiben, wie sie mich erleben (auch in der Kindheit) - ich gab ihnen dafür eine Kopie vom Fragebogen (allerdings ohne meine antworten darauf), damit sie sich in etwa orientieren können, worauf ihr text abzielen soll.

    möchte noch dazu sagen, dass ich auch betroffene "Mutter" bin und da dann der verdacht, ebenfalls betroffen zu sein, schonmal weitaus stärker ist. ich musste keinen fest machen und keine Zeugnisse mitbringen.

  7. #7
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    Fliegerlein schreibt:
    Aber:
    Je weniger man vorbereitet ist, desto intuitiver und unverfälschter sind die Antworten.
    Wenn man eine Frage schon im Vorhinhein kennt, dann kann es passieren, dass man im ersten Moment erst mal nicht erkennt, dass das auf einen zutrifft, dann aber immer mehr und mehr darüber nachdenkt und immer genauer hinschaut, bis man natürlich irgendwann dann auch überzeugt davon ist, dass es eben doch zutrifft .... Man nennt das Kognitionsfilter oder auf Deutsch: Wahrnehmungsfilter.
    Das gibt es in allen Lebensbereichen und ist nichts ungewöhnliches, aber es kann Ergebnisse verfälschen und das wäre ja auch nicht in Deinem Sinne.

    Nun zum "eigentlich".
    Das Dumme bei ADS-Betroffenen ist ja nun mal, dass sie zerstreut und vergesslich sind, kein Zeitgefühl haben und ihre Erinnerungen nur bruchstückhaft vorhanden sind.
    Während bei anderen Menschen die Erinnerungen sortierter sind, ich stelle mir das immer vor wie ein Aktenschrank, in dem viele beschriftete Aktenordner stehen, in denen alle Inhalte sauber in Kapitel abgeheftet sind und in denen es gute Inhaltsverzeichnisse gibt, ist es bei uns anders.
    Wenn man den Schrank aufmacht, dann steht man vor einem Riesenhaufen losen Papieres und dann fängt die große Suche an ....

    Klar, das will und muss man sich auf sowas vorbereiten, denn man will ja auch korrekte und brauchbare Antworten liefern.
    Andererseits aber sind die Diagnostiker genau das ja gewohnt und erwarten das regelrecht.
    Die wissen ja üblicherweise, bzw. idealerweise um die ADS und deren Symptome, so dass sie das schon auch hinterfragen und sortieren können und wissen, wie sie die Antworten werten und weiter verfahren sollen.

    also zu dieser vorbereitungssache möchte ich ganz individuell was sagen:

    ich persönlich KANN mich gar nicht vorbereiten. ich denk mir zwar immer wieder "wäre besser" - aber im Endeffekt schaffe ich es entweder nicht mich vorzubereiten oder wenn ich mich vorbereite, komme ich dann noch mehr durcheinander (vielleicht weil ich dann dauernd Panik hab, etwas von der Vorbereitung zu vergessen?).

    ich für mich habe schon vor langem festgestellt: am besten klappts ohne Vorbereitung

    also so gut wie alles! (außer lernen für Prüfungen)


    nach dem Prinzip: wird schon schiefgehen!

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 68

    AW: AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    Ich danke euch allen,
    das hilft mir schon sehr

    Also im Großen und Ganzen:
    Augen zu und durch,
    wenn ich das richtig so verstehe

    Ich versuch auch immer,
    nicht an den noch weit in der ferne liegenden Termin zu denken,
    allerdings habe ich dann wiederum angst,
    den Termin zu vergessen :/

    Wie maofatale schrieb: wird schon schiefgehen.

    Vielen lieben Dank für eure Antworten


    Liebe Grüße,
    chaos-maus

  9. #9
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    AW: AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    Hallo

    ich lese immer wieder, das das Umfeld befragt wird.
    Ich wurde mit acht Jahren in eine andere Familie gegeben. Die Probleme dann, wurden darauf bezogen. Alles, was ich nicht gebacken bekomme, mein nicht vorhandenes Selbstbewußtsein, das wird eben auf die Adoption geschoben.
    Es gibt also keine Eltern, die man fragen kann.
    Ebenso fehlt mir der Lebenspartner oder Freunde, denen ich so sehr vertraue, das ich sie da mit einbeziehen mag.
    Geht das nicht auch anders?

    Liebe Grüße

  10. #10
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: AD(H)S-Test - Was wird abgefragt?

    sanatee schreibt:
    Hallo

    ich lese immer wieder, das das Umfeld befragt wird.
    Ich wurde mit acht Jahren in eine andere Familie gegeben. Die Probleme dann, wurden darauf bezogen. Alles, was ich nicht gebacken bekomme, mein nicht vorhandenes Selbstbewußtsein, das wird eben auf die Adoption geschoben.
    Es gibt also keine Eltern, die man fragen kann.
    Ebenso fehlt mir der Lebenspartner oder Freunde, denen ich so sehr vertraue, das ich sie da mit einbeziehen mag.
    Geht das nicht auch anders?

    Liebe Grüße
    ich kann mir in so einem fall vorstellen, dass es dann auch ohne fremdeinschätzung geht.

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