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Diskutiere im Thema Ratlosigkeit nach Untersuchung und Diagnose beim Neurologen im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Alles rund um ADS / ADHS-Diagnose, Diagnoseverfahren für ADHS / ADS und nicht-medikamentöse Therapieverfahren wie Psychotherapie, Neurofeedback, Biofeedback, Soziotherapie, Ergotherapie und andere
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 31

    Ratlosigkeit nach Untersuchung und Diagnose beim Neurologen

    Hallo,

    ich hatte heute nach fast zwei Monaten Wartezeit endlich meinen ersten Termin beim Neurologen. Wir hatten ein Gespräch, ich hab ihm von meinen Problemen mit der Arbeit und in meinem Leben erzählt und dann noch ein paar Tests.
    Lt Gespräch und Tests habe ich vermutlich ein Residuales ADS, also ein nach der Pupertät etwas gemäsigteres ADS.

    Er hat mich noch um Zusendung meiner alten Grundschulzeugnisse gebeten und das wars dann. Er telefoniert dann noch mit mir.
    Mögliche Therapie: Tabletten oder Verhaltenstherapie. Er macht aber keine Therapie, und ich vermute es gibt auch keine guten Therapeuten in der Nähe. Tabletten mag ich nicht nehmen. Was dann? (Ach ja, Omega-3 Fettsäuren soll ich nehmen derweil)
    Ich habe ihm noch gefragt, ob er Coaches kennt, aber das musste er verneinen. Na, wenn der schon keine kennt, dann kann ich das in meiner Gegend auch knicken (Mitte Oberpfalz)

    Ich weiß ja nicht was ich eigentlich erwartet habe, aber ich fühle mich so... na ja, vielleicht schnell abgefertigt, und keine meiner Fragen beantwortet. Wobei ich dann noch nichtmal mehr weiß, was ich überhaupt fragen soll. Wie gehe ich weiter, wer kann mir mit meiner Ratlosigkeit helfen?

    hm...

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Ratlosigkeit nach Untersuchung und Diagnose beim Neurologen

    Ob ein niedergelassener Arzt überhaupt Coaches empfehlen würde, selbst wenn er mal von welchen gehört hätte, wage ich mal zu bezweifeln. Coach ist kein geschützter Beruf, jeder - egal mit was für einer Ausbildung - kann sich Coach nennen.

    Was erwartest du denn von einem Coach, was er anders machen kann, als ein Psychotherapeut? Meistens ist eine Verhaltenstherapie erstmal das Ding, um ADS in den Griff zu bekommen. Manchmal geht es auch nicht ohne Medikation, weil man nur mit Medikamenten therapiefähig ist. Das kommt aber auf deine individuelle Erkrankung an, ob und welche Komorbiditäten da sind etc..

    Ich weiss nicht, bitte versteh mich nicht falsch, aber mit Leidensdruck zum Doc zu gehen und dann auf Medikamente oder Therapie mit "will ich nicht wirklich" zu reagieren, ist ein bischen so wie "ich will duschen, aber dabei nicht nass werden!"

    Der Arzt hat deinen Verdacht ja bestätigt. Die Diagnose als solch hilft ja nicht viel, Dinge im Leben zu verändern. Wunder geschehen leider nicht dadurch, dass das immer schon gespürte Anders sein auf einmal einen Namen bekommt oder das man mal mit dem Arzt darüber gesprochen hat. Neurologen machen in der Regel auch keine Therapie, das machen nur Ärzte, die einen Zusatz für Psychotherapie haben oder psychologische Psychotherapeuten. Ich halte es auch für äußerst schwierig, wenn der Arzt, der die Diagnostik gemacht hat und die Medikamente verschreibt, auch anschließend die Therapie macht. Es ist doch sinnvoll, wenn immer mal einer von außen draufschauen kann, sowohl auf die Medikation, alsauch auf die Therapiefortschritte. Bei allem anderen besteht für mich die Gefahr, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

    Ich möchte meine Medikamente nicht vermissen und habe lange dafür gekämpft, überhaupt die richtigen zu bekommen. Den Unterschied mit und ohne Medikamente spüre ich selbst nicht, meine Mitmenschen aber umso krasser. Ich selbst merke nur, dass ich weniger gestresst bin, abernds schneller zur Ruhe komme, Routineaufgaben leichter erledigen kann, etc.. Vergesse ich mal die Medikamenteneinnahme, merke ich das aber auch nicht, bzw. erst später, weil es sich dann meistens bitterlich rächt, weil ich eben nicht mitbekommen habe, was ich verbockt habe.

    LG Trine

  3. #3
    Inventar-Nr. 847

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Ratlosigkeit nach Untersuchung und Diagnose beim Neurologen

    Liebe hele,

    ich kann mich der Trine nur anschließen.

