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Diskutiere im Thema "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    Da ADHS (und auch einige Komorbiditäten) ja ein gewisses Potential an Impulsivität und Fehleinschätzung der Situationen mit sich bringt, bin ich mir sicher, das auch ihr euch schon so einige "Dinge" bei euren Ärzten geleistet habt.

    Wie seit ihr, und auch die Psychiater/Psychologen damit umgegangen?


    Wurde es später noch mal angesprochen? Von euch oder vom Doc?
    Gab es Konsequenzen?



    Ich habe leider gerade diesen Fall, und weiss mich nicht so recht zu verhalten. (Eine Entschuldigung meinerseits mache ich schriftlich, weil ich mich da kürzer und besser ausdrücken kann)

  2. #2
    salamander

    Gast

    AW: "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    laß doch erstmal wissen, was da vorgefallen ist. vielleicht ist es gar nichts dramatisches,
    und der bug liegt auf der anderen seite? das gibt's ja genauso.

  3. #3
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    Hallo creatrice,

    ja, ist mir auch schon passiert.

    Also, entweder hat der Doc von sich aus oder ich das beim mächsten Termin thematisiert. Psychiater/Therapeuten sind Fachpersonal - i.d.R. können sie damit umgehen und fragen nach den Gründen, warum Du oder man so reagiert hat. Entschuldigt habe und tue ich mich aber immer, wenn ich meine Reaktion nicht OK fand und finde, auch im Alltag. Ich bin nicht perfekt und habe kein Problem, mich für ein Fehltritt zu entschuldigen.

    Allerdings muss ich auch gestehen, dass wenn meine Reaktion heftiger war, meist berechtigt war und gewisse Ärzte mich völlig daneben behandelten. Woher ich das weiß? Weil ich solche Situationen mit meinem Therapeuten mir in Vergangenheit angeschaut habe und dieser auch sagte, dass mein Verhalten in bezug auf die Reaktion des Arztes nachvollziehbar ist. NAtürlich ist es dann trotzdem meine Aufgabe und auch meine Pflicht es dem Gegenüber verträglich und angemessen mitzuteilen.

    Konsequenzen hatte es seitens des Arztes keine. Ich habe dann meist die Konsequenzen daraus gezogen und mich gefragt, ob ich beim übernächsten oder 10. Termin nocheinmal mit dem Arzt diskutieren möchte oder ich mir nach dem mittlerweile 3. Eklat oder so, einen neuen suche. Ich finde, man spürt, ob die Arzt-Patienten-Beziehung stimmt und der "Aussetzer" ein Aussetzer war, oder ob die Arzt-Pat.-Beziehung grundlegend nicht stimmt. Es ist verdammt wichtig, dass die Chemie zwischen Arzt und Pat. stimmt - meine Erfahrung und mir wichtig. Denn wenn die Chemie stimmt, ist auch ein Fehltritt leichter zu Entschuldigen -von beiden Seiten- bzw. sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher erst passiert, weil der Arzt Dir zuhört, Dich ernst nimmt oder/und nachfragt. Es muss ja einen Grund gegeben haben, warum Du so reagiert hast. Und Du warst nicht alleine - die Kommunikation besteht und bestand aus Dir und dem Arzt. Also, hast nicht nur Du Deinen Anteil, sondern auch der Arzt.

    Liebe Grüße
    Susi

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    Ich habe mich in Bezug auf meine eigene Mitarbeit fehl verhalten. Dies wurde seitens des Doc angesprochen und ich habe es in dem Moment nicht eingesehen und habe verbal mit fast Allem was mir einfiel zurück geschossen. "Durch die Blume" habe ich dem Doc Fehlverhalten vorgeworfen, habe ihm indirekt Inkompetenz vorgeworfen (er erkennt mich nicht und schätzt mich eh falsch ein) und ich habe "alte Kamellen" die eigentlich Kleinigkeiten sind, zum Anlass der Kritik genommen.


