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Diskutiere im Thema Stufen von AD(H)S ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 58

    Stufen von AD(H)S ?

    Hallo Zusammen

    Gelegentlich liest man hier von leichter, mittelschwerer oder schwerer ADHS... Gibt es wirklich Stufen? Ich meine nein. Man hat oder hat nicht. Die Menge der Medis hängt mit dem Gewicht zusammen und der Konstellation der Verträglichkeit. Vielleicht ist das Empfinden noch differenziert, wenn das ADHS noch mit einer Depression oder sonstigen Krankheit/Sucht kombiniert ist. Je nach Kombination könnte man das Gefühl von leicht bis schwer empfinden...

    Das Umfeld und die eigene Situation (soziales Umfeld) kann auch noch zu unterschiedlicher Wahrnehmung beitragen. Sicher gibt es weitere Faktoren welche das Empfinden beeinflussen.

    Wie seht Ihr das liebe Chaoten?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    Hallo merlin68,

    dadurch dass die Symptomatik unterschiedlich ausfallen kann denke ich dass Einstufungen automatisch vorgenommen werden.

    Es gibt ADHS´ler die kommen gut ohne Medikamente aus und einfach die Therapie ausreicht.

    Ich bin z.B. sehr impulsiv, reagiere sofort in sekundenschnelle und bin nicht zu bremsen was natürlich Folgen nach sich ziehen kann.
    (Impulsivität kann ich mir vorstellen wird bei einer Frau dann als "stark ADHS" eingestuft und wenn ein Mann weniger impulsiv ist als "schwach"?)

    Das ist scheinbar nicht bei allen ADHS´lern so wie ich hier schon gelesen habe.

    Die Stufen denke ich hängen wie schon geschrieben mit den Symptomen zusammen und wie man selbst gelernt hat damit umzugehen oder ob die Medikamente helfen.

    Hab mir da auch schon sehr viel Gedanken gemacht und denke wenn man seine Berufung gefunden hat und zum Beruf gemacht hat ist das kein Problem, doch wie viele
    quälen sich im Beruf und gehen dann gefrustet und energielos in den Feierabend.

    So, das war etwas von meiner Sichtweise

    Grüßle
    Geändert von EwiSu ( 9.04.2014 um 08:44 Uhr) Grund: Erklärung verbessert

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    Ich denke schon, das es unterschiedliche Schweregrade gibt. Das das nichts mit der mg Höhe der Medikation zu tun hat, denke ich auch, und das subjektive Empfinden was du beschreibst, ist sicherlich auch da, es gibt aber eben auch Ärzte und Ambulanzen, die eine Menge an Betroffenen gesehen hat, und dann eigentlich recht objektiv beurteilen kann, wie stark die Ausprägung ist. Die Summe der einzelnen Einschränkungen und die jeweilige Schwere derer macht die Ausprägung aus, ich glaube das die Komorbiditäten da nicht mit reinzählen.

    Konzentrationsfähigkeit z.B. kann man recht objektiv messen/beobachten. Oder Hyperaktivität...... wer ca 1h ruhig sitzen kann ist weniger stark ausgeprägt betroffen, als jemand der es mit Mühe und Not auf 15 min bringt und dabei schon 2 Finger wundgepult hat. Usw...

  4. #4
    Celestis

    Gast

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    Hallo Chaoten

    Soviel wie ich weiss , gibt es den Hyper und den Hypo aktiven ADHSler.
    Frag mich nicht was der Unterschied ist ADHS und Kombination

    mit anderen Krankheiten , wie z.b. Depression , ist schon sehr häftig.

    Kenne es aus eigener Erfahrung. Inklusive Stationäre Behandlung.


    @creatice:
    Oder Hyperaktivität...... wer ca 1h ruhig sitzen kann ist weniger stark ausgeprägt betroffen,
    als jemand der es mit Mühe und Not auf 15 min bringt und dabei schon 2 Finger wundgepult hat.

    Ja das kenne ich irgendwo her. Bei mir ist das Beindibbeln echt extrem.

    Ich z.b. kann keine 20 Sec. ruhig sitzten. Geht einfach nicht , egel

    ob ich medis einnehme oder nicht. Konzentration geht bei mir , ist

    aber auch davon abhängig , ob ich Medikinet einehme oder nicht.

    Cel

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    Ich habe kürzlich den Vortrag eines Neurologie-Professors gehört.

    Er zeigte Bilder, wie Gehirne arbeiten, beim sogenannten "normalen" Gehirn ist bei einer bestimmten
    Aufgabe eine Stelle mit Aktivität zu sehen, sozusagen die "Autopilot-Stellung", beim ADHS-Gehirn
    funkelte es dagegen an mehreren Stellen. Da für die Abläufe im Gehirn enorm viel Energie
    verbraucht wird, ist das Leben des ADHS-betroffenen Menschen einfach anstrengender.

    Schade, dass der gute Professor keine Handouts hatte, ich kann mir so was einfach nicht mehr
    merken und konnte mir auch keine gescheiten Notizen anfertigen.

