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Diskutiere im Thema Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
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Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    Entscheidend ist eher sowas wie ein "roter Faden" . Ich gehe immer vom hier und jetzt aus und schaue, ob es typische Exekutivfunktionsstörungen im Gespräch bzw. auch in den Schilderungen von Alltagsproblemen gibt. Etwas, was JETZT typisch für ADHS spricht und über reinen Konzentrationsmangel hinausgeht.

    Dann geht es um die Frage, ob weitere Famillienangehörige ADHS haben. Wenn da die Familienanamnese "leer" in Hinblick auf ADHS, Sucht, Depressionen ist, werde ich misstrauischer.

    Dann geht es zurück in die Kindheit. Bei den "hyperaktiven" ADHSlern ist es ein Kinderspiel, da man ja meist Ortsgespräch ist und bleibt.
    Bei den "stillen" Varianten wird es dann schwieriger. Hier bitte ich dann schon mal beim Kinderarzt nachzufragen, ob er sich
    - Regulationsstörungen bzw. Entwicklungsbesonderheiten notiert hat
    - es zu Ergotherapie, Sprachförderung oder sonstiger "Förderungen" kam (einschliesslich Nachhilfe)
    - Berichte von Kindergärtnerinnen bzw. Grundschule (Klassenkameradinnen, Lehrerinnen)
    - Schilderungen der Eltern.
    - typische Merkmale von "sluggish cognitive tempo" = Verlangsamter Denk-- und Handlungsstil ODER starke Reizoffenheit, Ablenkbarkeit etc

    Natürlich kann es sein, dass sich da "nichts" findet und dennoch ADHS vorliegt, weil man mit hoher Intelligenz bzw .Anpassungsfähigkeit PLUS Unterstützung der Eltern die Defizite lange Zeit ausgleichen konnte. Dann fordere ich persönlich aber zumindest eine positive Familienanamnese und aktuelle Beeinträchtigungen, die für mich SEHR typisch sein müssen.

    Zeugnisnoten sind für mich völlig uninteressant. Wohl eher starke Schwankungen der Noten in einem Fach bzw. bei verschiedenen Lehrern.

    Es gibt ja zahlreiche andere Ursachen für mangelnde Aufmerksamkeit. Gerade bei Jungs mit dem hypoaktiven Subtyp denke ich da an defizitäre soziale Entwicklung, Einfluss von Cannabis auf die Hirnentwicklung, Auswirkungen von Computerspielsucht bzw. Schlafstörungen etc.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    wow, vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Wenn ich ADS habe, finde ich, habe ich es bisher meist gut kompensieren können. Die Lehrer, die ich hatte, haben meist sehr viel von mir gehalten und selbst wenn ich mal nicht so gut war, haben die das irgendwie gedreht. Zum Beispiel hatte ich in einer Klausur eine 6 und ich habe durch meine angeblich gute mündliche Mitarbeit eine 3 auf dem Zeugnis bekommen. Als ich in der Deutschklausur länger brauchte, durfte ich die große Pause durchschreiben und ihm die fertige Klausur zum Lehrerzimmer bringen. Also ich hatte durchaus Lehrer, die es sehr gut mit mir meinten.

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    Solche Anekdoten helfen sehr. Man muss ja nicht nur erfragen, was "gestört" ist, sondern auch wie man dennoch irgendwie durch das Leben gekommen ist.
    Ein erfahrener ADHS-Diagnostiker wird sich da gut drauf einlassen können und es für typisch finden. Es gibt aber auch Therapeuten, die sich dann mit den Fragebögen (HASE bzw. IDA-Set) schwer tun, weil da grenzwertige Ergebnisse raus kommen. Das sind dann für mich grenzwertige Therapeuten im ADHS-Bereich...

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    Danke für deinen Beitrag web4health, war wirklich sehr hilfreich!

    Ich vermute bei mir den primär unaufmerksamen Subtyp bzw. Sluggish Cognitive Syndrome und eine nichtsprachliche Lernstörung, und habe demnächst auch Diagnosetermine, zu denen ich die Grundschulzeugnisse vorweisen muss.

    Allerdings sind weder die benoteten, noch die in Textform besonders aussagekräftig. Meine Noten waren normal durchschnittlich. (damit aber unter meinen Fähigkeiten)
    Und die schriftliche Einschätzung stimmt einfach überhaupt nicht mit meinen Erinnerungen bzw. den meiner Freunde und Eltern überein, denn die war viel zu.. positivierend, was ja bei Zeugnissen durchaus üblich ist.

