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Diskutiere im Thema Verhaltenstherapie? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Schubidu

    Gast

    Verhaltenstherapie?

    Hallo ihr lieben,

    gehe bald in Therapie und würde gerne mal wissen, wie sowas aussieht, was da gemacht wird mit mir, ob ich da rechenaufgaben und und und machen muss, hab zu meinem ADHS noch Diskalkulie und Emetophobie.
    Würde mich mal interessieren wie so ne Therapie aufgebaut ist.

    Freu mich über antworten GLG

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Verhaltenstherapie?

    Hallo Schubidu,

    deine Frage kann man wahrscheinlich nicht mit einer zufriedenstellenden Antwort beantworten.

    Jede Form der Therapie (auch die Verhaltenstherapie) ist ganz individuell und persönlich, sowohl auf den Patienten als auch auf seine Erkrankungen zugeschnitten. D.h. du erarbeitest zusammen mit dem Therapeut die Ziele der Therapie. Vor allem in der letzten der ersten 5 probatorischen Sitzungen wird es ganz genau um deine Ziele gehen. Also es werden Fragen auftauchen,wie: "Was möchtest du in der Therapie erreichen?", "Woran würdest du merken, dass dir die Therapie geholfen hat?", "Wozu kommst du eigentlich zu Therapie?"

    Willst du eine "reine" Behandlung wegen ADHS oder sollen Emetophobie und Dyskalkulie mitbehandelt werden? Wobei alle drei Erkrankungen auch eigenständige Therapien sein könnten. Soll heißen, wenn du nur eine Sache von den 3 Erkrankungen hättest, wäre das auch schon Grund genug für eine Therapie.


    Aber auch wenn du noch keine Ahnung hast, wie das Ganze ablaufen wird, wird dein Therapeut dich sicherlich gut aufklären und erklären, was genau zu schaffen / zu machen ist. Wichtig ist vor allem erst einmal das du dich wohl fühlst. Die ersten 5 Stunden sind dafür da, dass ihr euch beide kennen lernt bzw. vor allem der Therapeut dich. Und während bzw. nach den ersten 5 Sitzungen darfst du entscheiden, ob du bei diesem Therapeuten Therapie machen möchtest oder nicht. Bis dahin wirst du wissen, welches Konzept ansteht und was alles erreichbar ist. Und dann entscheidet du einfach noch einmal neu

    Ich hoffe, dass du in der Therapie das erreichst, was du dir wünschst!

    Liebe Grüße,
    MaBu

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 192

    AW: Verhaltenstherapie?

    Hallo Schubidu,

    Ich hab eine medikamentöse Therapie vor 4 Jahren begonnen und flankierend wurde eine Verhaltenstherapie etabliert. Ich muss sagen: Erstaunlich, wie man sich in ein paar Jahren so verwandelt. Vom Wolf zum Schaf quasi^^.

    Bei mir war die Impulsivität am Anfang das Problem, welche ich heute im Griff habe. Dazu kam eine "Angsttherapie": Ich muss auch hier sagen, ich bin wesentlich weniger ängstlich, als ich es war vor ein paar Jahren. Die Panikattacken haben sich reduziert und ich habe Skills gelernt, wie ich mit der Angst umgehen soll.

    Zudem ist es wirklich ein grosser Vorteil so ne Sitzung einmal wöchentlich zu haben. Man kann da lachen oder weinen. Meine Therapeutin hilft mir immer weiter .

    Ich finde eine Verhaltenstherapie eine gute Sache. Mir hat sie wirklich viel gebracht.

    Liebe Grüsse

    David

  4. #4
    Schubidu

    Gast

    AW: Verhaltenstherapie?

    Hey danke für eure Antworten =)

    Also ich erhoffe mir, dass ich "normal" werde durch die Therapie, dass ich endlich Struktur in mein Leben bekomm und vor allen Dingen, meine Faulheit und diese sch.... aggressionen ablege.
    Ich bin ein Mensch, wenn man es gut mit mir meint, egal welche Situation, fühl ich mich immer sofort angegriffen bin eingeschnappt und denk immer "Lasst mich doch alle in ruhe, ich kann und weiss das selbst!" und dieses verhalten geht mir selber brutal auf die nerven.
    Meine Mutter muss es mit mir als Kind damals brutal schwer gehabt haben. *kopfschüttel

  5. #5
    AlteEiche

    Gast

    AW: Verhaltenstherapie?

