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Diskutiere im Thema Erfahrungsberichte mit einer medikamentösen Behandlung von ADHS im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    Erfahrungsberichte mit einer medikamentösen Behandlung von ADHS

    Ich mochte hier einen Beitrag eröffnen, in dem es darum geht wie einem die Medikamentöse Behandlung von ADHS geholfen hat. Schön wäre es wenn möglichst viele Berichte anderen, die sich nicht trauen eine Behandlung zu beginnen, helfen würden sich wenigstens untersuchen zu lassen, wenn sie den Verdacht haben, dass ADHS auf sie zutrifft.
    ADHS kann behandelt werden und das Leben ist mit Behandlung wesentlich lebenswerter.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Erfahrungsberichte mit einer medikamentösen Behandlung von ADHS

    Meine ADHS wurde erst mit etwa 40 Jahren erkannt. Ich hatte vorher sehr darunter gelitten und wusste nicht warum ich leide. Ich möchte an dieser Stelle nicht erläutern wie das Umfeld mich gesehen und behandelt hat.
    Durch die Behandlung hat sich mein Leben gewaltig verbessert. Sicherlich ist noch nicht alles ideal. Aber das Kind hat einen Namen „ADHS“. Und ich weiß, dass ich nicht der Faulenzer, Trottel, Taugenichts usw. bin wie mich mein Umfeld betrachtet hat. In meinem Inneren wollte ich ja immer ein fleißiger, Zuverlässiger Mensch sein. Das Dumme war nur, dass ich es einfach nicht konnte.
    Jetzt weiß ich an was es liegt und kann mich selbst änderst sehen.
    Durch die medikamentöse Behandlung bin ich Leistungsfähiger, mache weniger Fehler, mein Umfeld nimmt mich positiver dar als früher. Das alles hilft auch dem Selbstwertgefühl nach vorne.
    Auch ich brauchte und brauche immer noch Geduld bei der Behandlung.
    Heute geht es mir in allen Bereichen viel besser und ich möchte nicht zurück in die Zeit ohne Behandlung.
    Vielleicht gehen die Narben der seelischen Verletzungen nie ganz weg. Aber es ist schon eine schöne Kruste darüber wachsen.
    Nein Hauptmedikament ist Mentylfenidath. Zur Zeit versuche ich unter Absprache mit meinem Arzt auf Strattera umzustellen, da mein Blutdruck etwas hoch ist.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Erfahrungsberichte mit einer medikamentösen Behandlung von ADHS

    Guten Morgen AndreasADHS,

    ich bin auch sehr froh dass das was mich mein Leben lang begleitet hat jetzt einen Namen "ADHS" hat.

    Ich bin jetzt 47 und die Diagnose habe ich vor ca. 3 Wochen erhalten.

    Seit dieser Zeit nehme ich auch Medikinet 4x 10mg und habe schon das Gefühl dass ich mit allem besser umgehen kann.

    Momentan habe ich eine nicht so gute Phase, aber wer sagt dass die Tabletten dann nicht wirken? Ich möchte nicht wissen wie ich in der jetzigen Lage "ticken" würde wenn ich keine Medikamente
    nehmen würde bei meiner Impulsivität.

    Nächste Woche habe ich meinen ersten Termin bei einem Therapeuten und freue mich sehr darauf.

    Da ich schon oft bei einem Therapeuten war und keiner mir richtig helfen konnte bin ich jetzt guter Dinge weil ich eben benennen kann
    was denn therapiert werden sollte und nicht einfach drauf los therapiert wird und schnell mal Diagnose "Depression" gestellt wird damit was in der Akte steht.

    LG

  4. #4
    Celestis

    Gast

    AW: Erfahrungsberichte mit einer medikamentösen Behandlung von ADHS

    Hallo Andreas

    Ich kann nur sagen , dass Medikinet oder Ritalin (ist beides das selbe nur anderer Name)

    eine sehr gute Hilfe ist für AD(H)Sler. Wenn ich die Medikamente absetzten müsste ,

    ist das Resultat ein übler Rebound Effekt. Also bei mir hilft es auf jedem fall.

    Da würden viele Andere mir zustimmen. Ich bekomme Medikinet Aldult 20mg. am

    Tag. Das Zappeln geht zwar bei mir nicht weg , aber die Konzentration steig Was

    gut ist für mich , vorallem auf der Arbeit , wo ich mir einiges merken muss.