    Das Ende vom Lied: Nicht nur die Mitarbeit, sondern auch das Vertrauen meinerseits wurden ( aufgrund meiner Aussagen) so in Frage gestellt, das die wichtige Arzt-Patient-Beziehung als gestört gilt und eine Weiterbehandlung nicht möglich sei. Was ich fachlich sogar verstehen kann und richtig finde, nur war ich da irgendwie nicht ich selbst, ich fühlte mich unverstanden, angegriffen und war emotional sehr dünnhäutig und hoffnungslos. (Hatte depressiven Schub)
    Wurde sogar gefragt ob ich meine zu diesem Zeitpunkt alles richtig einschätzen zu können, wurde ich nur noch wütender und habe es kräftig bejaht. Ich Hornochse!!!




    Nachtrag:
    Die Beziehung IST gestört, das kommt aber von meinem mangelnden Vertrauen. Dies ist aber ein grundlegendes Problem bei mir. Für meine (sehr begrenzten/gerade bei Psychiatern gestörten) Verhältnisse habe ich sogar sehr viel Vertrauen zu ihm. Aber das ist eben leider nicht (normal) genug.

    Irgendwie habe ich trotzdem das Gefühl, das dieser Doc mich besser kennt als alle anderen jemals zuvor, und mich in Dingen triggert, die vorher nie jemand gesehen hat.
    Ich weiss immer nicht, ob es Zufall ist, oder ob der so begnadet ist. Das Problem des Vertrauens ist mir z.B. erst durch diesen Eklat aufgefallen.
    Leider kann ich das mit dem Vertrauen nicht einfach abschalten. Ich brauche Zeit dafür.
    Geändert von creatrice ( 9.02.2014 um 13:14 Uhr)

  5. #5
    salamander

    Gast

    AW: "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    Nix hornochse...

    würde da gern näher drauf eingehen. muß aber gleich weg.


    frage: der arzt, war es ein psychotherapeut oder psychiater?

    wenn ja, kann das als teil der behandlung / therapie gesehen werden und gehört aufgelöst,
    zwischen thera und client. darum geht es ja bei der ganzen sache ansich.

    lass mich das mal wissen, ich kann vielleicht heut abend näher drauf eingehen, oder dann morgen.
    Geändert von salamander ( 9.02.2014 um 13:00 Uhr) Grund: wehe mir pressierts...

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    Psychiater.

  7. #7
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 54

    AW: "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    Hallo Creatrice,


    Du sagtes: Ich habe mich in Bezug auf meine eigene Mitarbeit fehl verhalten.

    - Kannst Du das näher erleutern?


    Wenn Du grundsätzlich, im Verhältnis, eine gute Arzt-Pat. - Beziehung zu Deinem Psychiater aufbauen konntest, dann ist das schon was Wert.

    Und meine Erfahrung hierzu ist
    : Eine alte Beziehung wieder herzustellen ist weniger aufwendig als eine neue aufzubauen. Auch wenn sich das oftmals leider auch nicht vermeiden lässt und dringend notwendig wird. - Doch genau das solltest Du für Dich zuvor abklären!

    - Was sind den Deine Befürchtungen/ Ängste gegenüber Pychiatern allgemein und gegenüber diesen im spezifischen?
    Häufige Ängste sind oft (dies ich auch gute kenne!): Der Fremdbeurteilung und Deutungsmacht ausgeliefert zu sein; Nicht verstanden zu werden; Entmündigt; Entzug der Selbstbestimmung - u. Mitbestimmung; Stigmatisiert zu werden; Selbstoffenbahrungs- Angst usw...

    - Andererseits, was sind Deine Wünsche, Hoffnungen, Erwartungen an Deinem behandelnden Psychiater?


    Solltest Du Dich entscheiden, es nochmals mit diesem zu versuchen zu wollen, dann würde ich an Deiner stelle genau über diese Punkte mit ihm sprechen.

    Also: Wünsche - und Befürchtungen

    Dies könnte Die Beziehung vielleicht verbessern und eine Grundlage schaffen. Jedoch ist dies auch Zukünftig dann von Vorteil solche Themen immer wieder mal zur Sprache zu bringen. - Ich habe dies teilweise schriftlich gemacht und dann dieses Schreiben mit in der Praxisstunde gebracht und ihn zuvor lesen lassen.

