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Diskutiere im Thema Selbstdiagnose eigene Beobachtung!!! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #11
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    Jetz hab ich die Diagnose ....Bundeswehr kann ich vergessen

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    Nicht den Kopf in den Sand stecken...

    Ich bin 38 Jahre alt und werde meine Diagnose wohl nächste Woche erhalten. Meine Einstellung zum AD(H)S ist die, dass
    ich auch ohne Diagnose und Medikamente 38 Jahre alt wurde, bisher auf ein sehr quirliges, vielseitiges und tolles Leben
    zurückblicken kann – natürlich mit genauso vielen Höhen wie Tiefen. Wenn ich aber seit ich in der Diagnose bin auf mein
    Leben zurückblicke, dann sehe ich aber auch, dass es ohne AD(H)S sicher leichter und geordneter, quasi normaler wie bei
    vielen anderen abgelaufen wäre und ich aber leider an einem Punkt angekommen bin, wo ich mir von einer Medikation mehr
    Konzentration, Ordnung und weniger Impulsivität erhoffe, um wieder alles in geordnetere Bahnen lenken zu können, um
    nach Möglichkeit bald wieder ohne Medikation auskomme.

    Ich hatte glücklicherweise den Vorteil, dass ich immer das machen konnte was ich wollte, weil ich auch mein Hobby zum Beruf
    gemacht habe. Ich will damit sagen, dass man ein schöneres Leben hat, wenn man sich seine Wünsche erfüllen kann.

    Wenn Du zur Bundeswehr willst, Dir aber die ADHS-Diagnose im Weg steht, weil das ein mögliches Ausschlusskriterium ist,
    dann sprech doch mal mit Deinem Geldbeutel oder Deinen Eltern und vor allem Deinem Arzt, ob Du die Diagnose nicht aus
    eigener Tasche zahlen kannst, weil Du eben zur Bundeswehr willst. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man als Thrillseeker
    bei der Bundeswehr gut aufgehoben ist und dass es auch bei der Bundeswehr sehr viele gibt, die nichts von ihrem AD(H)S
    wissen. Warum sollte Dein Arzt Deine Selbstverwirklichung verhindern, wo sie doch sicherlich auch ein sehr guter Ansatz ist
    mit den Symtomen umzugehen? Dein Arzt arbeitet nicht für die Bundeswehr und ist kein Spion der Krankenkassen, sondern
    arbeitet allein für Dich, den Patienten. So bekommt erstmal keine Krankenkasse was davon mit. Das 1.Quartal geht noch bis
    zum 31. März, also genug Zeit bis die Ärzte ihre Abrechnungen bei den Kassen einreichen und eben auch für Dich ein bisschen
    Zeit über Deine Zukunft selbst zu entscheiden. Und falls die Bundeswehr oder ein sonstiger Arbeitgeber doch mal über
    Dein AD(H)S bescheid weiss, dann wird man Deine Tauglichkeit eben erneut prüfen.

    Und falls jetzt wie in meinem Thread gleich wieder jemand ankommt, dass das Versicherungsbetrug oder sonst ein Betrug sei,
    was ich hier vorschlage, dem möchte ich nur auf den Weg geben, dass man in den städtischen Gebieten die Möglichkeit hat
    einen kostenlosen HIV-Test beim Gesundheitsamt zu machen, wo man bei der Blutabgabe sofort namentlich erfasst ist oder
    man unter Vorrauskasse in jedem Blutlabor einen anonymen Test machen kann, wo man nur eine Nummer bekommt, dann
    anruft, die Nummer nennt und dann sein Ergebnis erfährt. Jeder hat ein Recht auf anonyme Tests und AD(H)S ist nicht
    ansteckend, höchstens abschreckend.

    Geändert von Brrrzz (17.02.2014 um 22:37 Uhr)

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    Wildfang schreibt:
    Quatsch. Der Arzt kann dir sagen ob deine Probleme im Normalmaß liegen, typischerweise zu ADHS oder zu was anderem gehören.

    Das setzt aber tatsächlich voraus dass du ihn in deinen Kopf gucken lässt ...sprich ehrlich bist.
    Kann ich nur unterschreiben ...

    Und mit der Selbstdiagnose ist das so eine Sache ...

    Aus mehreren Gründen...