    Hallo Schubidu!

    Finde ich toll das du an deiner Lage arbeiten möchtest und dich kritisch selbst sehen kannst. Das ist eine gute Ausgangssituation für eine erfolgreiche Veränderung.

    Ich hatte und leider habe ich immer noch teils ähnliche Probleme und möchte dir davon erzählen.

    Früher wollte ich jedem der nur schief guggte den Kopf umdrehen. Ach was! Alleine weil ein Typ mir unsympathisch erschien regte ich mich schon auf! Ich war immer sofort auf 190, aber weniger nach Aussen hin, zum Glück! Ich war aber teilweise dermaßen Impulsiv und hab gerne mal gebrüllt und wäre ich in dieser Sache nicht so gehemmt hätte es sicher großen Ärger für mich gegeben.

    Irgendwann dachte ich mir, noch ohne von der ADHS zu wissen, das das den anderen Leuten gegenüber unfair ist, sie so schlecht zu behandeln. Und mit der Zeit wehrte ich mich ständig gegen diese Aggressionsausbrüche, das war auf Dauer nicht einfach. Das hat jetzt 15 Jahre gebraucht und am Ziel bin ich eigentlich immer noch nicht. Noch immer viel zu schnell aufbrausend, Aggressiv und Impulsiv.

    Die Impulsivität ist Kernbestandteil der ADHS Problematik und letztlich der Auslöser für viele Probleme. Diese Impulsivität ist aber nicht einfach so willentlich zugänglich, sondern der Vorgang hier etwas zu ändern dauert sehr lange, weil wir das neue durch Einsicht gelernte Verhalten erst internalisieren müssen, das heißt grob gesagt im Gehirn in einen automatisierten Zustand überführen.

    Diese Internalisierung von Lernprozessen ist bei ADHSlern gestört. Deshalb können wir viele Dinge nicht von jetzt auf gleich wie Andere lernen. Ausserdem ist dieser Faktor an die Impulsivität gekoppelt und gegen diesen Aspekt der ADHS vorzugehen ist ungleich schwerer, weil er noch viel tiefer in der Gehirn-Hardware verbuddelt ist.

    Meine Großmutter ist fast 80, blind und humpelig. Sie hat aber immer noch ihre Impulsivität und schafft es problemlos brüllend der ganzen Straße mitzuteilen wenn ihr etwas nicht passt. Das hat sie meiner Mutter und diese dann mir vererbt. Das ist so tief in uns verankert das das zu verändern möglicherweise eine Generationen übergreifende Aufgabe sein könnte.

    Was ich dir sagen möchte: Die Einsicht das du etwas ändern möchtest, der Weg zur Verhaltenstherapie ist das eine. Allerdings solltest du keine Wunder erwarten. Der Weg für ADHSler ist nun mal sehr lang, sehr steinig. Das können wir mit gutem Fachwissen beeinflussen und wenn wir uns auf urmenschliche Tugenden einlassen und uns bemühen andere so nett wie möglich zu behandeln, so fair wie möglich zu sein. Anderen Gegenüber liebevoll sein wollen. Das setzt an einem ähnlichen tiefgreiffenden Punkt in unserem Gehirn an wie unsere Impulsivität.
    Wer in seinem Inneren als ADHSler aber Wut und Ärger, Arroganz und Distanz, Vorurteile gegenüber anderen Menschen dauerhaft beherbergt und dies nicht abbaut, der wird besondere Schwierigkeiten haben weil diese Haltung nur gegen innere Überzeugungen UNTERDRÜCKT werden dann. Die Meisten von Uns werden aber höchstwarscheinlich gegen ihre Impulsivität keine Chance haben. Es ist so sehr teil von uns und alles was ein Normalo zum Regulieren dieser Aspekte hat, können wir nicht richtig aufbieten.