    Lasse die Diagnose sacken, informiere Dich hier über die Wirkung der medikamentöser Therapie und entscheide dann, wie es weiter gehen soll.

    Niemand kann Dich zwingen, Dein Leben zu ändern. Wenn Deine Probleme doch nicht soooo groß sind....

    Viel Erfolg!

    Lasa

    PS: Ich gebe meine Medi´s nicht mehr her!

  4. #4
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Ratlosigkeit nach Untersuchung und Diagnose beim Neurologen

    Lasa schreibt:

    PS: Ich gebe meine Medi´s nicht mehr her!
    Den jenigen, der mir die Medis weg nehmen will, den bring ich eigenhändig um

    Dein Anders-Sein hat nun (endlich) einen Namen. Nun kannst du in aller Ruhe überlegen, was du nun tust. Das 1. Hindernis ist überwunden, das ist schon mal sehr sehr viel. Sehr viele von uns hier sind Monate/Jahre hinter ihrer Diagnose ADHS hinter her gelaufen. Der Eigenverdacht war da, nur andere wie Freunde/Bekannte/Eltern und auch Psychologen haben das anders gesehen. Und meistens sogar Ärzte, die dann die Diagnose Depression nannten und Antidepressiva verschrieben, die aber letzten Endes nie so geholfen haben. Und der arme Mensch lief immer noch ohne Brille herum und tappte im Dunkeln.

    Also....so ganz nach dem Motto "Problem erkannt - Problem gebannt" gehst du nun die weiteren Schritte Stück für Stück....am besten ohne Erwartungshaltung (haha leicht gesagt ich weiss). Versuche das Ganze neugierig anzugehen. Es wird auf jeden Fall spannend, das wirst du schon sehen.

    Am besten setzt du dich mit deiner Krankenkasse in Verbindung, weil die meistens wissen, welcher Therapeut bei dir in der Nähe ist, der sich auch mit ADHS bei Erwachsenen auskennt.
    Aber leider musst du dich auf lange Wartezeiten einstellen, manchmal sehr lange.

    Vielleicht liest du dich erst einmal hier sehr genau durch, kaufst dir gute Bücher zum Thema ADHS (hier im Forum werden einige gute empfohlen), lernst erst einmal die Botenstoffstörung im Gehirn namens ADHS kennen und freundest dich mit ihr an.

    Du bist 42 Jahre und hast mit Sicherheit schon einiges hinter dir. Das Thema Medikamente ist auch sehr wichtig und interessant, aber natürlich immer eine freiwillige Sache. Ich sage mir allerdings, dass es einen Versuch alle male wert ist. Kann ja nur besser werden. Allerdings mit einer guten therapeutischen Begleitung, damit du dich und deine Reaktionen besser verstehen lernst.

    In diesem Sinne....viel Spass auf deinem neuen Lebensweg....egal wie dieser aussieht....

    lg Heike

  5. #5
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Ratlosigkeit nach Untersuchung und Diagnose beim Neurologen

    Hey hele,

    es gibt auch für die Oberpfalz bei der zuständigen kv ´nen link für eine "Psychotherapieplatzauskun ft", wegen der Verhaltenstherapie ... eventuell findest Du auch ohne Medies

    deine Struktur ... nur, wenn es ohne Medies nicht kontinuirlich klappt, ist MPH durchaus eine Alternative. Möglicherweise gibts auch ´nen Selbsthilfegruppenangebot für AD(H)S-

    Chaoten in deiner Wohnnähe. Ansprechpartner sind zum Bleistift auch Freiwilligenzentren, fragen kostet etwas Zeit und wenig Geld, telefonisch.

    Tschüß hele, dein Zoppotrump

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Ratlosigkeit nach Untersuchung und Diagnose beim Neurologen

    Ich hab meine offizielle Diagnose auch erst 2 Wochen. Und es beschäftigt mich immer noch. Ist es richtig was ich da tue? Soll ich zu einer Selbsthilfegruppe gehen? Eine Therapie beginnen.... Fragen über Fragen. Ich mach es jetzt so dass ich in Ruhe mit den Medikamenten anfange. Mal probieren wie es mit den Medis geht. Langsam einlesen in das Thema. Schnell geht eh nichts.

    Bei mir hat es 9 Jahre gedauert bis zur Diagnose. Erst die Depressionen dann die soziale Phobie behandelt dann....


    Das Forum hier gibt mir gerade alles was ich brauche. Ehrliche Meinungen und viele Infos. Meine Panik ist auf jeden Fall schon mal weg.

    Hier mal ein Danke an alle die hier schreiben.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Ratlosigkeit nach Untersuchung und Diagnose beim Neurologen

    Hallo ihr lieben,

    danke für eure Beiträge! Ich hab grad ne Schreibblockade und kann nicht richtig antworten, aber ich machs noch!

    lg

    hele

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