    Einer davon ist, dass ADHS nun mal dummerweise auch mit Beeinträchtigungen in der Selbstwahrnehmung einhergeht und damit ist man selber schon mal irgendwie ... "suboptimal objektiv" .

    Und zum Anderen fehlen einem selbst ja doch irgendwie zumeist die Vergleiche, so wie Wildfang es schon geschrieben hat.
    Die Ärzte können da schon aufgrund ihrer erfahrungen (so sie denn auch welche haben wohlgemerkt) erkennen, wer da wirklich so weit außerhalb des sonst üblichen steht, dass es eine Diagnose rechtfertigt.

    Und gerade wir Betroffenen sind, zumindest bis in die dritte Lebensdekade, nicht so die allerbesten Selbstbeobachter und damit eine eher unzuverlässige Informationsquelle.

    Genau das ist z.B. einer der Gründe, warum man lange Zeit dachte, dass ADHS sich mit dem Alter auswächst.

    Da hat sich mal ein Team um Dr. Russel Barkley herum ALLE zu dem Zeitpunkt vorahdneen Forschungen und Studien zu diesem Thema herangenommen und sie sich genau angesehen und siehe:

    ALLE Studien hatten eines gemeinsam:
    Mit dem erreichen der Volljährigkeit befragte man nicht mehr, wie vorher, die Eltern, sondern den Patienten selbst.

    Das ist auch vollkommen normal und üblich und wurde nie anders gemacht.

    Aber es war deutlich erkennbar, dass das so nicht stimmen konnte, denn die Erfahrung zeigt ja nun mal, dass es eben wohl erwachsene mit persistierender ADHS gibt.

    Also machte man erneute Studien und befragte nach der Vollendung der Volljährigkeit, sowohl Patienten, als auch die Eltern und siehe:
    Die Antworten fielen radikal unterschiedlich aus.
    Den Eltern nach waren die Symptome kein bisschen anders, aber der Betroffene selbst hat vollkommen andere Angaben gemacht, ... eben weil er das nicht korrekt wahrgenommen hat.

    Das war schon ziemlich faszinierend, aber vollkommen logisch und verständlich, denn letztlich bedeutet von ADHS betroffen zu sein, auch Beeinträchtigungen in den exekutiven Funktionen zu haben und da diese sich stufenweise, wie eine Pyramide, eine nach der anderen auf der jeweils darunterliegenden aufbaut.
    Und ausgerechnet die Selbstwahrnehmung ist die ganz oben liegende und wird damit als Letzte entwickelt.

    Bei ADHS-Betroffenen aber geschieht das verzögert und entwickelt sich auch nicht vollständig so aus, wie es bei neurotypischen Menschen der Fall ist.

    Bis zur dritten Lebensdekade kann man also sagen, dass eine Selbstdiagnose mit äußerster Vorsicht zu genießen ist.

    Zumal es eher der Fall ist, dass man die ADS nicht erkennt, als umgekehrt.

    Viele Grüße
    Fliegerlein

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    Wildfang schreibt:
    Quatsch. Der Arzt kann dir sagen ob deine Probleme im Normalmaß liegen, typischerweise zu ADHS oder zu was anderem gehören.
    Sehe ich etwas differenzierter.

    Kann es nicht sein, dass jemand von seiner Persönlichkeit entsprechend veranlagt ist, dass seine 'persönlichen Stärken' teilweise diametral entgegengesetzt zu den 'symptomatischen Schwächen' liegen und damit einiges an der Problematik im normalen Alltag als dem Normalmass entsprechend angesehen wird?
    So wie sich + und - gegenseitig aufheben können, je nachdem, in welcher Gewichtung sie vorkommen. In guten Phasen liegt das Plus leicht im Vorteil, in negativen überwiegt das Minus.

    Zumindest sehe ich es bei mir so.

    Ich nehme da das Beispiel jenes Psychiaters, der mir sagte, ich könnte gar nicht ADHS haben, sonst wäre ich von Beruf her nicht Bibliothekar geworden. Und ich bin fachlich wirklich gut, ohne damit zu übertreiben! Zudem bin ich hier im Forum auf ein-zwei Beiträge gestossen, die von eben jener von mir, aufgrund meiner persönlichen Eignung getroffenen Berufswahl, explizit abraten. Tja, wie kommt es wohl, dass der Psychiater so einen eigentlich hirnrissigen Satz loslässt. Wie kommt es, dass meine Kindheitsdiagnose immer wieder angezweifelt wurde, obwohl zumindest die Tics sehr deutlich zu sehen sind ("ADHS? Nein! Die Tics müssen von was anderem kommen" - aber woher denn dann, wussten die auch nie).