    Um es noch einmal kurz und knapp zu sagen:

    Unsere Wissensvorräte im Gehirn sind von unserer Verhaltenssteuerung stark abgekoppelt. Barkley erklärte das so: Die Bereiche für Wissen und Verwendung des Wissens sind wie mit einem Messer durchgeschnitten. Wir wissen was wir tun sollen, können es aber nicht Umsetzen. Warum?
    Das liegt z.B. an unserer fehlenden/gestörten Regulationsfähigkeit der Impulsivität aber auch durch Fehlen / Störung einiger höherer Funktionen wie sie andere Menschen normal zur Verfügung haben.
    Wir können gelerntes nur sehr sehr sehr langsam Umsetzen, weil einige Hardware-Systeme und Kommunikations-Kabel im ADHSler Gehirn einen Knacks haben.

    Durch diesen Hardwareschaden (Gehirn) können wir keine Softwaremodifikationen (Verhaltenstherapie) so umsetzen wie Normale.

    Das ist alles nicht weiter Schlimm, du kannst trotzdem von einer Verhaltenstherapie hochgradig profitieren. WENN du an den richtigen Punkten ansetzt und die sind bei dir wie bei anderen ADHSlern + deine eigene Individuelle Varianz dabei. Das kannst du nur selbst herausfinden.

    Ein typischer Verhaltenstherapeut, der nicht auf die ADHS Symptomatik spezialisiert ist, der kann mit seinem vorhandenen Reportoire weder deine Defizite noch deine Potentiale richtig einordnen, du solltest ihn darauf hinweisen.

    Ich könnte jetzt etwas über die Strukturdefizite sagen. Dann wird es hier aber noch länger. Sag bitte wenn du möchtest das ich dazu noch etwas schreibe.

    Es ist wirklich nicht einfach für uns ADHSler aber wenn du dir viel Zeit nimmst, dich mit den Symptomen und den Möglichkeiten gut auseinandersetzt, dich weiterbildest und nach und nach durch deine eigene Erfahrung begreifst wo deine Stärken und wo deine Schwächen sind, machst du für dich selbst die Beste Verhaltenstherapie.

    Ein Therapeut kann dich dabei wunderbar unterstützen, jedoch nur wenn du Ihm die richtigen Vorgaben machst und der Therapeut deine Bedürfnisse richtig erkennt und darauf eingeht.
    Geändert von AlteEiche (26.12.2013 um 14:48 Uhr) Grund: Typo/Stil/Sinn

  6. #6
    Schubidu

    Gast

    AW: Verhaltenstherapie?

    Hey AlteEiche,

    danke für deine Mühe =)

    das Problem ist, ich kenne leider nur meine Schwächen, gut eine Stärke wüsste ich die ich hätte und das ist die deutsche Rechtschreibung. Aber 1. brauch ich die nicht wirklich in meinem Beruf (handwerksberuf) und 2. bin ich nicht mehr in der Schule. So wo sind dann meine anderen Stärken?

    Ganz ehrlich, manchmal denke ich echt, ich bin eine von den ADHSlern, die nichts auf die Reihe kriegen, die noch nicht mal sagen können "ich bin stolz darauf, dass ich das besser kann wie ein normaler mensch!"

    Mein komplettes leben besteht nur aus Chaos, ich bin zu faul, zu agressiv, zu durcheinander und ich kann nicht wirklich viel außer Schreiben, toll! Ich bin ja noch nicht mal einfühlsam, wenn jemand anderes weint, ich umarm die person zwar, aber ich steh nich da und heul mit, weil ich mich in die person hineinversetze, ich umarm diese person einfach, weil ich weiss es könnte ihr vielleicht gut tun.
    Manchmal denke ich echt, dass ich fehl am Platz bin, durch das, was ich bin.... ja ich empfinde selbsthass!

    Sry wenn ich gerade so sensibel schreibe, aber manchmal k**** mich meine Krankheit einfach nur an. Ich kann sie einfach nicht akzeptieren, ich will doch nur so sein, wie jeder andere mensch auch!

  7. #7
    AlteEiche

    Gast

    AW: Verhaltenstherapie?

    Erst einmal möchte ich dir sagen, du bist nichts besonderes. Du bist einfach ein ADHSler wie ich und viele Andere hier im Forum. Darum bist du auch richtig hier.

    Und dannn möchte ich dir sagen du bist etwas besonderes. Nämlich du bist du. Ein Individuum mit eigenen Fähigkeiten und Merkmalen, ererbten Talenten, und mit erlernten Fähigkeiten.