    Ich wurde als ruhiger Schüler, der sich gut integriert hat, bezeichnet, der sich aber viel zu wenig beteiligt und im Sportunterricht eher demotiviert ist und für Kritik sehr empfindlich.

    Dass mir von der Lehrerin die Hausaufgaben eingeschrieben werden mussten, weil ich sie sonst vergessen/gar nicht mitbekommen hätte, dass ich den Tag größteinteils träumend und aus dem Fenster guckend verbrachte, ich kein Durchhaltevermögen bei Denkarbeiten hatte und lieber in meinen Heften rumschmierte,
    dass ich eine lange Reihe an vergessenen Dingen vorweisen konnte, Stifte, Kleber, Tuschkasten, Schere, einschließlich meines Schulranzens,
    dass ich motorisch massiv unterentwickelt war und Probleme mit der Schrift (spiegelverkehrtes Schreiben), sowie starke Defizite in Mathe hatte waren nie ein Wort wert.

    Ich weiß auch noch, ich sollte mal zum Klavierunterricht, aber habe es keine 10 Minuten am Stück auf dem Schemel ausgehalten, weil da so lustige Spielfiguren im Raum standen, die mich vollkommen abgelenkt haben...

    Gelegentlich verkehrte sich meine Stille auch in emotionale Ausbrüche, Wutanfälle, ich war allgemein schnell zu reizen und ungeduldig..

    @web4health, könnte ein Diagnostizierender mit solchen Sachen etwas anfangen?

    Allgemein zieht es sich vom Kindergarten bis zur Oberstufe, dass meine Defizite nur dank der "Hilfe" von Erziehern und Lehrern und meiner eigenen Kompensationsmöglichkeiten ohne gravierend negative Folgen blieben, die möglicherweise eine Behandlung erzwungen hätten. Es waren eben die 90er/frühen 00er.

    Die Folgen dieser "guten Absicht" waren für mich Computersucht, später Suchtverhalten im Hinblick auf Alkohol und Cannabis, Entwickeln einer sozialen Phobie und, dass ich beinahe die Schule geschmissen hätte.

    Erst meine Nachhilfelehrer in der 11. Klasse stellten einen Verdacht auf ADHS auf.


    Geschweige denn, dass meine Eltern, Lehrer oder meine Kinderärzte auch nur den Hauch einer Sache unternommen hätten. Für die war Ergotherapie was für Behinderte, und Psychotherapie oder auch nur die Konsultation eines Psychiaters determinierte einen als geisteskrank und psychische Störungen sind doch eh eingebildet und ADHS nur eine Ausrede für Faulheit. Obwohl meine Mutter schon seit Kindestagen selbst an Depressionen und sozialer Phobie Jaja, die schöne DDR-Leistungserziehung.

    Naja. Was solls. Am Ende wird alles gut..

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    Das ist ja durchaus typisch für ADHS

    Mir persönlich geht es halt wirklich um die sog. Exekutivfunktionen bzw. Kriterien wie
    - Entwicklungsverzögerungen bzw. Regulationsstörungen im Kindesalter
    - Nicht altersgemässe Vernetzung bzw. Entwicklung von Hirnfunktionen
    - Aufmerksamkeitsfokussierung
    - Umgang mit Langeweile
    - Sensitivität für Kritik bzw. Zurückweisung
    - Emotionskontrolle (sog. hot executive functions)
    - Prioritätensetzung
    - Umgang mit Zeit
    - Selbstaktivierung
    - Durchführen und Durchhalten von Aktivitäten
    - Mappenführung / Organisation
    - Arbeitsspeicher bzw. Zugriff auf das Arbeitsgedächtnis

    Wichtig ist, dass man an andere Dinge wie z.B. die mangelhafte Entwicklung des eigenen Gehirns bei Kiffern bzw. Dauerzockern von Online-Spielen denkt. Also auch mal in andere Grenzgebiete von Ursachen einen Blick wirft.

    Ich empfehle aber eben gerade die Anekdoten bzw. Einzelschilderungen beim Therapeuten vorzubringen. Die sagen einfach mehr aus als die Zeugnisse. Wenn man als Spitznamen nun Wirbelwind oder Traumsuse oder sowas hat, wird das ja nicht von ungefähr kommen.

