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Diskutiere im Thema ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse? im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #51
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    Kleines Beispiel:

    Ein Tumorzentrum kriegt Röntgenbilder ohne jegliche Anzeichen. Schema F IST hier das Röntgen, oder von mir aus auch MRT.

    Soll dann die Zeit wirklich noch aufgebracht werden, den Patienten trotzdem noch zu untersuchen, weil ER/SIE sich sicher ist?


    Schema F heisst "nur" empirisch standartisiert, es beruht auf mehreren tausend Erfahrungen........ Schema F als Vorabklärung kann mal daneben gehen, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.


    slippy, ich kann dir ja mal z.B. meine ausgewerteten Fragebögen zum nächsten Treffen mitbringen, dann wirst du sehen, dass Schema F gut durchdacht und gar nicht so oberflächlich ist, wie (ich auch) am Anfang vermutete.
    Geändert von creatrice ( 7.02.2014 um 12:20 Uhr) Grund: das "L" hat sich davongeschlichen

  2. #52
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 359

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    Hi Creatrice,

    Ich muss jetzt ein bisschen ausholen, wenn ich erklären will, was ich mit Schema F meine. - Wir haben ja darüber gesprochen, was passiert, wenn Menschen gerne lieber eine ADS Diagnose hätten (als z.B. Bipolare Störung, Autismus oder Asperger, die zum gleichen "Spektrum" zu gehören scheinen.) Darauf wollte ich hier nicht eingehen, das wird die Fragestellerin selbst irgendwann untersuchen. Spätestens bei der dritten "Falsch"Diagnose sieht man ein, dass man vielleicht etwas anderes hat. Die Posterin hat selbst ein Kind mit ADS; deswegen (und auch wenn wir nicht wissen, ob nun die Gene, eine Ohrenentzündung o.ä.ist) wollte ich es zunächst nicht ausschließen, dass es auch bei ihr sein könnte (Konjunktiv). Naja, das wird sie selbst herausfinden. :-)

    Zu dem Problem mit Schema F:
    MRT Bilder, Röntgenbilder, ja selbst Blut"Bilder" sind keine Hard Boiled Sience. Sie sind geisteswissenschaftliche Interpretationsverfahren, genau genommen hermeneutische Verfahren zwischen Erklären und Verstehen. Man guckt aufs Bild, meint etwas zu sehen, richtet die eigene Sorache danach aus und sucht nach anderen Dingen im Bild damit es passt. Natürlich möchten Mediziner gerne clear Cut Methoden vorgeben und so tun als sei alles exakte Wissenschaft - dem ist nur leider nicht so. Nicht umsonst spricht der Volksmund gerne von zwei Ärzten und vier Meinungen. Wir hatten beim Treffen kurz über Informatik als "Geisteswissenschaft unter den Naturwissenschaften" diskutiert; das war der Grund, warum ich mich kurz umgesetzt hatte. Irgendwie kam ich dann nicht mehr zurück auf 'meinen' Platz aber ich hätte gerne genau darüber gesprochen. Die Listen mit Symptomen und Fragebögen sind ganz bestimmt schlau gemacht. Die Kehrseite sind due Patienten, die sich genau in den Veschreibungen suchen - ahnlich wie Mediziner im MRT Bild. Ich hatte selbst fünf Fragebögen auszufüllen nach unterschiedlichen Kriterien, manche mit weit über 100 Fragen. Keine Frage, dass die "gut" gemacht sind! Glücklich für uns, wenn auch andere Krankheiten damit ausgeschlossen werden :-) ich habe mich vorher damit nie beschäftigt, deswegen habe ich sie auch naiv ausgefüllt. Aber ich war froh, dass mein Doc vorallem drei Stunden (genauer gesagt 3,5 Std.) mit mir geredet hat. Danach stand sein Urteil fest. Ich bin halt mehr als nur ein paar Eigenschaften auf einer Liste - es gibt auch den ADS Lebenslauf, den ich auch habe - ähnlich wie Du. Ich mag's einfach, wenn man mich nicht als Kriterienkatalog behandelt sondern als MENSCH gesehen wird - komplett :-)

    Das war alles, was ich sagen wollte. Und wenn ich's jetzt bessser/differenzierter sagen kann, dann liegt's wohl daran, dass ich grade 5mg nachgeworfen habe. Soviel zu meinen Fähigkeiten mit und ohne..

