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Diskutiere im Thema Ich habe Angst, dass ich verrückt bin! im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 108

    Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Hallo liebe Leidensgenossen,

    hoffentlich schreibe ich hier nicht zu wirres Zeugs, aber vielleicht hat ja einer von euch Zeit und Lust mir beim Gedanken sortieren zu helfen.

    Seit meiner Diagnose letzte Woche bin ich schier am durchdrehen. Meine Gedanken fahren nur noch Karusell, ich analysiere alles, mich selbst, meine Vergangenheit, habe Ängste und kann nicht mehr richtig schlafen. Schlafen ist sowieso prinzipiell ein Problem, weil mich mein Kleiner (10 Monate alt) sowieso ständig aufweckt.

    Ich nehme seit April diesen Jahres Venlafaxin in einer hohen Dosis (300 mg) weil ich nach der Geburt meiner beiden Söhne (habe noch einen Sohn mit fast 3 Jahren) an starken Ängsten litt und mir der Alltag und die Struktur so schwer fielen und immer noch fallen.

    Als ich wegen meiner Depression oder Angststörung für 12 Wochen in einer Tagesklinik war musste ich 5 verschiedene Antidepressiva ausprobieren und keine davon halfen mir "das Chaos in meine Kopf" und mein Gedankenkarusell zu unterbrechen. Dadurch kam ich dann selbst auf die ADS Diagnose, macht am Klinikum einen Test für Erwachsene und dort stellte man mir dann die Diagnose.

    Ich weiss ich darf mich jetzt nicht aufgeben, ich habe zwei kleine Kinder die mich brauchen, aber ich suche gerade irgendwie die Schuld bei meiner Mutter (mit der ich eh schon immer ein eher schlechtes Verhältnis hatte, weil sie mich nie verstand, mir immer einredete ich sei genauso wie mein Vater und sei psychisch krank) und dass auch mein ganzes Umfeld findet, dass ich nicht ganz normal bin und mich alle belächeln. Ich sehe sie als Schuldige, weil ich mich ernsthaft frage ob sie mich kaputt gemacht hat weil sie mir immer wieder sagte wie anders und komisch ich sei, weil sie jetzt die Fähigkeit meiner Mutterschaft ständig in Frage stellt, weil sie so impulsiv ist (und ich denke sie hat 100% ADHS) und mich schon so oft gekränkt und verletzt hat auch vor meinen Freunden und vor meinem Mann. Ich weiss zwar, dass sie auch nichts dafür kann oder doch... denn sie könnte ja einsehen, dass sie auch nicht gesund ist und eine Therapie machen, aber stattdessen sieht sie mich und alle Leute um sie herum als krank und hört nicht auf ständig alles in Frage zu stellen was ich mache und mich wie ein kleines Kind zu behandeln.

    Seit ein paar Tagen bin ich nicht mehr ich selbst. Ich denke nur noch und fühle mich schuldig. Ich denke mir, vielleicht hätte ich mit meiner ADS keine Kinder kriegen dürfen weil ich so unorganisiert und chaotisch bin. Ich liebe meine Kinder über alles, aber manchmal sind sie mir und die Geräusche um mich herum einfach zu viel. Ich habe erst am 4. Dezember einen Termin beim Psychiater und hoffe, dass er mir ein Medikament verschreiben kann. Es kann doch nicht so weitergehen.

    Eine Verhaltenstherapie mache ich ebenfalls.

    In meiner Ehe krieselt es weil mein Mann mir vorwirft ich würde mich jetzt auf meiner Diagnose ausruhen und die Schotten dicht machen. Das stimmt aber nicht. Ich will wirklich dass es besser wird, aber ich weiss einfach nicht wie.

    Ich bin voller Zukunftsängste, habe Angst alleine irgendwann ganz alleine zu sein wenn mein Mann und meine Söhne sich schämend von mir abwenden werden.

    Mein Selbstbewusstsein ist sowas von unten. Ich sehe mich wie Dumbo, wie einen Aussetzigen, der nicht hätte geboren werden dürfen, der zu nichts zu gebrauchen ist und eh alles nicht kann.

    Könnt ihr mir einen Rat geben?

    Danke fürs Lesen.

    Ainee

    PS: Die Familie meines Vater, plus mein Vater selbst, sind ebenfalls alle irgendwie komisch. Meine Oma hatte Schizophrenie oder Psychiosen oder was auch immer. Sie sah jedenfalls immer wieder irgendwelche grüne Männchen aus der Badewanne laufen. Mein Vater selbst hat mir auch immer wieder gesagt wie doof ich bin und ich bekam keine Liebe. Habe Angst, dass ich auch so psychisch krank bin wie die Familie meines Vaters bzw. dass das irgendwann ausbrechen könnte.