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 250

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    @web4health, für deine Supererklärung, ich konnte mich an die Grundschulzeit nicht viel erinnern,
    aber dafür umso mehr an die Hauptschulzeit.
    Im Erstgespräch wurde mir gesagt, sie haben doch gute Noten, dass schließt nicht auf AD(H)S, bei den
    anderen merke ich sofort, wenn diese Adhs haben, die sprangen im Grundschulalter auf Tischen rum,
    Ich erklärte ihr, dass ich wegen Hypo ads da war. In einer psychologischen Untersuchung stand rin, sie arbeitete eine sTunde
    lang konzentriert nach ihrem Können mit- sinngemäß. Ich wurde dort auf noch auf Schwachsinn getestet, so hießt es damals noch,
    die Regelschule konnte zuerst mir nichts anfangwen, Sonderschullehrer, auf der Sonderschule bin ich falsch, bekam aber dort in der grundschule
    Förderunterreicht obwohl die Integration nicht bekannt war. Ich kann mich an Weinausbrüche erinnern, wegen Kleinigkeiten und verlgen der STifte,
    ich dachte es hätte mir jemand anders den sTift weggenommen.
    Auf eine Aufgabe sich konzentriert beschäftigen ging anscheinend
    noch, aber kam zuerst in die Vorschule, aufgrund meiner Aufmerksamkeitsspanne und Sprachstörunge

    Und die Person im Erstgespräch meinte auch, sie haben doch verstanden was die Lehrer wollten. Ich habe ihr gesagt Ads heißt nicht gleich dumm.
    Dazu kam noch motorisches Ungeschick, keine flüssigen bewegungsbläufe. Ich war verlangsamt in der Auffassung und der ausführung, und traute mich
    selten mich zu melden. Zu viel Angst was falsches zu sagen, die Angst verstärkte sich in HS.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    Hallo zusammen

    Meine Grundschulzeugnisse waren schrecklich. Besonders die Texte dazu.
    Damals war es ja so, dass "schlechtes" oder "unangebrachtes" Verhalten immer als miese Charaktereigenschaft ausgelegt wurde. Da könnt' ich heute noch so manchem Lehrer... ach was solls.
    Letztens habe ich sie nach langer Zeit mal wieder rausgekramt und echt geheult als ich die gelesen habe...

    Also kurz gesagt: Grundschule= Sch****, Weiterführende Schule so olala und in der Hauptschule dann als Klassenbeste abgegangen.
    Realschulabschluss war eher so ein Mittelding.

    Ich kann mich auch nicht an sehr vieles erinnern, außer an das Mobbing in der Grundschule. Das ist mir leider sehr lebendig in Erinnerung geblieben.
    Das ich fast keine Freundinnen hatte aber immer schon sehr gerne kreativ gewesen bin. Das meine Grundstimmung als kleines Kind eher "positiv" gewesen ist,
    was sich aber während der Grundschulzeit eher ins Gegenteil verkehrt hat.

    Von Fotos und von wenigen Erinnerungen weiß ich, dass ich sehr empfindlich und aufbrausend war und viel geheult habe und oft Wutanfälle hatte.
    Meine dämliche große Schwester hat mich bei Tobsuchtsanfällen immer gerne Fotografiert und mich damit nur noch mehr provoziert.

    Bei meiner Diagnose gab es ja Fragebögen die ich beantworten musste mit Kreuzchen setzen. Dabei waren auch viele Fragen über die Kindheit, die ich aber trotz Gedächtnislücken
    gut beantworten konnte. Im Zweifelsfall hätte ich meine Mutter gefragt.
    Das ist ja das, was die anderen vor mir auch schon empfohlen haben.

    Ein gutes oder schlechtes Zeugnis sagt meiner Meinung nach nicht viel darüber aus, ob jemand ADHS hat oder nicht. Wiegesagt: In der Grundschule wurde ich immer gerade so mit durchgeschliffen ins nächste Schuljahr, und am ende der Hauptschulzeit habe ich gute Leistungen gebracht, weil das Lob der Lehrer und die guten Noten mich dazu motiviert haben gute Klassenarbeiten abzuliefern. Von meinen Eltern habe so gut wie keine Anerkennung für gute Leistungen bekommen.