    Cel

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Erfahrungsberichte mit einer medikamentösen Behandlung von ADHS

    Danke für deinen Beitrag! Du hast erst vor 3 Wochen die Diagnose bekommen und schon erste Erfolge! Das ist schön.
    Bis Du richtig eingestellt bist, dauert es noch Monate, vielleicht länger.
    Hab Geduld! Und vor allen halte durch !
    Geändert von AndreasADHS ( 9.04.2014 um 15:03 Uhr)

  6. #6
    Stefanus

    Gast

    AW: Erfahrungsberichte mit einer medikamentösen Behandlung von ADHS

    Wenn du freigeschaltet bist, dann schau einfach mal in mein Tagebuch rein, da ist alles von Anfang an mit Diagnose/Therapie dabei. So kurz in Worte zu fassen ist das immer schwer und ich versuch es trotzdem jedes mal aufs Neue

    Seit ich die Möglichkeit habe MPH zu nehmen, kann ich die ganze Persönlichkeitsentwicklung die ich ca. 10 Jahre zuvor begonnen habe, zum ersten mal in meinem Leben umsetzen. Es gab nichts in meinem Leben was mir annähernd so viel gebracht hat wie dieses Medikament, anders formuliert wäre es einfach falsch. Ich hab die Möglichkeit eröffnet bekommen wie ein "normaler" Mensch zu leben und dafür bin ich sowas von dankbar und bin jeden Tag bereit mir heftigst den Arsch aufzureißen um meine alten Gedankenmuster/Verhaltensweisen um zu konditionieren, denn es funktioniert auf einmal

    Ein paar Beispiele die sich seit 1,5 Jahren Einnahme verändert haben: (Vorher -->Nachher)

    Konnte noch nie in einer eigenen Wohnung leben, war immer alles zu chaotisch, bin jedes Wochenende nach Hause gefahren --> Hab jetzt ne eigene Wohnung die total aufgeräumt ist, nach Hause will ich gar nicht mehr bzw. nur noch zu besonderen Anlässen.

    Soziale Phobie --> nahezu vollständig dekonditioniert

    Stresspickel und ständiges angespannt sein --> Gesicht fast wie ein Baby, kaum noch das Gefühl mal Stress zu haben

    Keine Energie, möglichst schnell zurück zur Isolation --> Ich suche immer mehr den Kontakt zu anderen Menschen und kann auch mal 12h am Tag einfach nur durchweg unterwegs sein ohne dabei unter Stress zu stehen

    Kein Nebenjob --> Arbeite jetzt als Fitnesstrainer in einem kleinen Studio

    Alles wird aufgeschoben, mache ich später --> Alltägliche Dinge packe ich jetzt sofort an und schiebe nur noch auf wenn es auch einen wirklichen Grund gibt

    Das waren jetzt so ein paar Dinge die mir grad in den Kopf gekommen sind, aber da sind noch so viele Sachen mehr...



    Grüße

    Stefanus

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Erfahrungsberichte mit einer medikamentösen Behandlung von ADHS

    Stefanus schreibt:
    Wenn du freigeschaltet bist, dann schau einfach mal in mein Tagebuch rein, da ist alles von Anfang an mit Diagnose/Therapie dabei. So kurz in Worte zu fassen ist das immer schwer und ich versuch es trotzdem jedes mal aufs Neue

    Seit ich die Möglichkeit habe MPH zu nehmen, kann ich die ganze Persönlichkeitsentwicklung die ich ca. 10 Jahre zuvor begonnen habe, zum ersten mal in meinem Leben umsetzen. Es gab nichts in meinem Leben was mir annähernd so viel gebracht hat wie dieses Medikament, anders formuliert wäre es einfach falsch. Ich hab die Möglichkeit eröffnet bekommen wie ein "normaler" Mensch zu leben und dafür bin ich sowas von dankbar und bin jeden Tag bereit mir heftigst den Arsch aufzureißen um meine alten Gedankenmuster/Verhaltensweisen um zu konditionieren, denn es funktioniert auf einmal

    Ein paar Beispiele die sich seit 1,5 Jahren Einnahme verändert haben: (Vorher -->Nachher)

    Konnte noch nie in einer eigenen Wohnung leben, war immer alles zu chaotisch, bin jedes Wochenende nach Hause gefahren --> Hab jetzt ne eigene Wohnung die total aufgeräumt ist, nach Hause will ich gar nicht mehr bzw. nur noch zu besonderen Anlässen.

