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Diskutiere im Thema Unzufrieden mit der Diagnostik - wichtig oder unwichtig ? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    Unzufrieden mit der Diagnostik - wichtig oder unwichtig ?

    Hallo zusammen,

    wie ich bereits in meinem Vorstellungsthread geschrieben habe, habe ich nun seit vergangenem Montag meine Diagnose auf ADHS und Begleiterkrankungen.

    Ich habe hierbei ein Problem und zitiere mich dazu mal eben selbst:

    F41.0 - Panikstörung
    F40.1 - Soziale Phobie
    F 61 - kombinierte Persöhnlichkeitsstörung
    F 90.0 - EInfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung ( DSM: ADHS im Erwachsenenalter vom Aufmerksamkeitsgestörten Typus 314.00)

    Hierzu wurden bei mit die üblichen Diagnostiken angewandt, wie der WURS-K Test, ADHS-SB und das WRI.

    HIerbei schloß ich den WURS-K Test mit 58 Punkten ab, den ADHS-SB mit 32 Punkten und das WRI hatte eine Gesamtpunktzahl von 40.

    Beim WRI treffen folgende Dinge zu:

    - Aufmerksamkeitsstörungen
    - Temperament
    - Affektive Labillität
    - Desorganisation
    - Impulsivität

    Die emotionale Überreagibilität fällt knapp raus und genau das stört mich auch, da ich nachem ich mit die 3 Items dazu nochmal angesehen habe, der Meinung bin, dass alle 3 bei mir zutreffend sind.
    Eigentlich könnte mir das völlig egal sein, aber es ärgert mich so sehr, dass ich schon Probleme habe zur Ruhe zu kommen. Ich habe es gerne genau und so ein Fehler ist wie ein Jucken an einer schwer erreichbaren Stelle.

    Das Problem bei dem Interview war, dass ich diesen 3 Fragen nicht richtig folgen konnte, das aber währenddessen nicht registriert habe, sondern erst als ich mir die Fragen nochmal aufmerksam durchgelesen habe - da stand die Diagnose allerdings schon fest.
    Dieser Fehler beschäftigt mich im Moment die ganze Zeit und ich kann über kaum etwas anderes nachdenken.
    Ist es wichtig, dass auch die emotionale Überreagibilität festgestellt wird, oder ist es die Hauptsache, dass ich die ADHS Diagnose habe ?

    Ich fühle mich extrem schnell überfordert und bin dann auch eingeschüchtert und ziehe mich zurück. Oftmals reagiere ich auf Überforderung auch mit Agression oder Wutausbrüchen.

    Meine Mutter kann dies ebenfalls bestätigen. Hat sie doch jahrelang genau unter diesem Aspekt bei mir gelitten.
    Für mich, ist das ein eindeutiges Anzeichen auf eine emotionale Überreagibilität, oder verstehe ich da etwas falsch ?

    Ich habe in der Auswertung bei diesem Punkt 4,5 von möglichen 6 Punkten erreicht. Das bedeutet 0,5 Punkte mehr und es wäre die Anzahl der globalen Items über doer gleich 2 erreicht und somit erfüllt.
    Nachdem ich mir die Fragen beim WRI durchgelesen habe, müssten es eigentlich sogar 6 von 6 Punkten sein, da alle 3 Fragen absolut auf mich zutreffen.

    Ich weiß nicht was da schiefgelaufen ist.
    Entweder die Therapeutin hat mir die Fragen mißverständlich erklärt, oder ich habe sie einfach falsch aufgefasst.

    Das passiert mir ab und an, dass ich gesagtes anders interpretiere als gelesenes.

    Ich bin jetzt total verunsichert und habe die Sorge, dass eines meiner Leiden im Bezug auf ADHS nicht anerkannt und dementsprechend bei einer möglichen Therapie auch ignoriert wird.
    Alleine diese Situation überfordert mich jetzt schon wieder total und macht mich extrem sauer.

    lg Teech

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Unzufrieden mit der Diagnostik - wichtig oder unwichtig ?

    Ich sitze gerade blöderweise im Zug und kann daher nicht so gut tippen wje am PC. Deshalb reiche ich dir eine ausführliche Antwort nach. Fühle dich erstmal fest gedrückt! Alles halb so wild!

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Unzufrieden mit der Diagnostik - wichtig oder unwichtig ?

    Danke.
    Ich bin gespannt auf die ausführliche Antwort

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Unzufrieden mit der Diagnostik - wichtig oder unwichtig ?

    Hallo Teech,

    Teech schreibt:
    Dieser Fehler beschäftigt mich im Moment die ganze Zeit und ich kann über kaum etwas anderes nachdenken.
    ...sowas kenne ich viiiieeelll zu gut. Das liegt in meinen Augen an unserer Reizüberflutung und auch daran, dass wir manche Reize einfach völlig überbewerten, ohne es zu wollen. Geht mir grad mit etwas Anderem genau gleich. Eigentlich nicht wert, dass man sich daran tagelang aufhängt. Aber der Schalter zum Ausschalten fehlt....

    Teech schreibt:
    Ist es wichtig, dass auch die emotionale Überreagibilität festgestellt wird, oder ist es die Hauptsache, dass ich die ADHS Diagnose habe ?
    Immerhin hat das Gesamtbild ja offensichtlich zu einer eindeutigen Diagnose geführt. Das ist das entscheidende.