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.210

    AW: Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Liebe Ainee,

    ich kann dich sehr gut verstehen.
    Aber hau jetzt mal die Bremse rein. Den ganzen Tag sinnieren, vor allem, ohne dass du jemanden hast, mit
    dem du die Gedanken austauschen kannst, das bringt nichts. Sag dir mal, dass das nur in deinem Kopf ist.

    Die Folgen einer angeborenen ADHS-Veranlagung kann man nicht in ein paar Wochen aufarbeiten.

    Ich schlage dir jetzt vor, was ich heute morgen gemacht habe und häufig mache (ich darf heute noch von
    17 - 24 h in einem Theater arbeiten, deshalb pressiert's).

    Ich schreibe mir auf, was ich unbedingt machen muss und teile das auf in verschiedene Bereiche.
    Das nächste, was ich mache, ist z. B. einen Käsekuchen backen, und während der Mürbteig ruht, werde
    ich die Küche rauswischen. Usw. usf...

    Du hast vieles angesprochen und du wirst bestimmt viele Antworten bekommen, aber bis morgen früh,
    mach dich nicht verrückt. Aus dem negativen Denken wirst du herauskommen, aber das geht halt nicht so
    schnell!

    Ich denk an dich!

    Liebe Grüße
    Gretchen

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Hallo Gretchen,

    Du denkst also, dass das normal ist. Ich hoffe es. Ich bin so verunsichert. Bin ich behindert? Bin ich wirklich so unfähig mein Leben zu führen? Mache ich mit meinem ADS meine Kinder und ihre Psyche kaputt? Was muss ich anders als meine Mutter machen damit meine Jungs nicht so wenig Selbstbewusstsein und wenig Selbstwertgefühl haben wie ich!? Kann ich meiner Mum wirklich die Schuld geben? Sie war doch anscheinend selber krank und auch überfordert, warum aber diese unglaubliche Wut auf sie!?!

    Sorry für mein Gedankenwirrwarr... aber was ist jetzt mit Venlafaxin... ich werde das wohl alles mit meinem Psychiater besprechen müssen... ob sich Venlafaxin mit mph "beisst"!?

    Werde ich jemals von der Welt akzeptiert werden?

    Eure Ainee

  4. #4
    Lysander

    Gast

    AW: Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Streiche erst einmal das Wort "Schuld" aus Deinem Vokabular, wenn ich Dir diesen Rat einfach mal geben darf. Und lasse Dir auch keine Schuld von anderen einreden! Wenn man in einer Krise steckt, kann man nicht "funktionieren", schon gar nicht so, wie das andere erwarten. Du ruhst Dich nicht aus, sondern Du arbeitest an Dir. Das ist toll! Du versuchst offensichtlich gerade alles, was Dir möglich ist, um aus Deiner Krise zu kommen.

    Diese Fragen kannst Du tatsächlich nicht mit der Hauruckmethode lösen. Da stimme ich Gretchen zu. Ich kenne das Gefühl, man möchte so sehnlichst all das loswerden und zwar so schnell wie möglich. Aber das geht nun einmal nicht! Lass' Dir Zeit, die brauchst Du auch. Es ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Und dass Du gerade verwirrt und in einem Gedankenstrudel bist, ist nichts Ungewöhnliches. Gerade in diesem Zustand kannst Du Deine Knoten nicht lösen. Der Satz "ich werde das wohl alles mit meinem Psychiater besprechen müssen" ist der richtige Weg. Außerdem machst Du eine Verhaltenstherapie! Du bist auf Deinem Weg und machst damit das Beste, was Du machen kannst, auch für Deine Familie!!
    Geändert von Lysander (23.11.2013 um 12:34 Uhr)

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Unmittelbar helfen kann ich nicht. Aber vielleicht ein bisschen aufbauen. Mir ging es nämlich genauso.

    Ich hatte auch so eine emotionale Achterbahnfahrt dass mir so richtig schlecht geworden ist, allerdings ist die schon vor der Diagnose losgegangen - mit der ADHS-Diagnose (na ja, der 2. wegen Kindheit) hat der Wagen aber richtig Fahrt aufgenommen. Als Turbo hat sich tatsächlich das ganze Zeug aus der Vergangenheit entpuppt das gemeinerweise hochgespült wurde als ich es am wenigsten brauchen konnte. Und ich hasse Achterbahnen.

    Ich denke mir, vielleicht hätte ich mit meiner ADS keine Kinder kriegen dürfen weil ich so unorganisiert und chaotisch bin.
    Ach was. Das ist Unsinn. Deine Probleme haben auch viel mit Selbstwert und Selbstwirksamkeit zu tun - typisch für ADHS.