    Soziale Phobie --> nahezu vollständig dekonditioniert

    Stresspickel und ständiges angespannt sein --> Gesicht fast wie ein Baby, kaum noch das Gefühl mal Stress zu haben

    Keine Energie, möglichst schnell zurück zur Isolation --> Ich suche immer mehr den Kontakt zu anderen Menschen und kann auch mal 12h am Tag einfach nur durchweg unterwegs sein ohne dabei unter Stress zu stehen

    Kein Nebenjob --> Arbeite jetzt als Fitnesstrainer in einem kleinen Studio

    Alles wird aufgeschoben, mache ich später --> Alltägliche Dinge packe ich jetzt sofort an und schiebe nur noch auf wenn es auch einen wirklichen Grund gibt

    Das waren jetzt so ein paar Dinge die mir grad in den Kopf gekommen sind, aber da sind noch so viele Sachen mehr...



    Grüße

    Stefanus
    Danke für Deinen Bericht! Mir ging es so ähnlich. Und eigentlich ist es bei jedem mit dem ich Gesprochen habe und der sich behandeln lassen hat so gelaufen. Vorausgesetzt er hatte ADHS. Ich habe auch nit einigen gesprochen, die meinten es habe nicht geklappt. Wenn mann jedoch etwas genauer nachfrägt haben Sie meist die Medikamente nur unregelmäßig genommen oder haben weniger genommen wie sie sollten. Ich meine, wenn ich den Fallschirm nicht anlege, brauche ich mich nicht wundern, wenn er nicht hilft.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Erfahrungsberichte mit einer medikamentösen Behandlung von ADHS

    Stefanus schreibt:
    Wenn du freigeschaltet bist, dann schau einfach mal in mein Tagebuch rein, da ist alles von Anfang an mit Diagnose/Therapie dabei. So kurz in Worte zu fassen ist das immer schwer und ich versuch es trotzdem jedes mal aufs Neue

    Seit ich die Möglichkeit habe MPH zu nehmen, kann ich die ganze Persönlichkeitsentwicklung die ich ca. 10 Jahre zuvor begonnen habe, zum ersten mal in meinem Leben umsetzen. Es gab nichts in meinem Leben was mir annähernd so viel gebracht hat wie dieses Medikament, anders formuliert wäre es einfach falsch. Ich hab die Möglichkeit eröffnet bekommen wie ein "normaler" Mensch zu leben und dafür bin ich sowas von dankbar und bin jeden Tag bereit mir heftigst den Arsch aufzureißen um meine alten Gedankenmuster/Verhaltensweisen um zu konditionieren, denn es funktioniert auf einmal

    Ein paar Beispiele die sich seit 1,5 Jahren Einnahme verändert haben: (Vorher -->Nachher)

    Konnte noch nie in einer eigenen Wohnung leben, war immer alles zu chaotisch, bin jedes Wochenende nach Hause gefahren --> Hab jetzt ne eigene Wohnung die total aufgeräumt ist, nach Hause will ich gar nicht mehr bzw. nur noch zu besonderen Anlässen.

    Soziale Phobie --> nahezu vollständig dekonditioniert

    Stresspickel und ständiges angespannt sein --> Gesicht fast wie ein Baby, kaum noch das Gefühl mal Stress zu haben

    Keine Energie, möglichst schnell zurück zur Isolation --> Ich suche immer mehr den Kontakt zu anderen Menschen und kann auch mal 12h am Tag einfach nur durchweg unterwegs sein ohne dabei unter Stress zu stehen

    Kein Nebenjob --> Arbeite jetzt als Fitnesstrainer in einem kleinen Studio

    Alles wird aufgeschoben, mache ich später --> Alltägliche Dinge packe ich jetzt sofort an und schiebe nur noch auf wenn es auch einen wirklichen Grund gibt

    Das waren jetzt so ein paar Dinge die mir grad in den Kopf gekommen sind, aber da sind noch so viele Sachen mehr...



    Grüße

    Stefanus
    wirklich interessant dass das alles os zusammenhängt...

    hat die therapie für die soziale phobie vorher auch schon angeschlagen oder erst richtig durch die medis?

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