Stefanus schreibt:
Das Ding ist halt einfach: Wir haben schon immer mit einem niedrigen Dopaminkonzentration gelebt und für uns war/ist das normal. Normal nach dem Großteil der Bevölkerung ist aber eben nicht dieser Pegel sondern ein weitaus höherer, den wo wir (bei richtiger Dosierung) durch MPH erhalten. Welcome to reality
Hallo Stefanus,

bist du dir sicher, dass das "Ding" wirklich so einfach ist mit dem MPH?

Ich kenne zwar auch das mit der Stimmungsaufhellung und dem gesteigerten Antrieb (am Anfang habe ich z.B. einen regelrechten Redeschwall auf jeden losgelassen, der mir zu nahe kam), aber diese Wirkung habe ich nur als Randerscheinung nach Dosiserhöhungen (resp. bei Überdosierungen oder an der Grenze dahin) erlebt und im längsten Fall hielt das mal in dieser Ausprägung eine gute Woche an, danach waren nur noch die Nebenwirkungen spürbar.

Hinzu kommt/kam, dass diese Antriebssteigerung auch schnell vom positiven in den negativen Modus umschalten kann, hierzu reichen bei mir einige ungute Gedanken oder ein entsprechendes alltägliches Ereignis und schon sehe ich mich mit einem gesteigerten Pessimismus konfrontiert, der alles andere als angenehm ist. Vom bekannten Rebound fange ich gar nicht erst an.

Zwar verwende ich weiterhin (aber in stark reduzierter Dosis) MPH regelmäßig, aber nur so, dass ich keine eindeutigen (also physisch oder psychisch unmittelbar wahrnehmbaren) Effekte mehr habe. Ich merke die Einnahme nur noch daran, dass ich am Schreibtisch eher und länger als sonst sitzen bleibe und die Widerstände, die ich für gewöhnlich gegen langweilige Tätigkeiten (Studium theoretischer Texte zum Beispiel) entwickle, deutlich geringer sind.

Es wäre schon möglich, dass das nurmehr ein Placebo-Effekt bei mir ist, aber so herum ist es mir allemal lieber.

Holdi