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Diskutiere im Thema Wer hat recht? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: Wer hat recht?

    Hallo Fipps
    Fipps schreibt:
    - Dieses permanente auf der Suche sein. Nie fühlt es sich so an, als würde man "ankommen". Meine Metapher hier: Sobald ich mühsam eine Stufe des Lebens erklommen habe offenbaren sich direkt zwei neue.

    sorry, weil ich nur diesen einen Punkt herausgreife: Da denke ich, dass es 99% aller Menschen so geht.
    Am Anfang noch, Ich brauch ne Ausbildung. Ok, Ausbildung geschafft dann: Ich brauch nen Job, Job geschafft, dann, Ich brauch nen Haus, eine Familie, etc ... Und dann? wenn man es hat ist man immer auf der Suche nach was neuem. Nach mehr

    Bei ADHS-lern ist das vielleicht noch extremer. Das man sich schneller ein neues Hobby aussucht und dann schnell merkt, nein, das ist es nicht und sich etwas anderem zuwendet, und so geht das ewig weiter.

    Oder kennt ihr irgendeinen, gesunden Menschen, der behaupten kann, "Ja, jetzt bin ich angekommen." und in 5 Jahren immernoch sagt, "Ja, ich bin immernoch angekommen."

    Ich denke schon dass das geht, nur eben selbst bei gesunden selten ist.

  2. #22
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Wer hat recht?

    gisbert schreibt:
    Hallo Fipps



    sorry, weil ich nur diesen einen Punkt herausgreife: Da denke ich, dass es 99% aller Menschen so geht.
    Am Anfang noch, Ich brauch ne Ausbildung. Ok, Ausbildung geschafft dann: Ich brauch nen Job, Job geschafft, dann, Ich brauch nen Haus, eine Familie, etc ... Und dann? wenn man es hat ist man immer auf der Suche nach was neuem. Nach mehr

    Bei ADHS-lern ist das vielleicht noch extremer. Das man sich schneller ein neues Hobby aussucht und dann schnell merkt, nein, das ist es nicht und sich etwas anderem zuwendet, und so geht das ewig weiter.

    Oder kennt ihr irgendeinen, gesunden Menschen, der behaupten kann, "Ja, jetzt bin ich angekommen." und in 5 Jahren immernoch sagt, "Ja, ich bin immernoch angekommen."

    Ich denke schon dass das geht, nur eben selbst bei gesunden selten ist.
    Klar gibt es viele Menschen vom Typ Karrieregeil die nach Schema F ihren aufgestellten Lebensplan mit immer mehr Anforderungen realisieren wollen. Dennoch bin ich der Meinung, dass es bei ADSlern etwas anderes ist. Ich kann nur für mich sprechen, aber dieser kleine Text beschreibt sehr gut wie es mir so geht:

    AD(H)S-ler sind extrem und sie sind auf der ständigen Suche nach mehr. Das prädisponiert sie zur Sucht. Sie suchen das permanente Glück, das vollkommene Leben und sie sind ständig auf der Flucht vor Langeweile und innerer Leere. So haben sie nicht gelernt, die Widrigkeiten des Lebens auszuhalten und sie haben unrealistische Erwartungen an das Leben. Auch sind sie Getriebene und Suchende und wissen doch oft so gar nicht, was sie suchen. Eigentlich ist es Harmonie, Erfüllung, Zufriedenheit, aber ihr unstetes Wesen treibt sie immer wieder an, wie der Jäger der nach einer erfolgreichen Jagd nur kurzfristig zufrieden sein kann, weil er weiß, dass er wieder Hunger bekommen wird und er erneut die Jagd aufnehmen muss. Es ist wie ein permanentes Jagdfieber, einerseits Reiz und Spannung, aber auch Elend zugleich weil die Normalität und der Alltag oft so schlecht gelebt und ausgehalten werden kann. Und was für einen AD(H)S-er am schlimmsten ist, ist Langeweile und Alltag, weil er sich hier nicht gefordert und stimuliert fühlt. Er braucht immer einen starken Reiz oder Spannung, um sich wach und aufmerksam zu fühlen, sonst wird er eben leicht dösig, gelangweilt und kann für nichts mehr Begeisterung und Konzentration aufbringen.
    Hinzu kommt häufig ihre kindliche Unreife. Sie wollen jetzt sofort und immer alles und können nur so schwer Bedürfnisse aufschieben. Und wenn sie nicht bekommen was sie wollen, dann sind sie schnell so frustriert, dass sie meinen, dass die Welt untergeht. Das immer mehr, die ständige Suche nach dem ultimativen Kick lässt sie auch zu Abenteurern und Extremsportlern werden, weil sie für sich selbst immer wieder neue Rekorde aufstellen müssen, nur dann sind sie zufrieden.
    Quelle: ADHS-Deutschland - ADHS und Sucht