    Ich fühle mich grundsätzlich wohl in meinem Beruf, nehme ihn als "Berufung" wahr. Vielleicht wäre ich ohne gewisse Störungen recht deutlich ein Mensch, der besser als der 'Durchschnitt' für seine bestimmten berufliche Aufgaben als Bibliothekar geeignet ist/wäre, weil er die persönliche Neigung dazu mitbringt?

    Vielleicht bin ich durch die starken hyperkinetischen Symptome (Tics etc.) nicht, wie mir auch schon gesagt "einfach nur ein wenig lebhafter als der Durchschnitt, aber irgendwie noch im Rahmen". Ich weiss, ich wirke für viele nach aussen recht lebhaft. Ich selbst empfinde mich hingegen als sehr introvertiert und eher scheu, also doch deutlich der "Stille Wasser-Typ". Das merke ich zudem in den seltenen Momenten, wo sich bei mir die Fähigkeit zum Lieder komponieren zeigt. Das sind derart ruhige Baladen, die da aus mir herauskommen, harte laute Lieder kann ich einfach nicht schreiben, das geht bei mir nicht! Aber ich kann dafür härtere/lautere Stücke sehr gerne auf meinem MP3-Player anhören und laut dazu mitsingen. Das gefällt mir prima, denn da habe ich dann auch eine Art Ventil für meinen Bewegungsdrang (Sprachmotorik) und wirke natürlich nach aussen sehr lebhaft.

    Das ist eine Ambivalenz, mit der ich durchaus auch hadere.

    Und deswegen sehe ich bei mir, bei dieser alten Kindheitsdiagnose "Hyperkinesie", die für mich sicher als ADHS im heutigen Sinne zu verstehen ist, in den vier Buchstaben das H als den wahrscheinlich fettesten Buchstaben.

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    ISBD schreibt:
    Ich nehme da das Beispiel jenes Psychiaters, der mir sagte, ich könnte gar nicht ADHS haben, sonst wäre ich von Beruf her nicht Bibliothekar geworden. Und ich bin fachlich wirklich gut, ohne damit zu übertreiben! Zudem bin ich hier im Forum auf ein-zwei Beiträge gestossen, die von eben jener von mir, aufgrund meiner persönlichen Eignung getroffenen Berufswahl, explizit abraten. Tja, wie kommt es wohl, dass der Psychiater so einen eigentlich hirnrissigen Satz loslässt. Wie kommt es, dass meine Kindheitsdiagnose immer wieder angezweifelt wurde, obwohl zumindest die Tics sehr deutlich zu sehen sind ("ADHS? Nein! Die Tics müssen von was anderem kommen" - aber woher denn dann, wussten die auch nie).
    Naja ... das kann sehr viele Gründe haben, einer davon ist, dass wir es mit einer Spektrumsstörung zu tun haben, also sowohl mit einer möglicherweise unterschiedlicher Kombination und Stärke von Symptomen.

    Dummerweise kommt dann noch ein weiteres Problem dazu, nämlich die Kenntnislage der Diagnostiker.
    Immerhin können wir heute zumindest schon mal davon ausgehen, dass die Diagnosen deutlich besser und zuverlässiger stattfinden, auch wenn das nicht unbedingt für die Behandlung gilt ... diagnostizieren und behandeln sind leider zwei komplett unterschiedliche Sache ... leider ...

    Aber:
    Wenn man schon mal das Glück hat an jemanden zu geraten, der die Ahnung von ADHS hat, dann sollte man nicht erwarten, dass er auch in anderen, eher "exotischen" Bereichen firm ist ...

    Ich würde ja instinktiv sagen, dass der Psychiater gar nicht mal so schlecht ist mit seiner Einschätzung, denn tatsächlich würde ich nicht erwarten, einen ADHS'ler kennenzulernen, der Bibliothekar als Beruf gewählt hat ...
    Das ist schon wirklich recht untypisch.