    Ich habe meine Fragebögen übrigens nie zurückbekommen oder auch nur mit ihm besprochen. Ich habe es auch abgelehnt, eine Diagnose lesen zu müssen. "Ich habe ADS" -das reicht für den Anfang.

    Schwer genug. Aber es heißt ja auch, dass man nach der Diagnose endlich eigene Fähigkeiten und Qualitäten erkennen kann (statt sich nur runterzumachen).

    Deswegen lohnt es sich bestimmt immer, sich auf die Suche nach der richtigen Diagnose zu machen (was auch immer man hat).

    Viele Grüsse,
    Ama

    P.S. Nettes Zitat bei Dir unten, dann war das mit dem BE ja nicht nur so dahingesagt ich habe Peymann zu Weihnachten gerade in Wien gesehen "Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen". Herrliche 3 Dramolette :-)

  3. #53
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    creatrice schreibt:
    Ich hatte (in einer Spezialklinik) auch erst Zeugnisse und Fragebögen zusenden müssen. In den Fragebögen wurden auch eher wenig die "üblichen" Fragen gestellt, eigentlich eher nur die Kindheitsanamnese war das übliche. Es waren sogar äusserst befremdliche Fragen, z.B. über Pyromanie, sexuelle Straftaten, jegliche andere erdenkliche Straftaten mit dabei.

    Ich hatte auf jeden Fall wesentlich mehr Fragen mit negativ angekreuzt, als mit positiv. Glaube ich hatte sogar eine ganze Seite dabei, wo nur "nein" angekreuzt war. War daher sehr erstaunt über die positive und wohl eindeutige Diagnose. Im Nachhinein habe ich mit dem Diagnoseschriebs auch meine Fragebögen zurück bekommen. Da habe ich dann gesehen, wie viele Fragen die durchgestrichen haben. Also was alles "Fangfragen"/ auf andere Erkrankungen hindeutet, waren oder eben für die ADHS-Diagnostik nicht relevant ist.


    Ich kenne natürlich nicht deine Fragebögen, aber im Nachhinein, nach Einlesen in das Thema ADHS sind meine Kreuze wirklich eindeutig. Und noch eindeutiger war, das ich mich selbst grundsätzlich "besser" angekreuzt habe als meine Eltern. Ich halte die Fragebögen schon für sehr aussagekräftig. Auch wenn es einem als Patienten oft nicht so erscheint. Bei mir waren auch sehr sehr viele Probleme gar nicht in den Fragebögen.

    Sprich: Die Fragebögen sind schon cleverer gemacht als viele denken, nur ist die Logik eben ohne "Schablone" nicht offensichtlich.

    Wenn du dir wirklich unsicher bist, mach wirklich noch mal woanders eine Diagnostik, aber ich glaube gerade Fachkliniken (wo meist nicht nur einer die Unterlagen sichtet) können schon relativ sicher mit den Fragebögen und Zeugnissen einen Vorabentscheid treffen. Natürlich sind auch die nicht fehlerfrei. Vielleicht haben die wenigstens die Zeit dir eine Erklärung, oder schriftliche Erklärung für deinen Hausarzt/Psychiater zu geben, wieso es schon bei Sichtung zu einem Negativ-Befund kam.

    Vielleicht waren wir ja an der gleichen Fachklinik, es hört sich so an..

    Meine eigenen Fragebögen gingen ja noch, da habe ich mich drin wiedergefunden. Auch wenn ich im Verhältnis zu denen meiens Sohnes nur einen Bruchteil ausfüllen musste.

    Meine Mutter jedoch hatte 2 Seiten Fragen, die sich auf mein Alter zwischen 8 und 10 bezogen - ein Alter, in dem ich relativ unauffällig war. Ich war in diesem Alter sehr anstrengend, habe alles genau wissen wollen und nie locker gelassen. Ich wurde als "schwierig" beschrieben, aber nichts, was in Verhaltensauffälligkeiten wie en abgefragten ausdrückbar wäre.

