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Diskutiere im Thema Problem: Zwei verschiedene Ärzte im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 35

    Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    Hallo,

    ich war Anfang des Jahres wegen ADHS Verdacht bei einem Arzt. Dieser hatte jedoch eher einen sehr starken Verdacht auf Asperger und gab mir, um genaueres zu besprechen, einen Termin einen Monat später (heute).
    Weil ich jedoch mit der Asperger Hypothese selbst nicht so viel anfangen konnte und es auch seltsam fand, dass er gar nichts getestet hat, habe ich noch einen Termin bei einem anderen Arzt gemacht,(für eine Zweitmeinung), das war vor zwei Wochen.
    Dieser hat mich getestet und es sieht wohl sehr stark nach ADHS aus. Weiteres wird nächste Woche besprochen.
    Jetzt war ich heute aber, zum Teil aus Neugierde, nochmal bei dem Arzt mit der Asperger Hypothese.
    Der war heute sehr freundlich und mitfühlend, ging viel mehr auf mich ein (wahrscheinlich war er letztes mal sehr im Stress) und meinte, es spiele für ihn erstmal nur sekundär eine Rolle, ob Asperger oder ADHS, da er die Problematik der Konzentrationsstörung sieht und er so oder so beides mit Stimulanzien behandeln würde.
    Er möchte nun einen Versuch mit Amphetamin Saft mit mir starten.

    Nun habe ich allerdings nächste Woche noch den Termin mit dem anderen Arzt, der mit mir die Testergebnisse besprechen möchte. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der mich dann auch medikamentös auf etwas einstellen möchte.

    Klar ist, dass ich z.B. nicht MPH und Amphetamin durcheinander einnehmen werde (versteht sich von selbst) bzw. mich wahrscheinlich für einen Arzt mit dem eine medikamentöse Einstellung/Therapie erarbeite entscheiden muss.
    Nur wie würdet ihr das machen?
    Ich bin irgendwie etwas überfordert, so war das eigentlich nicht geplant. Beide Ärzte erscheinen für mich mittlerweile sehr vertrauenswürdig und auch sympathisch. Der eine ist sehr, sehr rücksichtsvoll, weil er eben diese Asperger Hypothese hat, da weiß ich eben nicht, was ich davon halten soll.

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    Hör dir nächste Woche doch erst einmal die Ergebnisse an. Eine Woche macht den Kohl doch nicht mehr fett, oder?
    Dann lässt du das Sacken und entscheidest dich in Ruhe. Generell ist es vielleicht besser erst eine Diagnose und dann erst die Medis zu bekommen, würde ich jedenfalls denken.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    Die Diagnose ist ja quasi da.
    Der eine hat die Testergebnisse schon überflogen (meinte es spricht sehr vieles für die Hypothese ADHS, er will es aber eben nochmal genau im Detail auswerten), der andere hat gemeint, er kann gerade so ohne weiteres ADHS und Asperger nicht von einander abgrenzen (er ist Spezialist für ADHS bei Erwachsenen und meinte, er habe ca. 300 Patienten mit ADHS, er würde schon sehen, was sage ist) aber es wäre erstmal nicht relevant, der er bei den momentanen Symptomen immer einen Behandlungsversuch mit Stimulanzien starten würde.

    Es geht nun auch nicht darum, ob ich noch eine Woche warte oder nicht, sondern um eine generelle Entscheidung, die so oder so ansteht. Ob ich nun mein Amphetaminsaft Rezezt jetzt einlöse, nächste Woche oder gar nicht, ist ja sekundär bzw. nur Teil der Entscheidung, die zu treffen ist.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    Ich würde den nehmen, der dir (vom Bauch her) am kompatibelsten für dich erscheint, der deiner Meinung nach, die grössere Kompetenz und auch die grössere Empathie für dich hat.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    Hm... Ich bin ganz schlecht mit Bauchentscheidungen. Aber gut, vielleicht stellt sich ja doch noch ein Bauchgefühl ein.

  6. #6
    howie

    Gast

    AW: Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    darüber poste ich immer - geh zu x ärzten und du kriegst x diagnosen.
    musst halt sagen was Du für probleme hast - die diagnose ist nicht so wichtig

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    Da ist was dran, so ähnlich sieht es ja sogar der eine Arzt.