    Ich liebe meine Kinder über alles,
    Eben.

    aber manchmal sind sie mir und die Geräusche um mich herum einfach zu viel. Ich habe erst am 4. Dezember einen Termin beim Psychiater und hoffe, dass er mir ein Medikament verschreiben kann. Es kann doch nicht so weitergehen.
    Das ist die Achterbahn ...

    Das blöde ist: Du brauchst Geduld und Hilfe jetzt aber die Therapein werden Zeit brauchen ... und eine kleine Warnung: Selbst wenn eine Medikament perfekt wirkt ... es ist kein Zaubertrank. Es ist eine Hilfe zur Hilfe, eine Art Wirkbeschleuniger für die Therapie. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

    Inzwischen sind bei mir die Wägelchen ausgerollt, ich hab unterwegs viele Probleme gelöst. Ein paar sind in einer der fiesen Kurven und Loopings auch aus dem Achterbahnzug rausgefallen. Nichts alles ist erledigt, meine Güte, ich hab die gut gefüllte Spucktüte noch in der Hand aber wer rennt schon unbeschwert durch die Gegend. Aber ich habe doch das Wichtigste ausreichend im Griff. Ich würd' sagen: ich bin ein schönes Bespiel dass Therapien funktionieren. Mein Therapeut ist auch sehr zufrieden... aber das dauert. Gefühlt ewig. Konkret über zwei Jahre.



    Ach ja, "Verrückt" geht anders als bei dir.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 1.910

    AW: Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Liebe Ainee,
    ich kann dir dazu nicht allzuviel schreiben, weil mich das,was du schreibst ziemlich tiggert -
    nur soviel: bei mir war es genau so!
    Vor allem die "Mutter"...

    Ich habe es jetzt - aufgrund meines fortgeschrittenen Alters und weil meine "Mutter" schon tot ist -
    "hinter" mir - ich wollte dir nur sagen: Du bist gut so wie du bist, glaube an dich und höre nicht auf die,
    die dich mit ihren "weisen Ratschlägen" ständig nur noch mehr runterziehen, anstatt dir zu helfen,
    dir Schulgefühle machen und glauben, sie wüßten, was richtig und was falsch ist.

    Die sind ja nur froh, daß sie eine "Schuldige" gefunden haben und nicht schauen müssen, woran sie
    selber schuld sind...

    Es ist ein schwerer Weg, den du gehen mußt, aber laß dich nicht in die Irre führen!

    Ich umarme dich schwesterlich - und schicke dir Kraft…
    Du schaffst das!

  7. #7
    Ida


    ♥ ♥ ♥

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 401

    AW: Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Hallo Ainne

    vieles von dem was du schreibst kommt mir irgendwie bekannt vor.


    Besonders das mit den Angriffen von außen und mit dem Gefühl des absoluten Versagens.

    Ich habe selbst 6 Kinder. Bin mittlerweile sogar Oma.

    Wie oft hab ich mir anhören müssen, dass ich sell und jenes nicht richtig mache. Das man mir ja sowieso nicht helfen kann, weil ich es ja nicht möchte oder nicht umsetzen kann, usw.

    Es war eine extrem schwierige Zeit. So viele Leute die auf mir rumhackten.

    Ich kenne einige ADHSler. Viele haben das mitgemacht.

    Irgendwann, wenn man gar nicht mehr so kann wie die anderen wollen, kommt man an einen Punkt, entweder ganz am Boden liegen zu bleiben oder sich aufzuraffen und sich eigene Wege zu suchen.

    Dazu gehört auch, dass man sich selbst so akzeptiert wie man ist. Und das man begreift, dass man so nicht funktionieren kann, wie das die Gesellschaft erwartet.

    Das ist ein sehr langer Prozess.

    Akzeptieren heißt das Lösungswort. Akzepteiren, dass es Zeiten gibt, wo man nichts machen kann, weil der Kopf arbeitet. Das das nichts mit Faulheit zu tun hat, sonder mit Persönlichkeitsentwicklung. Das ist harte Arbeit.

    Such dir andere Adler, die dir gut tun. Menschen, die dich akzeptieren wie du bist und halt dich von all den anderen Idis fern.

    Ich selbst bin 600 km weit weg gezogen. Das war erst hart. Hammerhart. Aber nur so konnte ich mich weiter entwickeln. In meiner alten Heimat hatte ich immer das Gefühl, dass mich die Leute auf dem Boden sehen wollen. Und das haben sie auch immer wieder geschafft. Aber wir ADSler haben ja die besondere Gabe uns immer wieder aufzuraffen. Nur irgendwann geht das nicht mehr.

    Heute schaue ich meine Kinder an und kann nur staunen.

    Trotz meinem Chaos sind sie wunderbar geworden.

    Das wichtigste das du ihnen mitgeben kannst, sind nicht Regeln oder Struktur. Das Wichtigste ist deine Liebe zu ihnen. Wenn sie das wissen, werden sie Kraft haben alles mögliche zu meistern.