    Wenn ich mir dein Posting so durchlese, dann käme mir schon auch noch was anderes in den Sinn, aber ich will da auf gar keinen Fall irgendwas triggern oder Pferde scheu machen.
    Mein wirklich erster und sehr oberflächerlicher Gedanke ging in Richtung Asperger ... wurde das bei Dir schon mal angesprichen?

    Ansonsten gibt es noch einiges mehr an Möglichkeiten, die einer ADHS zum Teil täuschend ähnlich sein können ... Traumafolgestörungen z.B.
    Aber wie gesagt, damit will ich nichts auslösen oder mutmaßen, das sind nur Gedanken.

    Es kann schon sein, dass ein Mensch mit ADHS aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner persönlichen Stärken den Beruf ergreifen kann, es ist nur so, dass ausgerechnet den Fähigkeiten, die an diesen Beruf gesetzt sind, genau die typischen Beeinträchtigungen der ADHS-Betroffenen im Bereich der exekutiven Funktionen entgegenstehen, von den übrigen Problemen wie dem beeinträchtigten Arbeitsgedächtnis ganz zu schweigen.

    Da würde ich nachgerade schon erwarten, dass ein Arzt stutzt.
    Aber nichts ist unmöglich ... vielleicht ist es tatsächlich so wie Du schreibst.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    Fliegerlein schreibt:
    Wenn man schon mal das Glück hat an jemanden zu geraten, der die Ahnung von ADHS hat, dann sollte man nicht erwarten, dass er auch in anderen, eher "exotischen" Bereichen firm ist ...
    Wenn ich mir die Website dieses speziellen Arztes ansehe, sehe ich da nichts von einer Spezialisierung hinsichtlich ADHS. Vielleicht war/ist er gerade da nicht firm drin?

    Fliegerlein schreibt:
    Ich würde ja instinktiv sagen, dass der Psychiater gar nicht mal so schlecht ist mit seiner Einschätzung, denn tatsächlich würde ich nicht erwarten, einen ADHS'ler kennenzulernen, der Bibliothekar als Beruf gewählt hat ...
    Das ist schon wirklich recht untypisch.
    Mir fällt gerade ein Fachkollege ein, der mir mitteilte: er auch. Wenn vielleicht auch in anderer Ausprägung und nicht mit den markanten Tics wie ich.
    Das wären dann schon zwei!

    Fliegerlein schreibt:
    Wenn ich mir dein Posting so durchlese, dann käme mir schon auch noch was anderes in den Sinn, aber ich will da auf gar keinen Fall irgendwas triggern oder Pferde scheu machen.
    Mein wirklich erster und sehr oberflächerlicher Gedanke ging in Richtung Asperger ... wurde das bei Dir schon mal angesprichen?
    Da sehe ich mich weniger.

    Fliegerlein schreibt:
    Ansonsten gibt es noch einiges mehr an Möglichkeiten, die einer ADHS zum Teil täuschend ähnlich sein können ... Traumafolgestörungen z.B.
    Aber wie gesagt, damit will ich nichts auslösen oder mutmaßen, das sind nur Gedanken.
    Hmm, als letztens bei uns im Dorf eine Musikkapelle bei einer Beerdigung spielte und dabei auf dem Rasen stand, wo bis vor wenigen Jahren das Grab meines Vaters war, fand ich das zwar schon etwas störend, konnte mich aber daran gewöhnen. Und ich war mal zu einem Vorstellungsgespräch in jener Universitätsstadt, wo mein Vater operiert wurde und dann ein halbes Jahr lang lag, bevor er 1981 starb (da war ich 9 Jahre alt). Ich habe ich da wenig Negatives gespürt und hätte mir gut vorstellen können, in dieser Stadt zu leben und zu arbeiten. Das scheint mir, im Rahmen der Behandlung der Depression von vor über einem Jahrzehnt, dann doch entsprechend aufgearbeitet zu sein. Also, auf diese Schiene lass ich mich nicht mehr schubsen!