    Teech schreibt:
    Ich fühle mich extrem schnell überfordert und bin dann auch eingeschüchtert und ziehe mich zurück. Oftmals reagiere ich auf Überforderung auch mit Agression oder Wutausbrüchen.

    Meine Mutter kann dies ebenfalls bestätigen. Hat sie doch jahrelang genau unter diesem Aspekt bei mir gelitten.
    Für mich, ist das ein eindeutiges Anzeichen auf eine emotionale Überreagibilität, oder verstehe ich da etwas falsch ?
    ... klingt zumindest mal sehr verdächtig danach.


    Teech schreibt:
    Ich habe in der Auswertung bei diesem Punkt 4,5 von möglichen 6 Punkten erreicht. Das bedeutet 0,5 Punkte mehr und es wäre die Anzahl der globalen Items über doer gleich 2 erreicht und somit erfüllt.
    Nachdem ich mir die Fragen beim WRI durchgelesen habe, müssten es eigentlich sogar 6 von 6 Punkten sein, da alle 3 Fragen absolut auf mich zutreffen.

    Ich weiß nicht was da schiefgelaufen ist.
    Entweder die Therapeutin hat mir die Fragen mißverständlich erklärt, oder ich habe sie einfach falsch aufgefasst.
    Die Diagnose alleine sagt noch nicht viel aus. Das ist wie, wenn du zum Bäcker gehst und ein Brot kaufst. Das sagt noch gar nichts über das Brot aus, nur, dass es eines ist.
    Den WURS-Test vorzulesen provuziert ja genau solche Ergebnisse wie bei dir. Ich habe meinen Bogen selbst ausfüllen müssen.

    Unabhängig davon wissen viele Therapeuten gar nicht genau, was hinter den ganzen Tests genau steckt. Daher spielt das auch keine Rolle. Ein guter Therapeut wird dich nicht anhand von Testergebnissen therapieren. Er wird mit dir schauen, wo deine Schwierigkeiten liegen und was du ändern willst. Dabei sind die detaillierten Testergebnisse zweitrangig.

    Teech schreibt:
    Ich bin jetzt total verunsichert und habe die Sorge, dass eines meiner Leiden im Bezug auf ADHS nicht anerkannt und dementsprechend bei einer möglichen Therapie auch ignoriert wird.
    Alleine diese Situation überfordert mich jetzt schon wieder total und macht mich extrem sauer.
    Das verstehe ich sehr gut. Aber ich hoffe ich konnte dir erklären, warum das aus meiner Sicht nicht notwendig ist. Du hast die Diagnose. Jetzt brauchst du den richtigen Therapeuten und dann kann es los gehen.

    Ich weiß heute schon gar nicht mehr, in welchem Bereich ich wie viele Punkte hatte. Spielt selbst für mich heute keine Rolle mehr obwohl ich die Testergebnisse auch sehr detailliert auseinander genommen habe.

    Liebe Grüße

    Swidi

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Unzufrieden mit der Diagnostik - wichtig oder unwichtig ?

    Danke für die ausführliche Antwort.
    Ich habe mich seit gestern wieder etwas beruhigt. Werde nächste Woche trotzdem mal bei der Therapeutin anrufen die den Test gemacht hat, vielleicht kann sie da noch was korrigieren.
    So pikiert wie sie auf meine Bitte, Kopien von den Test zu bekommen reagiert hat, sehe ich aber eher schwarz.

    Aber ich denke mir, genau wie du und ein Freund von mir mit dem ich vorhin telefoniert habe gesagt haben ist die Diagnose wichtig und weniger die einzelnen Punkte.
    Es steht da F 90.0 - EInfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung ( DSM: ADHS im Erwachsenenalter vom Aufmerksamkeitsgestörten Typus 314.00) und das wird da auch stehen bleiben, egal ob dieser eine Punkt noch zusätzlich kommt oder nicht.

    Abgesehen davon, bin ich ja auch nur 0,5 Punkte unter " erfüllt" bei diesem Punkt.
    Ich denke es ist wie du sagst - ein guter Therapeut macht sich selber ein Bild wo genau die Probleme liegen und therapiert dann danach.

    Nun muss ich nur noch einen guten Thearapeuten finden. Dazu muss ich umziehen, da es bei mir in der Nähe einfach nichts gibt.
    Ich bin schon wieder total überfordert damit. Das türmt sich auf wie ein riesen Berg.

    Habe jetzt damit begonnen mir alles aufzuschreiben und Listen zu machen und die arbeite ich der Reihe nach ab. So geht es einigermaßen.
    Aber zu meinen Umzugsplänen schreibe ich nochmal gesondert etwas - wenn ich das passende Unterforum dafür gefunden habe.

    Edit:

    Bei den Tests hatte ich ja 3 Tests. Den WURS-K, den ADHS-SB und das WRI. Die ersten beiden habe ich selbst ausgefüllt, b.z.w. beim ersteren meine Mutter konsultiert.
    Nur das WRI habe ich nicht selbst ausgefüllt, da hat mir die Theraoeutin die Fragen mündlich gestellt,
    Geändert von Teech (20.03.2014 um 23:52 Uhr)

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