    LG, Mami

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    Die Noten in der Schule selber sagen nichts aus. Gar nichts. Wichtig erscheint mir dann zu klären, ob Erinnerungslücken eben wirklich mit "Vergessen" oder aber auch mit Dissoziation im Sinne von Trauma zusammenhängen. Viele meiner stationären Patientinnen haben zwar ADHS , aber eben nicht nur. Sie haben durch Mobbing bzw. ungünstige "Erziehung" mit Gewalt bzw. Vernachlässigung (bei ebenfalls betroffenenen ADHS-Eltern) eben ein Syndrom - Mix. Und das macht es nicht gerade leicht zu entscheiden, ob es nun Henne oder Ei (oder beides ist)

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    web4health schreibt:
    Die Noten in der Schule selber sagen nichts aus. Gar nichts. Wichtig erscheint mir dann zu klären, ob Erinnerungslücken eben wirklich mit "Vergessen" oder aber auch mit Dissoziation im Sinne von Trauma zusammenhängen. Viele meiner stationären Patientinnen haben zwar ADHS , aber eben nicht nur. Sie haben durch Mobbing bzw. ungünstige "Erziehung" mit Gewalt bzw. Vernachlässigung (bei ebenfalls betroffenenen ADHS-Eltern) eben ein Syndrom - Mix. Und das macht es nicht gerade leicht zu entscheiden, ob es nun Henne oder Ei (oder beides ist)
    Meine Borderline-Begleitstörung muss ihren Ursprung auch schon in der sehr frühen Kindheit haben. Meine Vermutung ist ein "Schreitrauma", also wo Eltern ihr Baby einfach mal stundenlag brüllen lassen. Denn körperliche Gewalt gab es nicht, dafür aber seelische Vernachlässigung, was Großmutter und Schwester ein wenig auffangen konnten. Aber halt nicht "komplett". Denn viele Borderline-Symptome habe ich schon seit frühester Kindheit, parallel zum ADHS. Daher kann beispielsweise ich konkret jetzt gar nicht sagen was verdrängte Erinnerungen sind, und was unabsichtlich vergessene.

    Das muss jeder natürlich versuchen irgendwie "rauszufiltern", was noch da ist, was nicht. Wichtiges/ unwichtiges dann noch auseinanderhalten. Aber für die letztendliche Diagnose kann auch noch so jeder unscheinbare Hinweis entscheidend sein. Man sollte sich in jedem Fall viel Zeit dafür nehmen.

    LG, Mami

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Keine Erinnerung an die Kindheit, was bedeutet das für die Diagnose?

    web4health schreibt:
    Das ist ja durchaus typisch für ADHS

    Mir persönlich geht es halt wirklich um die sog. Exekutivfunktionen bzw. Kriterien wie
    - Entwicklungsverzögerungen bzw. Regulationsstörungen im Kindesalter
    - Nicht altersgemässe Vernetzung bzw. Entwicklung von Hirnfunktionen
    - Aufmerksamkeitsfokussierung
    - Umgang mit Langeweile
    - Sensitivität für Kritik bzw. Zurückweisung
    - Emotionskontrolle (sog. hot executive functions)
    - Prioritätensetzung
    - Umgang mit Zeit
    - Selbstaktivierung
    - Durchführen und Durchhalten von Aktivitäten
    - Mappenführung / Organisation
    - Arbeitsspeicher bzw. Zugriff auf das Arbeitsgedächtnis
    Mich würde interessieren ob folgende Geschichten, die mir über mich erzählt wurden da rein passen:

    Meine Tante erzählte mir, dass ich beim trinken an der Flasche als Baby ewig lange gebraucht habe und dabei dann auch eingeschlafen bin.
    Meine Oma hat dann irgendwann eine Stricknadel genommen und das Loch im Nuckel vergrößert. Ab da war ich Ratz fatz fertig mit trinken.

    Meine Mutter erzählte mir dass ich schon als Baby "bequem" war. Ich wäre nicht gekrabbelt. Wenn kein Spielzeug in meiner Nähe lag wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen dort hin zu robben. Ich hätte dann eben nicht mit dem Spielzeug gespielt.

    Als ich laufen gelernt hatte war ich recht unsicher und wollte lange Zeit wenigstens einen kleinen Finger zum festhalten.

    Meine Patentante berichtete mir, dass ich beim laufen oft über die eigenen Füße gestolpert bin und deshalb immer irgendwo auf der Stirn eine Beule vom Sturz hatte.


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    Geändert von BElanna (23.06.2014 um 21:40 Uhr)

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