    Fliegerlein schreibt:
    Es kann schon sein, dass ein Mensch mit ADHS aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner persönlichen Stärken den Beruf ergreifen kann, es ist nur so, dass ausgerechnet den Fähigkeiten, die an diesen Beruf gesetzt sind, genau die typischen Beeinträchtigungen der ADHS-Betroffenen im Bereich der exekutiven Funktionen entgegenstehen, von den übrigen Problemen wie dem beeinträchtigten Arbeitsgedächtnis ganz zu schweigen.
    Da würde ich nachgerade schon erwarten, dass ein Arzt stutzt.
    Aber nichts ist unmöglich ... vielleicht ist es tatsächlich so wie Du schreibst.
    Naja, ich habe schon in meinem eigenen Berufsumfeld das Erlebnis gehabt, dass sich eine ausgewiesene Fachperson geirrt hat, während ich mit meiner Intuition richtig lag. Da hiess es auch zuerst von ihm: Unwahrscheinlich. Ich konnte den Beweis erbringen, worauf sich diese Person, als Betreuer meiner Forschung/Abschlussarbeit, dann über das Ergebnis doch sehr gefreut hat. Aus dem einen Irrtum, wo ich ihn korrigieren konnte, macht ihn das doch nicht zu einem generell fachlich weniger Qualifizierten?

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    ISBD schreibt:
    Naja, ich habe schon in meinem eigenen Berufsumfeld das Erlebnis gehabt, dass sich eine ausgewiesene Fachperson geirrt hat, während ich mit meiner Intuition richtig lag. Da hiess es auch zuerst von ihm: Unwahrscheinlich. Ich konnte den Beweis erbringen, worauf sich diese Person, als Betreuer meiner Forschung/Abschlussarbeit, dann über das Ergebnis doch sehr gefreut hat. Aus dem einen Irrtum, wo ich ihn korrigieren konnte, macht ihn das doch nicht zu einem generell fachlich weniger Qualifizierten?
    Sorry, ich verstehe den Zusammenhang nicht, kannst Du mir weiterhelfen?
    Ich kann nicht erkennen, worauf Du hinaus willst.

  8. #18
    Ist hier zuhause

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    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    Sorry, Nachtrag

    ISBD schreibt:
    Hmm, als letztens bei uns im Dorf eine Musikkapelle bei einer Beerdigung spielte und dabei auf dem Rasen stand, wo bis vor wenigen Jahren das Grab meines Vaters war, fand ich das zwar schon etwas störend, konnte mich aber daran gewöhnen. Und ich war mal zu einem Vorstellungsgespräch in jener Universitätsstadt, wo mein Vater operiert wurde und dann ein halbes Jahr lang lag, bevor er 1981 starb (da war ich 9 Jahre alt). Ich habe ich da wenig Negatives gespürt und hätte mir gut vorstellen können, in dieser Stadt zu leben und zu arbeiten. Das scheint mir, im Rahmen der Behandlung der Depression von vor über einem Jahrzehnt, dann doch entsprechend aufgearbeitet zu sein. Also, auf diese Schiene lass ich mich nicht mehr schubsen!
    Auch das verstehe ich nicht, aber es lässt mich vermuten, dass das schon mal Thema war.

    Aber wie gesagt, es war nur ein Beispiel dafür, dass es noch einige andere Störungen gibt, die einer ADS ähnlich sind.
    Damit will ich auch nicht sagen, dass Du nicht betroffen wärest, sondern das sind nur Gedanken, die vielleicht helfen können, Fragen zu beantworten, und wenn es nur das Häkchen bei "das wars auch nicht" ist.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    Fliegerlein schreibt:
    Sorry, ich verstehe den Zusammenhang nicht, kannst Du mir weiterhelfen?
    Ich kann nicht erkennen, worauf Du hinaus willst.
    Naja, dieses Beispiel aus meinem Berufsumfeld: Dass ich eben auch schon die Situation erlebt habe, dass sich jemand, der eine ausgewiesene Fachperson auf einem Gebiet ist, in diesem sehr verschätzt hat. Die wissen eben auch nicht alles und manchmal Du selbst es vielleicht doch besser.
    Kann es von daher auch nicht möglich sein, dass ich mich nicht irre, der Facharzt aber schon?

    Fliegerlein schreibt:
    Auch das verstehe ich nicht, aber es lässt mich vermuten, dass das schon mal Thema war.
    Ja, der Verlust meines Vaters, als ich 9 Jahre alt war, war vor vielen Jahren für mich ein Thema, ein sehr präsentes Thema! Und daran wurde in Therapien gearbeitet. Mit diesen Schilderungen wollte ich jedoch nur aufzeigen, dass ich das als vorwiegend aufgearbeitet betrachte - irgendetwas bleibt immer irgendwie hängen, weil es Teil des Lebens ist - und nicht mehr als mögliche relevante Traumastörung akzeptiere, die schwerer wiegt als ADHS.