    Der Fragebogen für mienen Mann war auch nur mini und aus dem Kinderbereich. Da war eine Frage, ob ich im Klassenraum o.ä. aufstehen würde... Die frage, ob ich bspw. mit den Füßen wippe oder mit den Händen zapple, hat er kurioserweise mit "selten" angekreuzt, obwohl er mich ständig anraunzt, ich soll soch mal aufhören, mit den Fingern auf dem Tisch zu trommeln. Häääh?


    Und der Hammer meinerseits: Nachdem ich nun auf Fehlersuche gegangen bin, ist mir auf meinem Fragebogen doch mal gleich die erste Frage aufgefallen: "Warum kommen Sie zu uns? oder Welches sidn Ihre Beschwerden? irgendwie so ähnlich.

    Na jeenfalls herrscht dort im Antwortfeld gähnende Leere. Hab ich doch glatt den wichtigsten Teil (für mich) übersehen.

    Wenn die dann gleich beim ersten Lesen des Fragebogens lesen: Oooooch, Beschwerden hat sie ja keine -> kein Wunder!

  4. #54
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    Also wenn wir in der selben Klinik waren, dann lag es mit Sicherheit NICHT an dem unausgefülltem Feld, denn mein Text dazu war:


    Keine Intelligenzminderung!!!!!!!!!





    Joah......... Beschwerden sehen auch anders aus


    Wurde auch grinsend 2x drauf angesprochen.....




    Ach ja, bei mir hat meine Mutter manchmal was dazu geschrieben, wenn es nicht so recht passte, z.B. bei der Frage ob ich viele Hobbys hatte und die oft gewechselt habe, da hat sie "nie" angekreuzt, und dazu geschrieben, das ich nie Hobbys hatte, da ich eher apathisch war. Netter ausgedrückt wäre natürlich "verträumt" gewesen........ Das selbe dann bei Freunde und Freude. Naja sowas halt....... muss ja jetzt hier nicht all meine "Schandtaten" aufführen.


    Ich denke mal der Fragebogen deiner Mutter u. Freund waren mit ausschlaggebend.
    Geändert von creatrice ( 7.02.2014 um 23:28 Uhr)

  5. #55
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    slippyamelia schreibt:
    Wir haben ja darüber gesprochen, was passiert, wenn Menschen gerne lieber eine ADS Diagnose hätten (als z.B. Bipolare Störung, Autismus oder Asperger, die zum gleichen "Spektrum" zu gehören scheinen.) Darauf wollte ich hier nicht eingehen, das wird die Fragestellerin selbst irgendwann untersuchen. Spätestens bei der dritten "Falsch"Diagnose sieht man ein, dass man vielleicht etwas anderes hat. Die Posterin hat selbst ein Kind mit ADS; deswegen (und auch wenn wir nicht wissen, ob nun die Gene, eine Ohrenentzündung o.ä.ist) wollte ich es zunächst nicht ausschließen, dass es auch bei ihr sein könnte (Konjunktiv). Naja, das wird sie selbst herausfinden. :-)

    Hmmm, ich weiß nicht. Meine (langjährige) Psychotherapeutin ist sich sicher, dass ich AD(H)S habe. Und ein anderer Therapeut, den ich merhfach konsultieren musste, hat dies im zweiten Gespräch auch von sich aus thematisiert. (Der war sogar der erste)

    Und wenn ich, nachdem ich mich nun seit 11 Jahren mit dem Thema ADHS auseinandersetze, meine eigene Symptomatik mit der meines Sohnes vergleiche, kann ich nur ADHS an mir erkennen.

    Das Gleiche hier im Forum: Wie oft habe ich jetzt schon zu meinem Mann gesagt, dass ich mich hier heimisch fühle. Ich sage dann immer: Die sind ja alle wie ich!!!

    Gut, ich kenne mich nun nicht sehr mit Asperger, und was sonst noch infrage käme, aus. Aber ich komme nicht blauäugig zu meiner Vermutung, die schon fast Sicherheit ist.