    Auch weiß ich gar nicht, wie heute eine Diagnostik genau aussieht. Ich habe damals einen
    Fragebogen mit ca. 250 Fragen ausgefüllt, Ergebnis ADHS mittlerer Ausprägung, aber viele
    Ressourcen. Als die Ressourcen aufgebraucht waren und andere Erkrankungen ausgeschlossen,
    habe ich mit Methylphenidat angefangen. Aber das ist jetzt einige Jahre her.

  6. #6
    aficionado

    Gast

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    merlin68 schreibt:
    Hallo Zusammen

    Gelegentlich liest man hier von leichter, mittelschwerer oder schwerer ADHS... Gibt es wirklich Stufen? Ich meine nein. Man hat oder hat nicht. Die Menge der Medis hängt mit dem Gewicht zusammen und der Konstellation der Verträglichkeit. Vielleicht ist das Empfinden noch differenziert, wenn das ADHS noch mit einer Depression oder sonstigen Krankheit/Sucht kombiniert ist. Je nach Kombination könnte man das Gefühl von leicht bis schwer empfinden...

    Das Umfeld und die eigene Situation (soziales Umfeld) kann auch noch zu unterschiedlicher Wahrnehmung beitragen. Sicher gibt es weitere Faktoren welche das Empfinden beeinflussen.

    Wie seht Ihr das liebe Chaoten?
    Ja, es gibt Stufen, wenn man annimmt das ADHS eine Störung ist, die (u.a.) mit der Menge an Dopamin im Gehirn zu tun hat. Das Problem ist: Die übliche Diagnostik kann den Schweregrad nicht feststellen: nur den Schweregrad der Symptome. Und der Schweregrad der Symptome hat sehr viel mit der Sozialisierung zu tun, spiegelt also nicht unbedingt den Schweregrad der Störung an sich wider. Man kann also z.B. nicht sagen, dass nur Menschen mit schwachem ADHS ohne Medis klarkommen.

    Symptome = die Ausprägung der Störung + Bewältigungsstrategien

    Seitdem ich viele Apps benutze um mich zu organisieren, habe ich weniger Symptome. Ich würde nicht sagen, das bedeutet, dass mein ADHS sich verbessert hat
    Geändert von aficionado ( 9.04.2014 um 14:27 Uhr)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    Bei mir war es so, dass meine Ärztin dann schon nachgefragt hat, ob das Verhalten, dass bei mir weniger Probleme auslöst, nicht vielleicht schon eine Kompensation zu dem ursprünglichen Verhalten/Problem darstellt (Bsp: mehrmals rückversichern, dass der Schlüssel wirklich in der Hand/Tasche ist, bevor die Wohnungstür/Haustür geschlossen wird), denn auch ADHSler lernen aus Fehlern und entwickeln dann Strategien, die ihnen den Umgang mit sich selbst oder anderen verbessern.

    @Gretchen: Fragebögen und Fragebögen sind scheinbar immer noch das Medium zur Diagnostik bei ADHS. Und natürlich das persönliche Gespräch mit dem Diagnostiker.
    Schade, dass der Prof keine Handouts vorbereitet hat...
    Geändert von Katifant ( 9.04.2014 um 15:11 Uhr) Grund: hab noch mehr zu sagen

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    Gute Diagnostiker berücksichtigen auch in der Anamnese die Sozialisation, um den Schweregrad besser zu ermitteln. Nicht jedes Symptom ist mit guter und selbst bester Sozialisation zu verbessern. Es gibt ja auch die rein neurologischen Symptome, die können gar nicht beeinflusst werden.

    Natürlich orientiert der Schweregrad sich ausschliesslich an den Symptomen, denn eine eindeutige Zuweisung des erkrankten Mechanismus ist ja noch nicht gefunden. Fast alle psychischen Störungen orientieren sich an den Symptomen. Daher ist es schon auch ein Schweregrad der Störung.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    Ich merke jeden Tag dass meine ADHS-Medikamente je nach meiner Gemütslage anders wirken :

    Bin ich sehr besorgt oder mitgenommen geht der Schuss sogar dank Medis ab und an ordentlich nach hinten los. Dann wird auch schon mal aus Angst eine bodenlose Panik und aus einer negativen

    Grundstimmung ein Katastrophe.

    Das Problem ist halt dass ich manchmal wach genug werde um erst so richig zu kapieren wie schecht mein Leben lief und in welchem Loch ich stehe. Das haut mich dann ziemlich um; ist einfach zu viel.



    Die Psyche spielt also definitiv eine sehr entscheidende Rolle wie du dein ADHS wahrnimmst und wie die Medikamente wirken. Bei klarem Verstand zu sein kann manchmal nämlich schmerzhafter sein als

    in irgendwelchen vernebelten Sphären zu denken.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    cajo81 schreibt:

    Die Psyche spielt also definitiv eine sehr entscheidende Rolle wie du dein ADHS wahrnimmst und wie die Medikamente wirken. Bei klarem Verstand zu sein kann manchmal nämlich schmerzhafter sein als

    in irgendwelchen vernebelten Sphären zu denken.

    Da hast du Recht, und deswegen werden ja auch Komorbiditäten mit diagnostiziert und berücksichtigt. Und genau deswegen sind Fremdanamnesebögen, persönl. Interviews u.A. auch wichtig. Weil eben die Selbsteinschätzung oft verzerrt ist. Aber was hat jetzt die Selbsteinschätzung mit dem objektiven Schweregrad zu tun?

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