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Diskutiere im Thema Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    Alex schreibt:
    Hmm

    nur mal eine Anmerkung zum Titel dieses Threads und zu den teils hier verwendeten Begriffen:

    Es ist nicht die AD(H)S-Diagnose, die etwas kostet, sondern die AD(H)S-Diagnostik.

    Die Verwendung des Begriffes "Diagnose" in diesem Zusammenhang bedeutet im Sinne des Wortes unmittelbar, dass man sich eine (positive) AD(H)S-Diagnose erkaufen kann.

    Tatsächlich kann aber eine (kostenpflichtige) AD(H)S-Diagnostik auch dazu führen, dass die AD(H)S-Diagnose negativ ausfällt oder lediglich eine Verdachtsdiagnose gestellt werden kann.

    Ich bitte also um Beachtung dieses kleinen, aber überaus bedeutenden Unterschiedes bei der Auswahl der Begriffe.




    LG,
    Alex
    Ja, Du hast ja recht. es tut mir leid, ich hatte mich missverständlich ausgedrückt ... Mir wäre es gar nicht unrecht, wenn sie sagen würde "der Kollege hat sich geirrt, das sind doch Depressionen, nehmen sie wieder Citalopram und es wird wieder besser."

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    Alex schreibt:
    220 Euro Eigenbeteiligung liegt im unteren Bereich.

    Es werden in Berlin auch Summen in Richtung 600 Euro oder teilweise noch mehr verlangt.

    Dazu hat die Diagnostik in der Charité eine sehr gute Qualität (und damit Diagnosesicherheit).

    Die Eigenbeteiligung ist m. E. also mehr als absolut angemessen.

    Sollte ein Arzt die Diagnostik für Kassenpatienten kostenlos anbieten, so ist sie entweder das Papier nicht wert, auf dem sie steht oder es erfolgt eine Abrechnung unter einem anderen Kostenschlüssel (--> Betrug).

    Oder (in seltenen Fällen ist auch das möglich) der Arzt bezahlt aus eigener Tasche drauf und wird das nicht allzu oft machen können, da er sonst irgendwann pleite ist.

    Niedergelassene Psychiater bekommen pro Patient und Quartal weniger als 20 Euro von den gesetzlichen Kassen und müssen davon die gesamte Praxis finanzieren sowie nicht zuletzt auch noch etliches an Steuern abführen.

    Eine ADHS-Diagnostik ist bei Erwachsenen keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen.

    Wenn unter diesen Rahmenbedingungen eine aufwändige und viel-stündige Diagnostik den Patienten nichts kostet, dann ist definitiv irgend etwas erheblich faul.

    Auch nicht alle privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten und falls doch, dann oft auch nur teilweise.

    Ausnahmen bestehen dann, wenn es sich um medizinische Forschungsprojekte handelt (wie z. B. an ADHS-Ambulanzen von Unikliniken).

    Das ist aber bei der Charité meines Wissen inzwischen nicht mehr der Fall, weshalb nun auch seit einiger Zeit die Diagnostik eine Eigenbeteiligung erfordert.



    LG,
    Alex


    Hab´s gefunden!
    Geändert von Alex (14.03.2014 um 22:50 Uhr) Grund: Zitat korrigiert

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    @ creatrice Und was machen dann z. B. ALG II - Empfänger? Oder Menschen mit einem Einkommen auf diesem Niveau?

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    Evtl. eine Einzelfallentscheidung beantragen? K.A., ob das möglich ist. Sonst zu einer AD(H)S-Ambulanz gehen, die es kostenlos anbietet?

  5. #25


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.806
    Blog-Einträge: 40

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    Hallo.

    kannso schreibt:
    Ich bin davon ausgegangen, das die Diagnostik zu einer Diagnose führt .
    Das ist eben genau nicht der Fall.

    Man bezahlt im Falle einer AD(H)S-Diagnostik eben nur für die Diagnostik, also das Verfahren, mit dem geprüft wird, ob die Diagnosekriterien, die zum Stellen einer Diagnose erforderlich sind, erfüllt sind oder eben auch nicht.

    Entsprechend wird dann nach Abschluss der Diagnostik eine Diagnose gestellt, eine Verdachtsdiagnose gestellt oder eben das Vorliegen einer AD(H)S verneint.

    Im letzteren Fall ist dann das Vorliegen einer AD(H)S durch die Diagnostik ausgeschlossen worden.

    Das ist bei allen Diagnostiken (oder auch "Diagnoseverfahren") so, gleich, um welche Art von Erkrankung bzw. Störung es sich dabei handelt.