    Ach ja, mein Hausarzt unterstützt das Vorhaben auch sehr, er denkt ebenso, dass es naheliegend wäre. Und vor allem ist seine These, dass wir vielleicht dann endlich mal an anderen Stellen weiterkommen, die solange ein ADHS nicht behandelt würde, Bremsen sind.

    Ich denke einfach, dass ich, da ich ja davon ausging, persönlich "vorgeladen" zu werden, eben versäumt habe, die Umstände zu erklären, die im Kopf des Bearbeiters sonst vielleciht ein anderes Bild entstehen lassen hätten...

  6. #56
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    creatrice schreibt:
    Also wenn wir in der selben Klinik waren, dann lag es mit Sicherheit NICHT an dem unausgefülltem Feld, denn mein Text dazu war:


    Keine Intelligenzminderung!!!!!!!!!





    Joah......... Beschwerden sehen auch anders aus


    Wurde auch grinsend 2x drauf angesprochen.....
    Ich glaube, so eine Eigenbewertung könnte man auch symptomatisch verwerten, oder? *lach*


    creatrice schreibt:

    Ach ja, bei mir hat meine Mutter manchmal was dazu geschrieben, wenn es nicht so recht passte, z.B. bei der Frage ob ich viele Hobbys hatte und die oft gewechselt habe, da hat sie "nie" angekreuzt, und dazu geschrieben, das ich nie Hobbys hatte, da ich eher apathisch war. Netter ausgedrückt wäre natürlich "verträumt" gewesen........ Das selbe dann bei Freunde und Freude. Naja sowas halt....... muss ja jetzt hier nicht all meine "Schandtaten" aufführen.


    Ich denke mal der Fragebogen deiner Mutter u. Freund waren mit ausschlaggebend.
    Meine Mutter hat miener Empfindung nach ein verharmlostes Bild von mir gezeichnet. Ganz entgegen ihrer sonstigen Art, mich schlecht zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie nicht als schlechte Mutter dastehen wollte.

    Hätte ich gewusst, dass diese die Zünglein ander Waage sein könnten, hätte ich sie gebeten, noch mal zu überprüfen, ob das wirklich das ist, wonach sich ein Fremder mich als Kind vorstellen soll.

  7. #57
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    Hmmmmm schwierig.......

    So langsam (au weia das ist echt bitter für dich) glaube ich auch, das es an der Fremdanamnese lag. naja und dann noch die Zeugnisse....
    Aber vielleicht siehst du dich, u auch deine Vergangenheit schlechter als es ist? Also was ich damit sagen will, sind deine Empfindungen über störende Dinge/Ereignisse vielleicht extremer als es in Realität ist?


    sorry für Rechtschreibung, Nachtmedi wirkt leider etwas lähmend

  8. #58
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    creatrice schreibt:
    Hmmmmm schwierig.......

    So langsam (au weia das ist echt bitter für dich) glaube ich auch, das es an der Fremdanamnese lag. naja und dann noch die Zeugnisse....
    Aber vielleicht siehst du dich, u auch deine Vergangenheit schlechter als es ist? Also was ich damit sagen will, sind deine Empfindungen über störende Dinge/Ereignisse vielleicht extremer als es in Realität ist?
    Ich hatte eine gute Kindheit. Ich habe nie Schwierigkeiten wahrgenommen, was miene jetzige Problematik betrifft.
    Aus meiner Sicht könnte das an meinem extremen Ehrgeiz liegen. Ich habe meine komplette Kindheit (ich bezeichne es mal als) überkompensiert. Ich habe z.B. in den Ferien tatsächlich, statt mit anderen rauszugehen, meine Hefter abgeschrieben. Jede Überschrift wurde gleich gestaltet, alles nach System. Ich wurde ein pingeliger Mensch, der ohne Systematik nicht zufrieden war.

    Ich war ein kleiner Tyrann, der neunmalschlau solange genervt hat, bis ich es auf meine Weise durchgesetzt hatte.

    Lernen musste ich nie. Ich nahm alles aus dem Unterricht mit, weil ich es verstanden hatte. Später, bei Abitur, habe ich es dann schwer gehabt, weil da oft fleißiges Auswendiglernen vonnöten war.