    Bei Krankheiten, die man, wenn sie sich durch ähnliche Symptome äußern, gleich behandelt bzw. sowieso nur symptomatisch behandeln kann, sehe ich das aber auch so.

    Ich kann mir weder von der Asperger, noch von der ADHS Diagnose etwas kaufen, jedoch erhoffe ich mir von der Behandlung der Symptome auf jeden Fall ein besseres Leben.

    Könnte ja auch sein, dass beides zutrifft. Asperger und ADHS. WIeso auch nicht?

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    EinBerliner schreibt:
    Ich kann mir weder von der Asperger, noch von der ADHS Diagnose etwas kaufen,
    Aber Du kannst Probleme/ Symptome zuordnen und somit auch den Umgang damit ändern und die Probleme/ Symptome auf die Ursache hin zugeschnitten behandeln/ managen bzw. Alternativmöglichkeiten finden.
    Denn:
    EinBerliner schreibt:
    jedoch erhoffe ich mir von der Behandlung der Symptome auf jeden Fall ein besseres Leben.
    Das funktioniert natürlich am besten, wenn man die Symptome auch richtig behandelt.


    EinBerliner schreibt:
    Der war heute sehr freundlich und mitfühlend, ging viel mehr auf mich ein (wahrscheinlich war er letztes mal sehr im Stress) und meinte, es spiele für ihn erstmal nur sekundär eine Rolle, ob Asperger oder ADHS, da er die Problematik der Konzentrationsstörung sieht und er so oder so beides mit Stimulanzien behandeln würde.
    Das macht sogar durchaus Sinn, denn entgegen der weitläufigen Meinung können auch Aspies von der MPH-Medikation profitieren.

    Insgesamt stimmt es schon, von keiner der Diagnosen kannst Du Dir was kaufen, aber den Hintergrund/ die Ursache der Symptome, die oftmals sehr ähnlich sind, zu kennen, macht einen Unterschied im Umgang mit ihnen.

    Kleines Beispiel:
    Sowohl Aspies als auch ADS'ler zeigen Probleme in der sozialen Interaktion.
    Der eine, weil er die nonverbalen Kommunikationssignale nicht versteht, der andere weil er sie zwar versteht, aber nicht wahrnimmt.
    Es macht also keinen Sinn, den einen darin zu schulen, diese Signale wahrzunehmen, denn er kann sie sehen, weiß aber um deren Bedeutung nichts, sie sind für ihn eine Femdsprache, die er nicht versteht.
    Genausowenig wird es helfen, dem anderen die Regeln der nonverbalen Kommunikation beizubringen, denn die kennt er (intuitiv), er sieht nur nicht richtig hin, weil seine Aufmerksamkeit nicht dort liegt.

    Bei Beiden würde nur noch mehr Frust entstehen und das Selbstwertgefühl noch weiter in den Keller gehen, weil sie sich wieder nur scheitern sehen.
    Umgekehrt dagegen lässt sich vieles zumindest verbessern und dort, wo das nicht geht, weiß man wenigstens um seine Beeinträchtigungen und kann das kommunizieren oder anders damit umgehen.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    Ich habe leider nicht viel Zeit, daher nur kurz (ausserdem kann das Fliegerchen eh besser ausdrücken ):

    Ich denke auch, dass die Diagnose wichtig ist. Immerhin sind die Ursachen wichtig für das Verständnis und die Behandlung. Selbst wenn die Medis gleich sein sollten, so ist es die Therapie maximal am Anfang.

    Das du dir davon nichts kaufen kannst stimmt nur indirekt. Je nach Ausprägung und ggf. weiteren Begleiterscheinungen, kannst du u. U. auch finanzielle Erleichterungen in Anspruch nehmen.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Problem: Zwei verschiedene Ärzte

    Stimmt zum Teil schon. Denke mal, Idee ist erstmal mit Medikamenten eine Grundlage zu legen und dann zu schauen, was an Lebensqualitätbeeinträchtigu ng noch bleibt bzw. wie man das behandeln kann. Glaube viele Therapieansätze würden bei mir ohne medikamentöse Unterstützung gar nicht funktionieren.

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