    Auch du wirst es schaffen. Glaube an dich und guck dir deine Kinder an. Sind sie nicht wunderbar?


    Ich drück dich mal unbekannterweise.

    Lass dir von NIEMANDEN jemals einreden, dass du weniger wert bist.

    Du bist ein toller Mensch. Fertig.

    Wer das in Frage stellt, gehört nicht in dein Umfeld.

    Ich wünsche dir viel Kraft deinen Weg zu gehen.

    Liebe Grüße

    Ida

  8. #8
    Mumford

    Gast

    AW: Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Gretel schreibt:
    Du bist gut so wie du bist, glaube an dich und höre nicht auf die,
    die dich mit ihren "weisen Ratschlägen" ständig nur noch mehr runterziehen, anstatt dir zu helfen,
    dir Schulgefühle machen und glauben, sie wüßten, was richtig und was falsch ist.
    Dem kann ich nur zustimmen! Das habe ich selber lange genug erfahren.





    Willkommen im Club, Ainee!

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Liebe Ainee,

    Deine Gedanken kennt hier glaube ich, jeder. Gerade auch die Argumentation, man solle sich nicht auf der Diagnose ausruhen. Aber das das Ding nun einen Namen hat, heisst ja nicht, dass damitnun alle Probleme gelöst sind.

    Du hast nun eine Erklärung, aber etwas zu verändern dauert biel Zeit und ist viel Arbeit.

    War dein Mann schon mal mit dir beim Doc und hat sich erklären lassen,was ADHS für dich bedeutet? Gerade mit zwei kleinen Kindern,wo ja eigentlich nichts wirklich planbar ist, ist es mit ADHS noch mal schwierige.r Vielleicht gibt es bei Euch aucheine Selbsthilfe Gruppe, in der ihr beide noch Informationen und Hilfen bekommen könnt?

    Und das du dir Gedanken um deine Kinder machst, zeigt, das es goldrichtig ist, dass du Kinder bekommen hast: sie sind dir nämlich nicht egal! Ich persönlich finde immer Trippel P-Kurse ganz sinnvoll, um sich, gerade wenn man auch Probleme mit sich selbst hat, den Umgang mit den Kiddies noch mal bewusst zu machen.

    Verrückt bist du bestimmt nicht, aber du brauchst im Moment vermutlich mehr Unterstützung als vielleicht andere. Das ist nichts Schlimmes. Aber man muss auch erst Lernen, rechtzeitig umHilfe zu bitten.

    Und schuld ist niemand, weder du noch deine Eltern!

    LG Trine

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Ich habe Angst, dass ich verrückt bin!

    Ich bin da zwar nicht bei deinem Mann, aber ich habe auch das Gefühl, die Diagose hat einen Schock in dir ausgelöst. Und nicht dein ADHS sondern du selbst hast dich in eine oder mehrere Schubladen einsortiert.

    - jetzt bin ich psychisch gestört
    - jetzt bin ich verrückt
    - jetzt bin ich so wie mein Vater

    So wie du es schreibst, schneintst du einen hohen Leidensdruck zu haben? Ich Aktion empfehlen.

    - Such dir eine gute Selbsthilfegruppe oder Gruppentherapie
    - such dir einen passenden Therapeuten (Verhaltenstherapie? weil tiefenpsycholgoische Modelle sehr tief graben, das kann einfach zu früh sein bei dir, zu viel für den Moment)
    - Lese im Netz und hier Tipps wie man den Alltag organisiert und vor allem sich selbst im Lot hält

    ADHS muss nicht sonderlich beeinträchtigend sein, und die Beeinträchtigungen die man hat, kann man mit Ruhe und Geduld umgehen lernen.

    Was ich gleich schreibe heißt nicht - "mach das sofort" ich weiß, das ist ein langer Prozess mit Rückschlägen, aber nur so kannst du handlungsfähig bleiben und dir ein gutes Leben neu aufbauen.

    - finde mit den o.g. Hilfen einen Weg aus der Opferhalten und der Starre!

    Lies mal hier aufmerksam wie es Leuten geht, die aktiv mit ihrer Störung umgehen, die an Rädern drehen, die sich Hilfe holen die sich Skills aneigenen.
    Und dann lies hier Leute, die sich allem verweigern, die innere Widerstände als ihre Wegweiser nehmen, (kann ich nicht, will ich nicht, bin ich nicht, ich kann nichts, andere alles, das wird immer so sein) - und die sich allem und jedem sperren und wenn sie Fragen stellen diese immer so suggestiv stellen, dass die Antwort immer nur Bestätigung ihrer eigenen negativen Meinung sein wird.

    Und dann vergleiche - und überlege wo du in 6 Monaten, in 12 Monaten sein willst. Es ist deine Entscheidung.

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