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Diskutiere im Thema Stufen von AD(H)S ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    Gelegentlich liest man hier von leichter, mittelschwerer oder schwerer ADHS... Gibt es wirklich Stufen?
    Ich habe es so verstanden, dass sich der Schweregrad an den Auswirkungen der Symptomatik auf die Lebensführung bemisst.

    "Leichtgradig" bedeutet, dass typische Symptome zwar vorhanden sind, die Lebensführung aber dennoch gelingt.

    "Mittelgradig" bedeutet, dass typische Symptome vorhanden sind und der Betroffene infolgedessen in seiner Lebensführung weit unter seinen Möglichkeiten bleibt.

    "Schwergradig" bedeutet, dass typische Symptome vorhanden sind und zu dauerhaftem Misserfolg und existenziellem Verlust in der Lebensführung führen. Insbesondere wenn die Symptomatik mit einer schwerwiegenden Störung des Sozialverhaltens einhergeht.

    Ich persönlich denke, dass der Schweregrad aber auch den subjektiven Leidensdruck des einzelnen Betroffenen berücksichtigen sollte. Immerhin wäre es denkbar, dass ein Betroffener unter enormer Anstrengung eine halbwegs "normale" Lebensführung hinkriegt, dabei aber langsam ausbrennt und deswegen extrem unter seiner Symptomatik leidet. Dann kann man durchaus trotzdem von einer "schwergradigen" Ausprägung sprechen.

    Die Menge der Medis hängt mit dem Gewicht zusammen
    Die benötigte Dosis eines Medikamentes hängt nicht mit dem Schweregrad der Erkrankung zusammen, sondern ist individuell ganz verschieden. Lediglich bei der Frage, ob die Erkrankung überhaupt medikamentös behandelt werden muss, orientiert sich der Psychiater am Schweregrad. Eine "leichtgradige" ADHS wird der Psychiater immer zuerst versuchen verhaltenstherapeutisch bzw. milieutherapeutisch zu behandeln.

    Übrigens hab ich auch schon oft gelesen, dass besonders bei Erwachsenen die Dosis eines Medikamentes nicht gewichtsadaptiert gefunden werden kann, sondern wie oben erwähnt individuell sehr verschieden ist. Diesbezüglich hab ich mich aber noch nicht detailiert belesen.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Stufen von AD(H)S ?

    Ich denke wie Nietzsche auch, dass der Schweregrad daran bemessen wird, wie eingeschränkt das eigene Leben durch diese Symptome ist.

    Die Symptome selbst sind ja nicht wirklich die Störung, da so einige Fälle bekannt sind, die keine Diagnose bekommen haben, weil sie nicht genug unter den ADHS-Symptomen gelitten haben. Und wenn man seinen Alltag gut meistert, dann ist man ja anpassungsfähig genug, sodass man gar nicht so von der Norm abweicht und damit ja auch per Definition keine Rede von einer psychischen Störung sein kann.

    Damit bin ich allerdings auch der Meinung, dass das subjektive Leidensempfinden sehr wohl eine Rolle spielt, denn auch wenn ich mit Mühe und Not meinen Alltag hinbekomme, nutzt es mir nicht, wenn ich an Depressionen erkranke oder sogar einen Herzinfarkt bekomme. In diese Kategorie würde ich mich dann selbst auch einordnen.

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