    Heute, wo ich die Energie dieser ständigen Kompensation nicht mehr aufzubringen schaffe, fallen mir meine, meiner Meinung nach schon damals vorhandenen Symptome, vor die Füße.

    Ich verstehe endlich, warum ich mit 15 im Unterricht saß und - ein halbes Jahr vorher noch 1er-Kandidat - Mühe hatte, dem Lehrer zu folgen. Ich war von allem abgelenkt. Meine Gedanken gingen auf Wanderschaft, ich ertappte mich alle paar Minuten wieder, obwohl ich doch eben noch fest gewillt war, nun aber endlich aufzupassen.

    Un meine schreckliche Unordung. In meinem Mikrokosmos "Zimmer" war alles pikobello geordnet, wehe es war nicht an seinem Platz.
    Heute, wo es so viele verschiedene Dinge in einem Haushalt und vor allem Verantwortlichkeit für 4 Personen gibt, fühle ich mich, wie der letzte Messie...

  9. #59
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    Die Frage nach den Hobbies beantwortet meine Mutter auch mit: Jaaaaa!!! Viele. Klavier, Gitarre, Singeclub, Töpfern

    Was sie verschweigt ist, dass sie mich dorthin "geprügelt" hat. [... Du lernst mindestens ein Instrument. Wenn dir dieses nicht gefällt, kanns du dir ja ein anderes aussuchen, aber eines wird gelernt... ]

    Oder nachmittags. Ich wollte nie raus. Ich hatte keinen Bock auf andere Kinder. Da hieß es dann: Du gehst jetzt raus, und vor 18 Uhr kommst du nicht nach Hause.
    Wenn ich erstmal draußen war, ging es ja auhc, aber von mir aus wäre ich nicht freiwillig gegangen!
    Auch nicht am nächsten oder übernächsten Tag.


    Ich denke, meine Mutter sieht so ein Ausfüllen von Fragebögen nicht wirklich mich betreffend. Stattdessen profiliert sie sich und sieht ihre Antworten als ihre eigene Bewertung als Mutter an...

  10. #60
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: ADHS trotz toller Grundschulzeugnisse?

    Ein bisschen stimmt das schon, mit den manchmal sinnlosen Fragen - bei mir wurde z.B. gefragt, ob ich vergesse öfters vergesse die Blumen zu gießen, da ich keine Oma bin, die auf jedem Fensterbrett Blumen hat, war das also auch nicht wirklich passend, aber ich denke schon, das die Gesamtheit der Fragen, das richtige Bild vermittelt am Ende.

    Mit dem schwierig sein im Kindheitsalter, dass ist auch so eine Sache, ich gehöre wahrscheinlich zu der verträumten Fraktion der ADSler und bin sehr konsequent von meinen Eltern erzogen wurden. Mit 2 und 3 Jahren war ich wohl oft sehr wütig und mit 6 oder 7 gab es auch noch mal den ein oder andere Wutausbruch, aber mit 10 hatte ich das verstanden, dass ich mich so nicht zu benehmen hatte. Also viel ist denke ich auch die Erziehung, auch wenn dies heute von ASD- Eltern oft nicht akzeptiert wird, dass auch die Eltern mit gefragt sind. Klar die Erziehung von ADS Kindern ist schwieriger, aber eine Rolle wie sie erzogen werden spielt es eben doch.

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    Schnarchnase schreibt:

    Ich denke, meine Mutter sieht so ein Ausfüllen von Fragebögen nicht wirklich mich betreffend. Stattdessen profiliert sie sich und sieht ihre Antworten als ihre eigene Bewertung als Mutter an...
    Dann hätte sie den Fragebogen nicht ausfüllen dürfen, mir war freigestellt, wen ich ihn gebe, sollte nur halt jemand sein, der mich genau kennt. Vielleicht verzichten einige Ärzte ja bewusst darauf den Elternfragebogen zu verwenden, weil sie das wissen, dass das alles so subjektiv beeinflusst sein kann, bei den eigenen Eltern.

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