    Alles andere wäre auch äußerst fatal, denn es ist letztlich niemandem damit geholfen, wenn einem eine Erkrankung bzw. Störung gegen Bezahlung "angedichtet" wird, die tatsächlich gar nicht besteht und man dann nachfolgend entsprechend therapiert oder andere und tatsächlich erforderliche Diagnostiken und Therapien in Richtung anderer Krankheiten/Störungen unterlässt und dem Patienten damit in aller Regel mehr schadet, als ihm zu helfen.

    Die im Rahmen einer fachgerechten Diagnostik erforderlichen einzelnen Punkte hatte ich vor einiger Zeit einmal hier eingestellt (der weiter oben ersuchte Link):

    Was gehört zu einer fachgerechten ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen?



    LG,
    Alex

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    babuschka ich bin z.B. immer noch mit der Kasse in den Verhandlungen über eine Einzelfallentscheidung. Hab´s leider erst im Nachhinein gemacht. Ansonsten weiss ich es auch nicht.

    Anderen Arzt wählen? Sparen? Beim sozialpsychiatrischen Dienst vorsprechen? MDK? Mit Arzt verhandeln?

  7. #27
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 881

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    Meine Diagnostik hat mich nichts gekostet.
    Sie wurde nach den Leitlinien durchgeführt und von meiner Krankenkasse voll übernommen.

    Bei einem meiner Erwachsenen Kinder genauso.

  8. #28
    Martisse

    Gast

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    Also ich denke nicht, dass es eine reine Kostenfrage ist, ob die Diagnose am Ende zutreffend ist oder nicht. Dass die Untersuchungspunkte alle und richtig durchgeführt werden, ist doch schon eh das A und O will man doch meinen. Warum soll der Artzt A besser als Artzt B sein, wenn er dasselbe tut und genauso gut ist wie Artzt B, wenn Artzt A den Patienten mehr zur Kasse bietet als Artzt B. Oder verstehe ich da was falsch?

  9. #29
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    Alex schreibt:
    220 Euro Eigenbeteiligung liegt im unteren Bereich.

    Es werden in Berlin auch Summen in Richtung 600 Euro oder teilweise noch mehr verlangt.

    Dazu hat die Diagnostik in der Charité eine sehr gute Qualität (und damit Diagnosesicherheit).

    Die Eigenbeteiligung ist m. E. also mehr als absolut angemessen.

    Sollte ein Arzt die Diagnostik für Kassenpatienten kostenlos anbieten, so ist sie entweder das Papier nicht wert, auf dem sie steht oder es erfolgt eine Abrechnung unter einem anderen Kostenschlüssel (--> Betrug).

    Oder (in seltenen Fällen ist auch das möglich) der Arzt bezahlt aus eigener Tasche drauf und wird das nicht allzu oft machen können, da er sonst irgendwann pleite ist.

    Niedergelassene Psychiater bekommen pro Patient und Quartal weniger als 20 Euro von den gesetzlichen Kassen und müssen davon die gesamte Praxis finanzieren sowie nicht zuletzt auch noch etliches an Steuern abführen.

    Eine ADHS-Diagnostik ist bei Erwachsenen keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen.

    Wenn unter diesen Rahmenbedingungen eine aufwändige und viel-stündige Diagnostik den Patienten nichts kostet, dann ist definitiv irgend etwas erheblich faul.

    Auch nicht alle privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten und falls doch, dann oft auch nur teilweise.

    Ausnahmen bestehen dann, wenn es sich um medizinische Forschungsprojekte handelt (wie z. B. an ADHS-Ambulanzen von Unikliniken).

    Das ist aber bei der Charité meines Wissen inzwischen nicht mehr der Fall, weshalb nun auch seit einiger Zeit die Diagnostik eine Eigenbeteiligung erfordert.



    LG,
    Alex
    also ich finde es nicht richtig Alex, dass du hier schreibst, dass es Betrug ist, wenn die Diagnose nichts kostet - viele hier schreiben, dass sie nichts bezahlen mussten und deswegen finde ich kann man davon ausgehen, dass das auch legitim ist, wie ihre Ärzte abrechnen, die betrügen doch nicht alle, warum auch sollten sie dies tun ?
    Geändert von Alex (14.03.2014 um 22:52 Uhr) Grund: Zitat: Ersteller Originaltext korrigiert

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Ist es normal, dass die ausführliche Diagnose kostet?

    Naja, ich kann es ja zahlen - so halbwegs. Mich hatte nur interessiert, ob es immer so ist, dass die Diagnostik (ja!) anteilig vom Patienten bezahlt wird.

    Alex, den Threadtitel könntest Du ja eventuell ändern, wenn er sehr stört.

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