    Dies kann äusserst wertvoll sein. Und wenn mann dann mal das Gefühl hat das der Arzt HINTER EINEM STEHT, auf gleicher Augenhöhe, und nicht ÜBER EINEN, dann kann dies eine ungeheure Stüze sein!


    LG,

    Saturnus

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    Hallo Saturnus,

    ich habe mich fehlverhalten, weil ich nicht rechtzeitig (wirklich erst als das Kind in den Brunnen gefallen ist) Bescheid gesagt habe, das ich in einer Depression bin. Und dann habe ich auch noch sämtliche Institutionen (Ärzte/Krankenkasse) um mich rum bemüht, anstatt zu ihm zu gehen.

    Und genau DA liegen auch meine Ängste:

    - habe Angst ihn mit all meinen Beschwerden/Gedanken die krankhaft sind zu erdrücken/selbst krank zu machen
    - Angst das er von dem Hin und Her (depressive Schübe vs. leistungsstark und emotional stabil) frustriert und resigniert
    - Angst das er merkt das ist "zu viel" und zu zeitaufwendig mit mir (Kosten/Nutzen)
    - Angst er denkt er kann das nicht leisten
    - Angst das er genervt ist
    - Angst das er denkt ich bin ein Stalker, weil ich mich ja öfter melden müsste, wenn ich ehrlich alle auftretenden Probleme (Depris/NW) meldn würde
    - Angst als faul und nur nicht willig da zu stehen

    Und genau deswegen habe ich das gemacht, was ich immer mache (auch im privaten Bereich):
    Ich verteile die Probleme auf viele Einzelne, damit keiner Schaden nimmt oder frustriert. Habe das eben schon so oft, auch bei Psychs erlebt.


    Wünschen würde ich mir einen Psychiater, der mit der Therapeutin eng zusammenarbeitet, um diese Denkschemata aufzulösen. Einen, der mir ganz klar (und eher rabiat als zu sanft) spiegelt, was ich aussende, und wo ich sagen kann was ich gerade denke, gerade wenn es eben falsch ist, damit man das Alles mal auflösen kann. Einen, der sich die Zeit nimmt, alles genau zu verstehen was ich oft recht durcheinander und viel zu unstrukturiert sage. Mir würde es auch entgegekommen, wenn es ein Psychiater wäre, der auch mal unkonventionelle Wege geht, ich kann mich z.B. schriftlich wesentlich klarer und verständlicher ausdrücken.

    Aber ich weiss eben auch, das das enorm viel Zeit und Nerven kostet........ die hat kaum jemand. Erst recht nicht für einen stinknormalen Kassenpatienten.


    Ach ja, die Entscheidung, wie es weitergeht liegt nicht bei mir, ER hat so entschieden.
    Glaube er bringt mich noch durch diese aktuelle depressive Krise (aus Selbstschutz) und dann ist es vorbei. Er hat ja nicht gesagt dann müsste man auflösen, sondern dann muss er es (zu meinem Schutz) auflösen, übrigens auch, weil es so "komplex" bei mir ist. Also eigentlich genau das, was ich befürchtet hatte.
    Geändert von creatrice ( 9.02.2014 um 14:50 Uhr)

  9. #9
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    creatrice schreibt:
    Ich habe mich in Bezug auf meine eigene Mitarbeit fehl verhalten. Dies wurde seitens des Doc angesprochen und ich habe es in dem Moment nicht eingesehen und habe verbal mit fast Allem was mir einfiel zurück geschossen.
    Ein guter Therapeut muss wissen, dass ADHS bedeutet, alle und jeden in Frage zu stellen und nichts einzusehen. Im Gegenteil, ADHSler suchen Schuld stets bei den Anderen. Sollte er nun die Mimose spielen, ist er ein schlechter Therapeut. Ich würde diesen Vorfall daher zumm Anlass nehmen, einen Besseren zu suchen, der Dir wirklich helfen kann.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: "Ausraster"/ Fehltritte beim Doc/Therapeuten

    Vllt denkt er ja, bei einem anderen Psychiater (es ist nicht mein Thera!) kann ich besser vertrauen und mitarbeiten. Vllt denkt er es liegt an ihm.


    Ach ich weiss auch nicht......

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