    Fliegerlein schreibt:
    Damit will ich auch nicht sagen, dass Du nicht betroffen wärest, sondern das sind nur Gedanken, die vielleicht helfen können, Fragen zu beantworten, und wenn es nur das Häkchen bei "das wars auch nicht" ist.
    Und meine Antworten, die Dir unverständlich erscheinen, sind meine Gedanken dazu, die ich mir halt 'laut' mache, indem ich sie hier ausschreibe. ;-)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Selbsdiagnose eigene Beobachtung!!!

    ISBD schreibt:
    Naja, dieses Beispiel aus meinem Berufsumfeld: Dass ich eben auch schon die Situation erlebt habe, dass sich jemand, der eine ausgewiesene Fachperson auf einem Gebiet ist, in diesem sehr verschätzt hat. Die wissen eben auch nicht alles und manchmal Du selbst es vielleicht doch besser.
    Kann es von daher auch nicht möglich sein, dass ich mich nicht irre, der Facharzt aber schon?


    Ja, der Verlust meines Vaters, als ich 9 Jahre alt war, war vor vielen Jahren für mich ein Thema, ein sehr präsentes Thema! Und daran wurde in Therapien gearbeitet. Mit diesen Schilderungen wollte ich jedoch nur aufzeigen, dass ich das als vorwiegend aufgearbeitet betrachte - irgendetwas bleibt immer irgendwie hängen, weil es Teil des Lebens ist - und nicht mehr als mögliche relevante Traumastörung akzeptiere, die schwerer wiegt als ADHS.
    Ok, das war die Hilfe, die ich brauche um zu verstehen . Danke.

    Ich kenne das, so was in der Art fand auch bei mir statt.
    Scheidungskind, körperliche Gewalt durch den Vater ... da muss ja 'ne Traumafolgestörung vorliegen.
    Das ist ja auch durchaus korrekt, das zu vermuten, denn die Ähnlichkeiten sind ja vorhanden, und es ist auch nicht auszuschließen, dass die tatsächlich vorliegt, wie es bei vielen ADS-Betroffenen der Fall ist.
    Aber dann ist es eben in den Fällen so, dass beide Störungen nebeneinander auftreten, also komorbid, kein Wunder, gerade ADS'ler gelten als recht empfänglich für Traumatisierungen.
    Wichtig ist nur, dass Diagnostiker und Therapeuten genau hinschauen, um genau das alles zu erkennen und zu unterscheiden.
    Ich hatte mal eine "Begegnung der merkwürdigen Art" mit einem DRV-Gutachter, der innerhalb eines 45-Minuten-Gespräches die hochgradige Verdachtsdiagnose auf eine Traumafolgestörung stellte, mit dem Zusatz "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit".
    nach 45 Minuten und trotz der ihm vorliegenden Berichte aus zwei Rehakliniken, eine davon mit Spezialisierung auf ADHS und meinem Therapeuten ... also eine dreifachvalidierte ADHS-Diagnose.
    Und er war in den 45 Minuten der Meinung, dass sich durch die Traumafolgestörung auch die"symptomatische ADHS" erklären ließe ....

    Da ist ja auch vorher keiner drauf gekommen, im Rahmen der Differentialdiagnostik schon geprüft zu haben (Achtung Ironie)



    ISBD schreibt:
    Und meine Antworten, die Dir unverständlich erscheinen, sind meine Gedanken dazu, die ich mir halt 'laut' mache, indem ich sie hier ausschreibe. ;-)
    Alles gut!

    Ich habe manchmal Schwierigkeiten damit, solche Gedanken korrekt nachzuvollziehen, ... das würde ich dem Asperger in mir zuschreiben, daher frage ich lieber nach.

    Immerhin das habe ich gelernt, dass es ok ist, da mal nachzufragen, denn es hilft mir.
    Wenn mir also etwas "unverständlich erscheint", dann nicht, weil ich es nicht für nachvollziehbar oder "falsch" oder sowas halte, sondern weil ich da einfach nur an die Grenzen in bezug auf meine kognitive Empathie stoße.

    Viele Grüße
    Fliegerlein

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