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: Wer hat recht?

    Danke Fipps, ja der Text passt

  4. #24
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Wer hat recht?

    @ Fipps Also ich hab Concerta abgesetzt, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen hatte. Obwohl bei mir jetzt so direkt vielleicht keine aufgetreten sind. Eigentlich bin ich jemand der jedes Medikament gut verträgt.

    Also dein zitierter Satz trifft so 1000% auf mich zu. Genau diese unrealistischen Erwartungen habe ich an mich selbst und an das Leben. Es soll alles Perfekt sein, aber ich habe das Gefühl ich bin davon Meilenweit entfernt. Ewiges Streben nach einem Leben, was es eigentlich so gar nicht gibt.
    Der Alltag ist auch der Horror für mich 8 Stunden Büroarbeit, es ist nicht das Büro an sich, sondern eben diese ständige Eintönigkeit. Ich denke so oft drüber nach, was ich eigentlich will, aber ich finde es nicht. (schon wieder sind wir an dem Punkt der Suche)
    Und alles was ich jetzt haben möchte und nicht unmittelbar zu realisieren ist, macht mich fertig. Diese Frustration ist furchtbar, also versuche ich immer einen Weg zu finden, das Ganze doch irgendwie ganz schnell hinzubekommen !

  5. #25
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Wer hat recht?

    Moju schreibt:
    @ Fipps Also ich hab Concerta abgesetzt, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen hatte. Obwohl bei mir jetzt so direkt vielleicht keine aufgetreten sind. Eigentlich bin ich jemand der jedes Medikament gut verträgt.

    Also dein zitierter Satz trifft so 1000% auf mich zu. Genau diese unrealistischen Erwartungen habe ich an mich selbst und an das Leben. Es soll alles Perfekt sein, aber ich habe das Gefühl ich bin davon Meilenweit entfernt. Ewiges Streben nach einem Leben, was es eigentlich so gar nicht gibt.
    Der Alltag ist auch der Horror für mich 8 Stunden Büroarbeit, es ist nicht das Büro an sich, sondern eben diese ständige Eintönigkeit. Ich denke so oft drüber nach, was ich eigentlich will, aber ich finde es nicht. (schon wieder sind wir an dem Punkt der Suche)
    Und alles was ich jetzt haben möchte und nicht unmittelbar zu realisieren ist, macht mich fertig. Diese Frustration ist furchtbar, also versuche ich immer einen Weg zu finden, das Ganze doch irgendwie ganz schnell hinzubekommen !
    Na dann heiße ich dich mal vorsichtig und ohne Gewähr Willkommen im Club der Chaoten.
    Mit so einer gewissen Sicherheit kannste ja jetzt doch recht entspannt an eine erneute Diagnose gehen.

    Also die MPH Nebenwirkungen im Allgemeinen sind ziemlich einfach verkraftbar und geben sich auch recht schnell wieder. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Solange man keine Mega-Überdosis nimmt sollte man nicht Gefahr laufen, dass man plötzlich aus den Latschen kippt oder anfängt wirres (also noch wirreres) Zeug zu reden.



    Edit Alex: Nachfolgende acht Bioträge abgetrennt + neues Thema erstellt (keine Vorstellung):

    https://adhs-chaoten.net/treffpunkt-...edikation.html
    Geändert von Alex (22.09.2014 um 22:31 Uhr) Grund: s. Edit

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