    Das Kernproblem mit ADHS ist, das diese immer zwischen uns und dem steht, was wir sein wollen, sein sollen und sein können.
    ADHS ist immer zwischen uns unserer Interaktion mit der Welt und den Menschen darin. In etwa so, wie ein Mensch, der eine Brille braucht. Er sieht nicht mehr ganz klar und das kann er nicht willentlich ändern.


    Es ist leider in unserer Welt so, das immer Alle versuchen mit Anderen zu konkurrieren, sich vergleichen. Das ist aber Unsinn und eine Garantie fürs Unglücklichsein. Viel besser wäre für dich, wenn du dir selbst überlegst wo du besser werden möchtest und hinterher nach einiger Zeit schaust ob du dich selbst verbessert hast in diesem Punkt.

    Die Leute belügen sich ja meist nur selbst! Die sind immer so stolz auf das was sie angeblich können oder was sie angeblich so besonderes sind. Dabei vergleichen sich die meisten ja am liebsten mit Leuten, die etwas weniger oder gar nicht gut können!

    Du jedoch vergleichst dich mit denen, die etwas besser können als Du und das ist deine Aufrichtigkeit, deine Ehrlichkeit, die dir hier vorgaukelt du seist schlechter als die Anderen. Eine schöne Eigenschaft haben wir an dir also schon mal gefunden!

    Du bist nicht schlechter als ein Anderer. Nur weil du vielleicht nicht rechnen kannst, der "Hans-Wurst" in deinem Betrieb darin besser ist als Du, ist er aber noch lange kein Mathematiker, nich wahr?

    Es ist die klassische Frage ob ein Mensch besser ist durch das was er HAT als durch das was er IST: "Hast du Was biste was - Haste nichts, biste nichts!"

    Das ist Nonsens. Du bist ein Mensch. Fertig. Mehr braucht es nicht um genauso gut und toll und schön zu sein wie alle anderen Menschen.

    GERADE dein Scheitern durch deine ADHS ist (d)eine Chance für dich dich weiter zu entwickeln als Mensch.


    Ein weiterer Punkt ist das du dich davon frei machen solltest, zu glauben, das die ADHS einen Segen einbrächte. Das ist völliger Nonsens. Auch hier kann ich nur Barkley sinngemäß anführen, der es auf den Punkt brachte: Während seiner Karriere seit 1977 beginnend bis heute hat er tausende Menschen mit allen möglichen Eigenschaften und Fähigkeiten gesehen und er sagte sinngemäß, das ADHS hat sie alle "geschwächt" hätte.

    Jeder ADHSler ist auf seinem eigenen Niveau, in seiner eigenen Vielfalt der Eigenschaften Mensch, Person, Charakterwesen, als Individuum durch die ADHS begrenzt, beschädigt bzw. "gestört", wenn man so will : Behindert.

    Wenn es ADHSler gibt, die etwas gut können, dann können sie es TROTZ der ADHS gut, oder weil sie etwas gefunden haben, das bei ihnen selbst genau passend die ADHS Probleme kompensiert.

    Auch du kannst Dinge gut und wenn es nur deine ganz spezielle Art ist dich kritisch zu sehen und zu begreifen das du in Zukunft noch einen weiten Weg an Verbesserungen an deinem Verhalten und an deinen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu erledigen hast. Du siehst das was du noch erreichen kannst auf deine eigene Art! Erkenne mal was dir das für ein Potential bietet!

    Wer sich für etwas hält, braucht nichts mehr zu werden. Du jedoch willst noch etwas werden, weil du deine Fehler und Mängel erkennst - Ok, du bläst sie ein bischen auf, aber das kriegen wir hin! Ich jedenfalls glaube daran, das das jeder schaffen kann. Es ist nur unterschiedlich schwer und braucht unterschiedliche Mittel und Methoden und jeder braucht seine eigenen Zielformulierungen und seinen eigenen Weg dorthin.

    Hirschhausen: Das Pinguin-Prinzip... - YouTube


    Finde deinen eigenen Weg, deine Eigene Persönlichkeit. Zu deiner Persönlichkeit gehört deine ADHS. Aber deine ADHS ist nicht deine ganze Persönlichkeit, im Gegenteil!



    Mehr als 400 Charakterzüge machen einen Menschen aus. ADHS und ihre Besonderheiten sind nur ein Aspekt von allen diesen Eigenschaften, die du hast.

    Geändert von AlteEiche (26.12.2013 um 18:18 Uhr) Grund: Stil/Sinn/Typos

  8. #8
    Schubidu

    Gast

    AW: Verhaltenstherapie?

    Danke einfach nur danke! =) Ist echt voll nett von dir, dass du mir so ausführlich geschrieben hast.

    und das video mit dem Pinguin finde ich auch richtig gut!

    Sry wenn ich grad nicht viel sagen kann, außer danke. =)

  9. #9
    AlteEiche

    Gast

    AW: Verhaltenstherapie?

    Oha, da haben wir uns mit Korrekturlesen und Beitraglesen etwas überschnitten.

    Kopf hoch und alles gute

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Verhaltenstherapie?

    Das Kernproblem mit ADHS ist, das es das immer zwischen uns und dem steht, was wir sein wollen, sein sollen und sein können. Es ist immer zwischen uns unserer Interaktion mit der Welt und den Menschen darin. In etwa so, wie ein Mensch, der eine Brille braucht. Er sieht nicht mehr ganz klar und das kann er nicht willentlich ändern.
    na toll ich hab ad(h)s UND eine brille -.- gg

    finde es toll wie du das alles erklärst eiche, ich würde mich sehr drüber freuen lesen zu dürfen, was du zum thema strukturprobleme zu sagen bzw schreiben hast. auch gerne per pn damit wir hier nicht abdriften

    Du jedoch vergleichst dich mit denen, die etwas besser können als Du und das ist deine Aufrichtigkeit, deine Ehrlichkeit, die dir hier vorgaukelt du seist schlechter als die Anderen.
    dazu passt wunderschön:
    Jeder ist ein Genie. Aber wenn du einen Fisch nach seiner Fähigkeit beurteilst, einen Baum hochzusteigen, wird er sein ganzes Leben lang glauben, er sei dumm. - Albert Einstein

    Ein weiterer Punkt ist das du dich davon frei machen solltest, zu glauben, das die ADHS einen Segen hätte. Das ist völliger Nonsens. Auch hier kann ich nur Barkley zitieren, der es auf den Punkt brachte: In seiner Karriere seit 1977 beginnend bis heute mit der ADHS hat er tausende Menschen mit allen möglichen Eigenschaften und Fähigkeiten gesehen und er sagte sinngemäß, das ADHS hat sie alle "geschwächt" hätte. Jeder ist auf seinem eigenen Niveau, in seiner eigenen Vielfalt der Eigenschaften und als Individuum durch die ADHS begrenzt. Wenn es ADHSler gibt, die etwas gut können, dann können sie es TROTZ der ADHS gut, oder weil sie etwas gefunden haben, das bei ihnen selbst genau passend die ADHS Probleme kompensiert.
    hrm ich sag erstmal spontan: jaein, seh ich ein wenig anderst.

    ich denke schon das die andere denkweise ein segen sein kann. es eröffnet einem ganz andere (denk)wege. allein wenn ich an das improvisationstaltent meiner mutter und meiner selbst denke, das ist manchmal wirklich..einzigartig aber zu 90% funktioniell. manchmal muss man noch nacharbeiten und was verbessern aber überhaupt erstmal die idee zu haben, ist schon eine leistung, selbst wenn sie ihre ecken und kanten hat.

    an der stelle kürz ich mich mal selbst ab, weil ich nicht bei allem was mir einfällt weiss wie fundiert es ist und obs überhaupt auf jeden zutrifft. die meisten sachen sind ja bei jedem ein wenig anderst.

    mir gehts darum, man kann durchaus auch seinen nutzen aus dem ganzen ziehen, wir haben es nur wesentlich schwerer überhaupt einen nutzen aus irgendwas zu ziehen und ziele zu erreichen das überdeckt die "vorzüge" so stark, das man sie nichtnur nichtmehr wahrnimmt, sondern sich auch gleich im nachteil sieht. -so seh ich das zumindest-

    tjoah ob sich das ganze so weit "regulieren" lässt, das man auf die vorteile auch zugriff hat und seine fähigkeiten auch einsetzen kann...kA gg das finde ich noch raus bin selbst noch ganz am anfang eines noch sehr langen und steinigen weges (aber sehr motiviert )

    lg
    thren

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